• Mira Dahmen
  • Mira Dahmen

2. Weltreise

Een avontuur met open einde van Mira Meer informatie
  • You better Belize it!

    14 oktober 2017, Belize ⋅ ⛅ 21 °C

    In Belize ist die Landessprache Englisch (die meisten können auch Spanisch sprechen) und Belize hat das zweit größte Korallenriff der Welt. Diese zwei Punkte wären entscheidend bei der Auswahl in welches Land wir in der Karibik reisen möchten.
    Natürlich wollten wir das Riff auch gerne sehen, doch wie sich herausstellte ist das nicht so ganz einfach, denn es liegt sehr weit draußen so das man nicht selbst hin Schnorcheln kann, sondern immer Touren buchen muss. Deswegen haben wir uns entschieden eine Woche in das Atoll von Glover's reef zu fahren. Das war nicht billig, aber schnorchel Touren​ hätten ja auch etwas gekostet.

    Glover's reef ist ein 32 km langes Atoll, das 45 km vom Festland entfernt ist. Wir waren auf einer ganz kleinen Insel in dem Atoll. Man konnte sie in zehn Minuten umrunden, sie war voller Kokosnuss Palmen und das Wasser war türkis und sehr klar. Als wir nach einer Stunde Bootsfahrt auf einem kleinen Boot dort ankamen,war ich mir sicher, dass wir im Paradies gelandet waren!!! Es kam noch besser, wir hatten dort eine Woche Camping gebucht und Essen für eine Woche mitgebracht um dort Kochen zu können. Nachdem wir bezahlt hatten verkündete uns die Inhaberin, dass sie zur Zeit keine Gemeinschaftsküche haben und das wir deshalb in einer dieser Hütten auf dem Wasser schlafen könnten, zu denen lange Stege übers Wasser führen, dort gäbe es auch Kochplatten. Ich war sprachlos, solche Hütten kannte ich nur von sehr schönen Kalendern und jetzt sollten wir auch noch aussuchen welche von denen wir bewohnen durften. Überwältigt fragte ich den Mann der uns eine Führung über die Insel gab wie man sich den für eine Hütte entscheidet und er sagte "you just pick one". Also haben wir uns einfach eine ausgesucht und als wir über den Steg zur Hütte liefen, schwamm gerade ein Rochen an uns vorbei! Wir waren sehr viel schnorcheln und haben schöne Korallenriffe mit wunderschönen Fischen, Rochen und Ammenhaien gesehen, ansonsten haben wir die Ansicht genossen und unseres Lebens erfreut. Wir beschlossen das Paradies nie mehr zu verlassen und wenn sie nicht gestorben sind dann Schnorcheln sie noch heute!
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  • Belize

    16 oktober 2017, Belize ⋅ 🌙 24 °C

    Belize ist ein sehr kleines Land, es hat ungefähr die Größe von Hessen, aber nur ungefähr die Hälfte der Einwohner von Frankfurt, das heißt es gibt viel ungewohntes Land, was meistens​ Dschungel ist.
    In Belize lebt 41% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze (der Erwerb aller lebensnotwendigen Ressourcen ist nicht mehr möglich). Mich hat es sehr beeindruckend wie die Menschen hier leben. Oft bewohnen sie selbst zusammen gebastelte Häuschen oder Hütten. Sie sind klein, denn das meiste Leben spielt sich draußen ab und Strom und Wasser ist nicht immer gegeben, Plumpsklo und Dusche gibt es draußen.
    Die Familien sind meistens groß mit vielen Kindern. In Belize können alle Kinder bis zur sechsten Klasse kostenlos in die Schule gehen, danach muss für Bildung bezahlt werden, was sich die meisten nicht leisten können. Das heißt mit 14 Jahren sind sie fertig mit der Schule. Arbeit zu finden ist generell sehr schwierig, viele kommen in Kontakt mit Drogen und Kriminalität.
    Trotz der Armut dieser Menschen haben wir sie nicht als sehr aufdringlich erlebt. Natürlich möchten sie gerne das du Taxi fährst oder ihre Sachen kaufst, aber einfaches "No thank you" reicht aus und du wirst in Ruhe gelassen. Manchmal fragen sie noch wo du hin willst und erklären dir sehr freundlich den Weg auch wenn du nicht mit ihrem Taxi fahren willst. Sie geben gerne Auskunft und sind hilfsbereit und wollen das man ihr Land mag!

    Viele Menschen in Belize sind sehr christlich. Deshalb gibt es viele Schulen und soziale Einrichtungen die christlich geprägt sind. Die Belizianer sind ein bunt gemischtes Volk.
    Eine​ Glaubensgemeinschaft die auffällt sind die Mennoniten. Sie bleiben eher unter sich, bewirtschaften viel Land und man erkennt sie an ihrer traditionellen Kleidung. Sie meiden oft die "moderne Technik" und nutzen deshalb oft Kutschen als Verkehrsmittel.
    Ein weiterer Teil der Bevölkerung sind die Mayas (bei uns hauptsächlich dadurch bekannt das ihr Kalender 2012 zu Ende war). Wir haben einen Mayatempel in San Ignacio besucht und eine kleine Führung bei einer Mayaheilerin in der Nähe von Placencia bekommen, das war sehr interessant!
    An den Küsten leben oft sehr dunkelhäutige Menschen Nachfahren von Britten, Afrikanern und Karibischen Ureinwohnern.
    Es gibt ein kleinen Bevölkerungsanteil von Indern, Libanesen und Chinesen. Sehr besonders daran ist das ALLE Supermärkte in Belize von Chinesen betrieben werden!
    Das Klima in Belize ist sehr tropisch. Wir waren in der Regenzeit dort, die zwischen Juni und November ist. In den ersten zwei Wochen im Landesinneren war es sehr heiß, aber es gab jeden Tag ein Gewitter mit viel Regen. In der letzten Woche waren wir auf Caye Caulker und in San Pedro, zwei wunderschönen Inseln, leider hat sich dort in dieser Zeit die Regenzeit sehr bemerkbar gemacht, denn es hat oft stundenlang sehr stark geregnet. Da die Luftfeuchtigkeit sowie normalerweise schon bei 85% liegt war dann alles einfach feucht.

    Zum Abschluss gibt es ein paar Bilder aus dem Belize Zoo und ein paar typische Häuser. Der Belize Zoo ist ein kleiner Zoo, der nur Tiere hält, die es auch in der Wildnis in Belize gibt. So hat man eine Chance die Tiere aus Belize zu sehen, denn in der Wildnis gibt es so viel unberührtes Land, dass​ sie meist nicht mit den Menschen in Kontakt kommen.
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  • San Francisco

    26 oktober 2017, Verenigde Staten ⋅ 🌙 23 °C

    Ursprünglich kamen wir auf die Idee San Francisco zu besuchen, weil man von dort billig nach Hawaii (unser nächstes Ziel) fliegen kann. Wenn man schon einmal dort ist, sollte man sich natürlich auch die Stadt ansehen und deshalb sind wir eine Woche geblieben.
    San Francisco hat mir sehr gut gefallen, es ist eine schöne, sehr abwechslungsreiche sehenswerte Stadt. Es gibt so viele verschiedene Viertel, nachdem man ein paar Blocks gelaufen ist, taucht man in eine andere Welt ein.
    Wie schön San Francisco ist, könnt ihr auf den Fotos sehen!

