Greece
Kissamos

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16 travelers at this place:

  • Day8

    Das Kloster am Meer

    October 2 in Greece

    Warm - kalt - warm - kalt - warm - kalt. So war für mich die Nacht. Immer wieder bellten Hunde, wobei es einer besonders wichtig meinte.

    Nach dem Erwachen meditierten wir uns standen auf. Wir berieten uns kurz, ob wir hier in der Taverne frühstücken wollen. Aber wir entschieden uns ohne Frühstück los zugehen und irgendwo an einem schönen Platz eine kleine Mahlzeit einzunehmen. Die Taverne öffnete um 09:00 Uhr und das war uns schon etwas zu spät.

    So zogen wir los. Der Morgen war angenehm und die Sonne kam hinter den Bergen vor. Die Luft wirkte sehr frisch und sauber in den Bergen. Wir folgten der kleinen Teerstraße, welche an "unserer" Taverne vorbei ging. Sie führte in ein Tal und von dort scharf rechts. Hier konnten wir uns ebenfalls entscheiden, ob wir einen anderen - dafür minimal längeren, als den geplanten Weg gehen wollen. Wenn wir den gehen, sollte an einem Punkt eine kleine Höhle sein. Folgten wir dem geplanten Weg, kämen wir nicht zur Höhle, könnten aber uns später dazu entscheiden. Wir nahmen den geplanten Weg und folgten weiter der kleinen Teerstraße. An einem Ort mit 5 Häusern bog unser Weg von der Straße ab und ging nebenher der Teerstraße durch diese 5 Häuser. Zwei Hunde begeisterten uns, wobei die kleine braune Hündin uns zuerst erreichte und dauernd nur gestreichelt werden wollte. Sie warf sich sogar einem vor die Füsse das es schwer war, seinen Weg ohne sie zu treten fortzusetzen. Der andere Hund, etwas größer und genau wie die kleine braune Hündin ein Mischling, beobachtete uns in einem gewissen Abstand bellend. Wir gingen weiter und kamen wieder auf diese kleine Teerstraße, um sie so dann ein wenig später wieder zu verlassen und bergab zur Küste zu gehen.

    Es gab unterwegs an diesem Morgen immer wieder herrliche Ausblicke auf die sich nun nähernde Küste. An einem gewissen Punkt entschieden wir uns dann doch zu Höhle zu gehen. Die ganze Zeit über war der Weg geteert. Was gut für die Autos ist, ist nicht ganz so gut beim Wandern. Die Füsse ermüden schneller. Wir kamen direkt zu Küste. Dort war auch ein kleiner Badebereich und tatsächlich waren bereits 3 Menschen baden. Man bekam schon Lust ebenfalls ins kühle Nass zu hüpfen. Aber wir wollten zu Höhle und gingen weiter an der steinigen Küste entlang. Nur leider fanden wir nicht die Höhle, die wir eigentlich finden wollten. Dafür zwei andere. Eine diente als Ziegenstall und die andere und größere schien bald einzustürzen. Beide waren somit nichts für uns und wir gingen zurück zum Wegepunkt und setzten dort den Weg fort.

    Unterwegs kamen wir an einer kleinen Kirche vorbei, wo wir bei einem herrlichen Ausblick über die Küstenlandschaft unser Frühstück zu uns nahmen. Es gab Gurken, Tomaten, Kekse und Wasser. Wir sahen auch zurück zu einer kleinen "Traum-Villa", welche auch buchbar war und schwärmten für eine Auszeit dort. Eine kleine Ortschaft, welche wie ein Austeiger-Künstler- Ort wirkte war erneut ein Wendepunkt
    Denn hier mussten oder durften wir wieder direkt an der Küste entlang gehen. Zwar erneut auf einer guten Teerstraße, aber es kam so gut wie kein Auto vorbei. Wir folgten dieser Straße und damit dem Küstenabschnitt sehr lange, ehe wir auf eine stärker befahrene Straße stießen und wenig später in einen Schotter- oder Feldweg einbogen. Laut Plan sollte hier ein grosser See oder wegen seiner quadratischen Form eher ein Auffangbecken sein. Wir waren durch die mittlerweile starke Sonne Recht erschöpft und müde und benötigten eine Pause. Da kam uns dieser See gerade recht. Leider war es kein See, sondern doch ein Auffangbecken und es war komplett leer. Sah schon merkwürdig aus, dieses riesige leere Becken. Ein einziger Baum in der Nähe spendete und für die Pause erholsamen Schatten und nach einer Weile gingen wir weiter auf dem Schotterweg und an dem Auffangbecken entlang. Erneut wurden wir zur Hauptstraße mit den Autos geführt und mussten auf dieser ca. 3km entlang gehen.

