Namaqua National Park
Sep 11–13, 2025 in South Africa ⋅ ⛅ 17 °C
Der Hahn hat mich schon 3x geweckt und nun werde ich doch mit meiner Schreibarbeit über den Tag gestern beginnen.
Das monumentale Hotel aus grauem, geraden Stein in Springbok verlassen wir nach dem Frühstück. Kein Ort, in dem man verweilen möchte.
Der NamaquaNationalPark ist heute unser Ziel. Er hat eine Größe von über 1300 qkm, also über 3x so groß wie der deutsche Teil der Insel Usedom oder 3x Wien.
Um zu den abgelegenen Blumenflächen zu kommen, muss man mit dem Allrad unterwegs sein, sonst sitzt man auf den vom Regen ausgewaschenen Steinen sofort fest.
Kleine bizarre Pflanzen kommen aus dem Sand hervor und kugelige Zwergsträucher blühen. Dazwischen entsteht ein Meer von Blumen, mal in Orange, mal in Gelb.
Das wir wirklich Flächen sehen würden, auf denen es bis zum Horizont blüht, konnte ich mir nicht vorstellen.
Wir sind wirklich zur richtigen Zeit hier. Es hat vor Wochen geregnet und jetzt öffnen die Pflanzen ihre Blüten. Alle paar Minuten steigen wir aus den 4x4 aus, weil wir wieder eine neue Blumenart entdeckt haben. Wir sind begeistert.
Um die Mittagszeit könnten wir einen Espresso gebrauchen, aber die Wege in der Wildnis sind lang und steinig. Ernst fährt uns tapfer und sicher, während wir auch mal unkonzentriert den farbenprächtigen Ausblick genießen bis wieder einer von uns etwas besonderes entdeckt.
Plötzlich, in den Steinen vor uns, tummelt sich eine kleine Gruppe Klippschliefer, auch Dassie genannt. Diese kleinen, Meerschweinchengroßen Tiere sind genetisch gesehen die nächsten Verwandten zum Elefanten.
Auch kleine Steenböcke können wir beobachten. Auf eine Gruppe von 31 Oryxe laufen wir zu. Der Wind passt und als wir dichter kommen, sehen wir zwei kleine in hellem Braun, die beim Wegziehen etwas bummeln, weil sie uns, nicht wie ihre Eltern, als Gefahr nicht erkennen.
Zum Abend sind wir im Farmhaus Houthoop "Holzhoffung".
Es ist urig und nostalgisch eingerichtet. Altes Metallgeschirr dient als Dekoration. Über meinen Bett hängen große Mühlenflügel.
Zum Abendessen gibt es am Feuer gemeinsam mit den anderen Gästen leckeres Seafoodessen oder Auflauf oder Gemüse, was im eigenen Garten angebaut wird. Ich muss später noch die vielen liebevollen Details um die Unterkünfte herum auf der Farm erkunden.Read more













Eli Wall
Fantastisch 💖
Traveler
Sieht sehr gemütlich aus.