    Es gibt noch eine Sache über die ich berichten möchte, die mich sehr überrascht hat: Die vielen Obdachlosen.
    In San Francisco gibt es über 6000 Obdachlose auf den Straßen. Zum Vergleich, in Frankfurt leben ca. 200 Obdachlose (ca. Gleiche Einwohnerzahlen).
    Mit solchen Mengen hatte ich nicht gerechnet und auch noch nichts darüber gehört!
    Die Obdachlosen sind hier mehr als toleriert, sie gehören zu San Francisco. Sie werden nicht vertrieben oder versteckt und es wird sehr freundlich mit ihnen umgegangen. Sie leben überall in der Innenstadt​ und den umliegenden Vierteln.
    Auf die Frage warum es hier so viele Obdachlose gibt, gibt es mehr als eine Antwort. Das sind die Antworten die ich gefunden habe:
    - San Francisco gehört zu den teuersten Städten der USA, es gibt sehr hohe Mietpreise (2013 kostete eine Einzimmerwohnung 2,400€ pro Monat).
    - Der Umgang mit Drogen wird in San Francisco nicht so eng gesehen, überall riecht es nach Gras und wir haben einige spritzen auf der Straße gesehen.
    - San Francisco kümmert sich einigermaßen um Obdachlose. Es gibt Obdachlosenheime und viele andere Hilfen, das zieht auch andere Obdachlose an.
    - Die USA hat ein sehr anderes Gesundheitssystem. Menschen mit psychischen Problemen bekommen wenig oder gar keine Hilfe.
    - Hier gibt es kein gutes Sozialsystem. Wenn du deine Arbeit verlierst und deine Miete nicht zahlen kannst, passiert es schnell das du Obdachlos wirst.
    - Im Vergleich zu anderen Städten ist das Klima für Obdachlose gut. Es wird nicht sehr heiß aber auch nicht zu kalt. Im Winter wird es nicht unter 5°C.

    Ein Viertel aller Obdachlosen in den USA sind Kriegsveterane, sie kommen oft schwer traumatisiert zurück und haben Probleme in ihr vorheriges Leben zurück zu finden.
    Es gibt keinen typischen Obdachlosen, die Gründe warum man Obdachlos wird, können sehr verschieden sein. Es gibt Menschen die damit zufrieden sind so zu leben, aber es gibt auch viele Menschen die die durch unglückliche Umstände Obdachlose werden und wenn man es einmal ist, ist es sehr schwer dort wieder raus zu kommen.
    Ich und viele andere Menschen würden aber San Francisco deshalb nicht als unsicher oder gefährlich beschreiben. Die Obdachlosen tun einem nichts, wir hatten weder tagsüber noch nachts Probleme mit ihnen. Natürlich fragen sie oft nach Geld, aber sind nicht aufdringlich. Sie sitzen oder schlafen, manchmal in Gruppen auf den Bürgersteigen, manchmal schlagen sie auch Zelte auf. Ein nicht so schöner Nebeneffekt ist, dass es oft sehr dreckig ist und stinkt.
    Bei meiner Recherche bin ich auf ein schönes Projekt gestoßen. Eine katholische Kirche lässt Obdachlose tagsüber auf den Bänken der Kirche schlafen.
    https://m.youtube.com/watch?v=hga4Dcw5sgw
    http://www.sfgate.com/opinion/article/SHAME-OF-…
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  • If you are going to San Francisco...

    27 oktober 2017, Verenigde Staten ⋅ 🌙 17 °C

    Unsere Zeit in San Francisco war sehr schön! Am Ende haben wir noch eine interessante Tour durch China Town gemacht. San Francisco hat das größte China Town in America und die Bewohner dort sind durch sehr schwere Zeiten gegangen und wurden nicht immer so akzeptiert wie heute! Wir haben einiges über ihre Geschichte gelernt und gesehen wie Gluckskekse hergestellt werden!Meer informatie

  • Hawaii, Maui

    3 november 2017, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 27 °C

    Aloha!
    Wir sind in Hawaii angekommen. Hier werden wir 5 Wochen bleiben. Drei Wochen erkunden wir zusammen mit Benji, einem Freund aus Gießen, drei verschiedene Inseln und die letzten zwei Wochen werden wir als Freiwillige auf einer Farm arbeiten.
    Hawaii ist eine Inselkette im Pazifischen Ozean, gehört aber zu den USA. Insgesamt gehören 137 Inseln und Atolle zu Hawaii, die meisten sind jedoch nicht oder nicht mehr bewohnt. Es gibt acht größere, bewohnte Inseln, wovon Maui eine ist.
    Die Inseln sind, abgesehen von Korallenriffen, alle durch Vulkane entstanden.
    Wir haben auf der Insel Maui angefangen. Mit einem Mietwagen haben wir die Insel erkundet und größtenteils an Stränden gezeltet. Wir waren viel im Wasser und haben wunderschöne Korallenriffe, Fische und Schildkröten gesehen. Zwei Tage waren wir auf einem Vulkan (ca. 3000m hoch) und haben von dort aus den Sonnenaufgang gesehen. Die Landschaft auf Maui ist sehr abwechslungsreich. An der Westküste gibt es viele Sandstrände zum schnorcheln und surfen. An der Ostküste hingegen ist eher Regenwald und die Küste ist sehr rau und in der Mitte ist der Vulkan, der nicht mehr aktiv ist.
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  • Hawaii, Molokai

    11 november 2017, Verenigde Staten ⋅ ⛅ 23 °C

    Molokai war unsere zweite Insel. Eine kleine, weniger touristische​ Insel, auf der wir zwei Tage einen Zwischenstopp gemacht haben, bevor wir nach Honolulu geflogen sind. Der Flug von Maui nach Molokai war super spannend. Wir sind mit einem kleinen Flugzeug, mit nur einem Propeller und acht Sitzplätzen zwanzig Minuten nach Molokai geflogen und hatten eine super Aussicht!Meer informatie

  • Hawaii, O'ahu

    17 november 2017, Verenigde Staten ⋅ 🌙 20 °C

    Die letzten 10 Tage unseres Urlaubs mit Benji (einem Freund aus Gießen), haben wir auf O'ahu verbracht. Am Anfang wohnten wir in einem Hostel in Honolulu am berühmten Waikiki Beach und haben die Gegend erkundet. Danach haben wir wieder ein Auto gemietet und wild und auch auf Campingplätzen gezeltet.
    Auch auf O'ahu ist im Inneren der Insel Vulkangebierge und die Hauptstraße führt um die Insel herum, vorbei an vielen schönen Stränden.
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  • Mira und die Schildkröten

    21 november 2017, Nordpazifik ⋅ ☀️ 24 °C

    In Australien hatte ich schon einmal erlebt, wie schön es ist mit Schildkröten im Meer zu schwimmen! In Hawaii hatte ich glücklicherweise nochmal einige Gelegenheiten dazu!
    Irgendwann haben wir aufgehört zu zählen, wieviele wir gesehen haben.
    In Hawaii heißt diese Art "Green Turtels" in Deutschland nennt man sie auch Suppenschildkröten, da sie früher sehr viel gegessen wurden. Sie können 1,40 m groß und bis zu 50 Jahre alt werden und machen einen sehr glücklich, wenn man sie sieht. ❤
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  • Kona-Kaffee und Macadamia Nüsse