    Dann gingen wir erneut in einen Schotterweg und auch noch leicht bergauf. Bei der Hitze war das ganz schön anstrengend. In der Nähe und kurz vor unserem Ziel dem Ort "Chrisoskalitissas", gab es ein zweites Becken. Aber kurz davor bog unser Weg ab und ging zu diesem Ort.

    Im Ort selbst setzten wir uns zuerst in eine kleine Taverne mit Minimarkt und tranken ein kaltes Bier. Das war gut. Wir holten Geld am Automaten und gingen in einen sehr kleinen Supermarkt. Dort kauften wir Kekse, Wasser, Kürbiskerne und Knabberstangen mit Sesam drauf. Dann gingen wir zu unserer Unterkunft. Eine Taverne, welche auch Zimmer anbot. Hier ruhten wir ca. 2 Stunden und gingen dann zum nahegelegenen Kloster.

    Der Weg zum Kloster dauerte von unserer Unterkunft aus gerade einmal 6 Minuten. Der Eintritt war mit 2€ sehr moderat. Ein kleiner Shop, wo man auch die Tickets kaufen musst, war der Eingang. Ein etwas gelangweilter Jüngling empfing die Besucher an der Kasse. Im Kloster selbst, war eine ruhige und chillige Atmosphäre. Es gab 2 Museen mit Dingen aus dem Alltag der Nonnen und Mönche. Heutzutage leben wohl jeweils nur eine Nonne und noch ein Mönch. Die Klosterkirche war wirklich schön anzusehen und der Ausblick in die Umgebung und auf das Meer war durch die erhöhte Lage des Kloster wunderbar. Uns hat es dort sehr gefallen. Laut einer Legende, sollen Besucher ohne Sünde die Stufen zum Kloster golden sehen. Sündige Besucher hingegen, würden nur eine einfache Steintreppe sehen. Das ganze Gold was wir sahen hat uns so geblendet, dass wir fast stolperten 😊.

    Danach gingen wir zum Abendessen in unser Hotel mit der dazugehörigen Taverne. Wir ließen den Tag bei Sonnenuntergang und der herrlichen Atmosphäre entspannt ausklingen.
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  • Day5

    "Bates-Motel"

    September 29 in Greece

    Ich traue es gar nicht zu schreiben. Aber wir haben wieder schlecht geschlafen. Alle äußeren Bedingungen sind gut, aber ein erholsamer Schlaf sieht anders aus. Ob daran der "Medicane" Schuld oder es einfach der Umstellung wegen so ist, werden wir wohl nie heraus finden.

    Na dem Aufstehen gab es Frühstück und da es hin und wieder etwas Nieselregen gab, konnten wir deswegen die wichtigste Mahlzeit des Tages nicht auf der Terrasse einnehmen. Aber das war okay und wir hatten gute Laune. Wir packten nach dem Frühstück unsere Rucksäcke, wuschen das Geschirr ab und räumten die Schmutzwäsche zusammen. Dann gingen wir die 50 Stufen auf der Wendeltreppen hinunter und sprachen mit der jungen drahtige Griechin, die uns auch begrüßt hatte. Da sie danach fragte sagten wir ihr, dass wir nach Kissamos wollen, um von dort aus dann auf dem E4 zu wandern. Sie freute sich über unseren Sportsgeist und wünschte uns einen guten Trip.

    Zunächst gingen wir noch einmal kurz über den Hafen von Chania, um uns gedanklich von der Stadt und den reichlichen Souvenirs zu verabschieden. Dann war der Busbahnhof unser nächster Stopp. Dort kauften wir Tickets und diesmal bestellte ich nicht in Spanisch. Im Vergleich zu Rethymnon und Heraklion, war die Abfertigung am Bus dann sehr entspannend. Wir luden unser Gepäck ein und erklommen den Bus. Nach der Abfahrt wurden dann unsere Tickets kontrolliert und entwertet - was bedeutete, dass ein Stück vom Ticket abgerissen wurde.

    Unterwegs stiegen ein paar Leute ein und auch wieder ein paar aus. Das Wetter machte regelrechte Kapriolen. Meist Sonne, aber auch Regen. Wir fuhren entlang der Küste und die Ortschaften waren Voll und Ganz auf Tourismus eingestellt und sind typische Badeorte.

