• Klapfi on Tour
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1 Monat Südostasien

Wir sind wieder mit "Kla" und Pfi" für einen Monat unterwegs durch Südostasien. Dieses Mal werden wir Kambodscha sowie Laos besser kennenlernen. Read more
  • Trip start
    December 28, 2025

    Flughafen Zürich

    Dec 28–29, 2025 in Switzerland ⋅ ☁️ -1 °C

    Die erste grosse Reise nach unserer Weltreise stand an.

    Nachdem wir mehr oder weniger den gesamten Tag mit Packen und Zeit vertrödeln verbracht hatten, wurden wir pünktlich um 17:30 Uhr vor unserer Haustür abgeholt.

    Zwei Freunde von uns hatten uns vor ein paar Wochen angeboten, uns zum Flughafen zu fahren.

    Dort angekommen, checkten wir unsere Rucksäcke „Kla“ und „Pfi“ bei "Oman Air" ein.

    Nach einem letzten Getränk auf Schweizer Boden für einen Monat verabschiedeten wir uns von unseren Freunden. Wir liefen winkend durch das "Boardinggate" und kamen unserem nächsten Abenteuer immer näher.

    Mit etwas Verspätung verließen wir kurz vor 21:00 Uhr den "Flughafen Zürich".

    An Bord wurde uns etwa eine Stunde später ein leckeres Abendessen serviert. Tim wählte Huhn mit Reis und Gemüse. Jasmin bekam die vegetarische Variante mit köstlichem Gemüse und Reis. Das Essen schmeckte alles in allem hervorragend.

    Wir versuchten in den nächsten Stunden etwas Schlaf zu finden, da wir bereits in wenigen Stunden wieder landen würden.
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  • Muscat International Airport

    Dec 29–30, 2025 in Oman ⋅ 🌙 20 °C

    Nach knapp drei Stunden Schlaf erreichten wir den "Muscat International Airport".

    Völlig erschöpft stiegen wir aus dem Flugzeug. Die zuvor im Kopf abgespeicherte Idee, die 16 Stunden Transit zu nutzen, um die Stadt anzuschauen, verflog innerhalb von Sekunden.

    Obwohl wir uns im Transitbereich befanden, mussten wir erneut durch eine Sicherheitskontrolle gehen.

    Wir machten uns auf den Weg zu den Lounges des Flughafens. Schockierenderweise kosteten diese nicht die erwarteten 30 Dollar pro Person, sondern 90 Dollar pro Person für drei Stunden. Schlussendlich entschieden wir uns für das "Aerotel Muscat" und zahlten 130 Franken für 12 Stunden. Im Zimmer hatten wir sowohl eine eigene Dusche als auch ein riesiges Bett.

    Bevor wir das Zimmer beziehen konnten, besuchten wir ein Restaurant, das den ganzen Tag über Frühstück anbot. Wir assen jeweils ein leckeres Omelette mit Kartoffeln und dünnem Fladenbrot. Das Essen im "Noor" kostete uns 12.12 Franken und wir waren mehr als gesättigt.

    Zurück im Hotel konnten wir endlich unser Zimmer beziehen.

    Dort liessen wir uns ins weiche Bett fallen und schliefen bis um 14:30 Uhr durch. Das geplante Aufstehen um 11:00 Uhr fiel ins Wasser, da wir aus Versehen den Wecker komplett ausschalteten, anstatt ihn nur um zehn Minuten zu verschieben.

    Um nicht völlig in ein Loch zu fallen, rafften wir uns auf und widmeten uns dem ersten Video der Reise und unserem Reisetagebuch.

    Als der Hunger keine Ruhe mehr liess, machten wir uns um 16:00 Uhr erneut auf den Weg ins "Noor". Dort assen wir für 22.43 Franken ein verspätetes Mittagessen. Tim bestellte sich eine leckere Schawarma mit Hähnchen und eine Coca-Cola. Jasmin entschied sich für einen Falafel-Burger mit einem Eiskaffee. Beide Gerichte wurden mit Pommes Frites und einer selbstgemachten Knoblauchsauce serviert.

    Danach zogen wir uns wieder ins Hotelzimmer zurück.

    Gegen 19:30 Uhr war es Zeit, das Zimmer zu verlassen. Frisch geduscht und etwas munterer als am Morgen setzten wir uns zu den anderen Wartenden. Wir schauten unseren heruntergeladenen Film auf dem iPad und kauften für den stolzen Preis von 8.21 Franken ein Red Bull und einen Eistee.

    Später konnten wir zu unserem Gate wechseln und es uns dort gemütlich machen. Die Weiterreise traten wir erneut mit "Oman Air" an.

    Um 21:30 Uhr konnten wir ins Flugzeug einsteigen. Dieses Mal hatten wir, ohne es geplant zu haben, die perfekten Plätze für uns. Wir sassen direkt neben der Toilette und hatten kein Fenster, sodass wir uns bequem an die Wand lehnen konnten, ohne störenden Fenstervorsprung. Zudem sassen hinter uns keine weiteren Passagiere.

    Das grösste Highlight kam, als wir den Sitz nach hinten kippten. Der Sitz bewegte sich nicht nur nach hinten, sondern die Sitzfläche wurde gleichzeitig nach vorne geschoben.

    Hätten wir nur mehr als fünf Stunden in diesem Flugzeug verbringen können.

    Das Abendessen wurde um 23:00 Uhr serviert. Jasmin erhielt wieder die vegetarische Version mit Penne und einer köstlichen, cremigen Sauce. Für Tim gab es, wie auf dem vorherigen Flug, Reis mit Gemüse und Hähnchen.

    Kurz vor Mitternacht fielen wir in einen unruhigen Schlaf.
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  • Golden Home Guesthouse

    Dec 30–31, 2025 in Cambodia ⋅ ☀️ 31 °C

    Diese Nacht kamen wir sogar auf ganze zwei Stunden Schlaf. Wir landeten kurz nach dem Aufwachen um 06:00 Uhr in Thailand.

    Wir machten alles um gegen die Müdigkeit anzukämpfen. Als Erstes suchten wir ein einigermassen kosteneffizientes Restaurant. Dort assen wir das thailändische Gericht "Pad Thai". Tim nahm einmal die Variante mit Hähnchen und Jasmin die mit Tofu. Dazu gab es für Tim eine Coca-Cola und Jasmin einen Eiskaffee.

    Danach liefen wir einmal den gesamten vierstöckigen Flughafen ab und schauten uns jeden noch so kleinen Laden oder Essensstand genau an. Nach dem erfolgreichen Finden eines "7-Eleven" kauften wir dort weitere Erfrischungsgetränke und ein paar Hygieneartikel. Um weiterhin nicht einzuschlafen, gab es einen kleinen Abstecher nach draussen um die langersehnte, warme Luft einzuatmen.

    Sie fühlte sich genauso gut wie erhofft an, wir spürten nichtsdestotrotz, dass es momentan auch hier Winter ist. Die Luft war trockener als erwartet und liess einem direkt angenehm ankommen.

    Sechs Stunden später ging es mit "Cambodia Air" weiter nach Kambodscha. Wir schliefen den gesamten Flug durch und verpassten dadurch auch das servierte Mittagessen.

    Endlich landeten wir kurz nach 15:00 Uhr in Kambodscha.

    Kambodscha ist ein südostasiatisches Land mit etwa 18 Millionen Einwohnern. Es ist eine konstitutionelle Monarchie, die vom König "Norodom Sihamoni" und Premierminister "Hun Manet" regiert wird.

    Das Land lebt vor allem vom Tourismus, der verarbeitenden Industrie und Infrastrukturprojekten.

    Über 97 % der Bevölkerung folgen dem Theravada-Buddhismus. Es ist die älteste und konservativste Schule des Buddhismus. Ziel ist es, das Nirvana durch individuelle Anstrengung, ethisches Verhalten und Meditation zu erreichen, um dem Kreislauf der Wiedergeburten zu entkommen.

    Dabei war das Land von 1975 bis 1979 von einer radikal-maoistischen Guerillabewegung, den „Roten Khmer“, beherrscht worden. Ziel war die Errichtung eines agrarischen „Utopias“. Die gesamte Bevölkerung sollte als Bauern in Kollektiven leben. Geld, Privatbesitz, Schulen, Religion und westliche Medizin wurden abgeschafft. In dieser Zeit starben 1.5 bis 2 Millionen Menschen durch Hinrichtungen, Folter, Hunger und Erschöpfung. Damals entsprach dies einem Viertel der Bevölkerung.

    Bis heute sind die Folgen spürbar. Das Trauma prägt viele Familien und die Gesellschaft ringt um die Grenze zwischen Vergebung und Gerechtigkeit.

    Mühsam und mit winzig kleinen Augen kämpften wir uns aus dem Flugzeug. Unser einziges Ziel war es, nur noch ins weiche Bett zu fallen. Natürlich war das heute nicht möglich, da wir mindestens bis 20:00 Uhr wach bleiben mussten, um den Jetlag zu überwinden.

    Gestern hatten wir bereits haushoch versagt.

    Wir begaben uns zur Sicherheitskontrolle, um unseren Stempel oder besser gesagt QR-Code für die Einreise zu erhalten. Das Einreisevisum hatten wir bereits vor einem Monat online ausgefüllt.

    Der etwa eine halbe Stunde außerhalb von "Phnom Penh" gelegene "Techo International Airport" überraschte uns in jeder Hinsicht. Er war, trotz der anstehenden Feiertage, so gut wie leer. Zusätzlich fiel er uns durch seine beeindruckende Grösse auf.

    Riesige Hallen, endlos lange Gehwege und wunderschöne Verzierungen. Auch draussen konnte sich der Flughafen sehen lassen, mit Alleen aus Palmen und gepflegten Gärten.

    Zwischen dem Staunen und dem Einatmen der leicht feuchten, warmen Luft suchten wir unseren Fahrer.

    Wir hatten über unser Hotel einen Fahrer für 15.85 Franken gebucht.

    Auf dem Weg zur Hauptstadt des Landes sammelten wir jede Menge neue Eindrücke. Zum einen besuchten wir das Gebiet erstmals außerhalb der Regenzeit, zum anderen waren wir nach über einem Jahr nicht mehr in Asien unterwegs gewesen.

    Draussen sahen wir extreme Gegensätze. Von luxuriösen Einkaufszentren neben Menschen, die auf Hängematten lebten. Tuktuks fuhren auf den Autobahnen, manche mit ihrem gesamten Hab und Gut. Im Schatten grosser Werbetafeln standen Autos mit geöffneter Haube um vermutlich den Motor abzukühlen und daneben sassen Personen auf Klappstühlen.

    Zwischendurch gab es künstlich angelegte Seen oder eher Teiche und wieder Abschnitte, die ausgetrocknet und unberührt wirkten.

    Langsam kamen wir der Stadt "Phnom Penh" näher.

    "Phnom Penh" ist sowohl die Hauptstadt als auch die grösste Stadt Kambodschas. Sie ist bekannt für ihre französisch-koloniale Architektur und lebhaften Märkte. Darunter befinden sich mehrere historische buddhistische Tempel, die älter als 600 Jahre sind.

    Beim „Golden Home Guesthouse“ wurden wir herausgelassen. Wir zahlten den Taxifahrer in US-Dollar. Dabei stellten wir fest, dass es völlig normal war in US-Dollar zu zahlen und kambodschanischen Riel zurückzuerhalten.

    Alles wurde sowohl in US-Dollar als auch in kambodschanischem Riel angegeben. Später stellten wir fest, dass man sogar bei einem einfachen Strassenstand mit US-Dollar zahlen kann. Somit war das Abheben von der lokalen Währung nicht nötig.

    Das "Golden Home Guesthouse" kostete uns 13.07 Franken für eine Nacht.

    Nach dem Aufsteigen einer extrem steilen und engen Treppe standen wir in unserem Zimmer. Wir hatten sowohl die gebuchte Klimaanlage als auch ein privates Badezimmer. Sogar ein kleiner Balkon mit Blick auf den Innenhof wurde uns gewährt. Dazu gab es kostenloses Trinkwasser sowie Seife und Zahnbürsten.

    Bevor wir es wagten, uns auf das einladende Bett fallen zu lassen, schnappten wir uns etwas Bargeld und verließen das Gästehaus.

    Wir machten uns auf den Weg zum nächsten "Metfone"-Laden.

    Unterwegs kamen wir zum ersten Mal richtig im kambodschanischen Alltag an. Wir sahen viele Straßenverkäufer mit herrlich duftenden Speisen, Tuktuks wohin das Auge reichte, kleine lokale Läden und daneben riesige Geschäfte oder Banken. Banken gab es hier an jeder Ecke, die einem für alles einen Kredit geben würden. Zwischendurch sahen wir abgerissene Häuser oder einfache Bauten, in denen der ärmere Teil der Bevölkerung lebte. Stromkabel hingen kreuz und quer über die Straße und Müll türmte sich immer wieder am Straßenrand. Die Straßenhunde wirkten entspannt, und die Bevölkerung ging ihren eigenen Dingen nach. Die Gehwege wurden wie in bisher allen asiatisch bereisten Ländern für alles genutzt und gaben so gut wie keine Möglichkeit, sie als Fussgänger zu nutzen.

    Beim Spaziergang stellten wir eines fest. Wir waren so gut wie die einzigen Touristen, die sich in dieser Stadt verirrten.

    Im "Metfone"-Laden mussten wir wenige Minuten warten und konnten schließlich für unseren mobilen Router für 6.34 Franken 60 Gigabyte kaufen.

    Wir begaben uns in Richtung "Night Market", der Stände mit Stoffen, Schmuck und Strassenessen anbot. Unterwegs besuchten wir noch einen Coiffeursalon, in dem Tim für 3.69 Franken die Haare geschnitten bekam. Jasmin durfte währenddessen auf einem der anderen Stühle Platz nehmen und bekam einen Ventilator für sich allein.

    Neu frisiert und hungrig kauften wir bei einem Straßenstand zwei Reisportionen mit Spiegelei für 1.58 Franken. Es war wirklich genauso staubtrocken, wie es sich auch anhört.

    Am "Night Market" angekommen, bot sich uns eine riesige, wirklich lecker aussehende und duftende Auswahl an.

    Dessert fanden wir jedoch keines.

    Wir besuchten einen "Big C", um für 10.71 Franken jede Menge Snacks, darunter je eine Eiscreme, einzukaufen. Für das Frühstück morgen kauften wir direkt vier kleine Croissants, um etwas länger schlafen zu können.

    An der Promenade des "Tonlé Sap" Flusses liefen wir gemütlich in Richtung Gästehaus.

    Unterwegs fielen uns dabei die vielen mit starker Beleuchtung angepriesenen Bars, Massage-Salons und Karaoke-Clubs auf, die wesentlich mehr anboten als auf den Schildern vermerkt war. Trotz der Illegalität von Prostitution findet man hier haufenweise im öffentlichen Raum.

    Durch die Armut auf dem Land ziehen viele in die Stadt und landen schlussendlich in solchen Einrichtungen. Dazu kommt, dass viele Frauen wie auch Männer gezwungen werden. Falsche Versprechungen von Medizin, Anstellungen oder dem Entwenden vom Pass ist alles dabei.

    Wir vermieden diese bunt beleuchteten Strassen und zogen uns im Gästehaus zurück.

    Müde liessen wir uns auf das relativ harte Bett fallen und schliefen direkt ein.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 12.29 Fr.
    - Unterkunft: 13.07 Fr.
    - Verkehrsmittel: 15.85 Fr.
    - Allerlei: 10.03 Fr.
    Insgesamt: 51.24 Fr.
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  • Roomy Guesthouse 1/2

    Dec 31–Jan 1, 2026 in Cambodia ⋅ ☀️ 27 °C

    Bereits um 6:30 Uhr morgens klingelte uns der Wecker aus unserem Tiefschlaf.

    Wir hatten heute mit dem Transportunternehmen "Giant Ibis Bus" eine Fahrt nach "Sihanoukville" gebucht. Für die dreistündige Fahrt zahlten wir insgesamt 28.52 Franken.

    Bereits aus der Schweiz aus hatten wir mit "12GoAsia" die Fahrt gebucht.

    Wir nahmen auf unseren zwei Plätzen in der zweitvordersten Reihe Platz. Zu unserer Verwunderung funktionierte sogar das angegebene Wlan und wir hatten eine Steckdose für uns alleine zur Verfügung. Als wäre das nicht bereits mehr als erwartet, erhielten wir beide eine kostenlose Wasserflasche und ein Croissant. Dankend nahmen wir die nette Geste an und verdrückten neben unseren kleinen Croissants auch das Geschenk.

    Das anfänglich neugierige aus dem Fenster schauen endete am Ende in einem tiefen Schlaf.

    Kurz nach der Halbzeit machten wir an einer Tankstelle eine kleine Pause. Es bestand die Möglichkeit die Toilette aufzusuchen oder Essen wie auch Getränke einzukaufen. Wir holten uns einen Orangensaft für 1.58 Franken.

    Um die Mittagszeit erreichten wir den Fährenterminal der Hafenstadt "Sihanoukville".

    Wir lagerten unsere grossen Rucksäcke beim Fährunternehmen "GTVC Speedboat", bei dem wir bereits online 21.10 Franken für die Überfahrt nach "Koh Rong" bezahlt hatten.

    Mit den kleinen Rucksäcken besuchten wir den Supermarkt gleich neben dem klimatisierten Warteraum. Es gab für beide Ramen für insgesamt 1.53 Franken. Das heisse Wasser konnten wir direkt im Supermarkt aus einem Behälter herauslassen und das Ramen im Becher in den Wartebereich mitnehmen.

    Die nächsten zwei Stunden vertrieben wir im Warteraum mit Videos schneiden und Tagebuch ergänzen.

    Kurz vor der Abfahrt gab es einen Eiskaffee für 1.58 Franken.

    Die Überfahrt dauerte etwas länger als eine Stunde. Die Fähre blieb an mehreren Orten bei der Insel "Koh Rong" stehen. Da wir nur mit einer Anlegestelle gerechnet hatten, blieben wir bis zum Ende sitzen und stiegen bei der auf "Google Maps" eingezeichneten Stelle "Koh Rong Community Pier" aus.

    Als wir dann den Standort des Hotels aufsuchten, merkten wir, dass dies nicht sehr clever war.

    Gleich am Pier wurden wir von einem TukTuk Fahrer angesprochen. Da wir wirklich keine Lust hatten, die 25 Minuten, vermutlich Luftlinie, zum anderen Pier zurückzulaufen, nahmen wir das Angebot an. Er ging direkt so günstig in das Geschäft ein, dass wir nicht einmal daran dachten zu verhandeln. Wir sollten ihm 6.34 Franken für die Fahrt zahlen.

    Während er sein TukTuk startklar machte, warteten wir auf seine Anweisung in einem kleinen Restaurant. Dort sahen wir so günstige Preise für Getränke, dass wir wohl oder übel ein Weggetränk nehmen mussten. Wir zahlten 2.00 Franken für ein "Cambodia Beer" und ein "Somersby Apple".

    Schlussendlich hatten wir durch die rucklige Fahrt über den nicht geteerten Weg mit haufenweise Schlaglöchern oder Steinen mitten auf dem Weg eher ein geschütteltes Bier. Zu unserem Glück kippten wir aber nicht um, was die Fahrt zu einem echt lustigen Abenteuer machte.

    Auf der Fahrt sahen wir sehr viele Baustellen, die uns nur erahnen liessen, wie es in ein paar Jahren hier aussehen wird. Die idyllische und einsame Landschaft der Insel wird Stück für Stück in Hotels oder Strassen umgewandelt. Wir fuhren einmal sogar auf einer zukünftigen vierspurigen Strasse, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch keine Autos auf der Insel vorhanden sind. Wir hofften, dass die Zukunft der Insel nicht komplett verloren geht, da sie dadurch umso mehr ihren Charme verlieren wird.

    Beim Hotel angekommen wurden wir bereits beim Eingang empfangen.

    Das zuerst glückliche Gefühl, dass sie unseren Namen bereits wussten, endete in einem eher unschönen Gefühl. Sie hatten unser Zimmer bereits weitergegeben, da wir vor zwei Monaten auf eine von ihnen geschriebene Email nicht geantwortet hatten. Darin erwähnten sie, dass der Preis des Hotels zu günstig angegeben war, da es sich um "Low Season" Preise handelte. Logischerweise mit Ausnahme an Weihnachten und an Silvester. Da wir nicht geantwortet hatten, vergaben sie das Zimmer teurer weiter. Warum sie es nicht stornierten oder direkt auf der App mit uns schrieben, über die wir das Zimmer gebucht hatten, konnten sie uns nicht erklären.

    Ehrlich gesagt war es ihnen völlig egal.

    Nach mehreren Diskussionen hin und her hatte Jasmin keine Lust mehr auf irgendwelche Anschuldigungen ihrerseits. Wir nahmen unser Hab und Gut und kehrten wieder zurück an den Ort, an dem wir ankamen. Erneut zahlten wir 6.34 Franken. Dieses Mal mit reichlich schlechterer Laune.

    Wir konnten noch eines der letzten freien Zimmer für den heutigen Abend buchen. Im "Roomy Guesthouse" hatte es für 138.64 Franken noch ein Zimmer für zwei Nächte zur Verfügung.

    Nach einem kleinen Aufstieg erreichten wir das Gästehaus. Das Zimmer war mit Klimaanlage ausgestattet und es sass bisher nur eine kleine Kakerlake auf dem Bett. Diese konnten wir ohne Probleme ignorieren.

    Wir hatten zudem einen Blick auf einen kleinen Teil des Meeres aus der vorderen Fensterfront. Hinten sah es leider weniger schön aus, hier türmte sich Abfall ohne Ende und die weniger gut betuchte Bevölkerung wohnte hier.

    Jetzt war es aber erstmals an der Zeit die Insel zu erkunden.

    "Koh Rong" ist die zweitgrösste Insel im "Golf von Thailand". Sie ist bekannt für ihre traumhaften weissen Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und üppigen Dschungel. Dazu gibt es mehrere Partygebiete wie auch ruhige, entspannte Abschnitte.

    Unser erstes Hotel befand sich gleich neben dem angesagtesten Club der Insel, jetzt waren wir auf der Seite in "Koh Touch" mit den Einheimischen. Was uns ehrlicherweise sogar mehr zusagte, als gleich neben den Clubs zu schlafen.

    Wir spazierten dem zwei Personen breiten geteerten Weg entlang um die Insel besser kennenzulernen.

    Auf der einen Seite fing gleich der zauberhafte weisse Sandstrand an, welcher mit kleinen lokalen Essensständen mit Tischen und Stühlen teilweise zugestellt war. Auf der anderen Seite tummelte sich ein kleiner einzigartiger Laden nach dem anderen. Snacks hätten wir eindeutig nicht mitbringen müssen, es gab nicht nur genug Läden, sondern auch die Preise waren genauso tief wie auf dem Festland.

    Der Weg war mit bunten Lichterketten geschmückt und immer wieder säumten sich Palmen dem Weg entlang. Wir waren wirklich auf einem kleinen Paradies gelandet.

    Ein relativ volles, aber schönes Paradies.

    Natürlich hatte auch die Insel ihre Schattenseite. Zwischendurch sahen wir leicht bekleidete Frauen, Kinder, die versuchten durch den Verkauf von Süssigkeiten an Geld zu kommen, sowie kaputte, ineinanderfallende, jedoch bewohnte Häuser.

    In einem kleinen Restaurant legten wir einen Stopp ein.

    Wir nahmen auf zwei weich gepolsterten Stühlen direkt vor dem Meer am "Koh Touch Beach" Platz und bestellten Pommes Frites aus Süsskartoffeln wie auch normalen Kartoffeln und je ein Bier.

    Schlussendlich verbrachten wir bis kurz nach 20:00 Uhr den Abend an diesem Ort, bis es bereits stockdunkel war. Während dieser Zeit bestellten wir noch je zwei Biere und je eine Portion gebratene Nudeln mit Gemüse für beide.

    Am Ende zahlten wir 17.83 Franken für alle Speisen und Getränke. Einem wirklich sehr herzigen Kind kauften wir für 3.96 Franken zwei Brownies ab.