    25 november 2017, Verenigde Staten ⋅ ☀️ 25 °C

    Die letzten zwei Wochen auf Hawaii haben wir auf einer Farm auf der Big Island gearbeitet. Dort haben wir Kaffee und Macadamia Nüsse geerntet.
    Es war sehr interessant zu sehen wie Kaffee eigentlich wächst und hergestellt wird.
    Unsere Aufgabe war es die Kaffee Kirschen von den Sträuchern zu pflücken. Die weitere Verarbeitung fand nicht auf der Farm statt. Die Kirschen wurden entweder an einen Großabnehmer verkauft oder bei einer kleinen Rösterei für den privaten Gebrauch abgegeben.
    Bis man den Kaffee trinken kann, ist es ein langer Prozess, bei der kleinen Rösterei durften wir Mal zugucken. Erst werden die Kirschen geschält, so das nur die Bohne übrig bleibt, dann in Wasser gelagert, wobei sie gären, dann ca. zwei Wochen getrocknet und zum Schluss geröstet.
    So entsteht Kona- Kaffee. Der Grund warum es genau in Kona so viel Kaffee gibt, sind die fruchtbaren Hänge des Vulkans.
    Macadamia Nüsse kannte ich nur von einem sehr leckeren Brotaufstrich aus Deutschland. Ich fand heraus das sie an sehr großen Bäumen wachsen. Sie fallen mit einer grüne Schale vom Baum, die nach einiger Zeit dann austrocknet und braun wird. In der Schale ist eine sehr harte runde Nussschale worin dann die Macadamia Nuss ist. Nachdem die Nüsse mindestens zwei Wochen getrocknet wurden sind sie leichter zu knacken und können verarbeitet werden. Auch die Macadamia Nüsse verkaufen Patrick und Kathleen, die Farmer, an einen Großabnehmer, der sie verarbeitet.
    Unsere Arbeit bestand daraus, entweder Kaffee zu pflücken oder Macadamia Nüsse aufzusammeln. Das hört sich ganz entspannt an, aber es ist doch recht anstrengend und wenn man fünf Stunden exakt das gleiche tut, können sie einem sehr lange vorkommen.
    Auf der Farm wuchsen auch noch viele andere Früchte, so hatten wir vor unserer Haustür Avocados, Bananen, Papayas, Orangen, und Ananas die wir gleich vom Strauch oder Busch aus ernten konnten, das haben wir sehr genossen. Ich habe noch nie im Leben so viel Guacamole/Avocadocreme gegessen!
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  • Hawaii, Unterwasserwelt

    27 november 2017, Nordpazifik ⋅ ⛅ 23 °C

    In unserer Zeit in Hawaii haben wir sehr viel Zeit im und unter Wasser verbracht. Es gibt viele Strände die perfekt zum schorcheln geeignet sind. Dort hat man direkt ein schönes Korallenriff und viele wunderschöne bunte Fische vor sich!
    Nachdem wir das erste Mal einer Schildkröte im Wasser begegnet sind, habe ich mir bei jedem neuen Strand wieder gewünscht eine zu sehen und oft wurde mein Wunsch erfüllt. Auch die wunderschönen vielen bunten Fische und Korallen haben mich begeistert.
    Ein absolutes Highlight war es mit Delphinen zu schwimmen. Eines Tages auf der Big Island haben wir uns gerade nach einem langen Schnorchelgang am Strand ausgeruht als plötzlich Delphine in der Nähe des Ufers auftauchen. Wir sind schnell ins Wasser gesprungen und ich bin ein Stückchen neben ihnen her geschwommen als sie am auftauchen waren! Was für ein schönes Gefühl das war!
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  • Big Island, Hawaii

    3 december 2017, Verenigde Staten ⋅ 🌙 3 °C

    Unsere letzte Station auf Hawaii, war die größte Insel von Hawaii, auch Big Island genannt. Die Insel ist vor allem durch ihre Vulkane bekannt.
    Auf Hawaiis größter Insel gibt es fünf Vulkane, wovon drei noch aktiv sind!
    Die Ausbrüche sind normalerweise effusiv, das heißt, Lava quillt aus den Erdinneren nach oben und fließt in kontinuierlichen Lavaströmen ab. Diese Lavaströme sind unberechenbar und haben ganze Dörfer überrollt. Auch in der heutigen Zeit werden noch Häuser von Lavaströmen erfasst.
    Wir haben den Vulkan Nationalpark besucht und die dort erloschenen und aktiven Vulkan Krater gesehen. An einigen Stellen steigt heiße Luft aus der Erde und wenn man den Halemaʻumaʻu Krater im Dunkeln betrachtet, sieht man mit was für Temperaturen man es zu tun hat. Ein Lavasee im Krater beileuchtet den Krater und den austretenden Rauch.Gigantisch und wunderschönen anzusehen.
    Am Tag darauf haben wir eine fünf stündige Wanderung durch ein Lavafeld gemacht, was mir die Sprache verschlagen hat. Egal wo ich hinsah weit und breit nur kahle Lava Landschaft durchzogen von Lavaströmen. In wunderschönen Mustern und Kreationen.
    Es gab keinen Weg, man lief oder kletterte einfach über die erkaltete oder auch warme Lava. Unser Ziel war frisches, gerade austretende Lava, welche wir nach ca.zwei Stunden laufen fanden.
    Farblich ist die neuere Lava heller als die erkalte, aber man erkennt es vor allem daran, dass es ziemlich heiß wird. Man merkt zuerst das es immer wärmer wird und sieht Dampf aus dem Boden steigen und dann wird es immer heißer und wenn man an der richtigen Stelle ist, sieht man wie die orangerote dickflüssige Masse herausquillt.
    Die Lava hat beim Austritt eine Temperatur von 1200°C kurz nach dem Austritt wird sie silbern. Ich hatte das Gefühl besser nicht zu lange auf einer Stelle zu stehen, da ich befürchte meine Schuhe würden sonst schmelzen und nach einem Regenschauer habe ich meine Hose in der Nähe eines Lavastroms sehr schnell getrocknet!
    Im dunklen ist die frische Lava natürlich durch seine Leuchtkraft sehr schön anzusehen.Am Ende sind wir mit Taschenlampen zurück gewandert. Ich war unendlich beeindruckt von diesem wahnsinnigen Naturerlebnis!
    Erleichtert das uns nichts passiert ist, erschöpft vom Wandern, klitsch nass von den Regenschauern die uns begleitet haben und unendlich dankbar, dass wir das erleben konnten war ich froh als wir am Auto ankamen!
    Das war ein ganz besonderes Erlebnis!
    Natürlich gibt es auch schöne Strände und einiges anderes schönes auf der Insel zu sehen.
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  • Indien, Palolem

    13 januari 2018, Indië ⋅ ☀️ 27 °C

    Ich bin gut in Indien angekommen.
    Hier werde ich bis Anfang März in einem Kinderheim für Kinder mit Behinderung wohnen und dort als Lehrerin arbeiten. Unter diesem Link könnt ihr etwas mehr über die Einrichtung lesen:

    https://www.workaway.info/382981588531-en.html

    Ich bin nach Goa geflogen und habe mich mit Maartje (der niederländischen Leiterin),die mit ein paar Kindern über das Wochenende in Paloem ist getroffen.
    Palolem ist ein wunderschöner Ort am Meer, wie ihr auf den Bildern sehen könnt.
    Von hier aus fahren wir 3,5 Stunden mit dem Zug zur Einrichtung nach Koni.
    Ganz liebe Grüße!
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  • Indien! Kinderheim und Schule

    22 januari 2018, Indië ⋅ ⛅ 24 °C

    Ich mache gerade ein sechs wöchiges Praktikum in einem Kinderheim mit Schule, für Kinder mit Behinderung, in Indien. Dort wohne ich auch und unterrichte die Kinder in der Schule.
    In diesem Eintrag werde ich über das Heim und die Schule berichten. In den nächsten Einträgen werde ich euch dann etwas über die Kinder und meine Arbeit erzählen.
    Das Heim mit der Schule liegt in einem kleinen Dorf, drei Zugstunden südlich von Goa.
    Hier trifft Europa auf Indien. Das kommt vor allem dadurch, dass es von Maartje aus den Niederlanden und von Shoba, einer indischen Sozialarbeiterin zusammen geleitet wird.
    Es ist weder typisch indisch, noch entspricht es Heimen in Deutschland oder der EU.
    Die indische und die westliche Kultur sind sehr verschieden, Werte, Moral-Vorstellungen, Sitten und Bräuche sind anders und können oft nicht so einfach von dem anderen verstanden werden.
    Es ist also nicht leicht bei so unterschiedlichen Kulturen einen gemeinsamen Weg zu finden. Doch in Koni hat es geklappt. Beide Seiten müssen flexibel bleiben und der Wille diesen Kindern zu helfen stärkt die Zusammenarbeit.
    Seit 2011 leben die Kinder (zurzeit 18 Kinder) in einem extra für sie gebauten Haus, dass auch Zimmer für die Schule beinhaltet.
    Sie leben dort zusammen mit vier indischen Frauen, die mit den Kindern dort wohnen und sich Tag und Nacht um sie kümmern.
    Um 8:45 Uhr beginnt die Schule und sie endet um 15:00 Uhr. Dort unterrichten zwei indische Lehrerinnen, die auch wie die vier indischen Helfer Frauen alle von Maartje ausgebildet wurden. Außerdem sind immer zwei Freiwillige und Maartje als Haupt-Lehrerinnen dort.