    Wir erreichten Kissamos oder Kastelli. Beide Namensgebungen schienen korrekt zu sein, was es als Tourist häufig nicht einfach macht sich zu orientieren. Wir stiegen Kissamos Center aus und folgten weiter der Hauptstrasse zu unserem Hotel. Laut Beschreibung, sollte es etwas abseits liegen. Der Weg direkt an der Strasse war furchtbar. Trotz Begrenzung der Geschwindigkeit, schien sich niemand daran halten zu wollen. Man musste schon aufpassen und brav hintereinander gehen. Auf dem Weg hielten wir nach Supermärkten ausschau, denn wir wollten heute Abend erneut etwas kochen wollen. Laut Beschreibung von unserem Hotel, hatten wir eine Kochnische.

    Nach gut 20 Minuten erreichten wir unser Hotel - "Appartements Delfini". Es lag etwas erhöht abseits von der Strasse, was wohl den Autolärm etwas dämpfen würde. In der Rezeption saß ein ca. 90 Jahre alter Mann. Er begrüßte uns sehr freundlich auf Englisch und wusste offenbar schon, dass wir die gebuchten Gäste sind. Eine Frau um die 55 begrüßte uns mit Maria und sie bot uns süßen Saft aus dem Karton an. Egal, es war eine sehr nette Geste. Na dem kopieren den Ausweises von Olaf, folgten wir Maria nach draussen. Vorher fragte man uns, ob Treppen ein Problem für uns seien. Draußen erwähnte Maria, dass dies für sie nun Gymnastik sei. Sie zeigte uns das Zimmer. Ein Vorraum mit einem Einzelbett und einer Couch. Ein Badezimmer und das Schlafzimmer mit Balkon. Der Blick war schön - Meerblick. Wir bedankten uns bei Maria und beim rausgehen warf uns Maria symbolisch einen gehauchten Kuß zu. Ich bekam ein mulmiges Gefühl in der Magengrube.

    Wir sahen uns kurz um und dann entschloss ich mich einkaufen gehen zu wollen. Olaf blieb im Appartement, was aufgrund seiner Gesundheit gut war. Denn in den kommenden Tagen werden wir mit der Wanderung beginnen und da muss er Fit sein. So ging ich zum Supermarkt und kaufte ein. Zurück war klar, dass ein zweiter Besuch des Supermarktes notwendig sei, denn morgen ist Sonntag und er hat geschlossen. Zuerst gingen wir aber zum Hafen um uns zu erkundigen, ob morgen das Boot zur Lagune "Balos" fährt. Wegen des Medicane, ist bisher der komplette Schiffsverkehr in der Ägäis eingestellt worden. Laut Homepage heute kein Boot, morgen sei es aber möglich. Wir wollten uns vor Ort informieren. Den Hafen erreichten wir über der selbigen gut befahrenen Hauptstrasse und am Ticketschalter war zu lesen, dass zumindest heute kein Bootsverkehr sei. So entschieden wir uns, morgen früh hier noch einmal vorbei zu schauen und dann zu entscheiden. Zurück gingen wir wieder an der Strasse entlang und kamen an einer kleinen Kapelle vorbei, welche uns schon vorher aufgefallen war. Immer wieder mussten wir uns wegen plötzlichen Nieselregen irgendwo unterstellen und so kam uns allein deswegen diese kleine Kapelle gerade recht. Wir waren überrascht, wie hübsch sie innen in eine Höhle gebaut angelegt war.

    Olaf ging zum Hotel zurück und ich erneut zum Supermarkt. Es fehlte noch etwas Wasser und Olivenöl. Außerdem hatte ich Lust auf Bier heute. Alles eingekauft machte ich mich auf dem Weg zurück. Und wieder kam mein mulmiges Gefühl wegen dem Hotel hoch. Irgendwie erinnerte es mich an das "Bates Motel" aus dem Film "Psycho" von Hitchcock. Keine Ahnung woran ich dieses Gefühl fest gemacht habe, aber es war da. Ob es daran lag, dass Maria und einen Luftkuß gab und wir die einzigen Gäste in dem Hotel sind, dessen guze Jahre schon lange vorüber sind?

    Das Kochen war auf dem kleinen Herd schon eine Herausforderung. Die Paletten wurden sehr-sehr-sehr langsam heiß. Ein Ingwer Tee mit Limetten für Olaf dauerte knapp 45 Minuten und ich wollte heute eine Kartoffelpfanne machen. Alles geschnippelt und ab in den Topf. Ja es dauerte 120 Minuten und war eher gedünstet als gebraten. Aber es war lecker, denn ich hatte noch die Gewürzmischung aus Rethymnon dabei. Wir aßen zu Abend und gingen dann mit unseren Smartphone ins Bett. Immerhin gab es gutes WiFi 😀
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  • Day6

    Blaue Lagune

    September 30 in Greece

    Ich erzähle erst nichts von der vergangenen Nacht.