    Zurück im Hotelzimmer wollten wir einen Film schauen, um dann später wieder an den Strand zurückzukehren.

    Jasmin schlief schlussendlich bis ins neue Jahr durch, mit einem kurzen Aufwecken um 00:00 Uhr von Tim. Tim schlief nach dem Beenden des Filmes auch ein und stellte nur kurz den Wecker, um ein gutes neues Jahr zu wünschen.

    Vielleicht war es doch alles etwas zu viel geworden in den letzten Tagen.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 28.48 Fr.
    - Unterkunft: 138.64 Fr.
    - Verkehrsmittel: 62.30 Fr.
    Insgesamt: 229.42 Fr.
    Gesamtkosten: 280.66 Fr.
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  • Roomy Guesthouse 2/2

    Jan 1–2 in Cambodia ⋅ ⛅ 28 °C

    Kurz vor 06:00 Uhr gab es den einzigen Wecker für den heutigen Tag.

    Jasmin rief ihre Familie wie auch Freunde an, um zum neuen Jahr zu gratulieren. Tim konnte sich leider nicht dazu ringen, auch nur ein Auge aufzumachen.

    Tatsächlich schafften wir es heute, den Vogel völlig abzuschießen.

    Um 16:00 Uhr wachte Tim von uns beiden als Einziger auf. Anstelle wie die letzten Male, als er aufwachte und sich einfach auf die andere Seite drehte, um weiterzuschlafen, stand er dieses Mal auf, um auf die Uhr zu schauen.

    Schockiert riss er auch Jasmin aus dem immer noch andauernden Tiefschlaf.

    Da es offensichtlich zu spät war, um noch irgendetwas zu unternehmen, entschlossen wir uns, uns wieder in unserem bereits gestern besuchten Restaurant am Strand niederzulassen.

    Den Jetlag hatten wir eindeutig bisher schlecht verarbeitet und es schien kein Ende in Sicht zu sein.

    Im Restaurant nahmen wir auf dem gleichen Sitzplatz wie am Vortag Platz.

    Trotz der späten Stunde konnten wir noch etwas zum Frühstück bestellen. Wir nahmen beide drei Spiegeleier, welche mit Brot und Butter serviert wurden. Dazu gab es je einen Eiskaffee, der uns half, etwas klarer im Kopf zu werden.

    Den restlichen Abend verbrachten wir mit der Planung des Jahres und dem Teilen von Gedanken und Plänen für dieses Jahr. Dafür hatten wir extra unser Notizheft mitgenommen, welches wir letztes Jahr angefangen hatten.

    Als die Abendstimmung langsam in weichen Tönen aufkam, bestellten wir ein leckeres Abendessen.

    Da wir heute nicht wirklich viel unternahmen, gab es für beide eine Nudelsuppe. Dazu tranken wir insgesamt drei Limonaden und eine Coca-Cola.

    Als es stockdunkel war und es langsam auf 23:00 Uhr zuging, machten wir uns auf den Weg zu unserem Zimmer. Unterwegs zahlten wir noch an der Kasse des Restaurants unser konsumiertes Essen wie auch die Getränke. Wie bereits gestern fragte er uns, was wir konsumiert hatten. Am Ende zahlten wir 20.60 Franken für alles zusammen.

    In einem kleinen Supermarkt holten wir für 1.25 Franken drei Liter frisches Trinkwasser.

    Da wir beide nicht einschlafen konnten, fingen wir an, einen Film zu schauen.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 21.85 Fr.
    Insgesamt: 21.85 Fr.
    Gesamtkosten: 302.51 Fr.
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  • Beach House Cambodia 1/2

    Jan 2–3 in Cambodia ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir hatten es tatsächlich geschafft, bis um 04:00 Uhr morgens nicht einzuschlafen. Als wir um 02:00 Uhr nachts aufgaben, überhaupt noch einschlafen zu wollen, packten wir uns das iPad und schauten einen Film.

    Dazu wurden alle bisher gekauften Snacks von Chips bis Gummibärchen vernichtet.

    Jasmin fand dann gegen 04:30 Uhr noch etwas Schlaf, während Tim noch lange wach lag und schlussendlich auf eine Stunde Schlaf kam.

    Neben dem Jetlag wollten uns auch die dutzenden Hähne nicht schlafen lassen. Jeder einzelne musste das letzte Wort haben, was dazu führte, dass permanent einer krächzte.

    Erschöpft packten wir morgens alles zusammen und gaben die Schlüssel für das Zimmer ab.

    Wir setzten uns in ein Restaurant, gleich neben dem "Koh Rong Community Pier", um für 5.54 Franken zu frühstücken. Beide bestellten Spiegeleier mit Brot und Butter. Dazu nahm Tim einen Tee und Jasmin einen Eiskaffee.

    Letzterer wurde am Ende jedoch nicht getrunken, da es eher eine Mischung aus Zucker und Kaffee war.

    In einem kleinen Kaffeeladen um die Ecke kauften wir für 1.19 Franken einen neuen Eiskaffee.

    Das Boottaxi eines lokalen Unternehmens brachte uns für insgesamt 15.85 Franken auf die Nachbarsinsel "Koh Rong Sanloem". Mit einem sogenannten "Slow Boat" fuhren wir gemeinsam mit zwei Deutschen und weiteren sechs Personen über die offene See, auf einem sehr instabil aussehenden Boot. Normalerweise machte uns das nichts aus, jedoch war die See heute etwas rauer als wir es gewohnt waren.

    Die Handys wurden sicherheitshalber in wasserfesten Behältern verstaut und eine Rettungsweste angelegt. Als der Kapitän langsam auch merkte, dass die Strömung stärker war als gewöhnlich, legte er sein Handy zur Seite und konzentrierte sich. Vermutlich bemerkte auch er, dass uns die letzten zwei Wellen beinahe umgekippt hätten, da wir seitwärts zu ihnen standen.

    Wir konnten alle einmal durchatmen, als wir im Windschutz der Insel "Koh Koun" langsam den Pier der Insel "Koh Rong Sanloem" erreichten.

    Was auch immer wir bisher unter einem Paradies empfunden hatten, diese Insel stellte alles auf unserer vierzehnmonatigen Reise in den Schatten.

    Zum ersten Mal hatten wir das Gefühl, in einem echten und realen Paradies angekommen zu sein. Die Insel war noch in einem so guten Zustand und nicht durch den Tourismus zerstört worden. Nicht umsonst wird sie als die "Malediven von Kambodscha" bezeichnet. Mit ihren endlos langen weißen Sandstränden, türkisfarbenem, durchsichtigem Wasser und unberührtem Dschungel als Hintergrundskulisse.

    Im Gegensatz zu ihrer Nachbarsinsel ist sie nicht nur um einiges kleiner, sondern auch ruhiger. Dabei ist es wichtig, genügend Bargeld mitzunehmen, da die Insel keinen Geldautomaten besitzt.

    Wir stiegen beim "M'Pai Bay Pier" aus.

    Unser "Beach House Cambodia" rundete das Gesamtbild der Insel noch mehr ab. Wir hatten ein Hotel gebucht, das direkt am Meer lag. Umzäunt von Palmen, mit aus Holz gebauten Möbeln wie Liegestühlen und anderen extrem bequem aussehenden Sitzgelegenheiten und nicht zu vergessen die überall angebrachten Lichterketten, die das Bild perfekt machten.

    Wir zahlten 63.32 Franken für zwei Nächte in einem Doppelbettzimmer mit eigenem Badezimmer.

    Auf dem Balkon standen zwei bequeme Stühle, von denen aus wir einen direkten Blick auf das Meer hatten. Dazu gab es kostenloses gefiltertes Wasser sowie ein kostengünstiges Restaurant mit allerlei Speisen und Getränken.

    Mit unseren Büchern und einer frischen Limonade machten wir es uns auf einem der Liegestühle bequem.

    Bevor wir es uns jedoch zu gemütlich machten, brachen wir zum drei Minuten entfernten "Scuba Nation Diving Centre Cambodia" auf. Dort hatten wir bereits über das Internet einen zweitägigen Taucherausflug mit Übernachtung auf dem Boot gebucht. Dadurch bestand die Möglichkeit zur Insel "Kaoh Pring" hinauszufahren und dort größere Meeresbewohner anzutreffen.

    Da das Schicksal jedoch anderer Meinung war, sollte es in dieser Nacht stark zu winden beginnen, weshalb der Ausflug gestrichen wurde.

    Nun nahmen wir den Versuch in Kauf, auf der anderen Inselseite zwei Tauchgänge zu machen. Die Wahrscheinlichkeit, etwas Grösseres zu sehen, war gleich null, aber es gäbe allerlei bunte Fische zu bewundern.

    Wir probierten das Material aus und legten es für den morgigen Tag bereit.

    Nach einem Spaziergang durch das kleine Dorf "M'Pai Bay" ging es weiter zum "Plankton Beach M'Pai Bay". Ein endlos langer Strand ohne irgendetwas vom Menschen Erschaffenes. Nur pure Natur mit ein paar anderen verlorenen Seelen. Wir liefen ein wenig durch das angenehm warme Wasser und kehrten dann zurück in den Schatten unseres Hotels.

    Dort ass Tim Sommerrollen gefüllt mit Gemüse sowie Hähnchen und Jasmin Sommerrollen mit Gemüse. Dazu tranken wir eine Limonade und einen Krug Tee.

    Unsere Bücher wurden aus dem Zimmer geholt und wir genossen die ruhige Atmosphäre des Hotels, die perfekt mit der Natur synchronisierte.

    Gegen den späteren Nachmittag wagten wir uns noch einmal in die Sonne.

    Am "Plankton Beach M'Pai Bay" gingen wir mit unseren Schnorcheln bewaffnet eine Runde schwimmen. Das Meer war bereits relativ trüb, was uns aber nicht davon abhielt, nach den verschiedenen Fischen Ausschau zu halten. Zum ersten Mal sahen wir sogar noch lebendige Korallen und jede Menge Farben, die diese zusammen mit den anderen Pflanzen im Meer zur Schau stellten.

    Neben den bunten Pflanzen sahen wir riesige Seeigel, Seegurken und Fische jeglicher Art.

    Als es langsam dunkelte und die Temperaturen etwas niedriger wurden, stiegen wir aus dem Wasser. Zuhause genehmigten wir uns eine angenehm heisse Dusche, um anschließend in weiche Kleider zu schlüpfen.

    Ja, wir waren eindeutig im Paradies gelandet.

    Nach einem nicht einmal einminütigen Spaziergang waren wir vom Hotel wieder im Dorf angekommen. Hier reihte sich ein hübsches, schlichtes Restaurant an das andere. Alle hatten einen bezaubernden Meerblick und liessen die Möglichkeit offen die Füsse im weichen Sand versinken zu lassen.

    Wir entschieden uns für das lokalste.

    Tim bestellte sich bei der minderjährigen Angestellten, der Tochter der Besitzerin, eine Portion gebratene Ananas mit Rind und Reis. Für Jasmin gab es Reis mit Gemüse sowie einem Spiegelei. Dazu trank Tim eine Coca-Cola und Jasmin bestellte sich einen Tee.

    Am Ende zahlten wir 5.54 Franken und verabschiedeten uns von dem kleinen Mädchen. Während unseres Aufenthalts stellte sie uns auch "Paprika" vor. Einen kleinen, nicht einmal ein paar Monate alten Welpen. Jasmin bekam den kleinen, schlafgetrunkenen Welpen sogar auf den Schoß gesetzt.

    Am liebsten hätten wir ihn mit nach Hause genommen.

    Im Dorf holten wir uns in einem kleinen Laden noch ein Eis für 1.78 Franken für Tim.

    Abends lagen wir nicht mehr allzu lange wach im Bett, da wir dank der letzten kurzen Nacht wieder müde waren. Wir schalteten noch einen Film ein, bevor wir langsam wegdösten.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 25.93 Fr.
    - Unterkunft: 63.32 Fr.
    - Verkehrsmittel: 15.85 Fr.
    Insgesamt: 105.10 Fr.
    Gesamtkosten: 407.61 Fr.
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  • Beach House Cambodia 2/2

    Jan 3–4 in Cambodia ⋅ ☁️ 29 °C

    Durch den in der Nacht aufgekommenen Wind hatte das Meer so gut wie den gesamten Strand für sich beansprucht. Das Meerwasser kam bis vor unsere Zimmertür, die zum Glück durch zwei Stufen in die Höhe versetzt war. Die Liegestühle, die direkt auf dem Sandstrand standen, konnte man beim Rückzug der Welle oder durch Wasser erreichen. Beides war nicht weiter schlimm, da das Wasser eine Temperatur von 28 Grad hatte.

    Alles war so gebaut, dass es nicht mit ins Meer gezogen wurde.

    Noch in der Früh des Morgens gingen wir zu unserem Stammlokal. Dort bestellten wir beim gleichen Mädchen wie gestern je eine Portion Omelette mit Toast und Tee für 5.54 Franken.

    Gestärkt kehrten wir zum Hotel zurück, um uns für die Tauchgänge vorzubereiten.

    Später beim "Scuba Nation Diving Centre Cambodia" angekommen, zahlten wir die vereinbarten 150.39 Franken für die insgesamt vier Tauchgänge sowie permanent zugängliches frisches Wasser und Mittagessen.

    Mit einer schwedischen Familie, einem vermutlich französischen Paar, die gab es hier wie Sand am Meer und unserer Wenigkeit begaben wir uns aufs Taxiboot. Insgesamt kamen drei Tauchlehrer mit.

    Unserer war, wer hätte es gedacht, Franzose, der in der Saison hier arbeitete. Der Mann für die Profi-Taucher war ein ausgebildeter Profi mit kambodschanischer Herkunft. Die spanisch und englisch sprechende Frau war für das Paar zuständig, das einen Erkundungstauchgang vorhatte.

    Wir unterhielten uns mit dem kambodschanischen sowie amerikanischen Staatsbürger. Als er acht Monate alt war, zogen seine Eltern in die USA. Vor fünf Jahren zog er wieder zurück nach Kambodscha und entschied sich auf die Insel zu ziehen. Er erzählte uns, dass es nicht mehr lange gehen wird, bis es wieder zwischen Thailand und Kambodscha eskalieren wird.

    Einer der Gründe, warum es auch keine Feuerwerke an Neujahr gab und das Drohnenfliegen momentan untersagt ist. Zum einen waren wir zu nah an den thailändischen Inseln, zum anderen befanden wir uns auf militärischem Boden.

    So gut wie alle Inseln von Kambodscha gehören dem Militär. Dadurch wollen sie Schmuggel von Menschen wie Drogen eindämmen und durch die fehlenden Polizisten auf den Inseln für Ruhe und Ordnung sorgen. Ihre Präsenz fällt dabei kaum auf.

    Langsam umrundeten wir die Insel "Koh Rong Sanloem" und das Wasser wurde etwas ruhiger. Vom Wind, der von Westen kam, waren wir nun so gut wie ganz geschützt dank der Insel selbst.

    Wir kamen am "Lazy Beach" vorbei, der momentan so gut wie leer stand. Der eigentlich letztes Jahr gebaute Pier war in den vergangenen Monaten vom Meer zerstört worden. Allgemein leidet diese Seite der Insel stark unter den jährlichen Wetterbedingungen von starkem Regen und hohen Wellen.

    Trotzdem ist ein Grossprojekt im Gange, bei dem eine ganze Stadt hier errichtet werden soll. Wie sie dem Wetter standhalten soll, bleibt ein Rätsel.

    Wir wechselten auf das Tauchboot.

    Nach weiteren zehn Minuten Fahrt machten wir uns für den ersten Tauchgang im "Sponge Garden" bereit. Die Tauchanzüge wurden montiert, die Gewichtsgurte angelegt und die Tauchwesten sowie Sauerstoffflaschen kontrolliert. Als wir uns gegenseitig überprüften und alles in Ordnung war, machten wir einen Schritt ins Wasser.

    Mit vier Personen aus der schwedischen Familie und unserem französischen Tauchlehrer liessen wir uns bis kurz vor dem Boden sinken.

    Es war ungewohnt, nach einem guten Jahr Pause, wieder unter dem Wasserspiegel zu sein. Trotz der dahergehenden Nervosität klappte das Sinken ohne Probleme.

    Zu unserer Enttäuschung sahen wir gerade einmal in drei Meter Entfernung etwas, da das Wasser trotz des leichten Windes aufgewirbelt wurde. Dazu wurden wir permanent von einer starken Strömung mitgerissen, welche sowohl das Tempo als auch die Richtung vorgab.

    Schulter an Schulter liessen wir uns als Letzte in der Reihe mittreiben. Die wenigen verlorenen Fische, die sich nicht in einer Koralle oder in Felsen versteckten, konnten wir aus dieser Distanz ausmachen. Grössere Tiere liessen sich gar nicht erst blicken.

    Immer wieder mussten wir leicht auftauchen, da aus dem Nichts grössere Korallen auftauchten, die wir auf keinen Fall berühren wollten.

    Irgendwann hatten wir gar keine Lust mehr. Wir trieben einfach nur dahin und hatten keine Kontrolle. Sogar der Tauchlehrer verirrte sich schließlich und plötzlich hatten wir das Riff auf der falschen Seite. Alle sieben Personen waren der Strömung ausgeliefert und konnten bei der Geschwindigkeit und Trübung kaum etwas sehen.

    Gegen Ende des Tauchgangs tauchten wir tiefer, doch Jasmin konnte wegen der Ohren nicht weiter, da der Druckausgleich Probleme machte.

    Das führte dazu, dass wir nach 40 anstelle der geplanten 50 bis 55 Minuten auftauchten.

    Wir trieben gute zehn Minuten auf dem offenen Meer, bis das Tauchboot uns entdeckte und abholte.

    Jasmin hatte keine Lust, noch einmal so einen Tauchgang zu machen, da sie dafür zu ungern unter Wasser war. Auch Tim war nicht begeistert und entschied sich gegen einen weiteren Tauchgang.

    Der Tauchlehrer bot uns an, dass wir nach dem Mittagessen am "Lazy Beach" unsere Zeit vertreiben könnten. Wir nahmen das Angebot an.

    Kurze Zeit später kam er erneut zu uns und erklärte, dass wir, wenn wir wollen, mit dem Kapitän des Taxiboots wieder zu unserem Hotel zurückfahren könnten. Er müsste so oder so die leeren Sauerstoffflaschen zum "M'Pai Bay Pier" zurückbringen.

    Somit fuhren wir kurze Zeit später alleine mit dem Kapitän zurück zum "M'Pai Bay Pier".

    Unterwegs konnten wir uns zugedeckt mit unseren Handtüchern auf den Rücken des Bootes legen und die Sonne geniessen.

    Als wir wieder um eine Kurve zum Pier fahren mussten und kurz seitwärts zu den Wellen standen, wurden wir durch das stärkere Ruckeln und ein paar Wassertropfen geweckt.

    Am "M'Pai Bay Pier" erwartete uns bereits der Inhaber des Tauchladens. Er entschuldigte sich für den Ausflug. Wir strahlten ihn beide an und schlugen ihm den Gedanken, sich bei uns zu entschuldigen, gleich wieder aus. Uns war von Anfang an bewusst, dass wir weder das Wetter noch die Tierwelt beeinflussen können. Da wir jedoch lieber tauchen, wenn wir etwas sehen können, als nur zum Sport zu tauchen, liessen wir den zweiten Tauchgang weg.

    Mit einem Zwischenstopp beim Hotel, um die beiden Tauchbücher zu holen, bekamen wir gleich neben dem Tauchladen unser Mittagessen serviert.

    Wir nahmen das gleiche Gericht wie beim geplanten Mittagessen am "Lazy Beach". Beide nahmen eine Portion gebratenen Reis mit Gemüse und Ei. Dazu gab es je ein Getränk und zum Dessert eine frisch aufgeschnittene Wassermelone.

    Gesättigt und glücklich über einen neuen Tauchstempel kehrten wir zum Hotel zurück.

    Dort machten wir es uns auf unserer Veranda bequem und lasen unsere mitgebrachten Bücher. Dazu konnten wir immer wieder einen atemberaubenden Blick auf die vor uns liegende Aussicht geniessen. Besonders gefiel uns, dass unsere Veranda windgeschützt lag.

    Zur späteren Stunde bestellten wir für 2.77 Franken einen Eiskaffee und einen Tee.

    Als es langsam dunkel wurde und uns der Hunger überkam, machten wir uns auf den Weg zu unserem Stammlokal. Dieses Mal bestellte sich Tim gebratene Nudeln mit Gemüse sowie Ei und Jasmin wählte eine leckere Nudelsuppe mit Gemüse. Mit den dazu bestellten Getränken zahlten wir am Ende 4.94 Franken.

    Nachdem die Dunkelheit die ganze Insel eingenommen hatte, machten wir uns auf den Weg zum "Plankton Beach M'Pai Bay".

    Wir wussten, dass das zu erwartende Spektakel durch das helle Leuchten des Mondes nur geschwächt zu sehen war, trotzdem wollten wir es versuchen.

    Die beiden bereisten Inseln waren nämlich nicht nur für ihre absolute Schönheit, sondern auch für ihr biolumineszentes Plankton bekannt. Ein Plankton, dass bei Dunkelheit durch die Bewegung des Wassers aufleuchtet.

    Mit einer Hand zum Schutz vor herunterfallenden Kokosnüssen über dem Kopf und der anderen zum Halten der Taschenlampe des Handys stampften wir so laut wie möglich in Richtung "Plankton Beach M'Pai Bay". Das Stampfen sollte lediglich die hier lebenden Schlangen und anderen giftigen Tiere informieren, dass wir kommen.

    Am Strand angekommen war es plötzlich windstill und das Wasser rauschte in leisen Tönen vor sich hin.

    Wir deponierten unsere Schuhe am Strand und liefen bis zu den Knien in das durchsichtige Wasser. Dann kehrten wir dem Mond den Rücken zu und fingen an mit den Beinen das Wasser aufzuwirbeln.

    Es klappte mehr oder weniger und wir sahen immer wieder das Wasser ein wenig aufleuchten.

    Auch ohne das leuchtende Plankton genossen wir den Abend. Wir waren ganz alleine am grossen Strand und konnten nur das Zirpen der Insekten hören. Alles war weit entfernt und alle Sorgen waren verflogen.

    Nach einem kleinen Zwischenstopp beim Supermarkt der Insel, um eine lokale Eiscreme für 0.99 Franken zu kaufen, kehrten wir zum Hotel zurück.

    Zurück im Zimmer schauten wir den gestrigen Film fertig und fielen bald müde ins Bett.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 14.24 Fr.
    - Allerlei: 150.39 Fr.
    Insgesamt: 164.63 Fr.
    Gesamtkosten: 572.24 Fr.
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  • VET Bus Sihanoukville Terminal

    Jan 4–5 in Cambodia ⋅ ⛅ 26 °C

    Früh morgens, bevor die Sonne am Horizont erschien, klingelte unser Wecker.

    In unseren vom Hotel zur Verfügung gestellten Bademäntel gehüllt, nahmen wir auf einem der Liegestühle Platz, um den Sonnenaufgang mitzuerleben.

    Es windete leider immer noch relativ stark.

    Als sich die Sonne langsam hinter dem Hügel abzeichnete, der ihre Sicht versperrte, wurde es uns durch den Wind allmählich zu kühl.

    Wir begaben uns schnell in den Windschatten unserer Veranda, um die Sonne zu begrüssen.

    Heute war der Himmel leider nicht so schön bunt wie am gestrigen Tag, weshalb wir uns noch einmal für ein paar Stunden hinlegten.

    Gegen 10:00 Uhr packten wir unsere Rucksäcke, da es wieder hiess, Abschied zu nehmen.

    Zu unserem Glück durften wir unser Gepäck noch bis um 11:15 Uhr im Zimmer deponieren. Somit konnten wir unsere Wertsachen in Sicherheit lassen und uns zum letzten Mal zu unserem Stammlokal begeben.

    Uns wurden wieder zwei lecker duftende Omletten mit Toastbrot sowie zwei Eiskaffees für 5.53 Franken serviert. Dabei fanden wir heraus, dass in gewisse Kaffees kein Zucker gemacht wird, sondern unterschiedliche Sorten benutzt werden. Der frisch zubereitete schmeckt jedes Mal genauso, wie wir ihn erhoffen, jedoch gibt es auch noch die Variante von "Nescafé", eine Art Instant-Kaffee, der wirklich einzigartig schlecht schmeckt.