    Um das Heim und die Schule besser zu verstehen müssen wir etwas zurück schauen.
    WIE ALLES BEGANN:
    Maartje aus den Niederlanden kam 2007 als Freiwillige nach Indien und arbeitete in einem Kinderheim für Kinder mit Behinderung. Die Kinder waren in einem schlechten Zustand und wurden von dem Leiter der Einrichtung missbraucht. Maartje schaltete die Polizei ein und übernahm die Leitung. Sie sorgte sich um die Kinder und entwickelte eine Tagesstruktur inklusive einer Schule für die Kinder.
    2011 zog die Einrichtung in ein neues Gebäude, welches durch eine Stiftung die Maartjes Eltern gründeten, gebaut werden konnte.
    Die Schule und das Heim wird nur durch Spenden finanziert, da sie keine Hilfe von der Regierung bekommen und die Eltern der Kinder nur wenig Geld haben.
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  • Kinder mit besonderen Bedurfnissen

    9 februari 2018, Indië ⋅ ⛅ 27 °C

    "Anders, ist nicht falsch, bloß eine Variante von richtig" - Julia Engelman

    In Koni leben zurzeit 18 Kinder, Jugendliche und Erwachsene und es können jeder Zeit mehr werden. Sie leben mit vier indischen Frauen zusammen wie eine große Familie.
    Der jüngste ist 8 und die beiden ältesten 35 und 51 Jahre alt.
    Es gibt nur sehr wenige Orte für Menschen mit Behinderungen in Indien und deshalb bleiben sie oft in Koni, auch wenn sie bereits Erwachsene sind. Sie helfen dann viel im Haushalt mit und unterstützen die jüngeren Kindern.
    Die Behinderungen der Bewohner sind sehr unterschiedlich. Es gibt sechs Kinder mit Trisomie 21 (Down-Syndrom), manche haben Autismus oder autistische Züge, andere haben Epilepsie und einige haben Lähmungen (Infantile Cerebralparese). Es gibt drei Jugendliche/Erwachsene, die im Rollstuhl sitzen.
    Alle brauchen verschiedene Unterstützung im Alltag und beim Lernen.

    In Indien werden, vor allem in ländlichen Regionen, Menschen mit Behinderungen ausgegrenzt, versteckt, weggeschickt und oft sterben sie früh.
    Tausende Menschen ohne Behinderung kämpfen schon auf der Straße ums tägliche überleben, da hat ein Kind mit Behinderung wenig Chancen.
    Es gibt wenige Heime, deshalb haben die Kinder die in Koni leben großes Glück.
    Ursachen für Behinderungen sind unter anderem Armut und schlechte Gesundheitsversorgung. Dazu kommt, dass die Eltern wenig bis gar nichts über Behinderungen wissen. Sie wissen nicht wie man mit solchen Kindern umgeht und was sie brauchen. Aus Unwissenheit und Überforderung entsteht oft Gewalt.
    Den oben beschrieben​ Umgang mit Menschen mit Behinderungen in Indien, konnte ich als Tourist nicht so erleben und sehen, sondern er wurde mir so beschrieben. Im Gegensatz dazu war ich erstaunt, das einige Eltern ihre Kinder ab und zu hier in Koni besuchen und einige Kinder auch manchmal nach Hause gehen.

    Alle Kinder machen auf mich einen fröhlichen Eindruck. Sie freuen sich immer sehr auf die Schule und möchten gerne etwas lernen. Jeder der offen auf sie zugeht und Zeit mit ihnen verbringen möchte wird herzlich empfangen und aufgenommen.
    Diese Kinder haben mein Leben auf jeden Fall sehr bereichert!
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  • Tempel Festival in Indien

    14 februari 2018, Indië ⋅ ☀️ 17 °C

    Gestern war in Indien das Shiva (eine Göttin) Festival. Das war schon das zweite Tempel Festival, dass ich mit Erleben durfte! An diesen Festival Tagen, von denen es einige gibt, gehen wir mit allen Kindern in den Tempel. Er ist dann wunderschön mit Blumen geschmückt und sehr gut besucht. Es werden bestimme Feierlichkeiten und Rituale durchgeführt an denen wir mit den Kindern teilnehmen.
    Für mich ist das alles sehr neu, interessant und eine schöne Atmosphäre.

    In Indien sind 80% der Bevölkerung Hindus.
    Der Hinduismus stammt aus Indien und ist die drittgrößte Weltreligion.
    Der Hinduismus ist ganz anders als das Christentum. Es gibt so viele Tradition und Rituale die damit verbundenen sind und gerade hier auf dem Land wird sehr nach dieser Religion gelebt.

    Manchmal denke ich, dass es deshalb so schwer ist Indien, die Inder und ihre Lebensweise zu verstehen.
    Viele Ausländer sagen man kann die Kultur nur erlernen indem man Fehler macht und verbessert wird. Es ist zu komplex alles zu erklären und es gibt sehr viele Regeln und Verhaltensweisen, die für westliche Außenstehende erstmal unverständlich sind.
    Hierzu ein sehr passendes Zitat aus dem Buch "Unberührbar. Mein Leben unter den Bettler von Benares" von Stella Djeeden:
    "Mr Tripathi gab acht das ich keine spirituellen oder kulturellen Regeln brach, oder zumindest nicht so viele. Mein Bett musste so stehen, dass mein Scheitel zum Sonnenaufgang gerichtet war, auf keinen Fall durften meine Füße dorthin zeigen. Füße waren unrein. Der Mülleimer dürfte nicht in der mir als praktisch erscheinenden Ecke stehen, ich hätte damit beinahe die Götter beleidigt."

    Das ist natürlich jetzt ein krasses Beispiel, aber vielleicht versteht ihr dadurch was ich meine.

    Ich bin auf jeden Fall dankbar dafür, alle diese neuen Sachen erfahren zu dürfen. Ich habe gemerkt, dass es wenig Sinn macht in dieser kurzen Zeit Dinge zu ergründen, oder Erklärungen dafür zu suchen und alles zu verstehen zu wollen. Sondern ich finde es eher sinnvoll es einfach zu erleben und anzunehmen und mitzumachen.
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  • Ein langes Wochenende in Hampi