    Schon beim frühen Erwachen mit herrlichem Sonnenaufgang schauten wir auf der Hompage von dem Schifffahrtsunternehmen nach, ob heute eventuell doch das Boot zur Lagune "Balos" fährt. Zumindest gestern stand dort, dass es heute möglich sei. Aber leider gab es heute und auch morgen keine Möglichkeit, Tickets zu buchen. Dann war wohl klar, dass wir entweder dorthin gehen oder einen alternativen Tagesplan aufstellen. Wir entschieden uns zur Lagune zu gehen. Das war eine Tagesstrecke von 26km und auch hübsch, wenn wir nicht bis ganz zur ersten Lagune herunter gehen. Zur zweiten kommen wir ja eh nicht, da diese nur mit einem Schiff zu erreichen ist.

    Wir frühstückten und während wir so in den Tag hinein schauten fragten wir uns, ob wir nicht doch lieber zum Hafen gehen und und vor Ort informieren sollten. Nein. Wir raten es nicht und gingen los. Kurz vor dem Erreichen des Hafen gab es einen lauten Ton. Der kam von dem Ausflugsschiff, welches gerade den Hafen verlassen hat und zur Lagune fährt. Okay. Kurz geärgert und dann über positives nachgedacht. Aus dem Schiff hätten wir eine Stunde sitzen müssen und es war bestimmt windig und kalt. Wir hätten einen Zeitplan ohne individuelle Gestaltung und wir hätten 54€ Euro zahlen müssen und wahrscheinlich erleben wir die Weg zu Fuss zur Lagune Naturnaher mit tollen Erlebnissen. So waren unsere Gedanken. Wir ärgerten uns nicht mehr und folgten der Strasse, welche kurz nach dem Abzweig zum Hafen rechts in eine Küstenstraße mündete. Es gab hier herrliche Sandstrände und die Atmosphäre war Recht gechillt. Ein kleines Hotel liessen wir links liegen und folgten weiter der Küstenstraße. Wir gingen sie weiter entlang, querten (illegal) ein abgezäuntes Grundstück und betraten den Bereich eines anderen und auch etwas größeren Hotels. Niemand hielt uns auf und so gingen wir weiter quer über das Hotelgelände. Dann kamen wir wieder auf die Zufahrtstrasse zur Lagune. Bei einem Kontrollpunkt mussten alle ankommenden Autos Eintritt bezahlen - wir jedoch nicht. Es war eine unbefestigte Strasse, die durch den gestrigen Regen stellenweise sehr feucht war.

    Mehr wieder gab es herrliche Ausblicke auf die Küste und das Meer. Aber auch Ziegen und Schafe querten die Strasse oder lagen mitten darauf. Die Touristen in ihren Autos waren erfreut und zückten sofort ihre Smartphones. Manche schieben auch die ganze Fahrt aufzuzeichnen. Wir begegneten einer kleine Kapelle. Ein russisches paarchen mit ihrer ca. 5 Jahre alten, sich langweile den Tochter machten Fotos. Eher der Vater von der (möglichen) Mutter des Kindes - die sich in allen erdenklichen Posen an der Kirche rekelte. Belustigt gingen wir weiter und trafen erneut auf Ziegen und später auf einen kleinen Verkaufstand. Dort gab es (Thymian-) Honig, Raki und Kräuter zu kaufen. Na ca. 2,5 Stunden erreichten wir den allgemeinen Parkplatz. Auch hier war dann für die rollenden Touristen Schluss und es überholten uns viele - sehr viele Autos. Wegen der Strassenverhältnisse mussten die Autos langsam fahren. Plötzlich hupte es kurz hinter uns. Es war das Hetero-Päarchen aus Bayern, welche uns in Chania mit "Servus" angesprochen hatten. Wie klein doch die Welt ist. Auf dem Parkplatz gab es auch zwei kleine Verkaufsläden. Wir folgten einfach den teilweise in Badeschlappen daher kommenden Touristen, welche nun über steinigen und auch zum Teil matschiges Gelände wackeln durften.

    Dann plötzlich öffnete sich der Blick auf die Lagune. Leider war gerade keine Sonne da, aber trotzdem erschien sie in einem wunderbaren türkis mit hellen Sandstränden. Dann brach die Sonne immer wieder durch und zeigte die Lagune in ihrer ganzen Pracht. Es war wundervoll anzusehen, nur leider war es etwas windig.

