• Pazifik - Tag 6

    28. marts, Pazifischer Ozean ⋅ ☁️ 27 °C

    109 sm, (41 sm Segel, Motorsegel 68 sm), sonnig 31°

    Es ist früh am Morgen. Vor zwei Stunden habe ich die Mitternachtsschicht übernommen. Der Wind dreht weiter auf Süd. Den Kurs kann ich schon lange nicht mehr halten. Ich ziehe den Gennaker noch etwas straffer, um auf 60° am Wind zu kommen. Empfohlen für das Segel sind 70°. Es ist machbar, aber zu welchem Preis? Als ich aufs Vorschiff gehe, sehe ich, dass das Segel am Kajak und am Seezaun reibt. Das tut mir in der Seele weh. Ich entscheide, die Genua muss raus. Ich versuche halbherzig Doris zu wecken, da wir Segelmanöver eigentlich zu zweit machen wollen. Sie schläft aber fest, und Segel einrollen, zumal mit unserem neuen Endlosfurler, und die Genua setzen ist ja auch kein Hexenwerk. Also Rettungsweste an und los. Keine fünf Minuten später ist alles gerichtet. Ich setzte nun Kurs 45° am Wind und kann den Kurs östliche Galapagosinsel wieder halten. Mit 4 - 5 Ktn geht es weiter.
    Auch heute begrüßt mich wieder ein schöner Sonnenaufgang. Das Gekneife um die Höhe am Wind geht allerdings weiter. An tolle Etmals ist dabei nicht zu denken, aber der Weg ist das Ziel, und wir haben es ja nicht eilig.
    Den Vormittag bestimmen dann Vorratsarbeiten den Ablauf: Lebensmittel müssen noch portioniert und vakuumiert werden, und so wandern Käse, Nüsse, Speck und Salami in die Tüten, um wenig später rigoros die Luft abgesaugt zu bekommen. Die so entstandenen Päckchen werden dem Tetris von Vorratsboxen und Kühl- und Gefrierschrank zugeführt…
    Gegen Mittag wird dann der Wind so wenig, dass wir kaum noch 3 kn segeln, und der Autopilot hat Mühe, den Kurs zu halten. Es ist Zeit, den Motor zu aktivieren, auch wenn es weh tut. Bei einer derart langsamen Geschwindigkeit versetzt es außerdem unser Boot so stark, dass an Kurshalten im Traum nicht mehr zu denken ist. Inzwischen bekommen wir 1,5 Ktn Strömung genau von der Seite. Da kann sich Jeder ausmalen, wo wir bei 2,5 Ktn Fahrt ankommen würden.
    Mit Motor und Segel als Unterstützung kommen wir wieder gut voran. Der Wind, unser „treuer“ Begleiter, bleibt den ganzen weiteren Tag mau, und so geht es mit Motorunterstützung in den Abend hinein.
    Zum Abendessen gibt es indess wieder ein Highlight. Doris zaubert aus unseren Vorräten lecker panierten Mahi Mahi mit Gemüse der Saison, Salat und Bratkatoffel.
    Die Nacht verläuft dann wieder sehr ruhig, abgesehen vom Motorgebrumme.
    Læs mere