• Roomy Guesthouse 1/2

    Dec 31–Jan 1, 2026 in Cambodia ⋅ ☀️ 27 °C

    Bereits um 6:30 Uhr morgens klingelte uns der Wecker aus unserem Tiefschlaf.

    Wir hatten heute mit dem Transportunternehmen "Giant Ibis Bus" eine Fahrt nach "Sihanoukville" gebucht. Für die dreistündige Fahrt zahlten wir insgesamt 28.52 Franken.

    Bereits aus der Schweiz aus hatten wir mit "12GoAsia" die Fahrt gebucht.

    Wir nahmen auf unseren zwei Plätzen in der zweitvordersten Reihe Platz. Zu unserer Verwunderung funktionierte sogar das angegebene Wlan und wir hatten eine Steckdose für uns alleine zur Verfügung. Als wäre das nicht bereits mehr als erwartet, erhielten wir beide eine kostenlose Wasserflasche und ein Croissant. Dankend nahmen wir die nette Geste an und verdrückten neben unseren kleinen Croissants auch das Geschenk.

    Das anfänglich neugierige aus dem Fenster schauen endete am Ende in einem tiefen Schlaf.

    Kurz nach der Halbzeit machten wir an einer Tankstelle eine kleine Pause. Es bestand die Möglichkeit die Toilette aufzusuchen oder Essen wie auch Getränke einzukaufen. Wir holten uns einen Orangensaft für 1.58 Franken.

    Um die Mittagszeit erreichten wir den Fährenterminal der Hafenstadt "Sihanoukville".

    Wir lagerten unsere grossen Rucksäcke beim Fährunternehmen "GTVC Speedboat", bei dem wir bereits online 21.10 Franken für die Überfahrt nach "Koh Rong" bezahlt hatten.

    Mit den kleinen Rucksäcken besuchten wir den Supermarkt gleich neben dem klimatisierten Warteraum. Es gab für beide Ramen für insgesamt 1.53 Franken. Das heisse Wasser konnten wir direkt im Supermarkt aus einem Behälter herauslassen und das Ramen im Becher in den Wartebereich mitnehmen.

    Die nächsten zwei Stunden vertrieben wir im Warteraum mit Videos schneiden und Tagebuch ergänzen.

    Kurz vor der Abfahrt gab es einen Eiskaffee für 1.58 Franken.

    Die Überfahrt dauerte etwas länger als eine Stunde. Die Fähre blieb an mehreren Orten bei der Insel "Koh Rong" stehen. Da wir nur mit einer Anlegestelle gerechnet hatten, blieben wir bis zum Ende sitzen und stiegen bei der auf "Google Maps" eingezeichneten Stelle "Koh Rong Community Pier" aus.

    Als wir dann den Standort des Hotels aufsuchten, merkten wir, dass dies nicht sehr clever war.

    Gleich am Pier wurden wir von einem TukTuk Fahrer angesprochen. Da wir wirklich keine Lust hatten, die 25 Minuten, vermutlich Luftlinie, zum anderen Pier zurückzulaufen, nahmen wir das Angebot an. Er ging direkt so günstig in das Geschäft ein, dass wir nicht einmal daran dachten zu verhandeln. Wir sollten ihm 6.34 Franken für die Fahrt zahlen.

    Während er sein TukTuk startklar machte, warteten wir auf seine Anweisung in einem kleinen Restaurant. Dort sahen wir so günstige Preise für Getränke, dass wir wohl oder übel ein Weggetränk nehmen mussten. Wir zahlten 2.00 Franken für ein "Cambodia Beer" und ein "Somersby Apple".

    Schlussendlich hatten wir durch die rucklige Fahrt über den nicht geteerten Weg mit haufenweise Schlaglöchern oder Steinen mitten auf dem Weg eher ein geschütteltes Bier. Zu unserem Glück kippten wir aber nicht um, was die Fahrt zu einem echt lustigen Abenteuer machte.

    Auf der Fahrt sahen wir sehr viele Baustellen, die uns nur erahnen liessen, wie es in ein paar Jahren hier aussehen wird. Die idyllische und einsame Landschaft der Insel wird Stück für Stück in Hotels oder Strassen umgewandelt. Wir fuhren einmal sogar auf einer zukünftigen vierspurigen Strasse, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch keine Autos auf der Insel vorhanden sind. Wir hofften, dass die Zukunft der Insel nicht komplett verloren geht, da sie dadurch umso mehr ihren Charme verlieren wird.

    Beim Hotel angekommen wurden wir bereits beim Eingang empfangen.