    18 februari 2018, Indië ⋅ ☀️ 22 °C

    Als ich mir im Internet Bilder von Hampi angeschaut habe, war ich nicht ganz so überzeugt, doch Elsa, die andere Freiwillige vom Kinderheim, überzeugte mich und sagte, es sei wunderschön und magisch.
    So kam es, dass ich am freien Wochenende doch Mal woanders hin gefahren bin ;-)
    Die letzten Wochenenden war ich immer in Palolem, am Meer. Ich hatte das Gefühl, dass es schon genug neues in meinem Leben gibt und ich mich ehr für die Arbeit ausruhen muss, anstatt zu reisen.
    Doch Hampi wollte ich dann doch nicht auslassen. Also habe ich schon am Donnerstag Abend ein Nachtbus genommen. Nachdem ich neun Stunden auf den indischen Straßen auf meinem Liegeplatz im Bus durchgeschüttelt worden war, kam ich am nächsten Morgen etwas erschöpft in Hampi an.
    Ich konnte meinen Augen gar nicht glauben, so schön war das was ich sah. Ich war im tiefsten Indien gelandet!
    Überall Reisfelder umgeben von riesigen Steinhaufen und Palmen und mittendrin ein Dorf mit lauter zerfallen Tempeln.
    Hampi ist durch einen Fluß getrennt und da ich auf die andere Seite wollte, um Katja, eine andere Deutsche, die ich in Palolem kennen gelernt habe, zu treffen, wartete ich am Ufer auf ein Boot.
    Indische Frauen und Männer wuschen sich und ihre Kleidung im Fluß. Die wunderschönen bunten Farben der Kleidung, die auf dem Boden zum Trocknen ausgelegt war, machten das Ufer noch schöner.
    Gerade als ich auf das kleine Boot gehen wollte, kam ein Elefant die Treppen herunter. Auf ihm ritt ein Man der dann begann seinen Elefant im Fluß zu waschen.
    Ich machte noch schnell ein Foto und dachte, gequetscht zwischen jeder Menge anderen Touristen auf einem viel zu kleinen Boot, WELCOME TO REAL INDIA.
    Ich habe eine gute Hütte zum schlafen für 5 Euro pro Nacht gefunden und habe in meinen drei Tagen die Tempel und die Landschaft mit dem Fahrrad und zu Fuß erkundet.
    Hampi war zwischen1343 bis 1565 die Hauptstadt eines indischen Königreichs.
    Heute ist es ein Dorf umgeben von Hunderten alter Tempel. Es gehört seit 1986 zum UNESCO-Weltkulturerbe
    Gerne wäre ich noch länger an diesem schönen Ort geblieben!
    Die Fotoauswahl viel mir etwas schwer, da es so viele schöne Bilder gibt. Gerne zeige ich euch weitere wenn ich wieder in Deutschland bin.
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  • Meine arbeit in Indien

    28 februari 2018, Indië ⋅ ⛅ 29 °C

    "Unterschätze mich niemals.
    Ich weiß mehr, als ich sage.
    Ich denke mehr, als ich spreche.
    Und ich bemerke mehr, als du glaubst."

    In der Schule in Koni gibt es einen geregelten Tagesablauf. So können sich die Kinder gut orientieren und es gibt ihnen Sicherheit im Alltag. Er besteht aus Gruppen Aktivitäten, die immer eine Lehrkraft leitet, die anderen vier Lehrkräfte geben während der Gruppen Aktivitäten jeweils einem Kind Einzelunterricht.
    Der Tag sieht so aus:
    1. Zähne putzen und Haare kämmen
    2. Morgen Kreis: Begrüßung, Nationalhymne singen
    3. Meditation und Gymnastik
    4. Spaziergang
    5. Gebet
    6.Gruppen Unterricht, zwei Gruppen
    7. Sing und Spielkreis
    8. Mittagessen
    9. Gruppen Unterricht in Kannada(indische Sprache)
    10. Basteln
    11. Spaziergang + kleiner Spielkreis
    12. Abschluss Kreis
    Die meisten Aktivitäten gehen eine halbe Stunde lang.

    Ich habe jeden Tag fünf oder sechs Gruppen Aktivitäten geleitet und sechs oder sieben Kindern Einzelunterricht gegeben und das alles in sechs Stunden. Das hört sich nicht nur anstrengend an, sondern das war es auch! Es kommt eine Aktivität nach der anderen und es dauert seine Zeit bis man routiniert arbeiten kann.
    In dem Einzelunterricht geht es zum einem darum, dass die Kinder einzeln Aufmerksamkeit bekommen und sie lernen in dieser Zeit gezielt lesen, schreiben, sprechen und rechnen.
    Dies wir mit einer Methode unterrichtet die "Read and Talk" heißt. Sie wird in den Niederlanden und Österreich bei Kindern mit Down-Syndrom angewandt. Die Kinder lernen zuerst lesen, indem sie sich bildlich Worte einprägen und dadurch lernen sie zu sprechen und dann auch schreiben.
    Da ich mit dieser Methode noch nicht vertraut war,habe ich unter Anderem auch die Kinder und Erwachsenen unterrichtet, bei denen der Fokus nicht so sehr aufs erlernen gerichtet ist sondern vor allem auf Muskelaufbau und -erhaltung. Das heißt ich habe viele Körper Übungen gemacht und auch mit basaler Stimulation und Massagen gearbeitet.

    Die Freiwilligen und Maartje (die Leiterin) unterrichten auf Englisch und die zwei Indischen Lehrerinnen unterrichten in Kannada (so heißt die Sprache, die in diesem Teil von Indien gesprochen wird). Sehr viele Kinder benutzen aber auch Gebärdensprache.

    Nach dem ersten Tag war ich super überfordert, obwohl ich nur zugucken musste. Alles war so neu inklusive 18 Kinder Namen, die ich noch nie gehört hatte.Ich war mir ziemlich unsicher ob ich alle diese Aufgaben bewältigen könnte. Da Maartje zuerst krank war und dann vier Wochen im Urlaub wurde ich mehr oder weniger ins kalte Wasser geschmissen.
    Mein Lieblings Song und auch mein Überlebensmotto wurde "what doesn't kill you makes you stronger" und am Ende waren alle Sorgen umsonst und ich habe alles gut gemeistert und sehr viel gelernt.
    Nach sechs Wochen bin ich nun sehr froh Thilo in Mumbai zu treffen und gemeinsam mit ihm weiter zu reisen.
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  • Holi Festival

    3 maart 2018, Indië ⋅ 🌫 30 °C

    Das Holi Festival ist ein Frühlingsfest, das am ersten Vollmondtag im Februar/März gefeiert wird. Es hat auch eine religiöse Bedeutung, doch die ist nicht so einfach zu erklären und zu verstehen, wenn man sonst nichts mit dem Hinduismus zu tun hat.
    Man bewirft sich bei diesem Festival mit Pulver aus bunten Farben und sieht nachher auch sehr bunt aus! In Deutschland gibt es mittlerweile auch Holi Partys, aber eigentlich kommt Holi aus Indien.
    Wir hatten das Glück zu dieser Zeit in Mumbai zu sein und haben eine Slum Tour mit anschließendem Holi Festival gebucht.
    Schon ein Tag vor unserer Tour ging das Holi Festival auf den Straßen von Mumbai los. So kam es, dass wir schon etwas in Holi Stimmung kamen. Denn die Einheimischen fanden es natürlich super auch den Touristen Farbe ins Gesicht zu schmieren und wir ließen das gerne zu. Am Abend stellten wir allerdings fest das die Farbe nicht so einfach wieder ab ging! Deshalb schmierten wir uns am nächsten Tag für das Festival mit Öl ein!
    Holi war richtig Fun! Es ist einfach eine Party mit lauter Musik, jeder beschmeißt sich mit Farbe und nachher sieht man schön bunt aus.
    Man ruft sich "Happy Holi" zu und ist des Lebens froh!
    Nicht sehr froh waren wir allerdings über die Entdeckung, dass die Farbe doch nicht so leicht abgeht. Thilo hat am nächsten Tag lieber eine Kappi getragen als seine bunte Kopfhaut zu zeigen, die nicht mehr "weiß" werden wollte!
    Auf jeden Fall hat es sich gelohnt und war ein schönes Erlebnis!
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  • Mumbai

