• Umeå, Patholmsviken: ausgehungert im Supermarkt

    Jun 30–Jul 1 in Sweden ⋅ ☀️ 20 °C

    Das war eine schnelle Nummer. Sowohl die 30 Seemeilen lange Fahrt von Ratan nach Patholmsviken, als auch der Aufenthalt dort. Um so länger dauerte die Diskussion mit dem Hafenmanager, ob wir nun längsseits am Steg liegen dürfen oder bei viel zu viel Seitenwind an die Boje müssen. Letztendlich setzten sich unsere Argumente durch.
    2 Dinge führten uns nach Patholmsviken, und das war sicher nicht die schöne Lage mitten im Industriegebiet: 1) jemand, der uns einen Ersatz-Impeller verkauft und 2) ein Supermarkt. Letzteres hatten wir lange zuvor das letzte Mal gesehen. Keine Ahnung, wo und wann das war. Der letzte Stengel Gemüse war jedenfalls längst aufgebraucht.
    Eine Regel, die wir dabei völlig missachteten, lautet: geh niemals ausgehungert einkaufen. Natürlich kauften wir viel zu viel ein und schleppten dann alles 2km zurück in den Hafen. Auf den Weg dort stolperten wir über einen Volvo Servicebetrieb. Klar, der musste doch den passenden Impeller für uns haben. Nach 10 Minuten im Lager teilte uns der Chef des Betriebs mit, dass er zwar jede nur erdenkliche Impellervariante hat, nur eben unsere nicht.
    Aber okay, immerhin hatten wir jetzt einen überquellenden Ersatzkühlschrank und einige süße Stücke auf nüchternen Magen im Bauch. Und dazu die Gewissheit, dass wir alles in Patholmsviken gesehen haben, und uns am nächsten Tag einmal um die Halbinsel herum, durch eine superenge, mit vielen fiesen Steinen garnierte Durchfahrt hindurch in den nächsten Hafen verholen. Und das rief sogar die schwedische Küstenwache auf den Plan.
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