    Zurück beim Hotel durften wir die Rucksäcke neben der Rezeption ablegen und die Zeit bis zu unserer Abreise auf den dutzenden einladenden Sitzmöbeln verbringen.

    Dazu gab es noch einen frisch zubereiteten Eiskaffee für 1.98 Franken.

    Bis am Nachmittag um 16:00 Uhr wechselten wir lediglich den Ort, an dem wir sassen, da die Sonne ihren Weg in den Schatten fand. Die Stunden verbrachten wir mit Lesen, Philosophieren und betrachteten immer wieder die atemberaubende Landschaft. Wir waren offiziell beide in den Ferien angekommen und genossen das Gefühl, das uns überkam.

    Zum Mittagessen und zwischendurch bestellten wir im Hotel selbst noch zwei frische Limonaden, einen weiteren Eiskaffee, Coca-Cola, eine Portion Pommes-Frites und zwei Portionen Sommerrollen mit Gemüse für den Preis von 13.85 Franken.

    Gegen 16:00 Uhr war es langsam an der Zeit, weiterzuziehen.

    Wir bedankten uns aufrichtig bei den Hotelbesitzern und hofften wirklich, den Weg irgendeinmal wieder hierhin zu finden. Schliesslich hatten wir auch noch nicht den erhofften Tauchgang durchführen können, was für uns Grund genug ist, die Insel erneut zu besuchen.

    Beim Steg warteten wir auf das Speedboot. Dabei sahen wir dem Meer zu, wie es immer ruhiger wurde und sich der Wind langsam beruhigte. Das Wasser war wieder kristallklar und fast keine Welle war mehr zu sehen.

    Ein echtes Paradies haben sich die Bewohner hier auf "Koh Rong Sanloem" aufgebaut.

    Wir hoffen stark, dass dieses Gefühl bei unserem nächsten Besuch immer noch vorhanden ist, da neben der Landschaft auch die Bewohner gastfreundlich und zuvorkommend waren.

    Mit dem Schnellboot von "GTVC Speedboat" für 21.10 Franken begaben wir uns auf den Rückweg ans Festland.

    Von dort aus ging es mit einem TukTuk für gerade einmal 4.75 Franken zum "VET Air Bus Express Sihanoukville Terminal".

    Dort hatten wir beim Unternehmen "VET Bus Cambodia" eine Busfahrt von "Sihanoukville" nach "Siem Reap" gebucht. Dabei handelte es sich um einen Nachtbus, da wir gute zehn Stunden in die nächste Stadt brauchten.

    Da es sich jedoch nur um zehn Stunden handelte, versuchten wir bereits online die cleverste Zeit auszuwählen.

    Die Fahrt kostete uns insgesamt 31.30 Franken.

    Um 21:30 Uhr würde der Bus losfahren und um 7:30 Uhr in der nächsten Stadt ankommen. Somit konnten wir morgens etwas länger schlafen, anstatt direkt um 05:00 Uhr aus dem Bus geschmissen zu werden.

    Das Terminal war mit mehreren Klimaanlagen sowie Steckdosen und einem Wasserspender ausgestattet.

    Zum Abendessen bestellten wir über "Grab" zwei nicht wirklich leckere, aber sättigende Portionen gebratenen Reis mit Gemüse für 5.53 Franken. Zusätzlich hatten wir noch Farmer von zu Hause dabei als Dessert.

    Um 21:30 Uhr stiegen wir mit frisch geputzten Zähnen, gewaschenem Gesicht und gemütlichen Schlafkleidern in den Bus. Die Schuhe durften wir in Plastiksäcke verpacken und zu unserem Platz mitnehmen.

    Der sogenannte Platz bestand aus zwei dünnen, auf dem Boden liegenden Matratzen. Dazu gab es je ein Kissen und eine Decke. Sogar Steckdosen und kleine Nachtlampen waren vorhanden. Mit zwei Vorhängen konnten wir uns von den anderen Passagieren abschotten. Zu unserer grössten Freude gab es eine Toilette an Bord.

    Einschlafen klappte trotzdem nicht so wie erhofft.

    Das Gefühl, zu liegen, während jemand mit hundert Kilometern pro Stunde über die Strasse rast, ist einfach noch nicht zu einem unserer Lieblingsgefühle geworden.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 26.89 Fr.
    - Verkehrsmittel: 57.15 Fr.
    Insgesamt: 84.04 Fr.
    Gesamtkosten: 656.28 Fr.
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  • Happy Heng Heang Guesthouse 1/3

    Jan 5–6 in Cambodia ⋅ ⛅ 21 °C

    Um 7:30 Uhr wurden die Lichter angemacht und per Lautsprecher mitgeteilt, dass wir an der Busstation in "Siem Reap" angekommen waren.

    "Siem Reap" ist vor allem bekannt als Tor zu den weltberühmten "Angkor-Tempeln". Die Stadt verbindet kambodschanische Kultur mit Tourismus und bietet Märkte, Strassenessen, Nachtleben und eine lebendige Kunstszene an. Zudem liegt sie gleich neben dem grössten Süsswassersee Südostasiens, der schwimmende Dörfer beherbergt und zu den artenreichsten Ökosystemen des Landes gehört.

    Die Stadt ist eng mit der Geschichte des "Angkor-Reiches" verbunden, das vom 9. bis 15. Jahrhundert eines der mächtigsten Reiche Südostasiens war. Nach dem Untergang des Reiches verlor die Region an Bedeutung und blieb lange eine kleine Siedlung.

    Im 20. Jahrhundert gewann die Stadt wieder an Wichtigkeit, besonders während der französischen Kolonialzeit. Nach weiteren Hürden wie dem Bürgerkrieg und der Herrschaft der "Roten Khmer" entwickelte sich die Stadt ab den 1990er-Jahren zu einem internationalen Touristenzentrum.

    Wir waren gespannt die Stadt endlich selber einmal zu bereisen und zu erleben.

    Noch benebelt von schlechtem und kurzem Schlaf rafften wir uns aus dem Bus.

    Dort wurden wir direkt von mehreren TukTuk-Fahrern angesprochen. Schnell suchten wir unser Gepäck zusammen, fanden die Adresse des Hotels heraus und zeigten sie einem der Fahrer. Mit einem TukTuk der grösseren Sorte, das insgesamt vier Plätze hatte, fuhren wir zum neun Minuten entfernten Hotel.

    Wir zahlten ihm 1.58 Franken für die Fahrt.

    Im "Happy Heng Heang Guesthouse" hatten wir ein Doppelzimmer für die nächsten drei Nächte über "Booking.com" gebucht. Im Preis von 23.06 Franken waren sowohl eine Klimaanlage als auch ein eigenes Badezimmer inbegriffen.

    Völlig erschöpft nahmen wir auf einem der angebotenen Sitzplätze in der Lobby Platz. Das Zimmer wäre um 14:00 Uhr für uns bereit, doch wie vermutet durften wir es schlussendlich schon um 09:30 Uhr beziehen.

    Im Zimmer packten wir die nötigsten Sachen für einen Ausflug in die Stadt ein. Dazu nahmen wir unsere beiden Waschsäcke, stopften die benutzten Badesachen wie Handtücher von den Inseln hinein und gaben sie an der Rezeption des Hotels ab.

    Das Waschen und Glätten der 6.3 Kilogramm Wäsche kostete uns 4.98 Franken.

    Wir liefen keine zehn Meter, als wir den ersten Stopp für ein Frühstück einlegten. Bei einem kleinen Strassenrestaurant mit wenigen Tischen und Stühlen nahmen wir Platz. Für beide gab es ein in Ordnung schmeckendes Omelette mit Toastbrot und einem kalten Getränk. Tim bekam einen Limettensaft verfeinert mit Ameisen, Jasmin den guten alten Kaffee von "Nescafé".

    So schnell werden wir das Restaurant nicht wieder besuchen.

    Mit den Getränken in der Hand zahlten wir die verlangten 5.93 Franken und zogen weiter.

    Gleich um die Ecke kauften wir kurz eine Brille sowie vier Stück Linsen für Jasmins Augen. Die vor vier Jahren gekaufte Dreimonatspackung ging langsam zu Ende, was wir leider erst beim Packen für die Ferien bemerkten.

    Die eigentlich benötigten Linsen hatten sie jedoch nicht im Angebot, somit gab es eine kleine Notlösung von anderen Linsen und die Brille, falls alle Stricke reissen.

    Entlang des "Tonlé Siem Reap" liefen wir in Richtung Zentrum der Stadt.

    Auf dem Fluss befanden sich mehrere hübsch geschmückte Boote und die Bäume entlang des Flusses waren mit Lampen aus getrockneten Bambusblättern versehen. Zudem gab es mehrere kleine Stege aus Holz oder Wege aus Teer, die wir nutzen konnten.

    Wir müssen eindeutig sagen, dass wir uns in einer der saubersten von uns bisher bereisten Städte Asiens befanden. Es lag so gut wie kein Müll im Wasser oder am Boden und auch am Strassenrand war alles sehr sauber. Die Gärten und öffentlichen Parkanlagen waren alle liebevoll gepflegt und mit kleinen Details gestaltet.

    Neben der Sauberkeit beeindruckte auch die extreme Freundlichkeit der Bevölkerung. Sie halfen beim Suchen eines Weges, verkauften ihre Waren bestimmt, aber nicht aufdringlich und hatten meistens ein Lächeln auf den Lippen.

    Im Zentrum angekommen besuchten wir einen Coiffeur für Damen. Jasmins Haare wurden gewaschen, geföhnt und zu Zöpfen geflochten. Dabei wurde beim ersten Waschen das Wasser aus einer Wasserflasche verwendet. Trotz der uns unbekannten Art des Haarewaschens klappte alles problemlos.

    Am Ende zahlten wir der Coiffeurin 7.91 Franken.

    Durch das bereits längere Laufen durch die Stadt mussten wir dringend auf die Toilette. Gleich gegenüber des Coiffeurladens besuchten wir ein etwas schickeres Restaurant, das eine Toilette anbot.

    Wir nahmen zwei Limonaden sowie einen Papaya-Salat für 6.92 Franken.

    Gleich darauf besuchten wir den "Psar Raksaselpak Yub Siem Reap" auf englisch den "Siem Reap Art Center Night Market". Dort suchten wir für Tim eine lange Leinenhose, die er bei Besuchen von Tempeln tragen konnte.

    Er fand am Ende sogar zwei Hosen, eine beige und eine schwarze, die insgesamt 11.86 Franken kosteten.

    Wir fanden sehr schöne Kunstwerke auf dem Markt. Metallfiguren, selbstgemalte Bilder vom "Angkor Wat" wie die Umgebung und viele weitere detaillierte Werke. Dazu gab es jede Menge schöne Kleidung und kleine, entzückende Souvenirs.

    Auf dem "Psar Chas" auch "Old Market" genannt, gleich auf der anderen Flussseite des "Tonlé Siem Reap", fanden wir ebenfalls allerlei Dinge, die uns gefielen. Dort wurden neben Souvenirs für Touristen auch frische Lebensmittel wie Fisch und Früchte angeboten. Zudem konnte man alltägliche Dinge wie Besen oder Besteck kaufen.

    Wir selber kauften nichts und gelangten über die "Plov Pub" oder englisch "Pub Street" zu unserem nächsten Ziel.

    Wie der Name der Strasse bereits andeutet, befanden sich dort dutzende westliche Bars und Restaurants, die den Alkohol quasi hinterherwarfen. Auch ohne die berühmte "Happy Hour" konnte man sich sehr günstig betrinken. Dazu gab es jede Art von westlichem Essen, das man in Unmengen konsumieren konnte.

    Wir beide steuerten einen Massageladen gleich hinter der Strasse an.

    Hier gönnten wir uns für 15.82 Franken eine Stunde purer Wellness. Tim entschied sich für eine Massage mit ätherischen Ölen, Jasmin für eine Gesichtsbehandlung, die ebenfalls eine Massage beinhaltete.

    Durchgeknetet, aber noch müder als zuvor, kamen wir nach einer Stunde wieder heraus.

    Da wir immer noch müde waren und das Schlendern durch die Stadt langsam anstrengend wurde, machten wir uns auf den Weg zu unserem Hotel.

    Bei einem "Big C" legten wir nur einen kurzen Stopp ein, um für 5.62 Franken das morgige Frühstück einzukaufen. Dazu gab es für beide ein Süssgetränk, eine Eiscreme für Tim und eine heruntergesetzte Packung "Prinzen Rolle".

    Unterwegs zum Hotel machten wir einen kleinen Abstecher beim "Wat Preah Prom Rath".

    Der buddhistische Tempel und Kloster im Herzen der Stadt geht historisch auf das 16. Jahrhundert zurück. "Wat Preah Prom Rath" ist mit lokalen Legenden über einen Mönch namens "Preah Prom Rath" verbunden, der auf wundersame Weise eine Flussüberfahrt überlebte.

    Der Tempel beherbergt eine grosse, liegende Buddha-Statue, welche die Erleuchtung symbolisiert. Zusätzlich gibt es bunte Wandmalereien mit Szenen aus dem Leben Buddhas, Gärten, Schreine und ruhige Innenhöfe zum Meditieren und Beobachten des klösterlichen Lebens.

    Zurück beim Hotel verweilten wir mit einer Strassenkatze, die einst dem Nachbarn gehörte, auf der gemeinschaftlichen Veranda unserer Etage.

    Dabei lasen wir in unseren Büchern und schrieben am Tagebuch.

    Abends zogen wir noch einmal los. Wir liefen wieder in Richtung "Plov Pub". Auf dem Weg nach Hause hatten wir mehrere kleine Strassenrestaurants am "Tonlé Siem Reap" gesehen.

    Es war bereits dunkel und die Strassenrestaurants hatten alle geöffnet. Die Bäume und mehrere Pfosten waren mit Lichterketten verbunden. Es sah wirklich wunderschön und einladend aus.

    In einem der kleinen Strassenrestaurants mit Stühlen und Tischen nahmen wir Platz.

    Tim bestellte gebratenen Reis mit Tofu. Jasmin eine Pho, eine vietnamesische Nudelsuppe mit Tofu. Dazu gab es frisch gepressten Limettensaft. Für 5.14 Franken bekamen wir die Köstlichkeiten serviert.

    Bei einem anderen Stand nahmen wir als Dessert noch ein Roti gefüllt mit Nutella und Bananen für 0.79 Franken. Laut einem aufgehängten Zertifikat machte die Frau die besten Rotis der ganzen Gegend. Es schmeckte wirklich sehr lecker.

    Auf dem Weg zurück zum Hotel holten wir für 0.67 Franken im Supermarkt eine Plastikttüte mehr oder weniger frisches Popcorn und in einem lokalen Gemüse- und Früchtegeschäft Cherrytomaten für den morgigen Tag für 1.19 Franken.

    Im Hotel fingen wir noch einen Film an und assen das Popcorn.

    Wir brachen den Film jedoch nach der Hälfte ab, da wir nicht nur müde von der letzten Nacht waren, sondern morgen bereits um 4:20 Uhr aufstehen mussten.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 26.26 Fr.
    - Unterkunft: 23.06 Fr.
    - Verkehrsmittel: 1.58 Fr.
    - Allerlei: 40.57 Fr.
    Insgesamt: 91.47 Fr.
    Gesamtkosten: 747.75 Fr.
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  • Happy Heng Heang Guesthouse 2/3

    Jan 6–7 in Cambodia ⋅ ⛅ 31 °C

    Draussen war es noch stockdunkel, als uns der Wecker um 04:20 Uhr aus dem Schlaf riss.

    Mit kleinen, müden Augen machten wir uns für den heutigen Tag bereit. Wir zogen unsere schönste mitgebrachte Kleidung an, cremten uns sowohl gegen die Sonne wie auch gegen Mücken ein und packten Snacks sowie zwei Liter Wasser ein.

    Draussen wartete bereits unser TukTuk-Fahrer Bunheak auf uns. Er hatte uns gestern vom Bus-Terminal zum Hotel gefahren. Bei der Ankunft beim Hotel bot er uns dann eine Zweitagestour für 47.73 Franken an. Er würde uns von einem Tempel zum nächsten fahren, und dazu gäbe es kostenloses gekühltes Wasser.

    Wir nahmen das Angebot an und tauschten unsere Telefonnummern aus.

    Durch die frühen Morgenstunden und den eigentlichen Winter im Land war die Fahrt kühler als erwartet. Der Fahrtwind machte das Ganze nicht unbedingt angenehmer.

    Dank unserer guten Lage des Hotels mussten wir jedoch nicht lange durchhalten.

    Wir besuchten den Ort “Angkor”. Es ist ein historisches Gebiet mit vielen Tempeln und Siedlungen.

    Beim bekanntesten Tempel “Angkor Wat” machten wir unseren ersten Stopp. Es war immer noch stockdunkel, als wir uns von Bunheak verabschiedeten. Um 08:00 Uhr würde er uns hier wieder abholen. Zuerst fährt er jedoch seine Kinder in die Schule.

    Dankend verabschiedeten wir uns von ihm.

    Bei mehreren Angestellten, die für Ordnung sorgten und die Tickets für die Tempel kontrollierten, mussten wir kurz stehen bleiben. Sie scannten unsere im Internet auf der offiziellen Website gekauften Tickets.

    Wir hatten den 3-Tages-Pass für 98.99 Franken gekauft, den wir innerhalb von zehn Tagen an drei Tagen benutzen durften.

    Eigentlich gäbe es die Möglichkeit, einen Tourguide zu nehmen, die hier haufenweise ihre Dienste anboten. Da wir aber viel zu müde waren und den Sonnenaufgang lieber für uns geniessen wollten, lehnten wir die Angebote höflich ab.

    Wir liefen den anderen Touristen hinterher.

    Zu unserem Glück brachten sie uns direkt zum berühmten Platz, an dem die wunderschönen Sonnenaufgangsfotos vom “Angkor Wat” entstehen. Wir hatten Glück, einer der Ersten zu sein und konnten uns in der zweiten Reihe einfinden. Vor der ersten Reihe befand sich ein grösserer Teich, der den Tempel perfekt spiegeln sollte.

    Eine halbe Stunde später war der komplette Platz mit Touristen aus der ganzen Welt besetzt.

    Alle warteten auf den legendären Sonnenaufgang. Da die Sonne jedoch erst um 06:20 Uhr aufgeht, verputzten wir beim Warten unser mitgebrachtes Frühstück. Die im Supermarkt gekauften Cherrytomaten und Croissants gaben uns eine willkommene Beschäftigung, um wach zu bleiben.

    Ungefähr um halb sechs fing der Himmel langsam an aufzuhellen.

    Mit all den anderen Touristen standen wir die nächste Stunde gemeinsam vor dem Teich und genossen jeden einzelnen Moment, in dem uns die Sonne immer näherkam. Der Himmel wechselte von einem leichten hellblau-weiss über rötlich-orangene Farben, bis schlussendlich der gesamte Himmel hellblau, mit immer noch gelb-orangenen Tönen war. Dabei spiegelte sich der Tempel mit den Palmen im Teich, der direkt vor unseren Füssen lag. Das Wasser war so spiegelglatt, dass es alles eins zu eins wiedergab.

    Wir waren dankbar einem solch schönen Sonnenaufgang zuschauen zu dürfen.

    Noch bevor die Sonne am Himmel auftauchte, machten wir uns auf den Weg, den Tempel zu erkunden. Natürlich durfte dabei ein kleines Fotoshooting nicht fehlen, wenn man schon in seinen Sonntagskleidern hier steht.

    Die morgendlichen Verfärbungen des Himmels machten die Atmosphäre perfekt.

    “Angkor Wat” ist der berühmteste Tempel des Landes und zugleich der grösste Tempel der Welt. Er wurde anfangs des 12. Jahrhundert vom Khmer-König erbaut, ursprünglich als hinduistischer Tempel für den Gott “Vishnu”. Später wurde er zu einem buddhistischen Tempel. Dabei wurde der bestehende Tempel nicht zerstört, da er für die Bevölkerung heilig war. Es wurden lediglich einige Änderungen vorgenommen.

    Indische Händler reisten bereits ab dem 1. bis 3. Jahrhundert nach Südostasien. Mit ihnen kamen Priester, Gelehrte und Ideen aus Indien. Dieser kulturelle Austausch entstand durch Handel und nicht durch Eroberung.

    Die khmerischen Könige übernahmen den Hinduismus, weil er ihre Herrschaft legitimierte, da die Könige als gottähnliche Wesen angesehen wurden. Die Tempel und Rituale stärkten Macht und Ordnung im Land. Zudem liess sich die Religion gut mit lokalen Glaubensvorstellungen verbinden.

    Später, nach vielen Krisen und Kriegen sowie durch politische, gesellschaftliche und religiöse Veränderungen, wurde der Hinduismus durch den Buddhismus abgelöst. Der Buddhismus war näher am Alltag der Bevölkerung, während der Hinduismus stark an Könige und grosse Tempel gebunden war.

    Die neuen Könige wurden Buddhisten und machten ihre Religion zur Staatsreligion.

    Durch die Erlösungslehre im “Theravada-Buddhismus” ohne teure Rituale oder mächtige Priester setzte sich der Buddhismus friedlich bei den “Khmer” durch und ist bis heute die Hauptreligion des Landes.

    Die “Khmer” sind das Hauptvolk in Kambodscha. Ihre Sprache nennt man ebenfalls “Khmer” und sie besitzt eine eigene, nicht lateinische Schrift.

    Heute gehört der Tempel zum UNESCO-Weltkulturerbe. Die Details der einzelnen in Stein gemeisselten Geschichten sind trotz des stolzen Alters des Tempels immer noch gut erhalten.

    Wir spazierten durch die verschiedenen Gänge der beeindruckenden Architektur. Es gab mehrere Gebäude, die wir erkunden durften. Überall waren detaillierte Figuren und Zeichen in den Stein gehauen. Wir fühlten uns wie in einer anderen Welt. Das Sonnenlicht fand immer wieder seinen Weg in die einzelnen Räume und verstärkte dieses Gefühl zusätzlich. In der Weite sahen wir den umliegenden Dschungel und weitere spektakuläre Bauten.

    Nach mehreren Stunden des Erkundens bewegten wir uns wieder in Richtung Hauptausgang. Dort führte uns eine endlos lange Brücke zum offiziellen Ein- und Ausgang.

    Unterwegs holten wir uns einen Eiskaffee und eine Coca-Cola für 2.39 Franken sowie für 1.59 Franken ein kleines Souvenir für zu Hause.

    Um 08:00 Uhr holte uns Bunheak wieder beim Haupteingang ab.

    Beim “Prasat Bayon”, der ebenfalls in “Angkor” liegt, machten wir den nächsten Halt.

    Der “Prasat Bayon” wurde Ende des 12. Jahrhunderts erbaut und war einer der wenigen Tempel, die von Anfang an buddhistisch waren. Der Tempel beherbergt über 200 riesige, lächelnde Steinsgesichter auf seinen Türmen. Sie wirken geheimnisvoll, ruhig und einzigartig. Zusätzlich zeigen Reliefs Alltagsszenen von Märkten, Kriegen, Festen und Bauernarbeiten, die sehr wertvoll für das Verständnis der Geschichte des “Khmer-Reiches” sind.

    Auch in diesem Tempel durchkreuzten wir freudig die Gänge und inspizierten die einzelnen Gesichter. Wir konnten uns kaum sattsehen an der besonderen Architektur mit den hunderten kleinen Details.

    Nach zwei Stunden liefen wir zu Fuss zum nächsten Tempel.

    Unterwegs begegneten wir einem kleinen “Langschwanzmakake”. Er war auf Futtersuche und schwang sich gerade auf einen kleinen Baum. Wir beobachteten ihn aus der Ferne, um ihn nicht zu stören.

    Beim “Baphuon” überquerten wir erneut die letzten Meter vor dem Eingang über eine Brücke.