    4 maart 2018, Indië ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach meinem Praktikum bin ich nach Mumbai geflogen und das erste wunderschöne was ich dort gesehen habe war Thilo! Er ist von den Philippinen dorthin geflogen und von nun an reisen wir gemeinsam weiter.
    Mumbai ist die sechst Bevölkerungsreichste Stadt der Welt. Einschließlich der sie umgebenden Vororte und ländlichen Gebieten leben 18,4 Millionen (2011) Menschen in Mumbai. Hier leben also mehr Menschen als im Bevölkerungreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (17,8 Millionen).
    In der Stadt leben 28.508 Menschen auf einem Quadratkilometer (2011).
    Das heißt es leben nicht nur sehr viele Menschen hier sondern sie leben auch auf engstem Raum. Das sieht man auch, denn überall leben Leute. Jeder kleinste freie Platz wird in einen Wohnplatz umgebaut, sei es eine Hütte oder nur Planen zum Sichtschutz.
    In Mumbai gibt es über 2.000 Slums und ca. 60%
    der Bevölkerung lebt in Slums.
    Viele Menschen haben auch gar keinen Wohnplatz und schlafen auf der Straße.
    Wir haben in einem Hotel (Hostels gibt es nicht viele) gewohnt, das nicht in einem touristischen Gebiet lag. Das hat uns sehr gut gefallen, um uns herum war das echte Leben in Mumbai. Lauter Bazare und das ganze Leben spielt sich auf der Straße ab, denn die Wohnungen sind sehr klein. Jedes Zimmer im EG was zur Straße hin ist, ist ein Shop. Wobei der Shop eigentlich ehr auf der Straße als im Raum ist.
    Es gibt verschiedene Viertel in denen an verschiedenen Materialien gearbeitet wird. Ein Viertel für Fahrzeugteile, eins für Kleidung, eins für Stahl, eins für Keramik usw. Transportiert werden die Waaren von Menschen die einen Holzkarren (eine Mischung aus Schubkarre und Sackkarre) besitzen. Die schwere Waare wird aufgeladen und dann wird es durch den "ganz normalen" Verkehr geschoben, zusammen mit Bussen, Autos und Rollerfahrern auf einer Straße. Das fand ich super beeindruckend. Denn der Verkehr ist eh schon der Wahnsinn und dann noch die Menschen die ihre Karren schieben, dazwischen.
    In den fünf Tagen, die wir in Mumbai waren sind wir sehr viel zu Fuß und mit der Bahn unterwegs gewesen und haben vieles angeschaut. In den Vierteln um unser Hotel haben wir keinen einzigen Touristen gesehen, dementsprechend wurden wir auch von den Menschen dort sehr genau betrachtet!
    Touristen haben wir aber dann viele an den "Top to do" Orten gesehen. Nicht nur westliche, sondern vor allem auch Indische Touristen. Wir hatten uns einmal kurz auf eine Bank bei "Gateway of India" hingesetzt und schon befanden wir uns im Fotoshooting! Die Inder lieben Fotos mit westlich aussehenden Menschen und wenn einer nach einem Selfie fragt, wollen alle anderen auch!
    Einen Vormittag haben wir uns auch mit einem Indischen Paar getroffen, die in Mumbai leben. Ich hatte die beiden in Hampi kennen gelernt. Sie haben sich die Zeit genommen mit uns in einen National Park zu fahren, der in Mumbai liegt. Dort haben wir riesige in Stein gehauene Höhlen erkundet und hatten einen schönen Vormittag zusammen.

    Insgesamt hat mir Mumbai sehr gut gefallen. Die Stadt ist weder besonders schön noch sauber (eher das krasse Gegenteil von sauber), aber sie und ihre Bewohner sind ganz anders als alles was ich bis jetzt in meinem Leben gesehen habe, das macht es interessant für mich! Alle Menschen waren sehr freundlich zu uns und durch Thilos Anwesenheit habe ich mich immer sicher geführt.
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  • Dharavi - Mumbais größter Slum

    5 maart 2018, Indië ⋅ ☀️ 30 °C

    Wir hatten eine Tour bei "Reality Tours" durch Mumbais größtem Slum mit anschließendem Holi Festival gebucht. Ich war im Vorhinein schon sehr gespannt aber auch ein bisschen besorgt. Denn einige Male als ich durch die Straßen in armen Vierteln gegangen bin, oder schon wieder Bettler die furchtbar arm aussahen vor mir standen, dachte ich "wird in Dharavi alles noch krasser und auf was sollte ich vorbereitet sein?"
    Zu meiner großen Erleichterung wurde ich des Gegenteils belehrt.
    Jitu unser Tour Guide hat uns das Leben in Dharavi gezeigt und gut erklärt. Er ist dort aufgewachsen und wohnt seit einem Jahr nicht mehr dort, seit fünf Jahren arbeitet er als Tour Guide.
    Er erklärte uns das in den Slums nicht die ärmsten Menschen wohnen. Die Menschen die wirklich nichts haben leben auf der Straße. Die Menschen in Dharavi arbeiten hart um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen!
    In Dharavi leben über 1Millionen Menschen auf 2 Quadratkilometern. Viele Menschen habe sich dort Betriebe aufgebaut. Der größte Teil der Betriebe sind Recycling Betriebe. Es wird Müll von den Händlern auf der Straße aufgekauft, recycelt und dann weiter an große Firmen verkauft. Heutzutage ist es vor allem Plastik, welches nach Güte sortiert, zerkleinert und gewaschen wird. Seifenreste werden zu Spülmittel verarbeitet. Alte Farbtöpfe werden ausgebrannt gesäubert, entbeult und weiter verkauft. Aber dies sind nur ein paar Recyclingbetriebe. Es gibt aber auch Bäckerein, Betriebe die Leder herstellen und Töpfereien und viele andere Betriebe. Die Menschen dort arbeiten hart und verdienen 250-350 Rupien pro Tag, was 4,36 Euro sind. In Indien kann man damit überleben.
    Jitu hat uns einige Betriebe und auch Wohngebiete gezeigt. Er führte uns durch enge und dunkle Gassen zwischen den Häusern hindurch und manchmal konnten wir Blicke in Wohnungen werfen. Wohnung heißt hier ein sehr kleiner Raum für eine gesamte Familie. Klein heißt hier 10m². Meistens hat ein Paar zwei bis drei Kinder. Es gibt Gemeinschafts Sanitäranlagen, doch viel zu wenig und durch mangelnde Hygiene verbreiten sich Krankheiten sehr schnell.
    Dharavi ist wie ein eigenes Dorf, es gibt alles was man braucht, auch Läden, Schulen und ein Krankenhaus und es herrscht ein großer Gemeinschafts Sinn. Das ist auch der Grund warum viele Bewohner das "housing project" nicht in Anspruch nehmen wollen. Die Regierung bietet an Hochhäuser zu bauen in dem die Bewohner leben können, wenn sie dafür ihre Hütten im Slum aufgeben. Diese würden dann abgerissen und an dieser Stelle ein Hochhaus gebaut - kostenlos. Das Angebot wird bisher nur wenig angenommen. Die Menschen leben dort seit Generation und haben sich selbst etwas aufgebaut. Man kann man in einer Wohnung im Hochhaus vielleicht besser leben, aber nicht auch gleichzeitig einen Betrieb dort haben und somit Lebensunterhalt verdienen. Außerdem steigen die Lebenskosten ohne dass der Verdienst steigt.
    Wir haben viele Menschen in ihrem Alltag auf unserer Tour gesehen und viele Kinder haben uns begrüßt, niemand sah traurig aus und keiner hat gebettelt. Die Leute schienen uns nicht abgeneigt gegenüber, manchmal hatte ich das Gefühl sie sind sogar ein bisschen stolz uns zu zeigen was sie machen. Natürlich sind sie die Touren gewöhnt und sie wissen auch, dass 80% von unserem Geld von "Reality Tours" dafür genutzt wird um den Slum zu helfen. Sie geben Englisch Unterricht und bringen den jungen Menschen den Umgang mit Computern bei, sodass sie Chancen auf einen Job mit besserem Gehalt haben. Dazu kommen noch Aktivitäten für Kinder wie zum Beispiel auch Mädchen Fussball, was mich natürlich besonders freut!
    Unsere Tour endete mit einer Holi party, von der ich separat berichte.
    Auf der Tour durften aus Respekt keine Bilder gemacht werden, was ich gut verstehen kann. Diese Bilder sind von der Tour Company.
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  • New Delhi und Haridwar