    Auf Wunsch des Bayern-Hetero-Päarchen, fotografierten wir sie vor der Lagune. Dann gingen wir zurück. Am Parkplatz machten wir zuvor aber unsere erste Pause. Wir machen eigentlich zu wenig Pausen. Weiter ging es nun bergab. Kurz vor der kleine Kapelle begann es zu nieseln und es wurde stärker. Wir erreichten die Kapelle und gingen hinein. Dort warteten wir einen Moment, bis der Regen an starke nachgelassen hat. Wir folgten weiter Strasse zurück, über das Gelände von dem größeren Hotel, über das abgezäunte Grundstück bis zur Küstenstraße. Langsam fühlten wir uns auch erschöpft und wären froh, dass wir bald ankommen werden.

    Olaf ging ins Zimmer und ich zur Rezeption. Da wir morgen wahrscheinlich sehr zeitig aufbrechen werden und wir immer noch die einzigen Gäste in dem Hotel sind, war anzunehmen, dass morgen früh die Rezeption nicht besetzt ist. Aber das war sie jetzt auch nicht. Ich klopfte, keine Reaktion. Eine Telefonnummer stand an der Tür. Ich rief an und es meldete sich der 90 jährige. Er fragte mich wie ich sein und ich entgegnete, dass ich vor dem Office warte. Er sagte, er sei in einigen Minuten da. In Anbetracht der Schnelligkeit mit welcher er gestern unsere Buchung bearbeitete, befürchtete ich, dass bis zu seinem Erscheinen der Akku von meinem Smartphone leer sei. Aber es waren gerade mal zwei Minuten. Jetzt fühlte ich mich ihm gegen etwas schlecht.

    Wir wickelten die Rechnung ab und ich ging ins Zimmer. Dort bereitete ich das Abendessen zu uns wir aßen gemütlich auf unserer Terrasse. Es war ein anstrengender, aber schöner und erlebnisreicher Tag voller Ziegen, Schafe und Menschenfleisch. Und die herrliche Lagune erobern wir per Schiff bei unserer Rückkehr nach Kreta. Das haben wir uns fest vorgenommen.
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  • Day7

    Baumziegen und Tribbles

    October 1 in Greece

    Wir hatten in der Nacht Besuch. Nein es war nicht der 90 jährige und auch nicht Maria. Es war die Hauskatze. Sie schlich sich durch das offene Terrassenfenster und machte es sich im Vorraum auf der dortigen Couch bequem. Man hörte sie schnurren und sich mit ihren Krallen in der Couch verankern. Olaf stand auf und schaute nach. Zu seinem Unmut lag die katze auch noch auf seinem Shirt. Trotz der mündlichen Aufforderung endlich zu gehen, rekelte sie sich und schnurrt auch noch zuckersüß dabei. Schweren Herzens hat Olaf sie dann doch aus dem Zimmer vertrieben.

    Gegen 07:00 Uhr wurden wir wach, meditierten und standen danach auf. Das Frühstück war schnell zubereitet, obwohl wir wegen des langsamen Herdes auf heisses Wasser warten mussten. Die Zeit füllten wir mit packen unserer Rucksäcke auf. Maria schaute vorbei, rüttelte an der Tür. Sie dachte wohl, dass wir nicht mehr da waren. Als sie mich sah sagte sie mehrmals laut und mit rollendem "R" - sorry. Das höre sich irgendwie lustig an und sie schüttelte dabei noch ihre Ärmchen. Nach dem wir alles gepackt und uns nochmals versicherten nichts vergessen zu haben, gingen wir los.

    Wir folgten der Hauptstrasse zurück nach Kissamos (oder Kasteli), warfen rückwärts einen letzten Blick auf das Hotel und quälten uns an der Strasse mit den schnell fahrenden Autos entlang. Wir mussten über den Punkt hinaus, an dem wir vor zwei Tagen aus dem Bus von Chania gestiegen waren. Kurz dahinter ging es rechts in eine Seitenstraße und siehe da, es wurde deutlich ruhiger. Aber auch anstrengender, da es ab jetzt immer bergauf ging. Zunächst jedoch leicht. An einer kleinen Miniatur-Kapelle bogen wir wieder rechts ab und folgten der geteerten Strasse. An deren Abbiegung nach links, gingen wir weiter geradeaus in einem Schotterweg. Etwas schwer zu gehen und leicht stärker ansteigend. Immer wieder waren schöne Ausblicke auf die Umgebung und der Küste mit Kissamos möglich. Wir folgten der Navigation von Komoot und kamen an einer kleine Kirche vorbei, die sehr schön gelegen war. Wir umquerten diese quasi auf einer Strasse, umsogleich erneut in einen leicht ansteigenden Sandweg einzubiegen.