    Der “Baphuon” wurde Mitte des 11. Jahrhunderts erbaut und war zuerst hinduistisch, später wurde er im buddhistischen Stil umgebaut. Besonders an ihm ist die Form der Architektur. Er ist eine riesige Tempelpyramide, die an eine Bergform erinnert. Auch hier findet man detaillierte Formen und Figuren, die in den Stein gehauen wurden. Die ehemals riesigen Buddha-Statuen wurden teilweise wieder aufgebaut.

    Nach einem weiteren Spaziergang erreichten wir den “Prasat Thom”.

    Eine Plattform, die als Bühne für den König diente. Hier wurden öffentliche Zeremonien und Paraden abgehalten und es bot sich eine Aussicht auf Spiele, Kämpfe und Feste. Eine der Besonderheiten der “Elefantenterrasse” ist bereits im Namen enthalten. Mehrere Steinformationen bilden Elefanten ab.

    Beeindruckend, wie alle bisherigen Bauten, die wir erkunden durften. Auch hier wurde an keinen Kosten gespart, um alles so detailliert und besonders wie möglich zu gestalten.

    An den “Prasat Suor Prat”, auch den “12 Türmen von Angkor Thom” genannt, vorbei, spazierten wir langsam zu unserem vereinbarten Abholort.

    “Angkor Thom” war damals die Hauptstadt von “Angkor” und beinhaltete alle bisher gesehenen Bauwerke, ausser “Angkor Wat”.

    Trotz der regelmässigen Anordnung der zwölf Türme kann man bis heute nicht genau deuten, wofür sie standen. Man vermutet, dass sie für Zeremonien, Rituale oder königliche Veranstaltungen genutzt wurden.

    Wir fuhren zu unserem letzten Stopp. Darüber waren auch wirklich froh, da uns langsam die Müdigkeit überkam.

    Auf dem Weg zum ausserhalb der Stadt "Angkor Thom" liegenden Tempel sahen wir mehrere "Langschwanzmakaken" und eine sicher zwei Meter lange braune Schlange. Für sie machten wir sogar ein grösseres Ausweichmanöver, um sie nicht zu überfahren.

    Der “Ta Prohm” war das letzte besondere Highlight der heutigen Tour.

    Ein buddhistischer Tempel, der ebenfalls Ende des 12. Jahrhunderts erbaut wurde. Besonders an diesem Tempel ist, dass er absichtlich kaum restauriert wurde und dadurch wie ein Dschungeltempel wirkt. Riesige Bäume und Wurzeln wachsen über und durch die Gebäude. Bekannt ist er auch aus dem Film “Tomb Raider”.

    Früher diente er als Kloster und Universität mit Tausenden von Mönchen und Bewohnern.

    Ein wirklich einzigartiger Anblick. Die Bäume mit ihren endlosen Wurzeln nahmen die Tempel für sich ein. Dabei sah es so aus, als würden sie die Gebäude stützen und vor dem Zusammenfallen bewahren.

    Auch hier schlenderten wir über die angelegten Wege und fühlten uns wie in einer anderen Welt.

    Kurz vor Mittag wurde es uns langsam durch die vielen Touristen und die immer stärker werdende Sonne zu viel. Wir bestellten bei einem der dutzenden kleinen Restaurants und Souvenirläden zwei frisch gepresste Säfte. Für Tim gab es einen Ananassaft und für Jasmin einen Limettensaft, insgesamt für 2.39 Franken.

    Wir genossen den nun angenehmen frischen Wind in unseren Gesichtern, während wir zurück zu unserem Hotel gebracht wurden.

    Mit den noch gleichen Outfits besuchten wir gleich das Restaurant nebenan. Hier bestellten wir ein leckeres Mittagessen aus Salat und gebratenen Nudeln mit Gemüse für 6.76 Franken.

    Zurück im Zimmer zogen wir uns in Windeseile um und schlüpften in unsere Badesachen.

    Im “Babel Siem Reap Guesthouse”, gleich auf der anderen Seite unseres Hotels, gab es das Angebot, am Pool zu entspannen, wenn man für fünf Dollar etwas konsumierte.

    Schlussendlich entspannten wir den gesamten Nachmittag am Pool auf einer gemütlichen Doppelliegen. Dazu bestellten wir frische Getränke und zahlten am Ende insgesamt 4.57 Franken.

    Gegen 17:00 Uhr abends brachen wir mit einem TukTuk für 1.19 Franken noch einmal auf.

    In einer sehr kleinen, aber gut bewerteten Augenarztpraxis liessen wir Jasmins Augenlid kontrollieren. Dieses hatte sich in den letzten Tagen aus irgendeinem Grund entzündet. Für einen wirklich sehr günstigen Preis gab es zwei verschiedene Augentropfen. Schon waren wir wieder auf dem Weg ins Stadtzentrum.

    Dort assen wir erneut bei den kleinen Strassenrestaurants direkt am Fluss zu Abend. Tim bestellte sich diesmal gebratenen “Pak Choi” mit Reis und Jasmin nahm eine Art Nudeln mit Gemüse und Ei. Dazu gab es noch frische Getränke. Am Ende zahlten wir 5.55 Franken.

    Erschöpft spazierten wir zurück zum Hotel.

    Abends fielen wir direkt in einen tiefen Schlaf, um all die gesehenen Ereignisse verarbeiten zu können.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 21.66 Fr.
    - Verkehrsmittel: 48.92 Fr.
    - Allerlei: 100.58 Fr.
    Insgesamt: 171.16 Fr.
    Gesamtkosten: 918.91 Fr.
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  • Happy Heng Heang Guesthouse 3/3

    Jan 7–8 in Cambodia ⋅ ☀️ 30 °C

    Gleich nach dem Aufstehen und dem erneuten Anziehen unserer edleren Kleidung, besuchten wir das Restaurant gleich nebenan.

    Heute gab es zum Frühstück ein leckeres Omelette mit Reis und einer Suppe, serviert mit einer Art Eistee, für 6.35 Franken.

    Dieses Mal wurden wir von Bunheaks Schwager abgeholt. Die Frau von Bunheak war gestern Abend in einen Verkehrsunfall gekommen und somkt blieb er heute bei seiner Frau.

    Obwohl es bereits kurz nach 08:00 Uhr war, war es auch heute etwas kühler als erwartet. Jasmin hatte heute sicherheitshalber eine Jacke mitgenommen, die sich tatsächlich auszahlte.

    Wir fuhren dieses Mal wieder zuerst durch einen kleineren Dschungel, später durch viele kleine Dörfer. Immer wieder aufs Neue war es spannend, das Leben ausserhalb der Städte mitzuerleben. Wir sahen Fischer, die mit ihren Netzen auf kleinen Teichen mit ihren Booten unterweg waren, viele Kuhherden und Hühnerfamilien, die frei herumliefen und Einheimische, die mit Essen vorbereiten und Strassen oder Häuser bauen beschäftigt waren. Die meisten Häuser standen dabei auf Stelzen, um sich in der Regenzeit vor Nässe und Insekten zu schützen. Zusätzlich hatten die meisten unterhalb des Hauses oder in einem einfachen, aus Bambus gebauten Häuschen, Hängematten aufgehängt, um die heissen Stunden in der Kühle zu verbringen.

    Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir den “Prasat Banteay Srei”.

    Ein im 10. Jahrhundert erbauter Tempel, berühmt für seine feinsten und detailreichsten Steinarbeiten in rosafarbenem Sandstein. “Angkor Wat” und “Angkor Thom” wurden vor allem aus gelblichem Sandstein und Laterit erbaut. Ersteres für alles sichtbare wie kunstvolle Werke und zweiteres für die Strukturen. Letzteres findet man auch in diesem Tempel, jedoch nicht sichtbar verbaut.

    Der Tempel ist dabei dem hinduistischen Gott “Shiva” geweiht und daher später mit buddhistischen Symbolen ergänzt worden.

    Um den gesamten Tempel befindet sich ein Graben, teilweise immer noch gefüllt mit Wasser. In den einzelnen, noch intakten Teichen befinden sich zahlreiche rosafarbene Seerosen. Die ersten blühten bereits in strahlenden Farben, während andere noch auf ihren grossen Moment hinarbeiteten.

    Auch dieser Tempel gefiel uns sehr und war auf jeden Fall einen Besuch wert. Durch seine Abgelegenheit fanden wir nicht so viele Touristen vor und konnten die ganzen detaillierten Steinkunstwerke in aller Ruhe ansehen. Dabei fiel uns vor allem die rosane Steinsorte auf.

    Es gab dabei so viele kleine Details, die es einem fast unmöglich machten, alles aufzunehmen.

    Wir unternahmen einen Spaziergang an der Promenade des kleinen Sees, auf dem sich der Tempel “Baray Banteay Srei” befindet. Jedoch liessen wir die Bootsfahrt zum Tempel aus und genossen nur den Spaziergang am Ufer. Auch hier fanden wir erneut Seerosen vor.

    Im Museum vor Ort konnte Tim noch neues Wissen zu den einzelnen Tempeln sammeln, währenddessen Jasmin auf einer Bank im äusseren Platz nahm. Dort konnte sie einer kleinen Hühnerfamilie und einer Mutterkuh mit zwei Kälbern beim Grasen zusehen.

    Als sich Tim dazugesellte, liessen zwei Kinder gleich nebenan einen Drachen steigen.

    Beim “Prasat Banteay Samré” legten wir den nächsten Stopp ein. Die Sonne war langsam mittig am Himmel und die Fahrt gab eine angenehme Kühle. Zusätzlich überreichte uns unser Fahrer eine gekühlte Wasserflasche, um den Wasserhaushalt wieder aufzufüllen.

    “Prasat Banteay Samré” wurde als hinduistischer Tempel für “Shiva” Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut. Er hat einen ähnlichen Stil wie “Angkor Wat”, ist jedoch kleiner und harmonischer, mit feineren künstlerischen Darstellungen und symmetrischem Aufbau.

    Wir erkundigten auch diesen Tempel auf eigene Faust. Ein grosser Innenhof liess uns den gesamten Tempel auf einmal sehen und gab uns einen Blick auf das gesamte Kunstwerk frei. Später durchforsteten wir die einzelnen Gänge und konnten die einzelnen Darstellungen unter die Lupe nehmen. Dabei hatten wir noch Gesellschaft von mehreren Fledermäusen, die an den nicht mit Gittern versehenen Decken herunterhingen. Sie machten das Ambiente des Ortes gleich noch besser.

    Wir machten einen grösseren Bogen um die am Boden liegenden Fäkalien. Riskieren mussten wir trotzdem nichts.

    Da es bereits Mittag war und wir von der ganzen Lauferei hungrig wurden, gaben wir unserem Fahrer Bescheid. Er nahm die Information zur Kenntnis und teilte uns mit, er kenne ein lokales Restaurant mit günstigen Preisen und gutem Essen.

    Wie erwartet kosteten unsere beiden Portionen gebratener Reis mit Gemüse und Spiegelei doppelt so viel wie sonst. Jedoch waren das immer noch nur 10.34 Franken. Dazu wussten wir, auf was wir uns einliessen. Das Schöne dabei war, dass unser Fahrer dafür gratis essen durfte.

    Mit der Fahrt zum “Mebon Cheung” ging es weiter.

    Ein hinduistischer Tempel, erbaut im 11. Jahrhundert, der an "Shiva" geweiht war. Er besteht aus einer zentralen Steinplattform, die auf einem quadratischen Sockel steht und ursprünglich von Wasser umgeben war. An den Ecken befinden sich riesige steinerne Elefantenstatuen. Später wurden auch hier buddhistische Veränderungen vorgenommen, wie das Hinzufügen von Buddha-Statuen.

    Trotz der brennenden Mittagssonne machten wir uns auf den Weg zum Tempel. Wie jeder andere bereits gesehene Tempel war auch dieser einzigartig im Aufbau. Die Elefanten gefielen uns dabei am besten, da wir einmal von einem Reiseleiter hörten, wie selten es ist, diese so gut erhalten zu sehen. Dazu hatten sie eine bemerkenswerte Grösse. Dank ihrer einzigartigen Symmetrie konnten wir auch jede Menge schöne Momentaufnahmen machen.

    Der drittletzte Tempel stand an.

    Der “Prasat Ta Som” ist ein kleiner hinduistischer Tempel aus dem späten 12. Jahrhundert. Berühmt ist er für seine riesige Feigenbaumwurzel, die sich malerisch über das Osttor legen. Viele Bereiche des Tempels wurden der Vegetation überlassen, was dem Tempel einen verwilderten Eindruck gibt. Durch die wenigen Besucher haben die Pflanzen mehr Freiraum, um sich zu bilden. Auch hier wurden später buddhistische Veränderungen vorgenommen.

    Wir fühlten uns wie Schatzsucher inmitten eines unentdeckten Tempels. Die herumschlängelnden Wurzeln und Pflanzen, die aus dem Boden spriessen, mit den schwer hängenden Bäumen, die sich auf dem Tempel abstützten, ergänzten dabei das Bild perfekt.

    Auch hier hatten wir die Möglichkeit, viele der fein in den Stein geschlagenen Figuren auszumachen und zu bestaunen.

    Der einmalige “Prasat Neak Pean” stand an.

    Über die “Spean Neak Pean”, eine Brücke, die über das Wasserbecken “Sras Srang” führt, erreicht man diesen Tempel. Das Wasserbecken ist ein grosses rechteckiges Becken, das im 10. bis 11. Jahrhundert angelegt wurde. Ursprünglich diente es als Wasserreservoir für rituelle Reinigungen und Zeremonien. Zwischenzeitlich trocknete das Becken aus, jedoch wird es heute durch ehemalige Restaurierungen und Aufrechterhaltung des Wasserhaushalts im ursprünglichen Zustand bewahrt.

    Die Brücke ist dabei von grossen Löwen- und Elefantenstatuen gesäumt und vermittelt dadurch einen eindrucksvollen Zugang zu den umliegenden Tempeln.

    Überall im Wasserbecken verteilt waren “weisse Wassernabel” und Bäume wie Sträucher ragten aus dem Wasser wie aus dem Nichts. Vermutlich wuchsen sie in der Trockenzeit hier und boten bisher guten Widerstand gegen das Wasser. Sie blühen bis heute.

    Über eine neue, moderne Brücke, die sich stets knapp über dem Wasserspiegel aufhält, gelangten wir zum Tempel.

    Der Tempel selbst ist von vier weiteren Wasserbecken umgeben, und wir konnten über die damals bis heute künstlich angelegte Insel um den Tempel laufen. Zwischendurch stand das Wasser etwas höher, dort wurden Holzstege montiert, um die Füsse trocken zu halten.

    Der kleine buddhistische Tempel selbst stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist kreisförmig gebaut. Dabei ist der Tempel vor allem für seine bunten Wasserblumen und seine ruhige, abgeschiedene Atmosphäre bekannt.

    Wir drehten einmal eine Runde um den Tempel und konnten ihn dabei von jeder einzelnen Seite bestaunen. Auch er war auf seine Art sehr besonders und einzigartig. Bisher hatten wir noch keinen “schwimmenden” Tempel besuchen dürfen.

    Der letzte Tempel, “Prasat Preah Khan”, stand auf dem Plan. Eigentlich wollten wir bereits die Heimkehr antreten, aber unser Fahrer überzeugte uns, auch diesen zu besuchen.

    Er ist, wie vom Fahrer angekündigt, ein grosser Tempelkomplex aus dem 12. Jahrhundert. Der Tempel diente sowohl als buddhistischer Tempel als auch als Kloster und Verwaltungskomplex. Bestehend aus Hallen, Gängen, Schreinen und einem weitläufigen Wassergraben. Dazu ist er bekannt für seine dichten Wälder, überwucherten Mauern und kunstvoll in den Stein gemeisselten Darstellungen, die buddhistische und hinduistische Symbole zeigen. Das heisst, beim Bau wurden von Anfang an beide Religionen berücksichtigt.

    Ehrlich gesagt brachten wir den Tempel so schnell wie möglich hinter uns. Natürlich war er durch seine beeindruckende Grösse ein weiteres Augenmerk mit allerlei detaillierten, gemeisselten Steinformationen. Jedoch waren wir für den heutigen Tag fertig mit den Tempeln.

    Wir fuhren zurück zu unserem Hotel.

    Dieses Mal zogen wir unsere bequemen Sachen an, nahmen unsere Powerbank sowie unseren Laptop und begaben uns wieder zum Hotel nebenan.

    Hier bestellten wir zum Abendessen frisch gepressten Saft und dazu je einen Burrito. Tim entschied sich für die Variante mit Huhn und Jasmin für die vegane Variante. Später bestellten wir noch zwei Limonden und zahlten für alles 13.97 Franken.

    Den gesamten Abend verbrachten wir am Pool vom benachbarten Hotel.

    Später, als es bereits dunkel war, rafften wir uns noch einmal zusammen. Wir spazierten erneut in das Zentrum der Stadt. Unterwegs holten wir dabei noch ein Getränk für 0.50 Franken und besuchten einen Supermarkt, um für 0.97 Franken Brötchen für die morgige Busfahrt zu holen. In einem weiteren, internationalen Supermarkt kauften wir für 12.09 Franken Mückenspray, Flüssigkeit für den Mückenstecker und weitere benötigte Dinge.

    Katzenfutter gab es am Ende für 1.94 Franken in einem der kleinen Supermärkte.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 32.13 Fr.
    - Allerlei: 14.03 Fr.
    Insgesamt: 46.16 Fr.
    Gesamtkosten: 965.07 Fr.
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  • Nongsak Guest House 1/2

    Jan 8–9 in Laos ⋅ ⛅ 24 °C

    Morgens in der Früh wurden wir wieder von Bunheak abgeholt. Seiner Frau ging es einigermaßen besser und er konnte sie alleine zu Hause lassen.

    Er fuhr uns zum zehn Minuten entfernten “Rally Tour & Travel”. Wir verabschiedeten uns dankend von ihm und wünschten seiner Frau gute Besserung. Auch er bedankte sich bei uns.

    Wir zeigten dem arbeitenden Herren am Tresen unsere online gekauften Tickets. Für 47.52 Franken würden wir heute über die Grenze nach Laos bis nach “Don Det” gebracht werden.

    Noch im Warteraum selbst assen wir unsere gestern gekauften Brötchen und Cherrytomaten zum Frühstück.

    Mit unserem Formel-1-Fahrer ging wenig später die Fahrt los. Er montierte seine Kopfhörer mit passender Musik, setzte sich mit seinen Flipflops ans Steuerrad, welches mit einem Polster überzogen war und fuhr, als würde ihm die Strasse gehören.

    Wir vermieden es auf die Strasse zu schauen, um seine riskanten Überholmanöver nicht in Frage zu stellen.

    Die Fahrt führte uns durch viele kleine Dörfer, an endlosen Landschaften, die meistens sehr trocken waren und haufenweise Herden von Tieren vorbei.

    Unterwegs gab es eine Toilettenpause, sowie eine Pause zum Mittagessen. Zu unserer Verwunderung blieben wir dieses Mal nicht an einem überteuerten Restaurant stehen, sondern hielten bei einem mit durchschnittlichen Preisen an.

    Beide bestellten eine Portion gebratene Nudeln mit Gemüse und Ei. Dazu kauften wir mit unseren letzten kambodschanischen Riel eine kleine Wasserflasche. Am Ende zahlten wir dem Herrn für alles 4.78 Franken.

    Die Fahrt ging eine Stunde später weiter.

    Wir erreichten den Grenzübergang zwischen Kambodscha und Laos. Mit unserem gesamten Gepäck wurden wir aus dem Mini-Van herausgelassen. Der Formel-1-Fahrer zeigte uns den Weg zum Gebäude, in dem sich die Grenzkontrolle befindet.

    Mit den anderen Touristen marschierten wir unter der Wärme der Sonne zur Grenzkontrolle.

    Wir waren schnell und ohne grosse Schwierigkeiten durch und konnten uns bereits zu Fuss durch eine wortwörtliche Wüste aus herumstehenden, verwahrlosten Autos und einem Boden aus festgedrücktem Sand auf den Weg zur Grenzkontrolle auf der Seite von Laos machen. Die anderen Touristen hatten bereits hier Schwierigkeiten, da sie irgendein Formular nicht ausgefüllt hatten.

    Beim Gebäude angekommen konnten wir, nach wenigen Minuten anstehen, unseren Pass vorweisen. Auch hier gab es keine Probleme, da wir 15 Tage ohne Visa in das Land einreisen dürfen. Nach einer kurzen Kontrolle auf der Liste der genehmigten Länder bekamen wir den Stempel.

    Laos heisst eigentlich mit offiziellem Namen Demokratische Volksrepublik Laos und hat als offizielle Landessprache Laotisch. Französisch ist dabei auch weit verbreitet, dazu kommen viele lokale Sprachen.

    Früher gehörte das Land zu einem Teil des Königreichs "Lan Xang", eines der mächtigsten buddhistischen Reiche in Südostasien. Nach dessen Zerfall entstanden mehrere kleinere Königreiche. Im 19. Jahrhundert wurde Laos von den Franzosen erobert und wurde ein Teil von Französisch-Indochina. Im Indochinakrieg erkämpfte sich das Land 1953 die Unabhängigkeit. Später, nach einem Bürgerkrieg, wurde es als Demokratische Volksrepublik Laos bezeichnet. Es ist ein kommunistisches Einparteienland, dass sich trotzdem langsam wirtschaftlich öffnet, aber stets seine Kultur und buddhistischen Traditionen stark bewahrt.

    Wir setzten uns in den wartenden Mini-Van.

    Trotz aller Bemühungen, so schnell wie möglich zu machen, warteten wir schlussendlich auf die anderen Passagiere, die ein Problem beim Übergang hatten und sogar auf weitere Personen, die mit einem anderen Bus später anreisten.

    Nach zwei Stunden setzten wir den Weg fort.

    Eine Stunde später erreichten wir den wichtigen Verkehrs- und Fährknotenpunkt “Nakasong”. Wir wurden direkt am “Mekong” herausgelassen, damit wir lediglich fünf Minuten zum “Pier Nakasong” laufen mussten.

    Bevor wir aber in das im Ticket inklusive Boot nach “Don Det” stiegen, machten wir einen kleinen Abstecher. Während Jasmin mit dem gesamten Gepäck wartete, lief Tim die davor hinuntergefahrene Strasse wieder hoch. Dort holte er beim “ATM BCEL” sechs Millionen Laotische Kip. Umgerechnet waren das ungefähr 230 Franken.

    Da Jasmins “Revolut”-Karte kurz vor der Reise dank eines Hackers gesperrt werden musste und Tims Karte als "Maestro" nur eingeschränkt funktionierte, mussten wir schlussendlich mit einer gebührenpflichtigen Karte abheben.

    Weshalb dieses Mal Gebühren von ungefähr 4.50 Franken anfielen.

    Nun hatten wir lokales Geld, welches nicht im Internet bestellt werden konnte und konnten uns beruhigt auf die Insel begeben. Es gab nämlich keinen einzigen Automaten auf der Insel.

    Mit der nächsten Fähre konnten wir in ein perfektes Abendrot fahren. Die Sonne stand nur noch wenige Zentimeter oberhalb des Dschungels und bildete dabei perfekte Farben aus Hellblau und Dunkelorange.

    Die berühmten “Si Phan Don” machten ihrem Namen alle Ehre und bildeten einen idealen Rahmen für die Sonne. Von hinten beleuchtet sahen wir nur noch die schwarzen Umrisse der Palmen, Bäume und Sträucher. Ein Fischerboot fuhr an uns vorbei und rundete das Bild perfekt ab.

    Die “Si Phan Don” oder auch “4’000 Inseln” genannt, befinden sich im “Mekong”-Fluss nahe der kambodschanischen Grenze. Dabei gibt es ungefähr 4’000 Inseln, teils bewohnt, teils unbewohnt. Wir selbst waren auf dem Weg zur Insel “Don Det”, um von dort aus mit einem TukTuk auf die benachbarte Insel “Don Khon” zu gelangen.

    Die beiden Hauptinseln für den Tourismus sind mit einer Brücke miteinander verbunden.

    In “Don Det” angekommen waren wir immer noch völlig begeistert von den Inseln. Alles war eher schlicht ausgestattet und darauf ausgelegt die Natur zu geniessen. Kein grosser Trubel wie in den Städten, sondern einfache, aber hübsche Gasthäuser mit Bungalows aus Holz auf Stelzen direkt am Wasser. Viele kleine Restaurants und Läden boten vieles an, waren aber nicht modernisiert.