    9 maart 2018, Indië ⋅ 🌙 21 °C

    In Indien kann man gut mit dem Zug reisen, denn hier gibt es das zweitlängste Eisenbahn-Netz der Welt. Allerdings muss man das erstmal verstehen! Es gibt viele verschiedene Klassen, man muss sehr früh Tickets buchen, sein Zug und Abteil zu finden ist manchmal nicht so einfach und ein paar Stunden Verspätung können normal sein, das stört niemanden! Manche Züge fahren über drei Tage lang! Zum einen ist Indien groß und so die Reisen im Land auch weiter, zum anderen fahren die Züge hier nicht schnell (der schnellste Zug fährt auch nur 160kmh und das ist eher selten).
    Von Mumbai nach Delhi und von Delhi nach Haridwar (Stadt am Ganges) haben wir also einen Nachtzug genommen, in einem Abteil mit Liegeplätzen. Man liegt auf Liegen, die an der Wand übereinander befestigt sind, so ähnlich wie im Hochbett.
    Wir waren vier Tage in Delhi und haben dort zum zweiten Mal in unserem Leben Couchsurfing gemacht. Wir durften in einem Gästezimmer einer Schule wohnen und wurden dort sehr feierlich begrüßt (siehe Foto).
    Wie immer in Städten sind wir viel durch die Gegend gelaufen um viel zu sehen. Die schönsten Erlebnisse waren ein Gewürz Markt, ein Tagesausflug zum Taj Malhal und die Besichtigung eines SikhTempels (Sikhismus ist eine eigene Religion, bei uns meist durch die Männer die einen Turban tragen bekannt).
    Nach Delhi habe ich jetzt genug von Indischen Großstädten! Die Menschenmassen, der Schmutz und Lärm sind schon extrem. Im Vergleich zu Mumbai ist Delhi moderner, westlicher und vom Platz her weitläufiger, aber natürlich trotzdem eine Großstadt.

    Ich wollte unbedingt das Leben am Ganges sehen, dem heiligen Fluß in Indien. Deshalb wollten wir nach Haridwar und Rishikesh, zwei Städte die nebeneinander im Norden von Indien am Ganges liegen. Leider konnten wir das nicht ganz so tun wie geplant. Denn schon am Bahnsteig in Delhi wurde mir schlecht und ich musste mich übergeben. Es folgte für uns beide eine lange Nacht mit Brech-Durchfall im Zug und es ging uns sehr schlecht. Angekommen in Haridwar hatten wir bereits Fieber und haben das nächstbeste Hotel gegenüber vom Bahnhof genommen und einfach nur noch geschlafen.
    Da hat uns wohl "Die Indische Lebensmittel Vergiftung" erwischt. Wir wissen nicht wovon aber wir hoffen sehr, dass das einzige Mal bleiben wird!
    An die geplante Besichtigung von Haridwar und Rishikesh war nicht mehr zu denken, wir waren viel zu schlapp. Aber eins wollte ich mir trotzdem nicht entgehen lassen "Ganga Aarti"! Eine spirituelles Ritual bei dem Lichter entzündet und auf dem Ganges schwimmen gelassen werden. Das war sehr interessant und schön zu sehen. Ich habe auch ein Lichtschiffchen entzündet und war sehr froh noch am heiligen Ganges gewesen zu sein.
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  • Jodhpur

    16 maart 2018, Indië ⋅ ⛅ 30 °C

    Unsere letzte Station in Indien war Jodhpur. Eine Stadt in Rajasthan, einem Bundesstaat der zum größten Teil in der Wüste liegt.
    Jodhpur wird auch "die blaue Stadt" genannt. Warum, könnt ihr auf den Fotos sehen.
    Traditionell kennzeichnete die Farbe Blau die Zugehörigkeit der Bewohner zur Kaste der Brahmanen, allerdings haben heute auch Nicht-Brahmanen diesen Brauch übernommen. Man sagt der Farbe nach, dass sie ein effektives Mittel zur Abwehr von Insekten sei.
    Mein Besuch in Jodhpur war leider sehr von Krankheit überschattet. Ich habe wieder starken Durchfall bekommen und musste letztendlich zu einem Arzt ins Krankenhaus. Deshalb habe ich eigentlich die meiste Zeit im Bett oder auf der Toilette verbracht, doch wenigstens habe ich es einmal zum wunderschönen Fort hoch geschafft!
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  • Goodbye Indien

    17 maart 2018, Indië ⋅ ☀️ 15 °C

    Eigentlich stand Indien gar nicht auf dem "Reiseplan", und trotzdem ist es mit zwei Monaten, der zweit längste Aufenthalt meiner bisherigen Reise geworden (nach Kanada).
    Nur dadurch, dass ich bei workaway.com die Indische Schule für Kinder mit Behinderung gefunden hatte und unbedingt auf meiner Reise auch in meinem Berufsfeld arbeiten wollte, kam ich nach Indien.
    Ich bin froh, dass ich hier gewesen bin und habe in dieser Zeit von dem Land und den Menschen sehr viel lernen können. Doch ich bin auch froh wieder auszureisen, denn mit seiner Lautstärke, dem Dreck und Elend und den Menschenmassen kann Indien auch richtig anstrengend sein!
    Über ein paar Themen wollte ich euch gerne noch berichten:

    ALS FRAU IN INDIEN...
    Viele Menschen denen ich erzählte das ich alleine nach Indien gehe, reagierten eher besorgt als erfreut "Als Frau alleine in Indien, das ist sehr gefährlich...".
    Ein bisschen besorgt war ich schon, doch ich beschloss mich extra nicht über das Thema zu sehr zu informieren. Ich wollte nicht voreingenommen sein und mir Indien nicht verderben lassen.
    Von der Arbeit aus war vorgegeben, dass wir uns mit der Kleidung anpassen sollten. Das heißt: die Hose muss mindestens über die Knie gehen und wir sollten mindestens ein T-Shirt tragen, nicht zu eng und keinen großen Ausschnitt.
    Ich beschloss auch außerhalb der Arbeit diese "Kleider-Ordnung" zu tragen und mich dadurch zu schützen. Außerdem glaube ich, das die Einstellung und Ausstrahlung eine große Rolle spielt.
    Generell habe ich versucht immer vorsichtig, aber nicht ängstlich zu sein. In der Zeit als ich alleine gereist bin hatte ich keinerlei Probleme mit Indischen Männern!
    Als ich mit Thilo zusammen gereist bin, ist mir natürlich auch nichts passiert! Doch gerade in den Großstädten wie Mumbai und Delhi, hatte ich das Gefühl, dass ich dort alleine nicht so gut aufgehoben wäre.

    DIE INDER UND IHRE GASTFREUNDSCHAFT
    Die Inder sind sehr interessiert an Menschen die anders aussehen bzw. an Menschen wo offensichtlich ist, dass sie woanders her kommen. Sie sprechen einen sehr schnell an und die erste Frage ist, meistens ohne Begrüßung, direkt wo man her kommt. Manchmal ist Konversation dann schon zu Ende wenn ich "Germany" gesagt habe, als ob damit alles klar wäre.
    Meistens haben sie aber gleich mehrere Fragen. Sobald ich meinen Namen verraten habe, sind sie immer sehr erfreut und sagen "Mira Indian Name". Dann fragen sie oft ob meine Vorfahren aus Indien kommen und sind nach der verneinung sehr erstaunt, dass ich trotzdem einen Indischen Namen habe!
    Sehr beliebt sind auch Fotos und Selfies. Es ist nicht ungewöhnlich das ein Inder auf dich zukommt und fragt ob es okay wäre, wenn wir ein Selfie zusammen machen.Wenn einer fragt, bildet sich schnell eine Reihe von anderen, die auch Fotos wollen. Diese Fotos mit westlich aussehenden Menschen, scheinen sehr besonders für die Inder zu sein. Zumindest sind sie danach immer sehr glücklich und dankbar. Ich glaube die Fotos sind einfach dafür da, um sie Freunden und Familie zu zeigen und stolz darauf zu sein, dass man Menschen aus einem anderen Land getroffen hat.
    Da man einfach anders aussieht als sie wird man immer sehr genau betrachtet, manche sagen auch die Inder starren. Das finde ich überhaupt nicht schlimm, denn für mich sehen sie ja auch anders aus. In Deutschland wurde mir schon oft gesagt, dass ich die Leute so anstarre. Das kann ich hier mit ruhigen Gewissen tun, die Inder stört das nicht.
    Generell sind die Inder sehr Gastfreundlich. Der Gast ist der König und es kommt schlecht an irgendwelche Geschenke oder Einladungen abzuwehren.

