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  • Day8

    Das Kloster am Meer

    October 2, 2018 in Greece ⋅ ⛅ 24 °C

    Warm - kalt - warm - kalt - warm - kalt. So war für mich die Nacht. Immer wieder bellten Hunde, wobei es einer besonders wichtig meinte.

    Nach dem Erwachen meditierten wir uns standen auf. Wir berieten uns kurz, ob wir hier in der Taverne frühstücken wollen. Aber wir entschieden uns ohne Frühstück los zugehen und irgendwo an einem schönen Platz eine kleine Mahlzeit einzunehmen. Die Taverne öffnete um 09:00 Uhr und das war uns schon etwas zu spät.

    So zogen wir los. Der Morgen war angenehm und die Sonne kam hinter den Bergen vor. Die Luft wirkte sehr frisch und sauber in den Bergen. Wir folgten der kleinen Teerstraße, welche an "unserer" Taverne vorbei ging. Sie führte in ein Tal und von dort scharf rechts. Hier konnten wir uns ebenfalls entscheiden, ob wir einen anderen - dafür minimal längeren, als den geplanten Weg gehen wollen. Wenn wir den gehen, sollte an einem Punkt eine kleine Höhle sein. Folgten wir dem geplanten Weg, kämen wir nicht zur Höhle, könnten aber uns später dazu entscheiden. Wir nahmen den geplanten Weg und folgten weiter der kleinen Teerstraße. An einem Ort mit 5 Häusern bog unser Weg von der Straße ab und ging nebenher der Teerstraße durch diese 5 Häuser. Zwei Hunde begeisterten uns, wobei die kleine braune Hündin uns zuerst erreichte und dauernd nur gestreichelt werden wollte. Sie warf sich sogar einem vor die Füsse das es schwer war, seinen Weg ohne sie zu treten fortzusetzen. Der andere Hund, etwas größer und genau wie die kleine braune Hündin ein Mischling, beobachtete uns in einem gewissen Abstand bellend. Wir gingen weiter und kamen wieder auf diese kleine Teerstraße, um sie so dann ein wenig später wieder zu verlassen und bergab zur Küste zu gehen.

    Es gab unterwegs an diesem Morgen immer wieder herrliche Ausblicke auf die sich nun nähernde Küste. An einem gewissen Punkt entschieden wir uns dann doch zu Höhle zu gehen. Die ganze Zeit über war der Weg geteert. Was gut für die Autos ist, ist nicht ganz so gut beim Wandern. Die Füsse ermüden schneller. Wir kamen direkt zu Küste. Dort war auch ein kleiner Badebereich und tatsächlich waren bereits 3 Menschen baden. Man bekam schon Lust ebenfalls ins kühle Nass zu hüpfen. Aber wir wollten zu Höhle und gingen weiter an der steinigen Küste entlang. Nur leider fanden wir nicht die Höhle, die wir eigentlich finden wollten. Dafür zwei andere. Eine diente als Ziegenstall und die andere und größere schien bald einzustürzen. Beide waren somit nichts für uns und wir gingen zurück zum Wegepunkt und setzten dort den Weg fort.

    Unterwegs kamen wir an einer kleinen Kirche vorbei, wo wir bei einem herrlichen Ausblick über die Küstenlandschaft unser Frühstück zu uns nahmen. Es gab Gurken, Tomaten, Kekse und Wasser. Wir sahen auch zurück zu einer kleinen "Traum-Villa", welche auch buchbar war und schwärmten für eine Auszeit dort. Eine kleine Ortschaft, welche wie ein Austeiger-Künstler- Ort wirkte war erneut ein Wendepunkt
    Denn hier mussten oder durften wir wieder direkt an der Küste entlang gehen. Zwar erneut auf einer guten Teerstraße, aber es kam so gut wie kein Auto vorbei. Wir folgten dieser Straße und damit dem Küstenabschnitt sehr lange, ehe wir auf eine stärker befahrene Straße stießen und wenig später in einen Schotter- oder Feldweg einbogen. Laut Plan sollte hier ein grosser See oder wegen seiner quadratischen Form eher ein Auffangbecken sein. Wir waren durch die mittlerweile starke Sonne Recht erschöpft und müde und benötigten eine Pause. Da kam uns dieser See gerade recht. Leider war es kein See, sondern doch ein Auffangbecken und es war komplett leer. Sah schon merkwürdig aus, dieses riesige leere Becken. Ein einziger Baum in der Nähe spendete und für die Pause erholsamen Schatten und nach einer Weile gingen wir weiter auf dem Schotterweg und an dem Auffangbecken entlang. Erneut wurden wir zur Hauptstraße mit den Autos geführt und mussten auf dieser ca. 3km entlang gehen.

    Dann gingen wir erneut in einen Schotterweg und auch noch leicht bergauf. Bei der Hitze war das ganz schön anstrengend. In der Nähe und kurz vor unserem Ziel dem Ort "Chrisoskalitissas", gab es ein zweites Becken. Aber kurz davor bog unser Weg ab und ging zu diesem Ort.

    Im Ort selbst setzten wir uns zuerst in eine kleine Taverne mit Minimarkt und tranken ein kaltes Bier. Das war gut. Wir holten Geld am Automaten und gingen in einen sehr kleinen Supermarkt. Dort kauften wir Kekse, Wasser, Kürbiskerne und Knabberstangen mit Sesam drauf. Dann gingen wir zu unserer Unterkunft. Eine Taverne, welche auch Zimmer anbot. Hier ruhten wir ca. 2 Stunden und gingen dann zum nahegelegenen Kloster.

    Der Weg zum Kloster dauerte von unserer Unterkunft aus gerade einmal 6 Minuten. Der Eintritt war mit 2€ sehr moderat. Ein kleiner Shop, wo man auch die Tickets kaufen musst, war der Eingang. Ein etwas gelangweilter Jüngling empfing die Besucher an der Kasse. Im Kloster selbst, war eine ruhige und chillige Atmosphäre. Es gab 2 Museen mit Dingen aus dem Alltag der Nonnen und Mönche. Heutzutage leben wohl jeweils nur eine Nonne und noch ein Mönch. Die Klosterkirche war wirklich schön anzusehen und der Ausblick in die Umgebung und auf das Meer war durch die erhöhte Lage des Kloster wunderbar. Uns hat es dort sehr gefallen. Laut einer Legende, sollen Besucher ohne Sünde die Stufen zum Kloster golden sehen. Sündige Besucher hingegen, würden nur eine einfache Steintreppe sehen. Das ganze Gold was wir sahen hat uns so geblendet, dass wir fast stolperten 😊.

    Danach gingen wir zum Abendessen in unser Hotel mit der dazugehörigen Taverne. Wir ließen den Tag bei Sonnenuntergang und der herrlichen Atmosphäre entspannt ausklingen.
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