    Alles war ländlich gestaltet, um den Charme der Insel nicht zu verlieren.

    Wir begannen, die zwei Kilometer in Richtung unseres Hotels zu laufen. Nach mehreren Metern kam uns der erste TukTuk-Fahrer entgegen und nannte seinen Preis. Da wir zum ersten Mal in Laos waren und noch kein Gespür für die Preise hatten, lehnten wir den in unseren Augen viel zu hohen Preis ab.

    Mit zwei Eistees aus einem Supermarkt für 1.49 Franken machten wir uns zu Fuss auf den Weg.

    Nach gut 500 Metern kam der TukTuk-Fahrer uns hinterher. Er hatte eine junge französische Frau auf dem TukTuk und bot an, uns für den von uns vorher genannten Preis mitzunehmen. Für die Dame war es kein Problem, uns ebenfalls zu transportieren, der Fahrer würde sowieso von ihrem Hotel bezahlt werden.

    Während das Abendrot weiterhin alles in einer schönen orangen Farbe beleuchtete, unterhielten wir uns mit der Französin.

    Sie war bereits seit elf Monaten ganz Asien am Bereisen und hatte noch fünf Monate vor sich, bevor sie in die Heimat zurückkehrte. Dabei hatte sie nur einen Flug nach Japan genommen und würde über Russland in die Türkei fliegen.

    Wir erzählten auch wenig von unseren Reisen.

    Immer noch im Abendrot überquerten wir die Brücke zur anderen Insel und hatten wieder einen fantastischen Blick auf die hunderten von Inseln.

    Beim “Nongsak Guest House” auf der Insel “Don Khon” liess der Fahrer uns heraus. Wir zahlten dem Fahrer die vereinbarten 2.22 Franken und verabschiedeten uns von der Französin.

    Wir waren wieder in einem kleinen Paradies angekommen. Der Weg war von Palmen in allen Grössen gesäumt und alles wirkte friedlich und ruhig.

    Als wir einchecken wollten, teilte uns der Inhaber mit, dass wir kein Zimmer gebucht hatten. Kurze Zeit später fanden wir heraus, dass wir im falschen Monat gebucht hatten. Schnell stornierten wir die Buchung und bekamen zu unserem Glück ein Zimmer.

    Für zwei Nächte erhielten wir ein Zimmer mit Doppelbett, Klimaanlage und eigenem Badezimmer für 23.72 Franken.

    Hungrig machten wir uns auf den Weg um etwas zum Abendessen zu finden.

    Abends war die Insel leider gar kein Paradies. Überall, wo ein weisses Licht brannte, flogen tausende Motten wie Mücken umher. Wir liefen regelrecht Slalom um die Lampen, um nicht ständig in die Flugbahn der Insekten zu gelangen.

    Im gleichnamigen Restaurant wie unser Hotel trafen wir den Besitzer erneut an.

    Wir entschieden uns bei ihm Platz zu nehmen. Im Restaurant selbst hingen nur Lampen mit gelbem Licht, das die Insekten nicht interessierten und es gab Ventilatoren, die die Insekten wegwehten.

    Tim nahm ein Eier-Sandwich mit einer Pepsi und Jasmin eine Nudelsuppe mit einer Limonade für 5.37 Franken.

    Bevor wir ins Hotel zurückkehrten, spazierten wir dem geteerten Weg in die andere Richtung unseres Hotels entlang. Der Weg war gerade einmal so breit, dass zwei TukTuks aneinander vorbeifahren konnten. Autos gab es hier weit und breit nicht, ebenso keine luxuriösen, modernen Hotels. Alle Häuser wie Hotels waren in einem ähnlichen, zum Ambiente passenden Stil erbaut worden.

    In einem geöffneten Laden kauften wir für 9.31 Franken noch eine neue SIM-Karte von Unitel für unser mobilen Router mit 70 Gigabyte. Die Dame im Laden half uns direkt beim Aufladen des Guthabens.

    Auf dem Rückweg kauften wir noch eine grosse Wasserflasche und zwei Magnum-Eiscremes für 3.05 Franken.

    Wir liefen noch in die andere Richtung an unserem Hotel vorbei bis zur Brücke auf die Nachbarsinsel. Hier hörten wir Kühe und Ziegen Laute von sich geben. Da es jedoch langsam zu dunkel wurde, konnten wir nur die Schatten der Tiere erkennen.

    Umso schöner war der Nachthimmel, der so gut wie keine Lichtverschmutzung aufwies.

    Im Zimmer zurück machten wir uns für den morgigen Tag bereit. Zusätzlich hängten wir das mitgebrachte Mückennetz auf, da wir mehrere grössere wie kleinere Mitbewohner hatten.

    Die meisten störten uns nicht, da sie die lästigen anderen Mitbewohner verspeisten. Trotzdem wollten wir nachts mit keinem von ihnen kuscheln.

    Jedoch müssen wir wirklich sagen, die Weltreise hat uns so stark abgehärtet, dass wir sogar zuerst auf die Toilette gehen konnten, mit der Kakerlake im Blick und sie dann erst mit unseren Schlappen ins Jenseits schickten.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 14.69 Fr.
    - Unterkunft: 23.72 Fr.
    - Verkehrsmittel: 49.74 Fr.
    - Allerlei: 9.31 Fr.
    Insgesamt: 97.46 Fr.
    Gesamtkosten: 1’062.53 Fr.
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  • Nongsak Guest House 2/2

    Jan 9–10 in Laos ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute liessen wir uns bewusst viel Zeit beim Aufstehen. Kein Wecker, kein Druck, nur Ruhe und das sanfte Erwachen auf der Insel.

    Gemächlich spazierten wir dem Weg entlang zu einem der Restaurants. Unterwegs zog das Inselleben an uns vorbei. Die lokale Schule, eine Hundefamilie mit fünf tapsigen Welpen, Kühe und Ziegen am Wegrand und unzählige Palmen, die uns den Weg wiesen.

    Im Tageslicht waren die lästigen Insekten der vergangenen Nacht schnell vergessen. Stattdessen verloren wir uns erneut in der Schönheit der Natur und in der wohltuenden Einfachheit dieser Insel.

    In einem kleinen lokalen Restaurant assen wir Omelette mit frischem Gemüse und ein knuspriges Baguette. Dazu ein frisches Getränk für uns beide und das alles für gerade einmal 3.72 Franken.

    Gestärkt packten wir unseren Ausflugsrucksack, verstauten die Drohne und mieteten bei einem älteren Herrn zwei Velos für den ganzen Tag für 2.23 Franken. Beide Velos hatten einen Korb, perfekt für unsere Sachen und perfekt für einen entspannten Tag.

    Der Fahrtwind kühlte angenehm und die Aussicht war schlicht überwältigend. Blühende Blumen, Palmen und kleine, einzigartige Häuser säumten unseren Weg. Immer wieder kreuzten Tiere unsere Fahrt und wir hielten an, um die Jungtiere in aller Ruhe zu beobachten. Teilweise fuhren wir direkt am “Mekong” entlang und blickten auf die vielen kleinen Inseln, jede anders in Farbe und Form. Im Wasser kühlten sich Wasserbüffel ab neben spielenden Kindern. Einige Menschen stellten Fischfallen auf, andere arbeiteten ruhig an ihren Bootsmotoren.

    Ein Ort, an dem die Zeit langsamer zu laufen scheint. Perfekt um die Seele baumeln zu lassen.

    Als erstes steuerten wir den etwa zwei Kilometer entfernten “Namtok Li Phi” an, der beinahe am westlichsten Punkt der Insel liegt. Das Wasser schoss dort mit enormer Kraft durch die Felsen. So schnell und gefährlich, dass kein Boot diese Stelle passieren kann. Der Name bedeutet “Geisterfalle”, denn die Einheimischen glauben, dass sich hier Geister im Wasser aufhalten.

    Für 2.45 Franken Eintritt gelangten wir über stark sanierungsbedürftige Holzbrücken zum Wasserfall. Morsche Stellen waren mit Sperrband gesichert.

    Vor uns lag ein kleiner, aber bezaubernder Wasserfall. Das Wasser kämpfte sich zwischen unzähligen Steinen hindurch, fand immer wieder neue Wege und stürzte schliesslich in die Tiefe. Zwischen Felsen und Wasser hatten sich Pflanzen ihren Platz erobert, ein stiller Beweis für die Kraft der Natur. Zwei alte, nicht mehr funktionierende, aber gut erhaltene Wasserräder rundeten das Bild perfekt ab.

    Weiter flussaufwärts entdeckten wir eine grosse Herde Wasserbüffel. Sowohl männliche und weibliche Tiere, die von mehreren Jungtieren umgeben waren. Einige planschten genüsslich im Wasser, andere ruhten im Schatten oder suchten gemächlich nach Futter. Die grossen Tiere trugen einen Strick durch die Nase, vermutlich zum Leiten oder Reiten.

    Wir fuhren dieselbe Strecke zurück ins Dorf, holten uns für 1.49 Franken zwei Eistees und radelten anschliessend entlang der Ostküste bis etwa zur Mitte der Insel.

    Dort besuchten wir die “Namtok Khone Pa Soy” und zahlten erneut 1.49 Franken Eintritt. Zu Fuss ging es weiter, zuerst über eine wackelige Brücke, die über den rauschenden Fluss führte. Schon nach wenigen Minuten erreichten wir den Wasserfall.

    Auch hier war die Strömung kraftvoll und laut. Fischfallen lagen im Wasser, während Wasservögel ruhig auf den Felsen oberhalb des Wasserfalls sassen. Um die beste Aussicht zu erreichen, hätte man an Seilen hinab- und wieder hinaufklettern müssen. Mit unserem Schuhwerk entschieden wir uns dagegen und genossen den Anblick aus sicherer Entfernung.

    Auf dem Rückweg entdeckten wir ein lokales Restaurant, das auf Stelzen direkt im Wasser des “Mekongs” stand. Von dort bot sich ein traumhafter Blick auf den Fluss und auf die gegenüberliegende Insel “Don Det”.

    Wir liessen uns auf dünnen Matratzen mit einfachen Kissen nieder und genossen den Moment. Vor uns lagen der Fluss, ferne Berge, traditionelle Stelzenhäuser, unzählige Palmen. Begleitet vom beruhigenden Plätschern des Wassers.

    Zum Mittagessen gab es für Tim gebratenes Gemüse mit Ei und für Jasmin frische Sommerrollen mit Gemüse und Nudeln. Dazu eine frisch gepresste Limonade für uns beide, alles zusammen für 5.76 Franken.

    Zurück im Hotel gönnten wir uns ein kurzes Nickerchen, das schlussendlich bis 17:30 Uhr dauerte. Die Sonne und die vergangenen Tage hatten mehr Energie gekostet, als wir gemerkt hatten.

    Am Abend sprühten wir uns mit Mückenschutz ein und fuhren mit den Velos auf die Brücke die zur gegenüberliegende Insel führt.

    Dort erwartete uns ein perfekter Sonnenuntergang.

    Zwar war die Sonne bereits verschwunden, doch der Himmel leuchtete noch lange in intensiven Farben, bis er schliesslich in ein tiefes Orange überging.

    Dankbar, diesen Augenblick nicht verpasst zu haben, gingen wir Abendessen.

    Tim wählte gebratene Nudeln mit Gemüse, Jasmin bestellte erneut Frühstück, Omelette mit Baguette. Dazu eine Pepsi für Tim und ein Eiskaffee für Jasmin. Die Mission war, die Tagebucheinträge endlich nachzuholen.

    Für 4.31 Franken waren wir satt und zufrieden.

    Auf dem Heimweg kauften wir noch eine grosse, gekühlte Wasserflasche für 0.45 Franken.

    Der Plan, später noch produktiv zu sein, wurde erneut verworfen und durch einen tiefen, erholsamen Schlaf ersetzt.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 15.73 Fr.
    - Allerlei: 6.17 Fr.
    Insgesamt: 21.90 Fr.
    Gesamtkosten: 1’084.43 Fr.
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  • Anou Hostel

    Jan 10–11 in Laos ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir besuchten zum letzten Mal das “Emily’s Noodle Restaurant” um zu Frühstücken. Es gab wieder leckeres Omelette mit Baguette und frischen Getränken für 3.27 Franken.

    Gleich neben unserem Hotel kauften wir noch eine grosse, erneut gekühlte Wasserflasche für 0.45 Franken.

    Den restlichen Morgen verbrachten wir damit Bücher zu lesen und das Tagebuch zu ergänzen.

    Gegen 10:30 Uhr packten wir all unsere Sachen zusammen und gingen zur Rezeption. Dort wartete ein kleines Mädchen mit einem Velo auf uns, das uns zur fünf Minuten entfernten Ablegestelle der Insel brachte.

    Hier deponierten wir die grossen Rucksäcke vorne auf dem Boot und kletterten mit den kleinen Rucksäcken auf die letzte Bank des Bootes.

    Mit einem kleinen Zwischenstopp bei einer weiteren Anlegestelle auf derselben Insel fuhren wir im tuckelnden Tempo und mit lautem Motor die nächste halbe Stunde flussaufwärts. Dabei konnten wir ein letztes Mal die traumhafte Landschaft geniessen.

    In “Nakasong” angekommen, stiegen wir direkt am Strand aus.

    Mit “Nakasang Paradise Travel”, dessen Busterminal nur drei Minuten entfernt lag, hatten wir einen Mini-Van nach “Pakxé” für 11.12 Franken gebucht. Dieser sollte heute um 12:00 Uhr von hier abfahren und ungefähr drei Stunden später die Stadt erreichen.

    Mit etwas Improvisation holte Tim uns zum Mittagessen zwei Eiersandwiches, für die er das Toastbrot zuerst in einem Supermarkt besorgte. Dazu holte er Chips mit Tomatengeschmack, Waffeln und zwei Eiskaffees. Alles zusammen für 4.39 Franken.

    Wir sicherten uns wieder die vordersten Plätze gleich hinter dem Fahrer im Mini-Van.

    Unser Fahrer war wie ein Formel-1-Fahrer, der noch etwas Übung brauchte. Wir beide vermuteten, dass er spontan einspringen musste, da er eigentlich für die Tickets zuständig war. Nicht nur seine sehr chaotische Fahrweise fiel auf, sondern auch sein “Fuck”, als er eine weitere Bodenschwelle übersah. Allgemein hofften wir, dass der Unterboden des Vans bis zu unserem Ziel durchhält.

    Wir liessen uns nicht gross von seiner Fahrweise beirren und widmeten uns unseren Büchern und dem Tagebuch.

    Einmal legten wir noch eine Pause für einen Toilettenstopp ein. Dort ging Jasmin für 0.12 Franken auf die Toilette und wir entsorgten unseren Abfall. Dazu verputzten wir noch die wirklich lecker schmeckenden Waffeln.

    Nach einer weiteren Fahrt auf der “Rennbahn” erreichten wir früher als geplant “Pakxé”.

    “Pakxé” liegt am Zusammenfluss der Flüsse “Mekong” und “Xe Don”. Es gilt als Tor zum “Bolaven-Plateau”. Eine Hochebene im Süden des Landes. Bekannt für sein kühleres Klima, fruchtbare Böden, Kaffeeplantagen und zahlreiche Wasserfälle.

    Die Stadt ist dabei bekannt für ihre ruhige Atmosphäre, Märkte und als Ausgangspunkt unzähliger Ausflüge.

    Vom Stadtzentrum aus konnten wir zu Fuss zu unserem “Anou Hostel” laufen. Im zehn Minuten entfernten Hostel hatten wir eine Nacht für 14.71 Franken mit einem eigenen Zimmer sowie Frühstück gebucht.

    Am Abend brachen wir noch einmal ins Zentrum der Stadt auf. Dort besuchten wir einen lokalen Supermarkt namens “Friendship” und kauften zwei Packungen Ramen, Süssgetränke und Brot für 4.36 Franken ein.

    Gleich auf der anderen Strassenseite besuchten wir ein indisches Restaurant und assen zu Abend. Es gab für beide eine Variante von indischem Fladenbrot, Paratha. Einmal gefüllt mit Gemüse, Kartoffeln und mit Ei überbacken, und einmal mit Zwiebeln und Ei gefüllt. Dazu tranken wir je ein Softgetränk. Das Essen schmeckte ausgezeichnet und wir zahlten 4.58 Franken.

    Auf dem Weg zurück zum Hotel machten wir noch einmal einen Zwischenstopp im “Friendship” und kauften eine Magnum-Eiscreme sowie eine Packung Chips mit Sauerrahmgeschmack für 1.79 Franken.

    Vor dem Einschlafen starteten wir gemütlich einen Film und dösten später friedlich ein.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 18.84 Fr.
    - Unterkunft: 14.71 Fr.
    - Transportmittel: 11.12 Fr.
    - Allerei: 0.11 Fr.
    Insgesamt: 44.78 Fr.
    Gesamtkosten: 1’129.21 Fr.
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  • Chitpasong Bus Station

    Jan 11–12 in Laos ⋅ 🌙 20 °C

    Den eigentlich geplanten Ausflug liessen wir ins Wasser fallen und entschieden uns, bereits heute Abend den Nachtbus zu unserem nächsten Ort zu nehmen.

    Wir waren heute in einem kleinen Reisetief, da wir trotz der Weltreise immer wieder etwas vergessen. Das Wichtigste war, keine Erwartungen zu haben, weil diese meistens nicht erfüllt werden. Bisher war Laos schön gewesen, jedoch vermissten wir im direkten Vergleich mit Kambodscha die dortige erfahrene Freundlichkeit.

    Vielleicht war es einfach Zeit, um einen Moment durchzuatmen.

    Kurz nach 08:00 Uhr standen wir auf, um die inklusiven Omelettes mit Salat und Toastbrot zu essen.

    Danach machten wir uns auf den zehnminütigen Weg zur “Chitpasong Bus Station”.

    Dort kauften wir für den heutigen Abend zwei Tickets für 23.84 Franken. Es handelte sich dabei um einen Nachtbus, der etwas schicker als die anderen Anbieter aussah. Einer der Nachtbusse sah dabei sogar wie “der fahrende Ritter” von Harry Potter aus.

    Auf dem Rückweg spazierten wir am “Xe Don” entlang, der schliesslich im “Mekong” endet.

    Ein kleiner, relativ heisser, aber schöner Spaziergang. Niemand sonst hatte sich hierher verirrt, und wir hatten die ganze Promenade für uns alleine.

    Die meisten Läden waren auch hier an einem Sonntag geschlossen. Was irgendwo besser für unser Portemonnaie ist, da wir so nicht auf spontane Ideen wie eine Massage kommen.

    Wir holten in einem lokalen Laden zwei Eiskaffees für 2.61 Franken und legten noch einen Stopp bei einem Coiffeurladen ein. Dort wurden Jasmins Haare für 1.86 Franken gewaschen und mit fein duftendem Öl versorgt.

    Im Zimmer zurück packten wir die letzten Sachen, stellten die zwei grossen Rucksäcke in den vorgesehenen Raum dafür und setzten uns selbst mit den kleinen Rucksäcken in den Gemeinschaftsraum.

    Hier gab es mehrere dünne Matratzen, Kissen, ein Sofa und einen kleinen Esstisch. Wir selbst machten es uns auf einer der Matratzen gemütlich.

    Später zum Mittagessen gab es die gestern gekauften Ramen mit frisch gepresstem Saft für 2.23 Franken.

    Nachmittags holten wir noch einmal einen Saft für 1.12 Franken. Dazu assen wir die ebenfalls gestern gekauften Tomaten-Chips und schauten einen Film auf dem iPad.

    Zum Abendessen bestellten wir im Hostel je eine Portion gebratenen Reis mit Gemüse und Ei für 2.98 Franken.

    Mit unserem gesamten Gepäck marschierten wir, nachdem wir die Zähne geputzt hatten und bereit für die Nacht waren, zum Terminal los. Wir hatten mehr als genug Zeit eingeplant, damit wir nicht in Stress geraten.

    Angekommen konnten wir die grossen Rucksäcke bereits abgeben, und eine halbe Stunde später durften auch wir unsere Plätze einnehmen.

    Da es ein Nachtbus war, gab es eine grosse, dünne Matratze zusammen mit zwei Kissen und Decken. Uns wurden Steckdosen und gratis Wasser zur Verfügung gestellt.

    Dieses Mal gab es nur einen kleinen Vorhang, um uns von den anderen Passagieren abzugrenzen.

    Nach einem Film ging es dann auch für uns um 22:00 Uhr schlafen. Wir hofften auf eine bessere Nacht als letztes Mal.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 8.94 Fr.
    - Transportmittel: 23.84 Fr.
    - Allerei: 1.68 Fr.
    Insgesamt: 34.46 Fr.
    Gesamtkosten: 1’163.67 Fr.
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  • Vang Vieng Freedom View Hostel 1/3

    Jan 12–13 in Laos ⋅ ☀️ 23 °C

    In der Hauptstadt “Vientiane” kamen wir morgens um 07.00 Uhr an.

    Tim hatte leider noch schlechter als das letzte Mal geschlafen, da er viel zu wenig Platz hatte. Jasmin hingegen konnte sogar in den Tiefschlaf finden und war um einiges weniger müde als Tim.

    Nach einer kurzen Verhandlung und dem Aussteigen aus einem bereits vor Ort stehenden Taxi luden wir schliesslich die App “KOKKOK Move” herunter und bekamen ein elektrisches TukTuk für 4.52 Franken.

    Von der “Vientiane Northern Bus Terminal” mussten wir zur fünfzehn Minuten entfernten “Vientiane Southern Bus Station” fahren.

    Unterwegs assen wir das gestern im Supermarkt gekaufte Brot mit Rosinen.

    Mit einem Mini-Van ging es dann die nächsten drei Stunden für 8.90 Franken nach “Vang Vieng”. Nach einer Toilettenpause nach zwei Stunden, die uns 0.11 Franken kostete, fuhren wir noch eine weitere Stunde nach “Vang Vieng”.

    “Vang Vieng” ist eine Kleinstadt in Laos, die bekannt ist für ihre spektakuläre Karstlandschaft, den “Nam-Song”-Fluss und viele aufregende Outdoor-Aktivitäten. Früher war der Ort vor allem für seinen exzessiven Partytourismus berüchtigt. Heute stehen jedoch Abenteuer- und Naturtourismus im Vordergrund.

    Karstberge entstehen, wenn Regenwasser Kalkstein auflöst. Über sehr lange Zeit werden Risse grösser, Teile stürzen ein, und es bleiben steile Karsttürme stehen.

    Auch wir waren dafür hier.

    Vom Mini-Van-Terminal erreichten wir zu Fuss unser für die nächsten drei Nächte gebuchtes “Vang Vieng Freedom View Hostel”. Wir zahlten an der Rezeption die verlangten 34.67 Franken und wurden in das zweite Stockwerk begleitet. Unser Zimmer war einfach, jedoch mit allem ausgestattet. Wir hatten direkt die Wand des Nachbarhauses als Aussicht sowie das Gegenstück der Klimaanlage.

    Die berühmt-berüchtigten Sonnenuntergänge konnten wir schon einmal nicht aus dem Zimmer geniessen.

    Unser Ziel war daher sowieso, unsere meiste Zeit am angegebenen Pool und auf der Terrasse zu verbringen. Schlussendlich befand sich jedoch Ersteres in einem anderen Hostel und war so gut wie voll. Letzteres war momentan in Sanierung, weshalb es ebenfalls nicht genutzt werden konnte.

    Zu unserer Freude konnten wir mit dem Angestellten an der Rezeption vereinbaren, dass wir ab morgen in eines der Zimmer mit Aussicht ziehen dürfen, zum selben Preis.

    Im “7eleven” holten wir uns als erstes Mal ein Süssgetränk, wie einen Eiskaffee, für 1.37 Franken.

    Danach setzten wir uns in eines der lokalsten Restaurants, um Mittagessen zu essen. Beide bestellten ein Baguette, gefüllt mit Omelette und Gemüse. Beide assen das Essen genüsslich auf.