    DAS KASTEN-SYSTEM UND TRADITIONELLE KLEIDUNG
    Wenn in Deutschland über Indien gesprochen wird kommt auch meistens sehr schnell das Kastensystem zur Sprache. Ein Gesellschaftssystem bei dem das Volk hieraschisch in verschiedene Gruppen eingeteilt wird. Hauptsächlich betroffenen von dieser Einteilung sind Heirat und Beruf, Sozialstrukturen und der Reichtum. Es gibt vier Hauptkasten und viele Untergruppen. Die Erste ist die der intellektuellen Elite, Ausleger heiliger Schriften und Priester und die Vierte die der Handwerker, Pachtbauern und Tagelöhner.
    Man wurde in seine Kaste hinein geboren und blieb dort auch ein Leben lang. Es war nicht möglich sich hoch zu arbeiten.
    Heute sollte das nicht mehr so sein, denn alle durch das Kastenwesen bedingte Benachteiligungen sind gesetzlich verboten!
    Doch weil das System sehr eng mit der Religion verbunden ist, bestimmt gerade bei der Berufs- und Partnerwahl das Kastensystem noch oft das Leben.
    Als Touristen bekommt man davon nicht unbedingt viel mit und es wird auch nicht viel darüber gesprochen. Die Menschen auf dem Land leben generell mehr traditionell und daher auch noch mehr das Kasten System, während die Menschen in der Stadt eher anonym und fortschrittlicher leben.

    Der Unterschied zwischen Stadt und Land ist auch deutlich an der Kleidung zu sehen. Auf dem Land wird eigentlich ausschließlich die Traditionelle Kleidung getragen. Während man in der Stadt viele Menschen mit T-Shirt und Hose sieht.
    Traditionell tragen Männer oft eine Art Wickelröcke (Lungi und Dhoti) und Frauen Sari (Ich war sehr erstaunt wie viele Frauen Sari im Alltag tragen).
    Alternativ zum Sari gibt es ein längeres Hemd, das locker über einer Hose getragen wird und in aller Regel ab der Hüfte abwärts geschlitzt ist. Außerdem tragen Frauen immer einen Schaal oder auch Schleier.

    DIE ARMUT UND DAS BETTELN
    In Indien sind viele Menschen sehr arm, haben kein Zuhause und kein Essen, oder brauchen Medizinische Hilfe. Wer kein Zuhause hat, legt sich einfach mit einem Tuch irgendwo auf den Boden hin. Abends muss man manchmal aufpassen, dass man nicht ausversehen auf jemanden tritt. Viele Menschen haben keine Arbeit und gehen betteln oder schicken auch ihre Kinder betteln.
    Da kommt die Frage auf wie man mit so etwas umgeht. Vor allem als westlicher Mensch, denn jeder denkt das man reich ist, was im Vergleich oft auch so ist!
    Für mich ist das nicht so einfach, die Menschen tun mir sehr leid und ich würde ihnen gerne helfen. Doch ich weiß auch, dass das Geld was man ihnen gibt nicht immer direkt bei ihnen ankommt, sondern sie es oft abgeben müssen. Das hält mich oft davon ab jedem etwas zu geben und natürlich spricht es sich auch herum wenn man etwas gibt und dann kommen immer mehr. Ich habe beschlossen am Ende meines Aufenthalts Geld zu spenden. Zum einen habe ich an das Projekt " Butterflies" von Miserior gespendet, die Straßenkindern und Obdachlosen in Indien helfen (https://www.misereor.de/spenden/spendenprojekte…).
    Zum anderen habe ich an das Heim wo ich gearbeitet habe gespendet.
    Ich möchte nicht einfach als reicher Rucksack-Tourist durch arme Länder reisen und Spaß haben, während neben mir Kinder verhungern.
    Für alle Arten mit dieser Armut umzugehen gibt es Pro- und Contra-Argumente und ich weiß nicht ob es einen richtigen Weg gibt damit umzugehen. Doch das ist für mich der Weg mit dem ich einigermaßen gut leben kann.
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  • An den Küsten Thailands

    1 april 2018, Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Nachdem wir in Thailand in Bangkok angekommen sind waren wir sehr erstaunt, denn es war sooo leise! Im Vergleich zu Indien ist Thailand fast stumm und den Verkehr könnte man fast geregelt nennen!
    Wir wissen das wird sich in anderen Ländern wieder änderen, deshalb genießen wir das gerade noch. Ein bisschen beim Genießen stören uns allerdings die ganzen anderen Touristen. Die Küste von Thailand ist voll von ihnen und das ist auch berechtigt, denn hier ist es nicht hässlich!
    Seit ein paar Jahren boomt der Tourismus hier und die Preise sind auch deutlich gestiegen. Manchmal denke ich ich wäre in Deutschland, denn hier sind sehr viele Deutsche zum Party-Urlaub oder auch all-inclusive Urlaub machen und einige machen hier, wie wir, kurz auf der Asien-Rundreise einen Stopp.
    Wir waren ein paar Tage in Bangkok, und dann auf der Insel Ko Phangan. Dort hatten wir eine Hütte und einen Roller gemietet, haben die Insel erkundet und waren viel schnorcheln. Danach sind wir etwas südlicher an die Küstenregion Krabi gefahren. Diese Region ist bekannt für ihre Insel-Felsen die überall an der Küste aus dem Wasser ragen, sehr schön!
    Ich muss sagen ich finde es schön hier, aber es ist mir einfach zu touristisch. In einem Kurzurlaub würde mich das vielleicht nicht stören, doch auf einer Weltreise schon. Denn da alles für Touristen ausgelegt ist, habe ich das Gefühl, dass es schwieriger wird das eigentliche Land die Kultur und die Thailänder kennen zu lernen.
    Bisher hatten wir eine besonders schöne Begegnung mit den Thaiändern, die ihre Freundlichkeit und hilfsbereite Art zeigt. Das war als unser Roller einen Platten hatte. Jeder wollte helfen und plötzlich fanden wir uns mit unserem Roller auf einem Pickup wieder und wurden zu einer Werkstatt gebracht. Eine Frau die an der Tankstelle wohl unsere Verzweiflung gesehen hatte, hatte innerhalb kurzer Zeit alles für uns organisiert, nachdem schon auf dem Weg zur Tanke viele angehalten hatten und gefragt hatten ob wir Hilfe benötigen. Den Mann mit dem Pickup kannte sie glaube ich auch nicht und sie konnte auch vkein english, aber alle wollten gerne helfen.
    Danach wünschte ich mir fast wir hätten öfter Mal einen Platten, den so lernt man die Leute und ihre Kultur kennen.
    Deshalb bin ich sehr froh das wir noch 10 Tage im Norden als Freiwillige arbeiten werden. Hier könnt ihr euch schon Mal angucken wo:
    http://www.chiangdao-roundhouses.com

    P.S. Frohe Ostern! Bei uns ist es mit 32-35°C so gar nicht osterlich!
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