    Der Weg ging durch Olivenhaine. Es waren sehr kleine Oliven an den Bäumen und wir vermuteten, dass sie für die Ölproduktion genutzt werden. Immer wieder sahen wir interessante Konstruktionen aus Rohren, Wasseruhren und Schläuchen. Hier wurde offensichtlich die Wasserzufuhr zu den einzelnen Grundstücken geregelt.

    Bevor wir die kommende kleine Siedlung erreichten, erreichte uns zunächst ein heftiger, aber dafür kurzer Regenschauer. Wir stellten uns unter einem der grossen Olivenbäume und waren gerade beim Auspacken unser Käfercapes, als es wieder aufhörte. Erfreut setzten wir unseren aufsteigenden Weg fort. In Polirrinia machten wir unsere erste Pause und waren sehr freudig überrascht, hier den ersten Wegweiser vom E4 zu sehen. Ein schwarz umrandetes, mit gelb ausgefüllten und auf den Kopf stehendem Quadrat. Innen stand "E4". Man war das spektakulär.

    Wir bogen in einen Nebenstrasse, die später wieder in einem Schotterweg überging. Unsere Navigation führte uns sodann links sehr steil nach unten ins Tal, wo uns eine kleine Teerstraße sehnsüchtig erwartete. Wir folgten ihr entspannt und kamen an einer Kirche zum Eingang zur Schlucht "Sirikari". Ein Gatter versperrte den Weg und wir öffneten es. Gemäß der Regel - "So wie du es vorfindest, verlasse es". Nach einer Weile kamen wir zu einer alten steinernden Brücke. Es war eine alte Packesel-Brücke, recht hübsch anzusehen. Ich hörte schon Stimmen und die kamen von einer grossen Reisgruppe aus einem Gemisch von Engländern und Deutschen. Sie waren gut drauf und grüßten auch sehr freundlich, so dass wir zurück grüßten. Wir folgten den schmalen Trampelpfad weiter in die Schlucht. Die Stimmen von der Reisegruppe verstummten und es war ganz still. Die Bergvögel und Ziegen mit ihren Glocken hörte man sanft in der Ferne - oder war es doch Nah? Es war schwer zu unterscheiden. Der Weg durch die Schlucht war traumhaft schön. An einer Stelle kletterte eine grosse weiße ziege sogar auf einen Baum, um an dessen kleinen Zweigen an die Blätter zu kommen. Das sah irgendwie super aus. Nochmals kam uns eine Reisgruppe entgegen, diesmal nur Deutsche. Auch diese waren gut drauf und grüßten - wir wieder ebenso. Weiter in der Schlucht wurde der Weg teilweise durch den vorherigen Regen etwas matschig und man musste aufpassen wohin man trat. Das wiederum war Schade, denn so konnte man beim Gehen nicht die Umgebung bewundern. Aber dafür umso mehr, wenn man stehen blieb.

    Der Weg stieg erneut an und über ein Grundstück, verließen wir dann die Schlucht. Es ging kurz auf einer Strasse waagerecht entlang, um dann später wieder leicht anzusteigen. Der Weg ging an Kastanienbäume vorbei und die auf dem Boden liegenden Früchte sahen wie "Tribbles" aus. Wer Startrek kennt, kennt auch Tribbles. Einige Einheimische sammelten diese Früchte in Massen auf und wir waren dann der festen Überzeugung, dass es sich bei den Kastanien um Rosskastanie handelte. Der Bodenbelag bestand nun aus losen Steinen, aber man konnte den Weg gut erkennen. Wir kamen an großenn Hainen von diesen Rosskastanien vorbei und durchquerten diese. Wir bogen dann rechts ein und gingen erneut bergauf. In der Ferne sah man auf dem Bergkamm Windräder und auch scheinbar Wege in den Fels gehauen. Genau da mussten wir auch entlang und die Windräder rechts und links liegen lassen. Wir überquerten den Bergkamm und das Geräusch, welches von den riesigen Windräder verursacht wurde, war durch seine Rhythmik sehr eindrücklich. Ab hier ging es nur noch im zick-zack bergab in ein anderes Tal.

