• Villa de Leyva: Spanier und Dinosaurier

    14. marraskuuta 2024, Kolumbia ⋅ ☁️ 19 °C

    Heute unternahmen wir eine der "Free" Walking Touren. Diese sind fast immer ein guter Einstieg und man bekommt wertvolle Tipps für die weiteren Tage.

    Wir lernten viel über die Stadt die von den Spaniern für die Spanier gebaut wurde, über ihre Rolle in der Unabhängigkeit Kolumbiens und die Architektur.

    Kurze Zusammenfassung:

    Villa de Leyva lebt auch heute noch vor allem von der Landwirtschaft. Die Temperaturen erlauben von der Tomate bis zum Olivenbaum alles was die Spanier brauchten. Der Tourismus ist die zweitgrößte Einnahmequelle.

    Der Nationalheld auf der Stele hat sich mit den eindrigenden Spaniern in einem Waffendepot in die Luft gesprengt und so seine Männer gerettet die am flüchten waren . Böse Zungen behaupten er war betrunken und es war ein Versehen. Die Führerin glaubt beides! Er war heldenhaft, aber er musste sich Mut antrinken😅.

    Die im Hausschmuck verwendeten Wirbel stammen von dem im Haus verzehrten Tieren und sollten nach aussen hin Wohlstand zeigen ( Lamm z.B. war teuer) die Fossilien wurden erst von den Spaniern genutzt. Ein findiger Bauer mit vielen Fossilien im Feld, überzeugte dann die Indigenen, dass Fossilien wohl Reichtum bringen müssen wenn alle großen Häuser (der Spanier) solche schmückten. So wurde er reich und alle fingen an sie einzusetzen.

    Die Calle de la Silencia ( Gasse der Ruhe) wurde so benannt weil die angrenzenden Nonnen das Gerücht streuten, dass nach 10 dort der Teufel umgeht. Sie wollten die Besoffenen aus der nahe gelegenen Gasse mit den Kneipen nicht nachts vor der Hütte haben. Als dann ein Besoffener Nachts in der selben Gasse von einem Esel getreten wurde und mit dem Abdruck ( des Teufelshufs) in die Kneipe stürmte, war endlich Ruhe in der Gasse!

    Danach ging es auf Anraten der Führerin zum authentischen und günstigen Mittagstisch ( 8 Euro für zwei Personen) und im besten Cafe am Platz die regionale Variante des Mille-Feuille essen.

    Köstlich!

    Dann fuhren wir mit dem Taxi ins Museum "El Fosil". Die Bewohner des Stadteils haben jahrzehntelang kämpfen müssen um ihren 12m langen Wasserdino behalten zu dürfen. Das Museum wurde um ihn herum gebaut. Das Fossil ist eines der ganz Wenigen die man genau am original Fundort besichtigen kann.

    Am Abend ging es zum Restaurant mit den besten Bewertungen der Stadt 5,0 Sterne. Häufig sind solche Bewertungen ja gefälscht, doch das kleine Takko-Restaurant überzeugte völlig. Die Salsa wurde frisch am Tisch gemörsert und die vier Tacos waren köstlich, mindestens so gut wie die, die ich in Mexiko hatte.😇 Der Besitzer stellte sich und das komplette Küchenpersonal vor, erklärte uns die kompakte Karte und freute sich sehr über deutsche Gäste.

    Auf dem Nachhauseweg gönnten wir uns noch ein kleines Bierchen🤗.
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