• Land der Diamanten

    September 12, 2025 in South Africa ⋅ ☀️ 19 °C

    1925 hat man hier vor der Küste Diamanten in den Sanddünen entdeckt.
    Um genaueres zu erfahren, zieht es uns heute ins Museum nach Kleinzee, früher KleinSee, benannt nach einer vor dem Meer liegenden Lagune.

    Im Museum finden sich Vermessungsgeräte aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg, eine kleine Steinsammlung und im Zerfall begriffene Herbariumsblätter. Kurzum: in dem Museum ist die Zeit vor Mandela (seine Machtübernahme war 1994) stehen geblieben.

    Die Pionierarbeit von vor hundert Jahren kann heute wohl niemand mehr leisten, weder im Bau der dafür notwendige Geräte noch in der Ortung und Bestimmung selbst.
    Dafür wird mit riesigen Saugrüsseln der Meeresboden von Firmen wie De Beers abgesaugt und über Sieben und Filtern nach Diamanten durchsucht. Auf Abraumhalden wird der Rest aus den Minen an Land aufgeschüttet.

    Nach dem Besuch in der kleinen Stadt Kleinzee, vormals hatte sie 7.000 Einwohner, heute unter 1.000, suchen wir ein Café.
    Wir finden nur eine Bäckerei und dort gibt es auch kleine Kuchen. Ich lade zum Picknick ein und bezahle für Nüsse, Kekse und 4 Muffins a 10 Rand insgesamt 41 Rand. Bei immer geraden Zahlen und einer langen Rechenzeit, die der Bäckersjunge am Computer verbringt, eine erstaunliche Zahl.

    Wir suchen uns im trockenen Flussbett des einst diamantreichen Büffelflusses eine Picknickstelle, weil wir nirgends ein offenes Lokal finden können und genießen Orangesaft statt Espresso.

    Am Meer weht ein kräftiger Wind. Es ist Ebbe und die Felsen, die ein Anlanden ohne Seebrücke schwer machen, treten hervor.

    Wir fahren nordwärts nach Nolloth. Hier am Hafen versuchen wir es nochmals mit einem Espresso. Aber weit gefehlt. Im besten Lokal am Platze haben wir beim Witzeln über unsere Getränke eine lustige Pause.

    Über die langen Sandstraßen geht es durch die Blumen zur HouthoopFarm. Mit den Blumen-Fotos machen wir eine Pause.
    Aber schon am abendlichen Feuer wird unser Blumenfieber neu entfacht.

    Unser Nachbar, ein ostdeutscher Altenpfleger aus Görlitz, zeigt uns auf seinem Apparat die verschiedenen Blumenarten. Wir stellen heimlich fest, dass wir bisher doch sehr oberflächlich in der Betrachtung der bizarren Formen waren und werden uns noch einmal mehr den Details widmen.
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