    Das zuerst glückliche Gefühl, dass sie unseren Namen bereits wussten, endete in einem eher unschönen Gefühl. Sie hatten unser Zimmer bereits weitergegeben, da wir vor zwei Monaten auf eine von ihnen geschriebene Email nicht geantwortet hatten. Darin erwähnten sie, dass der Preis des Hotels zu günstig angegeben war, da es sich um "Low Season" Preise handelte. Logischerweise mit Ausnahme an Weihnachten und an Silvester. Da wir nicht geantwortet hatten, vergaben sie das Zimmer teurer weiter. Warum sie es nicht stornierten oder direkt auf der App mit uns schrieben, über die wir das Zimmer gebucht hatten, konnten sie uns nicht erklären.

    Ehrlich gesagt war es ihnen völlig egal.

    Nach mehreren Diskussionen hin und her hatte Jasmin keine Lust mehr auf irgendwelche Anschuldigungen ihrerseits. Wir nahmen unser Hab und Gut und kehrten wieder zurück an den Ort, an dem wir ankamen. Erneut zahlten wir 6.34 Franken. Dieses Mal mit reichlich schlechterer Laune.

    Wir konnten noch eines der letzten freien Zimmer für den heutigen Abend buchen. Im "Roomy Guesthouse" hatte es für 138.64 Franken noch ein Zimmer für zwei Nächte zur Verfügung.

    Nach einem kleinen Aufstieg erreichten wir das Gästehaus. Das Zimmer war mit Klimaanlage ausgestattet und es sass bisher nur eine kleine Kakerlake auf dem Bett. Diese konnten wir ohne Probleme ignorieren.

    Wir hatten zudem einen Blick auf einen kleinen Teil des Meeres aus der vorderen Fensterfront. Hinten sah es leider weniger schön aus, hier türmte sich Abfall ohne Ende und die weniger gut betuchte Bevölkerung wohnte hier.

    Jetzt war es aber erstmals an der Zeit die Insel zu erkunden.

    "Koh Rong" ist die zweitgrösste Insel im "Golf von Thailand". Sie ist bekannt für ihre traumhaften weissen Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und üppigen Dschungel. Dazu gibt es mehrere Partygebiete wie auch ruhige, entspannte Abschnitte.

    Unser erstes Hotel befand sich gleich neben dem angesagtesten Club der Insel, jetzt waren wir auf der Seite in "Koh Touch" mit den Einheimischen. Was uns ehrlicherweise sogar mehr zusagte, als gleich neben den Clubs zu schlafen.

    Wir spazierten dem zwei Personen breiten geteerten Weg entlang um die Insel besser kennenzulernen.

    Auf der einen Seite fing gleich der zauberhafte weisse Sandstrand an, welcher mit kleinen lokalen Essensständen mit Tischen und Stühlen teilweise zugestellt war. Auf der anderen Seite tummelte sich ein kleiner einzigartiger Laden nach dem anderen. Snacks hätten wir eindeutig nicht mitbringen müssen, es gab nicht nur genug Läden, sondern auch die Preise waren genauso tief wie auf dem Festland.

    Der Weg war mit bunten Lichterketten geschmückt und immer wieder säumten sich Palmen dem Weg entlang. Wir waren wirklich auf einem kleinen Paradies gelandet.

    Ein relativ volles, aber schönes Paradies.

    Natürlich hatte auch die Insel ihre Schattenseite. Zwischendurch sahen wir leicht bekleidete Frauen, Kinder, die versuchten durch den Verkauf von Süssigkeiten an Geld zu kommen, sowie kaputte, ineinanderfallende, jedoch bewohnte Häuser.

    In einem kleinen Restaurant legten wir einen Stopp ein.

    Wir nahmen auf zwei weich gepolsterten Stühlen direkt vor dem Meer am "Koh Touch Beach" Platz und bestellten Pommes Frites aus Süsskartoffeln wie auch normalen Kartoffeln und je ein Bier.

    Schlussendlich verbrachten wir bis kurz nach 20:00 Uhr den Abend an diesem Ort, bis es bereits stockdunkel war. Während dieser Zeit bestellten wir noch je zwei Biere und je eine Portion gebratene Nudeln mit Gemüse für beide.

    Am Ende zahlten wir 17.83 Franken für alle Speisen und Getränke. Einem wirklich sehr herzigen Kind kauften wir für 3.96 Franken zwei Brownies ab.

    Zurück im Hotelzimmer wollten wir einen Film schauen, um dann später wieder an den Strand zurückzukehren.

    Jasmin schlief schlussendlich bis ins neue Jahr durch, mit einem kurzen Aufwecken um 00:00 Uhr von Tim. Tim schlief nach dem Beenden des Filmes auch ein und stellte nur kurz den Wecker, um ein gutes neues Jahr zu wünschen.

    Vielleicht war es doch alles etwas zu viel geworden in den letzten Tagen.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 28.48 Fr.
    - Unterkunft: 138.64 Fr.
    - Verkehrsmittel: 62.30 Fr.
    Insgesamt: 229.42 Fr.
    Gesamtkosten: 280.66 Fr.
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