• Pazifik - Tag 10

    1. april, Pazifischer Ozean ⋅ ☀️ 27 °C

    146 sm (142 Segel, 4 Motor), sonnig, 29°

    Wir hatten uns heute auf wenig Wind eingestellt. Die Doldrums gehen ja ungefähr bis zum 6. Breitengrad, und wir waren gerade auf dem 3. Der Wetterbericht hatte auch nur wenig Wind in Aussicht gestellt. Werner hatte schon einen guten Vorsprung von 16 sm herausgesegelt. Dies war aber auch dem geschuldet, dass ich mit 45° ziemlich hoch am Wind segelte, Werner hingegen direkt auf das Ziel Gambierinseln zuhielt, und so um die 10° raumer fuhr. In Erwartung, dass der Wind nachließ, wollte ich auf diese Weise etwas Höhe für das Leichtwindsegel herausfahren, welches ich ja erst ab 70° Windeinfallswinkel nutzen kann.
    Aber wieder einmal hatte ich die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der Wind hielt sich einfach nicht an die Vorhersage, sondern blies munter weiter mit 16 Ktn. Bei der ruppigen See einfach zu viel für den Reacher... Erst am Nachmittag ließ der Wind etwas nach, so dass ich kurz vor zwei unser blau/weißes Tuch hochzog. Nun sprintete ich Werner hinterher. Bei dieser Disziplin bin ich wieder im Vorteil. Von Werner und Resi war aber auf dem Plotter nichts mehr zu sehen. Erst am Abend, als wir unsere Koordinaten ausgetauscht hatten, wurde klar, dass ich schon 18 sm weiter südlich unterwegs war, in etwa gleicher Höhe wie unser Partnerboot.
    Was uns heute außerdem noch erwartet hatte war eine große Dünung von 3,0 m Höhe, die auf uns zuhielt. Gespannt warteten wir wie dieses sich anfühlen würde. Da die Wellen aber sehr gemächlich alle ca. 14 s sich erhoben und senkten, war gar nicht so viel davon zu spüren.
    Ein wirklich schöner Segeltag ging mit einem tollen Sonnenuntergang zu Ende.
    Zum Abendbrot gab es aufgewärmten Mahi Mahi, dazu die bald letzten Reste grünen Salat, von Doris liebevoll im Wasserbad aufgepäppelt (Doris meinte, sie sei zur „Salatflüsterin“ geworden) verbunden mit Cocktailtomaten, Orangenspalten, etwas Weisskrautstreifen und Feta. Alles mundete auch wieder sehr gut.
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