Kolumbien hat viel zu bieten …🤣
December 11, 2025 in Colombia ⋅ 🌙 28 °C
Seitdem wir innerhalb der Marina von Santa Marta vom lauten und zugigen T-Steg an einen besseren Liegeplatz hatten wechseln können, gefällt es uns sehr gut hier. Die Marina ist modern und sicher, der Duschbereich sehr schön.
Außerdem darf man den Dachpool incl. Bar des nahen Marriott-Hotels mitbenutzen, ein sehr nettes Feature.
Da uns Freunde hier vor dem nahenden Touristenansturm vor Weihnachten warnten, stürzten wir uns ziemlich schnell in unsere Land-Unternehmungen.
Zunächst brachen wir mit 1-stündiger Taxifahrt auf in den bekannten Tayrona Nationalpark. Taxifahren ist hier sehr günstig. Und beim Erleben des wilden hupenden Verkehrs hier mit rechts und links ungestüm überholenden Mopedfahrern verging sogar Uwe die Lust auf einen Mietwagen.
Innerhalb der Parkgrenzen gibt es zahlreiche sehr hübsche und idyllisch im Urwald gelegene Hostels. Wir liefen von der Park-Schranke zu unserem zu Fuß hin, und staunten auf dem Hauptweg schon über das seltsame Geschrei der Brüllaffen. Da wussten wir noch nicht, dass es das einzige Mal sein würde, diese so deutlich zu hören. Auf dem Weg zum Hotel gerieten wir immer tiefer ins üppig wuchernde Grün, und die einfachen Hütten der Unterkunft sind traumhaft gelegen. Von dort fuhren wir noch am gleichen Tag mit einem Minibus weiter bis zur Endstation, und wanderten am ersten Tag noch zu einem nahegelegenen Strand, an dem Baden verboten ist. Warum? Es sollen schon einige Ungehorsame in der Brandung ertrunken sein… Dass es durchaus berechtigt sein mag, bei noch höheren Wellen das Baden hier zu unterlassen, merkte ich am Beach nebenan (Baden offiziell erlaubt): Ich war mit meinem in Genesung befindlichen Bein etwas unsicher auf denselbigen, da wurde ich beim Rausgehen von einer Welle umgeworfen und von der nächsten sitzend überspült und wild im Sand herumgewirbelt. Selbiger fand sich danach in den Haaren in Massen wieder und in allen Falten des Badeanzuges. Puh!
Am Tag darauf sollten wir das ultimative Abenteuer erleben. Es war nicht der 8 km lange Wanderweg bergauf und bergab mit Holzpfaden und vielen Treppen. Es war auch nicht der schöne Badestrand am Ende, wo wir eine ruhige etwas von der Brandung abgeschirmte Ecke ganz für uns allein entdeckten.
Nein, es war der Rückweg zum Abfahrtspunkt der Minibusse zum Hotel im Wald. Um mein Bein zu schonen, gönnte uns Uwe einen Rückritt auf Pferdes Rücken. Dafür sollte es einen gesonderten Reitpfad geben. Gab es auch. Aber erst, nachdem wir uns ein Stück den unwegsamen und schlammigen Wanderweg mit den Wanderern geteilt hatten.
Kurz gesagt, der einstündige Ritt war schrecklich und sicher nicht ungefährlich. Wir würden Jedem - es sei denn ein wirklich geübter Reiter - davon abraten. Die Pferde mussten lange Strecken durch tiefen, rutschigen Schlamm steigen. Dann ging es plötzlich auf engem steinigem Pfad hoch auf den Berg. Anfangs war Uwe mit seinem Tier noch vor mir, und das beruhigte mich ein wenig. Obwohl es sehr nah aufrückte und ich fürchtete, Uwes Pferd könnte deswegen scheuen. Aus meiner Zeit als aktive - wenn auch schlechte - Reiterin weiß ich noch, wie schreckhaft Pferde im Prinzip sind. Später setzte mein eifriges Tier zum Überholen an, und ich hoffte, ungewollt an die Spitze aufgerückt, das Pferd würde wohl den Weg kennen. Im Prinzip kannte es ihn auch… Aber es gab kleine „Unsicherheiten“. Von hinten schrie der Guide dann gelegentlich „a derecho !“, und ich musste zusehen, dass mein Pferd auch abbog. Und einmal gingen alle 4 Pferde der kleinen Gruppe unterschiedlich im Schlamm oder links und rechts vom Holzsteg entlang, und der einzige Guide musste kommen, und mein Pferd aus dem Schlamm praktisch mit lauten Ermahnungen auf den Holzsteg hochziehen. Einmal rief ich aus Angst nach Uwe, aber der konnte mir ja nicht zu Hilfe kommen, kämpfte selbst…
Als der Abstieg kam musste ich öfters die Augen schließen vor lauter Angst, das Pferd würde mit seinen beschlagenen Hufen auf den Felsplatten ausrutschen. Aber - zurück konnten wir auch nicht! Uwes Pferd ging einmal so heftig durchs Gebüsch, dass er drohte, herabgerissen zu werden. Wir hatten wirklich nicht gewusst, dass Pferde so enge Wege und so steil bergauf und bergab gehen können. Wir hätten dies nur Eseln oder Ziegen zugetraut.
Nach einer langen Stunde, wo ich mich erst dem Ende zu im flacheren Stück etwas entspannen konnte, kam endlich der Pferdesammelplatz in Sicht, und wir waren froh, dass alles gutgegangen war. Schweigend setzten wir uns danach im Hotel eine Weile in den Minipool, und mussten erst wieder runterkommen.
Am nächsten Vormittag fuhren wir mit dem Linienbus nach Santa Marta zurück.
Wir hatten schöne Strände, Affen, einige Vögel und ein großes Nagetier gesehen. Leider war das Bett in der Unterkunft so steinhart, dass sich nach Jahren mein Bandscheibenvorfall wieder zu Wort meldete, und ich seitdem an Schmerzen laboriere. Die nächsten Abenteuer in Kolmubien erwarten euch in Teil 2.Read more




























TravelerUiuiuiuiuiuiiiiii 😄
TravelerGeht`s auch nach Cartagena?
Doris Jägeryup, waren wir. bericht folgt…
TravelerDas war ja ein "Teufelsritt". Erinnert mich an den Reitausflug vor 18 Jahren in Cajón del Maipo im Südosten der Anden. Hoffe deine Bandscheibe hat sich wieder beruhigt.