Apennin Tag 7 - Campo Imperatore
I går, Italien ⋅ ☀️ 11 °C
Das Ziel des heutigen Tages ist für mich der Auslöser dieser ganzen Tour.
Italien war immer Mittelmeer, Küste, Weinberge und Toskana für mich.
Weit gefehlt. Italien ist viel mehr. Und eben auch Berge bis 2700 m und sehr viel unberührte Berglandschaft, die man in den überlaufenen Alpen fast nicht mehr sieht.
Das heutige Ziel heißt Campo Imperatore, auch Little Tibet genannt und ist eine ausgedehnte Hochebene auf 2200 Meter Höhe im Gran Sasso Massiv. Endlose Flächen mit einer Vielzahl von wilden Blumen. Aktuell blühen die wilden Krokusse und bilden einen violetten Teppich.
Sowas sieht man sonst nur im Fernsehen. Unglaublich schön. Wir waren früh da und konnten ein paar schöne Bilder ohne Menschen machen. Spätestens ab 11 Uhr fällt die Meute der biker und anderer Touristen dort ein. Die Straße führt hoch zum ehemaligen Hotel Campo Grande. Von dort kann man eigentlich einen 8-9 km langen Rundkurs mit Panoramablick und 4 Gipfeln bis 2700 hm mit insgesamt ca 700 hm laufen. Heute nicht, denn das Jahr ist offenbar spät, sodass oben am Refugio für Christina Schluss war und für mich etwas weiter am ersten Gipfel auf 2400.
Danach wurde es zu gefährlich ohne vernünftige Ausrüstung. Zu viel Schnee und rechts und links gehts abwärts. Ja Schatz, wir gehen zurück. 🙄
War halt dann nur ein kleiner Aufstieg und wieder runter.
4,1 km weit
355 m hoch
355 m wieder runter.
Als Alternative haben wir noch einen kleinen 5 km Abstecher in den Canon della Valianara gemacht.
Das war ganz in der Nähe aber völlig anders.
Ein ausgetrockneter Fluss auf 1500 m Höhe mit spektakulären Wänden. Seinerzeit Kulisse für den Western 4 Fäuste für ein Halleluja mit Bud Spencer und Terence Hill.
Hier ist uns die Schlange begegnet. Eine Wiesenotter. Europas kleinste Giftschlange, die stark gefährdet ist und in Italien schon immer endemisch im Gran Sasso Massiv gelebt hat. Eine seltene Schlange und ein Glücksfall.
Rückfahrt über kleine, unglaublich schlechte „Erdbeben Straßen“. Wir hätten man doch die Schnellstraße nehmen sollen.
Hinterher ist man immer schlauer.
Zuhause muss ich erstmal sämtliche Schrauben nachziehen.
Der Blick vom Balkon des Hotels ist sehr gut.
Morgen erkunden wir das Massiv von der nördlichen Seite.
Wir sind jetzt eingewandert.Læs mere



























