Ulvö
Jul 3–7 in Sweden ⋅ ☁️ 15 °C
Für die schwedische Küste besonders für den nördlichen Teil haben wir keine Tipps erhalten. Lediglich von einem Paar in Ratan, aber dazu gehörte die in Nord und Süd geteilte Insel Ulvö nicht. Umso schöner, wenn man da ankommt und von der ersten Minute an begeistert ist. Später haben wir erfahren, dass wir in einem richtigen Hotspot gelandet sind und uns glücklich schätzen dürfen, auf Anhieb einen Liegeplatz bekommen zu haben. 4 Tage lang war auf Ulvö mächtig was geboten. Von kulinarischen Highlights, wie den Strömming in Panade ausgebacken, bis zu einer Schnellbootregatta, war alles mit am Start. Strömming ist der schwedische Name für Ostsee-Hering. Diesen gibt es hier in der Region auch als sur strömming, also sauer fermentiert in Dosen. Die Empfehlung lautet , die Dose niemals in geschlossenen Räumen zu öffnen, und wenn man es doch tut, dann zwingend alle Anwohner vorher zu informieren. So heftig ist der Geruch nach Schwefel und faulen Eiern. Gut abgewaschen soll der fermentierte Hering eine Delikatesse sein. Schwer vorstellbar. Mein Gehirn bekommt das heute noch nicht auf die Reihe, wie man einen Hering wochenlang fermentieren und dann auch noch essen kann. Gut, dass sich Jürgen im Hafenrestaurant für die normale Heringsvariante - knusprig gebraten in Panade - entschieden hat. Immer noch intensiv, Hering ist halt Hering, und dann auch noch mit Gräten gegessen. Da kann auch der hohe Eiweißgehalt nichts daran ändern. Naja, Jürgen hat er geschmeckt und das sogar sehr gut. Für ein Foto hat es leider nicht gereicht, da zuvor der Hunger zu groß und anschließend der Fisch zu schnell weg war.
Auf Ulvö haben wir auf jeden Fall den Sommer eingeläutet, unser Dingi aufgeblasen und waren auch das erste Mal erfolgreich bei der Pfifferlings- und Beerenjagd.
Abschließend gab es noch einmal Starkwind, bis 40 Knoten (9 Windstärken) natürlich von der Seite, und das auch mit dem Heck nur an der Boje. Sicherheitshalber haben wir uns mit den Nachbarn zusammen geschlossen und alle Boote am Heck miteinander vertäut und anschließend an Land belegt. Die Achterleinen wurden zusätzlich an einer zweiten Boje fest gemacht. Das Ergebnis ist ein großes Floß aus lauter Booten. Es ist schön, wie in solchen Situationen wildfremde Menschen zusammen halten und jeder noch eine zusätzliche schlaue Leine anbringt. Auch die Schweden, die sich von viel Wind sonst nicht so schnell aus der Ruhe bringen lassen. Im Gensatz zu uns pingeligen Deutschen. Jedenfalls haben wir die Starkwindnacht zusammen bestens überstanden, ja, sogar ruhig geschlafen. Und das ist gut so, denn am nächsten Morgen wartete schon die enge Ausfahrt aus der geteilten Insel Ulvö auf uns.Read more


























Traveler
Na da kann der Winter kommen …
Traveler
😳 mit 1000 PS durch das Wasser brettern ?
TravelerJo, die hatten jedenfalls Schutzanzüge und Helme an. Wie bei Formel 1. 😅