Höga Kusten Anker Event
Jul 2–3 in Sweden ⋅ ☀️ 16 °C
Wenn wir erzählen, dass wir die schwedische Küste entlang fahren kommt immer wieder der Kommentar: die Höga Kusten ist ein Juwel, da ist es überall schön, man hat unzählige Möglichkeiten zum Ankern und das Wasser ist immer tief genug. So fiel unsere erste Wahl auf Haraskär. Liegt mehr oder weniger auf dem Weg südwärts und ist laut Hafenhandbuch von allen Winden geschützt - und nach langen 55 sm eine pragmatische Lösung. Mittlerweile schauen wir uns sogar noch vorher die Satelliten-Bilder an, damit wir einigermaßen wissen, was uns erwartet. Und siehe da, die Bucht von Haraskär sieht so aus, als wäre sie nach Osten offen. Natürlich wollen wir bei Ostwind ankern🙄. Wir entscheiden uns trotzdem hinzufahren, da wir davon ausgehen, dass das Hafenhandbuch die Wahrheit sagt. Wir sind nicht einmal richtig in die Bucht rein gefahren und dachten nur, ne, das funktioniert nicht. Glücklicherweise ist um die nächste Landzunge ebenfalls eine im Hafenhandbuch ausgewiesene Ankerbucht. Es gibt sogar einen potentiellen Steg zum Anlegen..
Also: Dieser Spot kann komplett aus dem Hafenhandbuch gestrichen werden. Da die Anwohner lauter “Ankern verboten” Schilder aufgestellt haben oder es einfach viel zu tief ist. Ja, und der Steg hat leider keine Möglichkeit zum Festmachen geboten. Also wieder zurück zur ersten Bucht mit dem Gedanken, wird schon irgendwie gehen. Bei Anfahren der Bucht sehen wir, dass sie tatsächlich noch viel weiter rein geht, als ursprünglich gedacht und wir freuen uns über den glatten Wasserspiegel. Die Bucht ist mit einer Tiefe von 3 Metern ausgewiesen. Unsere Logge zeigt eine Tiefe von 10 Meter!? Wir fahren die Bucht ab, aber die 3 Meter Stelle ist nicht zu finden. Langsam nähern wir uns dem Land und die Tiefe sinkt langsam 9m, 8,5m, 8m, 7,5m, 7m 6,5m, bei 6m gehe ich in den Wind und bin ganz fix wieder auf 8m. Das Problem sind nicht die 8m, sonder unser Schwoikreis ist damit bei 36 Metern und wir kommen dem Land it dem Ankerkreis zu nahe. Wird es schnell, tief gilt leider umgekehrt auch, es wird ebensoschnell sehr flach. Also fahren wir ein zweites Mal an und ein drittes mal. Guter Ankerhalt, schreibt das Hafenhandbuch. Haha, scheint wie haben die einzige Stelle gefunden, wo das nicht gilt. Im zweiten Anlauf hält er dann doch. Letztendlich ankern wir dann um 23.00 Uhr bei 7,5m Tiefe und tun so, als wären es 6m, schlafen einigermaßen schlecht und lichten am nächsten Morgen früh wieder den Anker. 90 Minuten zum Ankerplatz finden, das ist rekordverdächtig. Rekordverdächtig langsam. Und das in der Hochburg der Ankerparadiese. Pah, morgen gehen wir wieder in den Hafen, sollen dich die andern sich mit den Buchten rumärgern.Read more