    Wir folgten dem Weg und kamen auf sie Teerstraße, welche nach Kampos - unserem heutigen Ziel, führte. Erleichtert unsere Unterkunft gefunden zu haben, gingen wir etwas schneller. Wir gingen in die Taverne, in der wir gebucht hatten. Es gab bei der Buchung über booking.com etwas Schwierigkeiten mit der Kreditkarte und somit war unsere Buchung storniert worden. Aber natürlich gaben sie uns ein Zimmer. Wir duschten zunächst bzw. wuschen einen Teil unserer Wäsche und hängten diese zum trocknen auf die Leine am Balkon. Dann gingen wir essen. Erfreut begrüßte uns die vermeintliche Tochter vom Besitzer. Wir bestellten einen Gurken-Tomaten Salat, für uns beide jeweils eine doppelte Portion Pommes und jeweils einmal fritierte Zucchini. Ich musste jedoch noch einmal ins Zimmer und die Wäsche abnehmen. Denn es war sehr stürmisch. Das Essen war sehr lecker und die Bedienung sagte, dass wir wir noch einmal fritierte Zucchini bekämen. Wir fragten nach, da wir ja jeweils nur eine Portion bestellt haben. Die Bedienung sagt, weil wir kein Fleisch essen, bekommen wir eine grosse Portion zusätzlich vom Haus. Na wenn das Mal nicht nett war. Danach kam dann der Herr des Hauses und brachte noch zwei Stücken Schokoladenkuchen und Raki. Wir überlegten kurz, ob wir hier überhaupt wieder weg wollen.

    Danach gingen wir satt und leicht angetrunken zu Bett.
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  • Day11

    Phalasarna

    July 26, 2016 in Greece

    "Venus und Adonis" - und Carlotta.

    Adonis größte Chance, Venus nach erstem Blickkontakt wirklich zu beeindrucken ist , sich mit seiner Gefolgschaft Noah hinter dem Toilettenhäuschen zu verstecken und so den Abend in spirituellem Kontakt verstreichen zu lassen. So geschehen am ersten Abend Ihrer Schicksalshaften Begegnung - Nachtrag bei Wikipedia, Richtungswechsel. Diesen poetischen Gedanken zerstört Uli mit forschem Einsatz - und organisiert das anfänglich zögerliche Spiel der beiden - mit Hofstaat.
    Carlotta mit ausgeprägter weiblicher Intuition erkennt schon in den ersten Sekunden die große Liebe, plant den Umzug Costanzas samt ihrer italienischer Familie in die Saarstrasse , arrangiert die Eheschließung und ist auf der Suche nach den schönsten Kindernamen für die beiden.
    Adonis Vincent in coolster Coolness ist von all dem natürlich völlig unberührt - Venus Costanza ist ihm vorgeblich egal, anfänglich - Taten sprechen aber andere Worte. Bis gestern blieb meine Bitte, mit mir an den Strand zu kommen, unbeachtet - jetzt verbringt Vincent nahezu den ganzen Tag dort, in unmittelbarer Nähe der gesamten italienischen Familie - sogar die Liege organisiert er selbständig. Nur ich soll doch irgendwann bitte nachkommen - ihm Gesellschaft leisten, aber bitte in Abstand.
    Carlotta in weiser Voraussicht " das wird aber Tränen geben bei unserer Abreise, könnte einem fast ein bisschen leid tun" - scheint sich wohl in Kürze zu bewahrheiten.
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  • Day5

    Phalasarna

    July 20, 2016 in Greece

    Die Tage hier im Süden sind schnell erzählt - schlafen, essen, Pool, Strand, essen, schlafen - im Gegensatz zu Schottland ist wenig Bewegung in diesen Tagen - aber gut in Vorbereitung auf die nächsten steps unserer Reise.
    Die kleinen sind denn ganzen Tag im Wasser - lieber Pool als Meer, Vincent hat die Kopfhörer auf den Ohren, sicherlich lernt er gerade die Songs auswendig, muss ja so sein, wenn man die 1000ste Wiederholung hört - und Uli meidet das Wasser wie der Teufel das Weihwasser - dirigiert die Richtungen im Pool und die Zeitabstände der Cremeprotektion.
    Ich wäre im Alleinzustand den ganzen Tag am Meer, schleiche aber den ganzen Tag in der Nähe meines Teenagers herum, der möchte zwar Abstand, ist genervt ,wenn ihn seine Mutter mit der Sonnencremepistole belästigt, bin ich aber nicht in seiner Nähe, empfange ich in Kürze die erste fordernd- flehende whatsapp - "mum!!!!!! Komm her! Wo bist du?"
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  • Day9

    Phalasarna

    July 24, 2016 in Greece

    "Es gibt kein Klopapier mehr"

