Mit Küstenwache in den nächsten Hafen Bredvig
July 1 in Sweden ⋅ ☁️ 16 °C
Morgens verlassen wir den Hafen von Patholmsviken, um uns 5 sm nach Bredvig zu verholen. Nur mit der Genua segeln wir gemütlich vor uns hin und registrieren, dass ein Motorboot auf uns zu steuert. Wissen die was sie tun und wenn ja, warum steuern sie unser Schiff an? Bald wird uns klar, dass das die Küstenwache ist. Und schon sind sie bei und längsseits. Ich begrüße Sie freundlich mit einem “God morgon” und werde gleich auf schwedisch vollgequatscht. Aber mein schwedisch reicht bei weitem nicht für eine Konversation. Doch das Eis war sofort gebrochen. So wechseln wir auf englisch. Sie wollen wissen, was wir tun, von wo wir kommen, wo wir hin wollen, wie das Wetter so war, und natürlich, ob noch jemand mit an Bord ist.
Von den 15 Leuten, die sich in der Backskiste versteckt halten, haben wir natürlich nichts erzählt. 🤣 Nachdem wir auch die Frage nach unserer Nationalität passend zur am Heck wehenden Flagge und zum Schengenraum beantwortet wurde, wünschten Sie uns einen tollen Sommer und zogen von dannen.
In Bredvig erwartet uns dann ein kleines Paradies. Schäbig, aber dafür mit viel Herzblut und lieben Menschen. Zum ersten mal legen wir erfolgreich an einem Y-Steg an. Ausreichend groß und ausreichend lang. Hier im Norden sind wir meistens das größte Schiff im Hafen. Nur ein Motorboot hat diesmal unsere Größe.
Wir genießen den Tag und fahren mit dem Bus nach Umeå. Umeå hat Charme. Eine schöne Stadt mit alten Holzhäusern und gemütlichen außergewöhnlichen Cafés. Hier kaufen wir noch ein Infrarothermometer, damit wir die Temperatur unseres Motors überprüfen können und suchen eine Stunde lang die Post. Alle Möglichkeiten, die Google vorschlägt sind erfolglos. Nur Chatty weiß mal wieder wie der Hase läuft. Hier in Schweden kauft man die Briefmarken im Supermarkt oder im Schreibwarengeschäft. Dann ab mit der Geburtstagskarte für unsere Tochter in den Briefkasten und schon tritt wichtige Post die Reise an.
Abends feuern wir uns noch die Vereinssauna an, genießen einen tollen Blick und schmieden die Pläne für den nächsten Tag. Hätten wir geahnt, dass am nächsten Tag die längste Ankerplatzsuche unsere Segelhistorie auf uns wartete, hätten wir es ohnehin nicht geglaubt.Read more