    Auf dem Rückweg holten wir beim “7Eleven” für 6.61 Franken mehrere Liter Wasser, Bier und Snacks.

    Danach schnappten wir uns im Zimmer unser Picknicktuch und unsere Bücher. Wir machten uns zu Fuss auf den Weg zum “Sunset views of mountains”, einem Aussichtspunkt für den perfekten Sonnenuntergang mit einer kleinen Bar.

    Unterwegs erkundigten wir ein wenig die Kleinstadt. Sie ist sehr stark auf den Tourismus konzentriert. Sehr viele Läden verkauften Touren und Souvenirs, und zahlreiche westliche Restaurants reihten sich aneinander. Es gab vermutlich kein Essen, das man hier nicht bestellen konnte.

    Da uns der Ort nicht wirklich gefiel, liefen wir weiter in Richtung Sonne. Bei einem anderen auf “Google Maps” markierten Ort, “Point de vue sunset 🌄”, entschieden wir uns zu bleiben.

    Über einen Holzsteg gelangten wir in einen Pavillon aus Holz und Bambus. Auf dem Boden lagen Strohbalken, die die Möglichkeit gaben sich hinzuhocken. Wir legten die Decke über die Strohbalken und machten es uns bequem.

    Bis um 17.30 Uhr blieben wir sitzen und beobachteten die Sonne. Sie ging langsam hinter einer der Karstberge unter und leuchtete dabei in verschiedenen Orangetönen auf. Die gesamten Karstberge waren dabei nur noch riesige schwarze Berge, die völlig unwirklich aussahen.

    Dabei war nicht nur die Landschaft atemberaubend, mit Palmen, Bergen und unendlichen Flächen mit grasenden Kühen. Sondern auch die hier berühmten Heissluftballon- und Paramotorflüge machten ihrer Berühmtheit alle Ehre.

    Jede Menge verschiedenfarbiger Ballone stiegen in den Himmel und gaben ihm noch ein paar zusätzliche Farben. Später waren auch sie, wie die Berge, dunkle Schatten.

    Auf dem Weg zum Hostel bemerkten wir, dass das ganze Spektakel noch gar nicht fertig war. Schnell begaben wir uns auf die Rooftop Bar vom “Confetti Garden Hotel”, bestellten zwei Bier für 2.41 Franken und genossen von hier oben noch das wunderschöne Farbenspiel am Himmel.

    Wenige Paramotoren drehten noch ihre letzte Runde, bevor sie in der totalen Dunkelheit landeten.

    Durch die Stadt laufend entschieden wir uns bei einem kleinen Essensstand für ein Baguette, gefüllt mit Omelette, Gemüse und Avocado, für 3.34 Franken. Dazu tranken wir ein Bier vom Kiosk nebenan für 1.60 Franken.

    Bevor wir im Hostel verschwanden, holten wir noch ein letztes Bier und Snacks für 4.46 Franken.

    Mit den ergatterten Köstlichkeiten setzten wir uns auf die kleine Terrasse im zweiten Stockwerk unseres Hostels und unterhielten uns eine Weile. Dabei konnten wir das bunte Treiben auf der Strasse beobachten und die Berge im Hintergrund sehen, dunkler als der Nachthimmel.

    Am Himmel strahlte ein Stern heller als der andere.

    Zurück im Zimmer installierten wir noch unser mitgebrachtes Mückennetz, um uns vor den bereits im Zimmer vorhanden Steckmücken zu schützen.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 23.51 Fr.
    - Unterkunft: 34.67 Fr.
    - Transportmittel: 13.42 Fr.
    - Allerei: 0.11 Fr.
    Insgesamt: 71.71 Fr.
    Gesamtkosten: 1’235.38 Fr.
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  • Vang Vieng Freedom View Hostel 2/3

    Jan 13–14 in Laos ⋅ ☀️ 25 °C

    Um 05:00 Uhr riss uns der Wecker aus unserem Tiefschlaf.

    Heute stand eines der grössten Highlights der Reise und unseres Lebens an. Wir durften zum ersten Mal in einen Heissluftballon steigen und dazu einen fantastischen Sonnenaufgang, umgeben von der Karstlandschaft, beobachten.

    Mit dem Touranbieter “Oasis Tour” hatten wir einen halbstündigen Flug für 111.20 Franken gebucht.

    Um 5:50 Uhr wurden wir schliesslich vor der Tür unseres Hostels abgeholt. Mit zwei weiteren Paaren und einer weiblichen Dreiergruppe durften wir den heutigen Flug antreten.

    Am Abflugort angekommen, mussten wir kurz unser Gewicht sowie unsere Namen angeben und unterschreiben, dass egal was passiert, keine Haftung übernommen wird. Dazu teilte er uns mit, dass es bei einer holprigen Landung wichtig ist, in die Hocke zu gehen. Bisher mussten sie dieses Manöver nie anwenden. Auch war es wichtig, keine grossen Bewegungen in der Luft zu machen, da dies den Korb ins Wackeln bringen könnte.

    Wir erfuhren zudem, dass der Ballonpilot den Heissluftballon gar nicht steuern kann. Er kann lediglich die Höhe kontrollieren. Der Flug wird deshalb nur so lange dauern, wie der Wind mitmacht. Solange wir zwischen den Karstbergen hindurchfliegen, wird es keine Probleme geben. Wenn der Wind jedoch abdreht, müssen wir direkt landen.

    Die Nervosität wurde bei Tim allmählich grösser.

    Vor unseren Augen wurde der Korb aus einem kleineren Lastwagen gehoben, der Ballon ausgerollt und Luft hineingeblasen. Langsam wurde dieser immer grösser, bis er sich in seiner vollen Grösse präsentierte. Sie begannen Feuer in den Ballon zu lassen und die letzten Gasflaschen wurden im Korb platziert.

    Dann kam unser Moment.

    Mit einem mulmigen Gefühl stiegen wir in eine der vier vorgesehenen Ecken. In jeder, voneinander abgetrennten Ecke stand ein Pärchen und in einer die Dreiergruppe. Die Türen wurden mit langen Metallstangen geschlossen und wir konnten uns an Schlaufen innerhalb des Korbes festhalten.

    Immer mehr kontrolliertes Feuer wurde von unserem chinesischen Ballonpiloten in den Heissluftballon freigelassen. Langsam hob sich der Korb vom Boden, zuerst wackelig, und als er genug an Höhe gewann, liessen die sechs Männer den Korb los. Wir winkten den unter uns stehenden Männern zu.

    Gekonnt lenkte der Ballonpilot den Heissluftballon über mehrere Bäume und schon befanden wir uns in der Luft.

    Tim bereute in diesem Moment, dass er auch nur einen Fuss in den Korb des Heissluftballons gesetzt hatte. Erstarrt hielt er sich mit beiden Händen an den Schlaufen fest und riskierte es nicht, nach unten zu blicken. Es ging immer weiter in die Höhe.

    Dabei hatten wir einen atemberaubenden Blick auf die aufgehende Sonne. Langsam kämpfte sie sich zwischen den Karstbergen hinauf und liess das Tal in einem angenehmen Morgenlicht leuchten. Die Sonne beschien zusätzlich auch die im Westen liegenden Karstberge und liess diese zusammen mit dem tiefliegenden Nebel in träumerischen Farben erstrahlen.

    Kurze Zeit später erreichten wir die höchstmögliche Höhe von 1’000 Metern. Dies teilte der Ballonpilot mit einem strahlenden Lächeln mit. Tim fand dies gar nicht zum Belächeln und freute sich auf das Absinken.

    Langsam verloren wir an Höhe und Tim konnte sich zum ersten Mal dazu bewegen, die Umgebung wirklich wahrzunehmen.

    Die Sonne hatte bereits einige Meter an Höhe gewonnen und liess die Landschaft in leichten pastellfarbenen Tönen erleuchten. Wir flogen immer tiefer und überquerten die Kleinstadt “Vang Vieng” mit wenigen Metern über den höchsten Gebäuden. Einmal dachten wir sogar, dass wir in eine der Palmen fliegen würden. Unser Ballonpilot nahm es gelassen und flog knapp über diese hinweg.

    Auf der anderen Seite der Kleinstadt und in der morgendlichen Stimmung landeten wir. Es war eine perfekte Landung und die Mitarbeiter des Unternehmens warteten bereits auf uns. Sie hielten den Korb fest, damit wir nicht wieder abhoben oder umkippten. Wir stiegen einer nach dem anderen aus.

    Gleich nebenan landete ein weiterer Heissluftballon, dem wir dabei zuschauen konnten.

    Von unserem Ballonpiloten gab es daraufhin noch ein Zertifikat, dass wir mit ihm Heissluftballon geflogen waren. Natürlich brauchte Tim als Beweis ein Foto vom Heissluftballon und Zertifikat.

    Er hatte es tatsächlich geschafft, seine Angst zu überwinden.

    Mit dem gleichen offenen Mini-Van oder grösseren TukTuk wurden wir wieder bei den verschiedenen Hotels abgesetzt. Dort erwartete uns bereits das inklusive Frühstück aus Baguette, Omelette und frischen Früchten.

    Nach dem Essen fielen wir wieder ins Bett und schliefen bis um 12:00 Uhr durch.

    Geweckt wurden wir von der Putzequipe, welche unser Zimmer bereits als ausgecheckt eingetragen hatte. Wir erklärten kurz die Situation und durften etwas später unser neues Zimmer mit Aussicht auf die Stadt beziehen.

    Zum Mittagessen gingen wir gebratenes Gemüse und Reis für den Preis von 5.38 Franken essen.

    Zurück im Zimmer packten wir unseren kleinen Reiserucksack mit frisch gekauftem Wasser und Snacks für 1.19 Franken. Jasmin hatte im “7Eleven” mit roter Bohnenpaste gefüllte Brötchen gefunden.

    Den nächsten Stopp legten wir beim “Vang Vieng Bicycle Rental and Sales” ein, bei dem wir für 7.43 Franken zwei Mountainbikes bis morgen um 20:00 Uhr mieten konnten.

    Wir fuhren dem “Mae Nam Xong”, dem “Nam Song-Fluss”, als Erstes eine Weile flussaufwärts entlang. Dabei blickten wir zunächst auf die Kleinstadt, die auf der westlichen Seite des Flusses lag, fuhren an vielen kleinen lokalen Strassenrestaurants sowie Ständen vorbei, die direkt am Wasser platziert waren sowie durch eine teilweise grüne Natur.

    Später wechselten wir über eine einspurige Brücke wieder auf die östliche Seite des Flusses, fuhren durch ein Dorf und erreichten die “Namsong Blue Bridge”. Für die Aussicht von der Brücke müsste man eigentlich bezahlen, jedoch liessen wir es und genossen die Aussicht auf die Landschaft, die Berge und den Fluss von unten aus.

    Nach weiteren zehn Minuten Fahrt in Richtung Westen brachen wir die Fahrt ab. Die Fahrt nach “Pha Tang”, einem auf “Google Maps” sehr schön aussehenden Ort, dauerte zu lange, um danach vor dem Sonnenuntergang zurück zu sein. Diesen wollten wir bereits von einem der bekanntesten Aussichtspunkte anschauen.

    Wir machten uns auf den Weg zurück in die Stadt. Dabei legten wir eine Pause bei einem lokalen Restaurant direkt am Fluss ein. Das kleine Restaurant stand auf Stelzen mit Holzplatten als Boden im Wasser. Es gab mehrere Campingstühle und kleine Tische sowie weitere Stühle. Auf zwei Campingstühlen nahmen wir ganz vorne am Wasser Platz.

    Dazu bestellten wir zwei Süssgetränke für 1.85 Franken.

    Als es langsam spät wurde, schnappten wir uns die Mountainbikes und fuhren zum Hostel. Dort holten wir unsere Pullover und radelten kurze Zeit später in Richtung Westen. Auf “TikTok” wurde der auf 300 Meter liegende “Pha Ngern Silver Cliff View Point” empfohlen, um einen perfekten Sonnenuntergang mitzuerleben.

    Nach zwanzig Minuten bogen wir auf eine Schotterstrasse ab. Laut der heruntergeladenen App “Maps.me” und einem grossen Schild waren wir hier richtig. Nach weiteren zehn Minuten und mehreren Kindern, die entweder ein “X” mit ihren Armen formten oder “No” sagten, wurden wir stutzig.

    Tatsächlich waren wir zu früh abgebogen und die Schotterstrasse endete nicht beim erhofften Ticketschalter.

    Ein wenig unter Zeitdruck kehrten wir um, fuhren zurück auf die Hauptstrasse und bogen nach einem steilen Hügel in eine andere Schotterstrasse ab.

    Zu unserer Freude tauchte nach gut drei Minuten der Ticketschalter auf, an dem wir 1.48 Franken zahlten.

    Wir konnten noch bis ans Ende der Schotterstrasse fahren, stellten dort die Mountainbikes ab und liefen an einem kleinen Laden vorbei in Richtung Berg. Die Dame des Ladens schaute verwundert auf die Uhr, als wir lächelnd an ihr vorbeimarschierten.

    Ja, wir wussten, dass wir viel zu spät für den Sonnenuntergang waren.

    In Lichtgeschwindigkeit rannten wir den Berg hoch. Manchmal unterstützten uns steinige Treppen, manchmal war der Boden nur mit abgerundeten Steinen übersät. Letztere gaben uns das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein.

    Ohne Pause und in einem rasanten Tempo legten wir die Höhenmeter zurück.

    Irgendwann kamen wir ins Stocken. Wir wussten zwar, dass wir nicht die Sportlichsten waren, jedoch erwarteten wir, die 300 Höhenmeter in guten 20 Minuten zu erreichen. In diesem Moment bemerkten wir, dass wir schon wieder falsch abgebogen waren. Wir befanden uns nicht auf dem Weg zum “Pha Ngern Silver Cliff View Point”, sondern zum “Silver Cliff Viewpoint”.

    Dieser hatte im Gegensatz zum ersten Aussichtspunkt eine Höhe von 660 Metern.

    Aufgeben kam nicht in Frage und so kämpften wir uns hinauf. Die Sonne war bereits untergegangen, aber das war uns egal. Mit der Zeit wurde der Weg immer steiler, bis wir schlussendlich mithilfe von Seilen über die grösseren Steine hinwegklettern mussten. Mehrere Touristen und sogar ein Mönch kamen uns entgegen und versuchten uns motiviert zu halten.

    Bei perfekter Abendröte erreichten wir tatsächlich den ersten und neu geplanten Zwischenstopp beim “Silver Cliff Viewpoint One” auf 500 Metern.

    Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt.

    Trotz des verpassten Sonnenuntergangs hatten wir immer noch den ganzen Himmel in den verschiedenen, immer dunkler werdenden Tönen zu bestaunen. Die letzten Heissluftballone beendeten langsam ihren Flug und mehrere Paramotoren drehten ihre gewagten Runden über die hohen Berge. Einige trauten sich sogar, knapp über unsere Köpfe hinwegzugleiten, was das ganze Spektakel noch einzigartiger machte.

    Die letzten beiden anwesenden Touristen verliessen kurz darauf den Aussichtspunkt und wir konnten das Geschehen zu zweit geniessen. Dazu gab es ein paar eingepackte, dringend benötigte Snacks und zwei Liter Wasser.

    Als die Farben langsam ins Dunkelblaue übergingen, schnappten wir uns die leichteren Rucksäcke und machten uns an den Abstieg.

    Mit der einen Hand hielten wir uns fest und mit der anderen leuchtete jeder für sich den Weg aus. Es war bereits stockdunkel. Die einzigen zwei Lichter weit und breit waren jene unserer Handys. Trotz der ständig raschelnden Geräusche um uns herum versuchten wir, entspannt zu bleiben.

    Dabei machten es uns die einzigen zwei gesehenen grösseren, haarigen Spinnen einfacher.

    Unten angekommen setzten wir uns wieder auf unsere Mountainbikes, befestigten die Handys an der Handyhalterung und folgten deren Licht. Unsere Helme hatten zudem hinten ein Licht, was uns mehr Sicherheit auf dem Weg zum Hostel ermöglichte.

    Der leicht abwärts führende Weg brachte uns schnell zurück in die Kleinstadt.

    Dort parkten wir die Mountainbikes direkt vor dem Hostel. Danach beeilten wir uns, zur langersehnten heissen Dusche zu kommen. Es war draussen bereits kühl geworden und der Schweiss machte das Ganze nicht besser.

    Frisch geduscht schnappten wir unseren Wäschesack und gaben diesen zwei Strassen weiter bei einer Wäscherei ab. Wir zahlten 5.78 Franken für Waschen und Trocknen.

    Zum Abendessen gab es erneut ein Baguette gefüllt mit Omelette und Gemüse. Zusätzlich erhielten wir beide einen frisch gepressten Saft und zahlten insgesamt 3.72 Franken.

    Im “7Eleven” holten wir wieder drei Liter Wasser für 0.59 Franken und zogen uns ins Zimmer zurück.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 14.21 Fr.
    - Allerei: 125.89 Fr.
    Insgesamt: 140.10 Fr.
    Gesamtkosten: 1’375.48 Fr.
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  • Vang Vieng Freedom View Hostel 3/3

    Jan 14–15 in Laos ⋅ ☀️ 26 °C

    Wir wachten bereits mit Muskelkater auf. Dabei war der Plan, erst heute die grosse und anstrengende Route auf uns zu nehmen.

    Nach sechsmaligem Drücken der Schlummertaste krochen wir aus dem Bett. Das Frühstück würde nur noch fünfzehn Minuten lang serviert werden. Das wollten wir auf keinen Fall verpassen.

    In Sekundenschnelle zogen wir unsere Wanderkleidung an und legten die zwei Stockwerke hinter uns. Unten angekommen konnten wir gerade noch etwas bestellen. Tim nahm heute französischen Toast mit Konfitüre. Jasmin blieb beim Omelette mit Baguette.

    Wir nahmen die am Vortag bereitgestellten Rucksäcke und schwangen uns auf die Mountainbikes.

    Der erste Zwischenstopp lag rund 40 Minuten ausserhalb der Kleinstadt. Wie bereits am Vortag fuhren wir in Richtung Westen. Dabei bewegten wir uns im "Vang Vieng-Tal", bessergesagt zwischen den Karstbergen. Es waren deshalb kaum Höhenmeter zu bewältigen. Dafür legten wir vor allem Strecke zurück.

    Am Ziel angekommen erklommen wir den “Nam Xay-Aussichtspunkt" in unter 30 Minuten. Dank des gestrigen Trainings klappte dies problemlos. Hier war jedoch mehr Kletterarbeit nötig. Die Steine waren stark abgeschliffen und die Abstände dazwischen teilweise sehr gross. Meistens gab es auf beiden Seiten entweder Bambusgeländer oder Seile zur Unterstützung.

    Kurz vor Mittag erreichten wir den höchsten Punkt des Karstbergs.

    Uns wurde einerseits ein fantastischer Blick auf das von Karstbergen umsäumte "Vang Vieng-Tal" geboten. Andererseits sahen wir die Umrisse momentan trockengelegter Reisfelder mit mehreren kleineren Wäldern. Auf der dem Tal zugewandten Seite stand zudem mitten im Nichts ein etwas kleinerer Karstberg. Dieser liess einen die Landschaft noch mehr mit offenem Mund bestaunen.

    Auf beiden Seiten des Berges war auf einem kleineren Vorsprung jeweils ein Motorrad befestigt. An beiden wehte eine laotische Flagge.

    Wir setzten uns, wie es sich für gute Touristen gehört, auf beide Motorräder und machten Fotos.

    Die nächsten 40 Minuten legten wir wieder mit den Mountainbikes zurück. Der Weg wurde dabei immer ländlicher. Die Dörfer wurden kleiner. Bald waren wir fast nur noch von Reisfeldern umgeben. Dazu kamen viele grasende Kühe sowie Wasserbüffel. Die zuvor weit entfernten Karstberge am Ende vom Tal rückten immer näher.

    Einen Kilometer vor der “Blue Lagoon 3” machten wir Halt bei einem kleinen Laden, der Getränke verkaufte. Für 0.74 Franken erhielten wir eine grosse Wasserflasche.

    Nur wenige Meter weiter fanden wir ein Restaurant für das Mittagessen. Es gab eine leckere Reisnudelsuppe mit frischem Gemüse. Diese kostete 2.60 Franken.

    Gestärkt ging es weiter zur “Bo Nam Si Fa Sam”, auch bekannt als “Blue Lagoon 3”.

    Wir zahlten den angegebenen Eintrittspreis von 1.49 Franken. Anschliessend fuhren wir über eine Schotterstrasse zu einem Parkplatz. Dort standen bereits mehrere Motorräder und Autos. Wir parkten als gefühlt Einzige unsere Mountainbikes daneben.

    Wie im Bilderbuch lag das glasklare, blaue Wasser direkt unterhalb eines grossen Karstbergs. Dieser war mit üppig grünen Pflanzen wie Palmen bedeckt. Leider liegt dadurch die Lagune schnell im Schatten des Berges.

    Da wir relativ spät dran waren, konnten wir die Lagune nicht mehr im direkten Tageslicht bestaunen. Auch durch die fehlende Sonne wurde es rasch etwas kühler.

    In der Lagune schwammen einige Personen. Sie liessen sich mithilfe einer Seilschaukel oder einer Seilrutschr ins Wasser gleiten. Zwischen den Badenden entdeckten wir einzelne Fischschwärme.

    Auf der zugänglichen Seite gab es Picknicktische, Doppelliegen mit Strohdach und Kissen sowie ein Restaurant.

    Tim zog sich trotz den kühleren Temperaturen seine Badehose an und sprang in die Lagune. Das Wasser war kühl, aber nicht zu kalt. Es war perfekt für eine angenehme Abkühlung nach der langen Fahrt in der Sonne.

    Diese brannte nicht so stark wie im Sommer. Zudem machte die fehlende Feuchtigkeit die Fahrt angenehmer. Trotzdem war es warm genug, um ordentlich zu schwitzen.

    Anschliessend ging es weiter zur “Bo Nam Si Fa Song”, auch bekannt als “Blue Lagoon 2”.

    Da es sich um einen Rundweg handelte, fuhren wir bis auf den ersten Kilometer durch eine andere Landschaft. Kurz vor dem Landschaftswechsel kauften wir nochmals drei Liter Wasser für 0.74 Franken. Danach bogen wir auf die bisher unbekannte Strasse ab.

    Die Sonne stand bereits relativ tief. Dadurch wurde die Fahrt spürbar kühler. Die grössten Steigungen lagen inzwischen hinter uns.

    Bei der “Blue Lagoon 2” zahlten wir erneut 1.49 Franken Eintritt. Wir erwischten sogar noch die letzten Sonnenstrahlen.

    Beide bisher besuchten Lagunen lagen im Südwesten des Tals.

    Schnell zogen wir uns um und gingen gemeinsam schwimmen. Tim sprang erneut vom Sprungturm mit der Seilschaukel ins Wasser. Jasmin schnappte sich einen der umherschwimmenden Luftreifen und liess sich darauf treiben.

    Da die Lagune grösser war und eher in südlicher als westlicher Richtung lag, hatten wir Glück mit dem Licht. Auch die Berge waren etwas weiter entfernt. Dafür befanden sich zusätzlich mehrere Steinformationen im Wasser.

    Wir fühlten uns wie in einem Freibad in der Schweiz. Überall lagen Menschen mit ihren Badetüchern. Einige sonnten sich, andere lasen oder schliefen. Manche planschten noch im Wasser, während andere bereits mit Grillieren begannen. Zudem gab es viele kleine, offene Hütten mit Strohdach. Darin lagen Kissen und es standen Stühle bereit.

    Alles wirkte sehr ruhig und gemütlich. Wären wir früher hier gewesen, hätten wir problemlos mehrere Stunden verbringen können.

    Leider mussten wir weiterziehen.

    Der ursprünglich für den Vortag geplante “Pha Ngern Silver Cliff View Point” stand nun auf dem Programm. Dafür hätten wir erneut eine halbe Stunde zurück in Richtung Kleinstadt fahren müssen. Anschliessend wären rund 20 Minuten Aufstieg nötig gewesen.

    Da wir beide nicht mehr Lust auf diese zusätzliche Anstrengung hatten, beschlossen wir, es für heute sein zu lassen.