    Die Sonne steht hoch am Himmel und die Hitze scheint sich langsam auf das Kommunikationszentrum aller Beteiligten auszuwirken. Ganz profane Dinge, die an einem geschäftigem Tag keine 2 Minuten Gespräch in Anspruch nehmen würden, sind hier sehr wichtig und werden im Detail besprochen. Carlotta stellt fehlendes Klopapier fest - Wie kann das sein? Das müssen die doch wieder auffüllen? Wenn das Männerklo geschlossen ist, dürfen die Männer dann auch aufs Frauenklo? Großes Entsetzen in Noahs Augen!!!!! Niemals!!!! - Wohin denn dann? Vincents Antwort lässt sich auch ohne seine Worte zu wiederholen, erahnen - Blick auf den Pool!
    Vincent ist damit beschäftigt, alle Muskeln - und seien sie noch so klein - in der Sonne ins rechte Licht zu rücken, und fordert mich ständig auf, all seine - natürlich völlig natürlichen (unnatürlichen) Bewegungen, Sprünge in den Pool und Sprüche zu filmen und zu fotografieren um sie dann, bestenfalls in time auf Instagram zu verteilen - mit hoffentlich mindestens 100 likes in den nächsten 10 min für dieses völlig authentische Foto. ( Models lächeln übrigens nie! )Die scheinen in ihren Ferien alle auf ihren Handys zu sitzen - nicht nur meiner, beruhigt mich ein bisschen. Urlaub ist heute nur gut, wenn der Daumen hoch von den daheim Gebliebenen nahezu in Echtzeit auf dem Bildschirm erscheint .
    Amon liegt im Bett. Nach einer anstrengenden Nacht über der Toilettenschüssel liegt er nun kreidebleich in seinem Bett, armer Kerl - Uli bewacht ihn im Zimmer nebenan. Hier kann ihm auch die gefährliche Sonne nicht zu nahe kommen und das politische Tagesgeschehen in der ganzen Welt lässt sich ganz nebenbei studieren - nicht beeinflussen.
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  • Day10

    Phalasarna, Griechenland

    July 25, 2016 in Greece

    "Von Dreien, die auszogen, unter Sternen zu schlafen."

    Es ist heiß hier in Griechenland, sehr heiß - schön heiß. Da uns aber eine beständig leichte Brise um die Ohren weht, sind das wunderbare Temperaturen und wir packen genau die ein und bringen sie mit nach Deutschland. Bis auf Amon, unseren Patienten, gibt es keine großen Ereignisse in unserem Tagesablauf. Heute morgen lag das erste Lächeln seit zwei Tagen auf seinem Gesicht. Nach all unseren Prognosen, Ferndiagnosen und Googlekonsultationen war das erste Mittel der Wahl wohl der kühle Raum, Ruhe, Wasser, Brot, Reis und Banane und " Horton hört ein Hu" aus meiner Wunderbox ;-)
    Das Schlafarrangement hat sich aber während der letzten Tage merklich verändert. Mein Vorschlag an Vincent, doch sein Bett auf unserem Balkon zu richten und dort in angenehmer Nachtkühle zu schlafen, wurde gleich von 3 Kindern angenommen. So gab es ähnlich einer Jugendherberge einen abendlichen Umzug mit Sack und Pack, und Matratze und Decke - in unser Zimmer, durch die enge Balkontür, und schließlich ist unser ganzer Balkon gänzlich mit Kissen, Decken und Matratzen bedeckt. Wo liegen jetzt Schlafanzüge und Zahnbürsten? Das wird am Morgen und am Abend stets neu entdeckt, immer wieder eine Überraschung. Carlotta beschwert sich seitdem allmorgentlich darüber, das mindestens einer der beiden Jungs mit sandigen Hobbitfüssen über ihre Matratze latscht. Scheint wohl keiner zu hören ;-)
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  • Day8

    Balos - Wanderung

    June 10, 2016 in Greece

    Wir machen eine schöne Wanderung auf die Halbinsel Gramvousa mit Blick auf die BalosBay. Sogar Röbi ist dabei...
    Die Anreise erfolgt über eine 8km lange Holperpiste...auf dem Weg verfüttern wir harte Kekse an die KriKri.
    Am überfüllten P wollen alle nur zur BalosBay, der Piratenbucht...wir laufen ca. 4 1/2 Stunden auf die Halbinsel und schauen zur Belohnung von oben auf den Strand....ganz für uns allein.Read more

You might also know this place by the following names:

Dimos Kissamos, Kissamos, Κισσάμου

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