Die Motus der Gambier Inseln
3. maj, Fransk Polynesien ⋅ ☀️ 26 °C
Nach einigen Tagen der ersten Erkundungen an Land nahmen wir eine Einladung von Rolf und Daniela auf dem Katamaran YELO zum Sundowner an. Die beiden sind schon 26 Jahre mit ihrem Katamaran unterwegs und haben die Gambier Inseln lieben gelernt. Sehr viel haben sie von ihren weltweiten Abenteuern zu erzählen. Tags drauf gab uns Rolf eine fachkundige Einführung in die Welt der Perlenzucht, damit wir beim baldigen Besuch einer Perlenfarm schon ein wenig wissen, worauf zu achten ist. Diese dunklen in vielen Schattierungen aber farbig schimmernden Perlen soll es nur hier durch eine ganz besondere Austernart geben.
An Tag 9 auf den Gambier Inseln machten wir uns auf zum Aussenriff. Dieses liegt im Nordosten der Hauptinsel Mangareva. Der südwestliche Teil des fast quadratischen Aussenriffs ist im Laufe der Zeit schon weiter abgesunken und komplett von den Wellen überspült.
Wir ankerten vor der Insel, die den Flughafen trägt, Totegegie. Der kleine Flughafen, der etwa zweimal die Woche von Tahiti aus angesteuert wird, ist wohl der abgelegenste in ganz franz. Polynesien.
Idyllisch liegt man hier vor Anker, außer uns beiden Booten nur noch ein weiteres da.
Am Strand zündeten wir am zweiten Abend ein Grillfeuer an. Schon recht früh gegen 4 fingen wir an, aus Furcht vor Mücken oder Sandflöhen zum Sonnenuntergang, der um 18.30 Uhr schon vorbei ist. Die Sonne nähert sich ja derzeit dem nördlichen Wendekreis, was hier Winter bedeutet (Mücken kamen jedoch keine bis 19.00 Uhr).
Schnell hatten die zwei Männer mit etwas Papier und kräftiger Nichtraucher-Puste das Feuer entfacht. Es wurde gut gefüttert mit dem schon am Vortag gesammelten und weiter getrockneten Holz. Größere Steine bildeten eine Einfriedung, unser Grillgitter wurde über Glut und Restfeuer gelegt. Ich hatte auf Curaçao noch darauf bestanden, im Baumarkt ein einzelnes rundes Grillgitter zu kaufen. Es wird uns wohl auf unserer gesamten Weiterreise zu gern gesehenes Gästen bei diversen Grillpartys am Strand machen…😉.
Gegrillt wurden Steaks von dem am Vortag frisch gekauften Gelbflossen Thunfisch, Knoblauchbaguettes und Scheiben von Brotfrucht. Dieses einheimische Gemüse beginnt sich mir gerade in seiner vielfältigen Verwendbarkeit langsam zu erschließen… Gestern Abend vergaß ich die Scheiben kurzfristig in der Pfanne auf dem Herd 🙈 > man kann auch leckere knusprige Brotfrucht-Chips daraus machen….🤣!
Gestern fuhren wir mit Resi & Werner mit dem Dinghi in einem Halbtagesausflug zu einem an einer Ecke des Atolls liegenden Motu. Es heißt Puaumu. Durch den Baumbewuchs bietet es willkommenen Schatten. Auf dem dichten Nadelteppich lässt es sich angenehm entlanglaufen, und es duftet herrlich intensiv nach Kiefernnadeln. Die Nadelbäume sollen frühere Missionare hierhergebracht haben. Auf der Insel erkundeten wir eine verlassene kleine Ansiedlung von Perlenzüchtern: Salz und Pfeffer standen noch neben einer Pfanne im Regal, auch noch Büchsen im Kühlschrank 🕷️ 🪰 🤢, aber leider kein kühles Blondes. Es befand sich alles im Verfall. Wie schnell sich doch die Natur ihr Terrain zurückerobert, wenn es der Mensch nicht mehr verteidigt und pflegt.
Die Drohne durfte starten und gewährte uns einen tollen Überblick aus der Höhe.
Auf dem Rückweg hielten wir noch an einer winzigen Insel an, Vaiatekeue. Diese hatten frühere Besucher in ihrem Video als die schönste hervorgehoben. Resi & ich stiegen am flachen weißen Strand ins Wasser, Uwe spielte wieder Flugkapitän, und Werner versuchte Kokosnüsse zu öffnen, die wir auf Puaumu gesammelt hatten. Aber wir hatten kein gutes Werkzeug dabei. Trotzdem werden diese Palmenfrüchte heute Abend die Basis für einen Schub frisch gebackener „Kokosbusserl“ hergeben, auf beiden Booten wird dieser Leidenschaft gefrönt.
Heute Vormittag ankerten wir um Richtung „false pass“. Es ist eine Stelle des Aussenriffs, fast wie ein Durchbruch, die viel Frischwasser herüberlässt. Aber tief ist es nirgendwo, ein Boot kommt nicht rein.
Wir hielten uns an die Empfehlung früherer Reisender, fuhren mit dem Dinghi fast bis vor zum Aussenriff und banden uns mit Leinen ans Dinghi. Kamera geschnappt und schwupps, rein ins Wasser. Dieses ist in dieser Region sehr klar, weiter innen in der Lagune viel trüber. Neben schönen intakten Korallen trafen wir auch einige Schwarzspitzen-Riffhaie. Nichts Gefährliches. Das Dinghi wurde durch die einlaufende Strömung nach innen getrieben, und wir konnten es durch unsere Leinen nicht verlieren. Nächstes Mal - wir kommen bestimmt nochmal hierher zum Schnorcheln - werden wir aber unsere Leinen kürzer nehmen, zweimal blieb ich nämlich an einem Korallenstock hängen und musste gegen die Strömung anrudern, um uns wieder zu lösen.
Morgen früh fahren wir zurück nach Rikitea. Das große Versorgungsschiff, die Taporo VIII ist angekündigt und mit der Hoffnung auf frisches Obst und Gemüse verbunden. Auch der Menschenauflauf ist sicher spannend zu beobachten.Læs mere




































Rejsende
Bilderbuchansicht😍
Doris Jägerja, das war die Bilderbuchpalme 😝
Rejsende
Prost 🍹 so tolle Bilder! 😍