    Wir fuhren weiter zurück Richtung "Vang Vieng" bis zu einer Tankstelle. Dort kauften wir für 3.12 Franken drei kleine Chipspackungen und zwei Süssgetränke.

    Anschliessend nahmen wir erneut beim “Point de vue sunset” Platz.

    Dieses Mal setzten wir uns auf die kostenlos zur Verfügung gestellte Dachterrasse. Von dort aus genossen wir den Sonnenuntergang.

    Erneut durften wir das magische Bild von Heissluftballonen, Paramotoren und der untergehenden Sonne erleben. Der Himmel gab wieder sein Bestes. Er zeigte sich in unzähligen Farben.

    Der Wind wehte heute nach Osten. Deshalb landete ein Heissluftballon nach dem anderen direkt neben uns. Die meisten Landungen erfolgten ungeplant. Oft geschah dies auf Reisfeldern oder direkt neben der Strasse.

    Die Startbahn direkt neben uns, die zum Touranbieter “Oasis Tour” gehört, wurde kurzzeitig zweckentfremdet. Die eigentliche Start- und Landebahn der Paramotoren wurde von zwei Heissluftballonen blockiert.

    Es war äusserst unterhaltsam zuzusehen, wie sich die Fahrzeuge der Touristen einen Weg durch das Durcheinander suchten.

    Ehrlich gesagt waren wir sehr dankbar, bereits am Vortag geflogen zu sein. Heute in einem der Ballone zu sitzen, hätte uns deutlich weniger gefallen.

    Als das Farbenspiel langsam zu Ende ging, brachten wir die Mountainbikes zurück.

    Danach holten wir unsere frisch gewaschene Wäsche in der Wäscherei ab. Endlich konnten wir unter die langersehnte heisse Dusche springen und saubere Kleidung anziehen.

    Zum Abendessen besuchten wir erneut ein lokales Restaurant. Wir zahlten 4.09 Franken für zweimal gebratenen Reis mit einmal zusätzlicher Ananas.

    Auf dem Heimweg gönnten wir uns noch eine frisch gepresste Limonade für 0.74 Franken.

    Im Supermarkt kauften wir zwei wohlverdiente Magnum-Eiscremes, Brot für den nächsten Tag und die originale japanische Süssigkeit "Dorayaki". Der Gesamtpreis betrug stolze 9.60 Franken.

    Kaum war die Eiscreme gegessen, zogen wir uns in unser Zimmer zurück.

    Die heute gefahrenen 40 Kilometer sowie die Wanderung hatten uns deutlich zugesetzt. Die wenigen Pausen halfen dabei nur bedingt.

    Am sinnvollsten wäre es gewesen, bereits um 08:00 Uhr loszufahren. So hätten wir alle Orte zur passenden Tageszeit besucht. Zudem wäre mehr Zeit zwischen den Aktivitäten geblieben.

    Nun ja, vielleicht beim nächsten Mal.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 21.63 Fr.
    - Allerei: 4.47 Fr.
    Insgesamt: 26.10 Fr.
    Gesamtkosten: 1’401.58 Fr.
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  • Chitlatda Central Bila House

    Jan 15–16 in Laos ⋅ ☀️ 22 °C

    Früher, als das Frühstück serviert wurde, mussten wir bereits das Hostel verlassen.

    Wir hatten mit dem Tourunternehmen “Oasis Tour” eine Fahrt nach “Luang Prabang” gebucht. Diese Fahrt beinhaltete den Transfer zur “Vang Vieng Railway Station” mit einem TukTuk und zwei 1.-Klasse-Tickets zur “Luang Prabang Railway Station” für 29.33 Franken. Die anderen Tickets in der Holzklasse waren leider bereits alle ausgebucht oder fuhren viel zu spät.

    Am Bahnhof angekommen, gab es eine ganze Leibesvisite. Das Gepäck wurde wie bei der Gepäckkontrolle am Flughafen durchleuchtet. Während des Prozesses mussten wir beide unsere Schweizer Sackmesser abgeben.

    Der Zug verband nämlich nicht nur laotische Städte untereinander, sondern fuhr bis in mehrere Städte nach China.

    Während der Wartezeit holten wir beim “Café Amazon” noch einen erstklassigen Eiskaffee für 1.41 Franken und assen das gestern gekaufte Rosinenbrot.

    Die 1. Klasse war weniger luxuriös als erwartet. Es waren normale Sitzplätze, ausgestattet mit einem ausziehbaren Tisch und einer verstellbaren Rückenlehne und grosse Fenster, sodass wir die Landschaft beobachten konnten.

    Was uns nichts brachte, da wir so gut wie nur durch Tunnels fuhren. Hin und wieder konnte man durch die kleinen Unterbrechungen die Berge und Reisfelder aufblitzen sehen.

    Bei der “Luang Prabang Railway Station” angekommen, warteten dutzende TukTuk- und Mini-Van-Fahrer auf die herausströmenden Touristen. Der Bahnhof ist eine gute halbe Stunde mit dem Auto ausserhalb der Stadt erbaut worden. Zwei Spanierinnen gabelten uns auf und nannten uns einen sehr günstigen Preis zum Mitfahren. Wir nahmen das Angebot an und verliessen etwas später den überfüllten Bahnhof.

    Der Fahrer setzte uns für 2.98 Franken vor unserer nächsten Übernachtung beim “Chitlatda Central Bila House” ab.

    Dort erwartete uns bereits der Besitzer des Hauses. Wir zahlten ihm 20.08 Franken für das private Doppelzimmer inklusive Frühstück am nächsten Morgen.

    Da die Zimmer noch nicht einzugbereit waren, durften wir die Rucksäcke in der Lobby deponieren.

    Als wir das günstige Angebot des Hauses sahen, zum einer der berühmtesten Wasserfälle des Landes zu fahren, buchten wir die Mini-Van-Hin- und Rückfahrt für 7.47 Franken beim Besitzer. Die Tour sollte um 11:30 Uhr starten.

    Wir hatten bereits 11:00 Uhr.

    Schnell kauften wir in einem naheliegenden Supermarkt zwei Ramen und Süssgetränke für 2.28 Franken. Das heisse Wasser bekamen wir in unserer Unterkunft. In wenigen Minuten packten wir den Tagesrucksack und stiegen mit den dampfenden Ramen in den bereits wartenden Mini-Van ein.

    Wir assen so schnell wie möglich, bevor der Mini-Van bis zum Abwinken gefüllt wurde. Jasmin sass dabei auf einem losen, weichen Hocker, der im Gang zwischen den befestigten Stühlen stand.

    Für eine Stunde war das völlig machbar.

    Wir sahen unterwegs immer wieder den “Mekong”, viele grüne Flächen und die ersten wieder bepflanzten Reisfelder. Dazu gab es allerlei kleine, schön eingerichtete, offene und überdachte Holzhäuser mit Sitzmöglichkeiten zwischen den Reisfeldern. Diese gehörten zu Restaurants, die die einzelnen Häuser mit Holzstegen in wenigen Metern Höhe verbanden.

    Die Strasse war holprig und kurvig. Der Fahrer fuhr teilweise sehr schnell, sodass wir uns gut festhalten mussten. Unterwegs passierten wir kleine Dörfer, in denen Wasserbüffel auf den Feldern standen und Kinder am Strassenrand spielten.

    Beim "Tat Kuang Si” oder auch “Kuang Si Wasserfall” zahlten wir die verlangten 4.48 Franken für den Eintritt und durften kurze Zeit später auf einem grösseren Golfauto die zehnminütige Fahrt in die Nähe des Wasserfalls antreten.

    Der “Tat Kuang Si” ist bekannt für seine türkisfarbenen, stufenförmigen Kaskaden. Dazu hat der Wasserfall mehrere natürliche Badebecken und eine tropische Waldumgebung. Mit einer Höhe von 60 Metern ist er der vierthöchste und einer der schönsten Wasserfälle des Landes.

    Wir spazierten bis ganz oben, um beim höchst liegenden Wasserfall zu starten.

    Trotz der Mittagsstunde war es durch die Sonne nicht zu heiss. Es war sogar fast schon besser, dass es Mittag war. So stand die Sonne genau perfekt in der Mitte des Himmels und das türkisfarbene Wasser konnte prachtvoll leuchten.

    Mit der tropischen Landschaft um den Wasserfall und den einzelnen Pflanzen, die einen Weg gefunden hatten, mitten im Wasserfall zu stehen, sah es wirklich sehr schön und besonders aus.

    Als sich immer mehr Menschen auf der Brücke mit dem idealsten Blick auf den grossen Wasserfall versammelten, liefen wir dem Wasser stromabwärts entlang.

    Immer wieder sahen wir kleinere Stufen mit dem türkisfarbenen Wasser. Hätten wir unsere Badesachen eingepackt, wären wir am liebsten auch in einem dieser Pools gesprungen. Die Landschaft wie auch die natürlichen Pools wurden sehr gepflegt.

    Am Ende der Stufen befand sich noch das “Tat Kuang Si Bear Rescue Centre, Free the Bears”.

    “Tat Kuang Si Bear Rescue Centre” rettet misshandelte Mondbären aus illegaler Gefangenschaft. Den meisten gefangenen Mondbären wurde über Jahre lang immer wieder Gallensaft schmerzhaft und qualvoll mit einem Röhrchen aus der Galle entnommen. Dabei wurde der Gallensaft in manchen Ländern als traditionelles Heilmittel angesehen. Die Wunden infizierten sich oft, sie hatten starke Verletzungen und waren viel Stress sowie Krankheiten ausgesetzt.

    Sie wurden in engen, kleinen Käfigen übereinander gestapelt gehalten.

    Im “Tat Kuang Si Bear Rescue Centre” werden sie aus diesen Gefangenschaften befreit. Sie werden in naturnahen Gehegen gepflegt und trainiert, um natürliche Verhaltensweisen wie Klettern, Nahrungssuche und soziale Interaktion zu üben. Ziel ist es, die Bären, soweit möglich, später in geschützte Waldgebiete auszuwildern. Besucher können dabei die Tiere beobachten und gleichzeitig über Artenschutz und Rehabilitation lernen.

    Die hier lebenden Tiere können anscheinend nicht ausgewildert werden, da sie zu lange in Gefangenschaft lebten oder sogar in Gefangenschaft geboren sind.

    Umso besser ist es, dass die Tiere sich in ihrem neuen Zuhause auch zurückziehen können, ohne von den Besuchern gestört zu werden. Zudem gibt es keinen Eintrittspreis, sprich die Bären werden nicht als lukrative Einnahmequelle genutzt.

    Auch achten sie darauf, nicht zu viele Tiere aufzunehmen, damit der vorhandene Platz nicht eingeschränkt wird.

    Tiere, die ausgewildert werden können, werden in grössere Freiluft-Schutzgebiete in Laos gebracht. Dort werden sie zum Beispiel wie im neuen “Luang Prabang Wildlife Sanctuary” rehabilitiert und ausgewildert.

    Wir setzten uns auf zwei Stühle direkt vor dem Glasfenster und beobachteten dort die momentan drei sichtbaren Mondbären. Mit ihrem schwarzen, seidig glänzenden Fell mit dem charakteristischen weissen Halbmond auf der Brust sahen sie einfach zum Kuscheln aus.

    Nach einiger Zeit machten wir uns auf die Socken. Da es Mittaghitze war, waren auch die Mondbären nicht wirklich interessiert daran, herumzuklettern.

    Wir liessen sie in Ruhe weiter dösen.

    Wieder unten angekommen holte sich Jasmin eine frisch gepresste Limonade für 1.12 Franken.

    Um dieses Mal einen etwas besseren Sitzplatz auf dem Rückweg zu ergattern, setzten wir uns wieder in das Golfauto zurück zu den Mini-Vans. Dort nahmen wir auf einer Erhöhung bei den Parkplätzen Platz und warteten.

    So gut wie pünktlich wurden wir um 15:00 Uhr wieder abgeholt.

    Tatsächlich konnten wir einen Platz nebeneinander am Fenster auf normalen Sitzen ergattern.

    Die Fahrt zurück war genauso holprig und wahnsinnig wie die Hinfahrt. Dieses Mal hatte er es sogar so eilig, dass er bei einer Baustelle falsch fuhr und auf die noch nicht gemachte Strasse kam. Im Retourgang manövrierte er sich wieder aus dieser Situation und wir fuhren zurück nach “Luang Prabang”.

    “Luang Prabang” ist eine ruhige, im Norden des Landes liegende Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe.

    Sie ist UNESCO-Weltkulturerbe, da ihre Altstadt aussergewöhnlich gut erhalten ist. Sie besteht aus einer Mischung laotischer Holzhäuser, buddhistischen Tempel und französischen Kolonialarchitekturen. Sie ist ein seltenes Beispiel für das Zusammenleben von asiatischer Tradition und europäischem Einfluss.

    Dazu liegt die Altstadt wie auf einer Halbinsel, umschlossen vom “Nam Khan” und dem “Mekong”-Fluss.

    In der Stadt zurück durften wir direkt unser Zimmer beziehen. Dort schnappten wir unsere Wasserflasche und verliessen kurze Zeit darauf wieder das Zimmer. Trotz der Müdigkeit wollten wir noch ein wenig die Stadt erkunden und uns ein eigenes Bild von ihr machen.

    Anfangs liefen wir dem “Nam Khan”-Fluss entlang.

    Die Stadt war wirklich ruhig und die Atmosphäre angenehm. Die Aussicht war dazu hinreissend schön mit den hohen Bergen im Hintergrund, den Palmen und der abendlichen Sonne.

    Bei der Mündung der beiden Flüsse folgten wir dem “Mekong”. Hier stiessen wir auf unzählige, einfache aber schön eingerichtete Restaurants, die einen perfekten Blick auf den Sonnenuntergang boten. Es wurden auch dreistündige Touren auf dem Fluss angeboten, bei denen Essen und Getränke bei Sonnenuntergang serviert wurden.

    Kleine Souvenirläden waren ebenfalls hier vertreten und verkauften allerlei selbstgemachte Schönheiten. Die Häuser auf der anderen Strassenseite der Promenade wirkten fehl am Platz. Mit ihrer französischen, farbigen und gut erhaltenen Architektur neben den laotischen Restaurants und Hotels sah es unwirklich aus.

    Die Promenade weiterfolgend, sahen wir das bunte Farbenspiel der Sonne, bevor wir in eine Gasse abbogen.

    Wir fanden in einer weniger touristischen Umgebung ein kleines Restaurant. Dort gab es für Tim eine leckere Portion Pad Thai mit Hähnchen und für Jasmin gebratenen Reis mit einem grossen Omelette oben drauf. Dazu teilten wir ein zuckerfreies Süssgetränk. Das Ganze kostete uns 4.48 Franken.

    Über den “Street For Night Market food” und den “Good Night Market” marschierten wir zum nächsten Supermarkt. Dabei sahen wir Köstlichkeiten von süss bis salzig, allerlei ausgefallene Souvenirs und Krimskrams.

    Im Supermarkt kauften wir für 18.84 Franken den halben Laden leer.

    Da wir ab morgen zwei Tage bis spätabends auf einem Boot sein würden, kauften wir genug für die beiden Mittagessen, Snacks für die Langeweile und literweise Wasser für die Reise ein. Wir fanden sogar uns bekannte australischen Chips, die aus Vollkorn bestanden. Dazu kamen Süssgetränke und eine Eiscreme für heute.

    Abends telefonierte Jasmin mit ihren Eltern und Tim schnitt die neusten Videos.

    Alles war für die Überfahrt nach Thailand bereit.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 28.13 Fr.
    - Unterkunft: 20.08 Fr.
    - Verkehrsmittel: 39.78 Fr.
    - Allerei: 4.48 Fr.
    Insgesamt: 92.47 Fr.
    Gesamtkosten: 1’494.05 Fr.
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  • Buakhai River Side Hotel

    Jan 16–17 in Laos ⋅ 🌙 20 °C

    Morgens um 07:00 Uhr stand unser Frühstück für uns zum Mitnehmen bereit und unser grösseres TukTuk war auch schon da.

    Wir schwangen uns mit all unserem Gepäck auf die Ladefläche und setzten uns gleich hinter der Fahrerkabine auf die gegenüberliegenden Holzbanken.

    Für die zweitägige Bootfahrt von je zehn Stunden sowie die Fahrt zum heutigen “Slow Boat Terminal” zahlten wir 37.37 Franken.

    Wir fuhren zum nächsten Hotel, aus dem wir Touristen einpacken sollten. Nach einer halbstündigen Wartezeit, als kein Tourist einstieg, merkte der Fahrer, dass er falsch war. Dann hatten wir endlich die besagten Touristen im Auto, diese mussten aber im Gegensatz zu uns um 08:00 Uhr am Busbahnhof sein. Als nächstes stiegen zwei weitere Frauen ein, die ebenfalls zum Busbahnhof wollten. Als dann noch zwei Strassen später weitere sechs Frauen von der Gruppe einsteigen wollten, wurde es langsam eng.

    Am Ende standen wir erneut eine halbe Stunde dort und die acht Frauen diskutierten extrem respektlos mit unserem Fahrer. Sie hätten einen privaten Transfer gebucht, ohne uns. Wir, die nichts dagegen hatten, wenn sie alleine fahren wollten und weiter mit dem Unternehmen diskutieren, warteten mehr oder weniger geduldig, bis die zwei Frauen ausstiegen, um mit zu diskutieren.

    Unser Fahrer kam kurze Zeit später zu uns und bat uns, in einen anderen Wagen, dieses Mal einen Mini-Van, umzusteigen.

    Dort trafen wir auf zwei weitere Gäste, die bereits seit einer Stunde vor ihrem Hostel standen, um vom Mini-Van abgeholt zu werden. Es war endlos chaotisch und wir kamen alle nicht draus, wo das Problem entstanden war.

    Mit zwei Stunden Verspätung schafften wir es tatsächlich noch fünf Minuten vor Abfahrt auf unser Boot.

    Leider waren durch die ungeplante Verspätung die guten Sitzplätze vergeben und wir mussten in einer der hinteren Reihen einen Platz suchen. Dies bedeutete, näher am laut vor sich hin brummenden Motor zu sitzen. Wir fanden zu unserem Glück noch eine leere Viererreihe mit Aussicht. Diese bestand aus je zwei Paar ehemaligen Sitzen aus einem Auto, vermutlich von Mini-Vans.

    Wir waren bereit für das Abenteuer.

    Zusammengefasst wurde viel gelesen, Rätsel gelöst, geschlafen und dazu viel konsumiert. Zum Frühstück hatten wir das frisch zubereitete Omelette mit Toastbrot und zum Mittagessen hatten wir Vollkorn-Cornflakes mit Sojamilch und Rosinen. Dazwischen mehrere Liter Wasser, Süssgetränke und Snacks.

    Auch die Aussicht genossen wir immer wieder von unserem Platz aus.

    Wir fuhren an wunderschönen Landschaften vorbei, bestehend aus einem tropischen Dschungel. Dazu bemerkten wir während der Fahrt, dass sehr viele der laotischen Bevölkerung am “Mekong” wohnen.

    Dabei aber nicht in Städten, sondern in kleinen Dörfern, die eine starke Dorfgemeinschaft bilden. Sie helfen sich gegenseitig und besitzen wenig. Die Bevölkerung betreibt dadurch viel Tauschhandel und lokale Märkte sind üblich. Ihre Kleidung ist modern, jedoch gebraucht und sorgfältig gepflegt. Die Bevölkerung lebt vom Anbau von Reis, Gemüse, Früchten und von der Haltung von Hühnern, Enten und Schweinen. Dazu kommen Fischen, Jagen und Sammeln.

    Sie halten auch Wasserbüffel und Kühe in ihren abgeschiedenen Dörfern. Nicht nur als Nahrungsquelle wie Milch, Fleisch und Blut, sondern auch als eine Art Sparschwein. Sie dienen zum Verkauf oder Tausch gegen Kleidung, Medikamente oder Reis.

    Dazu arbeiten die Wasserbüffel als traditionelle Traktoren, besonders in überschwemmten Reisfeldern, wo Maschinen kaum hinkommen. Ideal ist dabei, dass Wasserbüffel feuchte, sumpfige Gebiete lieben.

    Zusätzlich sind Wasserbüffel kulturell bedeutsam. Sie sind Teil von Festen, religiösen Zeremonien und Dorfritualen. Vor allem die grossen, männlichen Wasserbüffel.

    Kühe helfen beim Transport von Lasten oder beim Ackerbau, da sie lieber auf trockenen Feldern oder Hügelweiden grasen.

    Der “Mekong” liefert dabei Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen. Er ist eine wichtige Verkehrsroute und bietet fruchtbaren Boden direkt am Fluss für den Reisanbau. Auch als wichtigste Nahrungsquelle gibt er der Bevölkerung hunderte verschiedene Fischarten.

    Nicht umsonst wird er als artenreichster Fluss Südostasiens bezeichnet.

    Die Dörfer sind dabei schon vor Jahrhunderten entstanden. Sie leben grösstenteils selbstversorgend und angepasst an Natur und Jahreszeiten.

    Von den 7.5 Millionen Menschen, die in Laos leben, wohnen ein bis zwei Millionen entlang des “Mekongs” in meist abgeschiedenen Dörfern. Diese sind meistens nur per Boot oder Pfad erreichbar. Ein Dorf hat eine ungefähre Anzahl von 50 bis 300 Menschen.

    Zu unserem Bedauern sahen wir aber kein einziges Wildtier. Sie wurden vermutlich vom lauten Motor des Bootes vertrieben und kommen erst frühmorgens oder spätabends an den Fluss zum Trinken.

    “Pak Beng” erreichten wir genau perfekt zum Abendrot. Die Sonne hinterliess noch ihre schönsten Farben, bevor sie sich für die nächsten Stunden nicht mehr blicken liess.

    “Pak Beng” ist ein kleines Dorf am “Mekong” im Norden des Landes. Es dient vor allem als Zwischenstopp zwischen “Huay Xai” und “Luang Prabang”. Wir waren einer der wenigen, die in die andere Richtung reisten. Das Dorf ist ländlich, ruhig und bietet mehrere Unterkünfte direkt am Fluss an.

    Durch den Zwischenstopp vieler Touristen ist das Dorf in den letzten Jahren stark gewachsen und bietet immer mehr Luxusvarianten von Übernachtungen und Restaurants an.

    Dabei wird alles bedacht auf eine wohlige, nicht kalte Art auszubauen.

    Das gebuchte “Buakhai River Side Hotel” für 18.07 Franken inklusive Frühstück lag leider nicht am erhofften Ufer beim “Slow Boat Pier, Laos Pak Beng”. Wir mussten zuerst eine aufwärts und dann abwärts führende Strasse zum Hotel nehmen.

    Durchgeschwitzt erreichten wir das Hotel.

    Wir wurden von einer Angestellten zu unserem Zimmer geführt. Hätten wir gewusst, dass das Dorf kein kleines Dorf mehr ohne Infrastruktur war, wären wir definitiv länger geblieben.

    Alleine für dieses Zimmer hat es sich gelohnt. Wir hatten ein riesiges, extrem weiches Bett, ein grosses, sauberes Badezimmer und einen Wasserkocher. Das Beste dabei war die Aussicht auf die Terrasse mit dem dahinterliegenden Fluss.

    Wäre die Sonne noch nicht weg gewesen, hätten wir Stunden auf der Terrasse verbringen können.

    Zum Abendessen suchten wir ausserhalb des Zentrums ein kleines lokales Restaurant. Dort bekamen wir für 3.73 Franken zwei Portionen Reis mit gebratenem Gemüse.

    Die letzten vorhandenen laotischen Kip gaben wir für 4.5 Liter Wasser, eine Limonade und ein Pepsi aus.

    Bis zur morgigen Ankunft in Thailand sollten wir nur noch eine TukTuk-Fahrt bezahlen müssen und bis dahin musste das gesamte Geld weg sein.

    Wir hofften stark, dass alles mit der TukTuk-Fahrt aufging.

    Abends waren wir vermutlich durch unser heutiges einheitliches Nichtstun und die Anstrengung der letzten Tage doch mehr erschöpft als erwartet. Wir zogen uns deshalb ins warme, gemütliche Bett zurück und schliefen kurze Zeit darauf ein.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 6.72 Fr.
    - Unterkunft: 18.07 Fr.
    - Verkehrsmittel: 37.37 Fr.
    Insgesamt: 62.16 Fr.
    Gesamtkosten: 1’553.23 Fr.
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  • The Mira Hotel Chiang Rai 1/2

    Jan 17–18 in Thailand ⋅ 🌙 20 °C

    Zum Frühstück begaben wir uns auf die Terrasse des Hotels.

    Leider war der Sonnenaufgang durch den Nebel nur halb so schön.

    Trotzdem lag eine magische Stimmung in der Luft und der “Mekong” rauschte leise vor sich hin. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich kaum Boote auf dem Wasser. In den Bäumen zwitscherten die Vögel und die ersten Hähne gaben ihr Bestes.

    Auf der Terrasse ergatterten wir einen Sitzplatz mit Aussicht auf den Fluss.

    Danach holten wir uns beim aufgestellten Buffet unser Frühstück. Es gab Spiegeleier, Chicken-Wings, Pancakes, frische Früchte sowie gebratenen Reis mit Gemüse und Ei. Dazu konnte man sich wirklich starken, guten Kaffee einschenken oder Fruchtsäfte nehmen.

    Um 7:30 Uhr sprangen wir zusammen mit mehreren anderen Touristen auf einen Pickup, der mit hohen Gittern rund um das Gehäuse des Autos ausgestattet war. Da wir auf dieser Reise wirklich alle öffentlichen Verkehrsmittel benutzen wollten, hatten wir nun noch die einmalige Chance, stehend in einem Pickup transportiert zu werden.

    Die Gitter fest umklammert fuhren wir zuerst die Strasse aufwärts und dann wieder abwärts.

    Beim “Slow Boat Pier, Laos Pak Beng” stiegen wir in unser Boot ein, das uns nach “Ban Houayxay” bringen sollte. Unsere Bekanntschaften aus den USA und aus Frankreich waren ebenfalls bereits frühmorgens anwesend. Vermutlich wollte niemand mehr in der letzten Reihe sitzen.

    Gut eine Stunde später ging die zweite zehnstündige Fahrt über den “Mekong” weiter.

    Die Fahrt beinhaltete dasselbe wie am Vortag. Viele Rätsel wurden gelöst, Kapitel gelesen und unsere restlichen Snacks wurden verputzt. Zum Mittagessen gab es erneut Vollkorn-Cornflakes mit Sojamilch und Rosinen.

    Auch die Aussicht war so gut wie dieselbe. Wir kreuzten kleine Dörfer, luden Menschen an irgendwelchen Orten aus und sahen jede Menge tropischen Dschungel. Nicht zu vergessen die Wasserbüffel gemischt mit Kühen, die als Herden unterwegs waren.

    Der einzige Unterschied zu gestern war, dass der Himmel anfangs noch stark mit Nebel behangen war und es dadurch etwas kühler war als am gestrigen Morgen.

    Zum Glück lichtete sich dieser relativ zeitnah.

    Die letzten Kilometer vor der Ankunft fuhren wir zwischen Thailand und Laos. Der “Mekong” bildet auf diesem finalen Abschnitt die natürliche Grenze der beiden Länder. Dabei wechselten wir immer wieder die Seite des Bootes, um Unterschiede auszumachen.

    Bis auf die Flaggen gab es keine grossen Differenzen.

    Um 17:00 Uhr erreichten wir die “Thai - Lao Friendship Bridge No.IV”. Obwohl Jasmin wusste, dass die Diskussion vermutlich nicht gut ausgehen würde, bat sie den Captain, uns hier rauszulassen. Eine ältere Dame stieg ebenfalls aus, was eine perfekte Gelegenheit schuf.

    Natürlich durften wir Touristen nicht dort aussteigen, wo wir wollten, im Gegensatz zu den Einheimischen. Gut genervt versuchte es Jasmin noch mit einer kleinen Bestechung. Es war ihr einfach zu blöd, eine weitere Stunde hochzutuckern, um dort wieder ein TukTuk zurück zur Brücke zu nehmen.

    Eine Stunde später kamen wir schliesslich am Pier an.

    Dort warteten bereits eifrige TukTuk-Fahrer, die uns zurück zur “Thai - Lao Friendship Bridge No.IV” bringen wollten. Damit die Fahrt günstiger wurde, hatten wir bereits mit den vier Franzosen abgemacht, ein gemeinsames TukTuk zu nehmen.

    Wir gingen somit direkt zu einem der Fahrer. Dieser nannte zuerst den Preis, den wir online gelesen hatten. Dann tuschelte er mit einem der anderen Fahrer und teilte uns plötzlich den doppelten Preis pro Person mit. Wir erinnerten ihn daran, dass er bereits einen Preis genannt hatte und wir diesem zugestimmt hatten.

    Dies war ihm jedoch reichlich egal, was für unsere bisherigen asiatischen Erfahrungen sehr speziell war. Bisher galt eigentlich immer, ein Deal ist ein Deal.

    Auch die Franzosen hatten nicht mehr so viel Geld dabei, da sie ebenfalls aus Laos ausreisten. Somit entschlossen wir uns, zunächst vom Pier wegzugehen und in Richtung Stadtzentrum zu laufen. Unterwegs kam uns der Fahrer dann hinterher und willigte schliesslich ein, den zuvor vereinbarten Preis doch anzunehmen.

    Einen Chinesen gabelten wir ebenfalls noch auf, damit er am Ende nicht alleine ein ganzes gemeinschaftliches TukTuk bezahlen musste.

    Speziellerweise mussten wir sogar die 3.73 Franken vor der Abfahrt bezahlen.

    Da wir keine Geduld mehr hatten und in jedem einzelnen Reiseführer immer lesen, dass man zuerst fahren, dann alles Gepäck herausnehmen und erst danach bezahlen soll, liessen wir uns darauf ein. Die Franzosen überzeugten uns zusätzlich, da sie anscheinend immer im Voraus bezahlt hatten.

    Während der Fahrt unterhielten wir uns ein wenig mit dem Chinesen.

    Beim “Laos Border Control and Immigration Office” wurden wir schlussendlich herausgelassen. Dort gab es, wie es sich für einen ländlichen Zoll gehört, für insgesamt 1.50 Franken, den Ausreisestempel.

    Dann gaben wir wirklich das auf den Rappen genau gezählte laotische Geld für die Busfahrt von der laotischen Grenze zur thailändischen Grenze aus. Nach den für die Tickets bezahlten 2.24 Franken hatten wir nun kein Geld mehr übrig.

    Bei der “Chiang Khong Border” erhielten wir den Einreisestempel.

    Nun kam die letzte Hürde.

    Wir mussten zehn Personen finden, die Lust hatten, mit uns einen Minivan nach “Chiang Rai” zu nehmen. Die öffentliche Busse von hier fahren nur bis um 15:00 Uhr in die Stadt.

    Hätten wir mehr Zeit gehabt, wären wir hier eine Nacht geblieben und morgens für 2.30 Franken mit dem öffentlichen Bus gefahren.

    Jeodch hatten wir diese nicht.

    Mit den Franzosen und dem Chinesen waren wir bereits zu acht. Nach unzähligem Hin und Her blieben wir schlussendlich auch nur zu acht. Somit kamen wir auf einen Preis von 19.14 Franken für uns beide.

    Die nächsten zwei Stunden rasten wir über grün und rot nach “Chiang Rai”.

    Dank der Fahrkünste des Fahrers erreichten wir tatsächlich noch vor 22:00 Uhr den “Chiang Rai Night Bazaar”. Hier verabschiedeten wir uns von den anderen und begaben uns zu unserem sieben Minuten entfernten Hotel.

    Dieses hatten wir vor wenigen Stunden spontan über “Booking.com” gebucht, als feststand, dass wir nach “Chiang Rai” fahren würden.

    Das “The Mira Hotel Chiang Rai” kostete uns für eine Nacht 19.51 Franken mit Gemeinschaftsbad. Wir entschieden uns gleich nach dem Begutachten des Zimmers, welches mehr als ausreichend war, zusätzlich 12.76 Franken für eine weitere Nacht zu bezahlen.

    Wir waren erstaunt, wie viel teurer es über “Booking.com” war als vor Ort.

    Noch von einem kleinen Hunger geplagt, verliessen wir das Hotel, um auf Essenssuche zu gehen. Die Hotelangestellte teilte uns mit, dass einen Kilometer der Hauptstrasse entlang der wöchentliche, besondere Markt stattfinden würde.

    Zehn Minuten später erreichten wir diesen.

    Zu unserem Bedauern waren die meisten Stände bereits geschlossen, und die letzten verkauften nur noch die übrig gebliebene Ware.

    So gab es schliesslich eine Portion Pommes Frites für 1.51 Franken zum Teilen.

    Im “7-Eleven” holten wir uns anschliessend noch je einen der berühmten “Toasties” des Ladens. Tim wählte die mit Schinken und Käse gefüllte Variante und Jasmin entschied sich für die mit Ei und Butter für 2.30 Franken.

    Nach einer heissen Dusche fielen wir in einen Tiefschlaf.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 3.81 Fr.
    - Unterkunft: 32.27 Fr.
    - Verkehrsmittel: 25.11 Fr.
    - Allerlei: 1.50 Fr.
    Insgesamt: 62.69 Fr.
    Gesamtkosten: 1’615.92 Fr.
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  • The Mira Hotel Chiang Rai 2/2

    Jan 18–19 ⋅ ☀️ 28 °C

    “Chiang Rai” ist eine ruhige Stadt im Norden Thailands, bekannt für kreative Tempel, viel Natur und eine entspannte Atmosphäre abseits der grossen Touristenmassen.

    Die Stadt wurde 1262 von König “Mengrai” gegründet und war die erste Hauptstadt des “Lanna”-Königreichs. Sie lag strategisch günstig an alten Handelsrouten und spielte über lange Zeit eine wichtige Rolle im Norden Thailands.

    Das “Lanna”-Reich wurde im 13. Jahrhundert von König “Mengrai” gegründet und umfasste Städte wie “Chiang Mai” und “Chiang Rai”. Über Jahrhunderte hinweg war es ein bedeutendes kulturelles und politisches Zentrum. Lanna ist bekannt für seine eigene Tempelarchitektur, Schrift, Traditionen und einen starken buddhistischen Einfluss. Später geriet das Reich unter burmesischen Einfluss und wurde schliesslich Teil von “Siam”, dem heutigen Thailand.

    Im “Lanna”-Reich war der “Theravada-Buddhismus” der wichtigste Glaube. Gleichzeitig spielten Geister, Naturwesen und Schutzgeister eine grosse Rolle. Berge, Wälder sowie Häuser galten als beseelt und Rituale sollten die Harmonie zwischen Menschen, Natur und Geisterwelt sichern.

    Leider ist das Stadtbild in den letzten Jahren etwas ins Wanken geraten. Durch die Legalisierung von Cannabis im Juni 2022 wurden in den vergangenen drei Jahren zahlreiche Shops eröffnet und entsprechende Produkte verkauft, vor allem in touristischen Gegenden wie in “Chiang Rai”.

    Es wirkte teilweise fast schon penetrant, als wir durch die Stadt liefen und an jeder Ecke einen Cannabis-Shop vorfanden.

    Im letzten Jahr wurden jedoch wieder Regeln für den Konsum von Cannabis eingeführt. Verkauf nur noch mit ärztlicher Verschreibung, Werbeverbot und kontrollierte Nutzung.

    Viele Shops gehen allerdings kaum auf diese Änderungen ein, da sie ihr gesamtes Business auf der früheren Legalisierung aufgebaut hatten.

    Am Morgen ging es für uns zuerst zum “7-Eleven”. Dort kauften wir zwei Bananen, eine Doppelpackung “Toasties”, ein Croissant und einen Eiskaffee für 2.63 Franken.

    Mit unserem Frühstück spazierten wir die ersten Kilometer in Richtung des “Wat Rong Suea Ten”.

    Nachdem wir aufgegessen hatten, bestellten wir für die restliche Strecke ein “Grab”. Es war uns zu riskant, später beim Tempel anzukommen, da wir die Touristenmassen möglichst umgehen wollten.

    Wenig später wurden wir für 1.86 Franken an unser Ziel gefahren.

    Der “Wat Rong Suea Ten”, auf Deutsch der “blaue Tempel”, ist ein moderner buddhistischer Tempel. Er ist bekannt für seine intensive blaue Farbe mit goldenen Verzierungen. Die Farben symbolisieren Weisheit, Ruhe und spirituelle Tiefe. Gestaltet wurde der Tempel im Jahr 2005 von “Phuttha Kabkaew”, einem Schüler des Künstlers “Chalermchai Kositpipat”.

    Teilweise ist der Tempel noch nicht fertig bemalt, was man gut auf der westlichen Seite erkennen kann.

    Dieser Künstler "Chalermchai Kositpipat" ist auch der Schöpfer des “weissen Tempels”, den wir einige Stunden später besuchen werden. Seine Werke verbinden traditionelle buddhistische Kunst mit modernen und surrealen Elementen.

    Der Tempel wurde erbaut, um einen buddhistischen Ort für die lokale Gemeinde zu schaffen. Dabei ersetzte er einen alten, verfallenen Tempel, der sich genau an derselben Stelle befand.

    Tatsächlich entstand hier ein wirklich malerischer Tempel mit unglaublich viel Liebe zum Detail.

    Wir spazierten durch den Eingang, der von zwei grossen Statuen bewacht wird. Gleich dahinter entdeckten wir bereits die erste Buddha-Statue, die in einem Springbrunnen sass.

    Bevor wir den prachtvollen Tempel von innen betraten, besichtigten wir die aus Stein gehauenen Figuren und Kunstwerke um den Tempel. Zu den beiden Hauptfarben kam zusätzlich ein rosafarbener, schimmernder Ton hinzu, der die Kunstwerke perfekt abrundete.

    Wir kamen aus dem Staunen kaum mehr heraus.

    Der Tempel selbst war mehr goldfarben als blau, was ihn noch stärker hervorstechen liess. Die Treppe zum Tempel wurde auf beiden Seiten von grossen Drachen flankiert, als Schutzsymbol und Weg zur Erleuchtung.

    Wir zogen unsere Schuhe aus und verstauten sie in einem dafür vorgesehenen Regal. Unsere Kleidung war bereits passend gewählt, dennoch erhielt Jasmin zusätzlich einen Schal zum Bedecken der Schultern.

    Auch das Innere des Tempels liess uns erneut staunen. Decken und Wände waren in ähnlichen Blau- und Goldtönen bemalt. Dazu kamen zahlreiche farbenfrohe Darstellungen von Gottheiten, wichtigen Abschnitten der buddhistischen Geschichte und Mönchen.

    Ganz vorne, auf einer Erhöhung, sass Buddha. Vor ihm lag ein grosser Teppich, der den Gläubigen die Möglichkeit zum Beten bot.

    Da der Eintritt kostenlos war, spendeten auch wir etwas für die hier lebenden Mönche.

    Anschliessend befanden wir uns wieder auf der gegenüberliegenden Seite des Eingangs. Dort standen mehrere kleinere, nicht begehbare Tempel, die ebenfalls mit Statuen von Gottheiten geschmückt waren.

    Wir erreichten schliesslich den letzten Bereich.

    Beim Ausgang des Tempels sassen zwei wie Krieger Statuen in Gold- und Blautönen. Unter ihnen waren zahlreiche Totenschädel dargestellt. Sie dienen als Erinnerung daran, dass der Tod ein Teil des Lebens ist und alles vergänglich ist.

    Bei einem freundlichen Ehepaar kauften wir noch einen frisch gepressten Orangen- und Limettensaft für 2.04 Franken.

    Mit einem weiteren “Grab” fuhren wir anschliessend zum südlich gelegenen “Wat Rong Khun”. Die Fahrt dauerte rund 20 Minuten und kostete uns 3.65 Franken.

    Trotz unserer vermeintlich guten Planung befand sich gefühlt die halbe Welt auch bei diesem Tempel. Wir hatten eigentlich angenommen, dass die Touranbieter ihre Gäste über Mittag in überteuerte Restaurants bringen würden und nicht bei brütender Hitze ebenfalls hier unterwegs wären.

    Da wir jedoch keine Lust hatten, später zurückzukehren, schlossen wir uns der Menschenmenge an.

    Dieses Mal zahlten wir 10.21 Franken für die Eintrittstickets.

    Der “Wat Rong Khun”, der sogenannte “weisse Tempel”, wird seit 1995 erbaut und ist bis heute nicht fertiggestellt. Er ist ein fortlaufendes Kunstprojekt und zugleich ein moderner buddhistischer Tempel. Die weisse Farbe symbolisiert Reinheit, während die Spiegelstücke für Erleuchtung stehen.

    Der Tempel verbindet traditionellen Buddhismus mit moderner Kunst und zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Landes.

    Und er wurde seinem Ruf absolut gerecht.

    Ein wunderschöner, detailreicher Tempel, der in der Sonne schimmerte. Bereits der Eingang mit dem Graben, war mit Händen und Gesichtern gestaltet. Diese symbolisiert Leid, Gier und Versuchung. Danach führt eine Brücke sinnbildlich vom weltlichen Leben zur Erleuchtung.

    Das Hauptgebäude steht für Reinheit und Meditation. Besonders spannend war, dass sich neben den traditionellen Darstellungen auch moderne Elemente fanden. An den Wänden waren in kleinster Form Figuren wie Marvel-Helden, DC-Legenden, Ninja Turtles und sogar die Minions zu entdecken.

    Alles in allem ein faszinierendes Bauwerk.

    Rund um den berühmten “weissen Tempel” befanden sich zudem weitere Tempelanlagen. Es gab einen goldenen Tempel, einen kleineren weissen sowie einen wunderschönen Garten, der alles miteinander verband.

    Der Künstler möchte damit den Kontrast zwischen dem Materiellen, der der goldene Tempel und der weisse Tempel um das Geistliche zu symbolisieren. Der goldene Tempel steht dabei für Geld, Körper und Besitz. Der weisse Tempel steht für Reinheit und Spiritualität.

    Trotz der grossen Menschenmengen ist dieser Ort ein absolutes Muss, wenn man sich im Norden Thailands befindet.

    Als die Sonne zunehmend unangenehm wurde, entschieden wir uns, der Hitze zu entfliehen. Das “Grab” zurück zum Hotel kostete uns 3.16 Franken.

    Zurück im Hotel bestellten wir direkt unser heutiges Mittagessen. Über die App “Grab” gab es für uns beide je eine Portion gebratenen Reis mit Gemüse und Ei, insgesamt für 3.06 Franken.

    Danach legten wir erstmals eine längere Pause im Zimmer ein. Ohne gestellten Wecker schliefen wir die nächsten drei Stunden durch. Ob das wirklich eine gute Idee war, lassen wir einmal offen.

    Für das frühe Abendessen suchten wir die Strassen in unserer Umgebung nach einem Strassenstand ab. Leider waren die meisten noch geschlossen oder boten zu diesem Zeitpunkt lediglich verschiedene Fleischspiesse an.

    Also suchten wir erneut einen “7-Eleven” auf.

    Dort kauften wir für 6.71 Franken zwei aufgewärmte Portionen Reis mit frisch zubereitetem Omelette. Zusätzlich nahmen wir einen Eiskaffee, ein Süssgetränk sowie spezielle Pflaster gegen Unreinheiten. Damit erreichten wir auch die Mindestsumme für die Kartenzahlung.

    Am Nachmittag hatten wir nämlich festgestellt, dass wir für die kommenden Tage zu wenig Bargeld hatten. Die gebuchte Safaritour, die wir in den nächsten Tagen geplant hatten, beinhaltete entgegen unserer Erwartung nicht alle Mahlzeiten.

    Somit mussten wir statt fünf Mahlzeiten mindestens doppelt so viele aus eigener Tasche bezahlen. Was mit einer nicht vorhanendenen "Revolut"-Karte schwierig war.

    Gleich um die Ecke besuchten wir noch einen Coiffeursalon. Dort liess sich Jasmin für 3.57 Franken die Haare professionell waschen. Da die Wasserstärke in den meisten Hotel zu schwach waren um die Haare ordentlich auszuwaschen, war das eine gute Alternative.

    Nach einem entspannten Film lagen wir noch stundenlang wach im Bett.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 14.44 Fr.
    - Verkehrsmittel: 8.67 Fr.
    - Allerlei: 13.78 Fr.
    Insgesamt: 36.89 Fr.
    Gesamtkosten: 1’652.81 Fr.
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  • BNK89 Hostel

    Jan 19–20 in Thailand ⋅ ⛅ 33 °C

    Gefrühstückt wurde wieder in aller Früh beim "7-Eleven" um die Ecke. Dort gab es wieder die leckeren und frischen Omelette mit gekochtem Reis. Dazu gönnten wir uns einen Eiskaffee für insgesamt 2.55 Franken.

    Dem direkt vor dem Laden liegenden Hund kauften wir noch eine Portion Hundefutter für 1.63 Franken. Er war so schwach und krank, dass er nicht einmal aufstehen konnte, um zum Essen zu gelangen. Wir meldeten ihn per E-Mail bei einer Tierarztpraxis an.

    Dabei hofften wir inständig, dass sie ihn von seinen Schmerzen erlösen können.

    Das vor 20 Minuten bestellte "Grab" holte uns direkt vor dem Laden ab. Er fuhr uns für 5.19 Franken an den halbstündig entfernten Flughafen "Mae Fah Luang Airport".

    Dort checkten wir für unseren 95.70 Franken teuren Flug bei "Thai Lion Air" ein. Das Gepäck konnten wir schnell abgeben und sassen bereits kurze Zeit später bei unserem Gate.

    Um ehrlich zu sein, bestand der nationale Bereich gerade einmal aus fünf Gates.

    Nach gut einer Stunde landeten wir am "Don Mueang International Airport" in "Bangkok".

    Von dort aus ging es mit einem öffentlichen Zug der "Dark Red Line" für 1.68 Franken zum Hauptbahnhof "Krung Thep Aphiwat Central Terminal" der Stadt. Dieses Mal nahmen wir die Metro "Blue Line" für weitere 2.55 Franken um die nächsten 20 Stationen hinter uns zu bringen.

    Bei der "Sam Yot" stiegen wir aus und liefen die letzten 17 Minuten zum "BNK89 Hostel".

    Hier hatten wir ein Doppelbett mit einem Gemeinschaftsbad für 10.10 Franken gebucht. Dazu gab es durchgehend frischen Kaffee sowie Tee und morgens ein inbegriffenes Frühstück.

    Da es bereits 14:30 Uhr war, kam auch der Hunger langsam auf.

    Wir machten es uns so einfach wie möglich. Im nächsten "7-Eleven" gab es für Tim "Toasties" und Jasmin entschied sich für gekochten Reis mit Kimchi. Dazu gab es für beide eine Portion Cherrytomaten und ein erfrischendes Getränk. Da wir einen ruhigen Filmnachmittag machten, gab es noch jede Menge Snacks für den gesamten Preis von 8.83 Franken.

    Das in den meisten Läden fehlende Popcorn bestellten wir über "Grab" direkt beim "SF Cinema MBK Center". Dabei gab es gerade eine Aktion bei dem man drei mittelgrosse Packungen für 4.17 Franken bestellen konnte.

    Zurück im gut gekühlten Zimmer machten wir es uns gemütlich.

    Seit der Landung in "Bangkok" war es zum ersten Mal richtig heiss und feucht. Nicht dass es etwas schlechtes ist, jedoch brauchten unsere Körper zum ersten Mal auf dieser Reise ein Angewöhnung.

    Abends wagten wir uns erneut aus dem Hotel.

    Wir legten unsere täglichen Schritte hinter uns, liefen einmal durch die "Khao San Road", in denen sich massenweisse Menschen befanden und suchten die letzten Souvenirs zusammen.

    Die "Khao San Road" ist eine belebte wie beliebte Strasse von Backpackers mit Strassenständen, Bars und Musik. Das Zentrum des Nachtlebens in Bangkok.

    Bei McDonalds holte sich Tim noch einen Hamburger und ein Ananastasche für 2.15 Franken. Mehr Hunger hatten wir beide am heutigen Tag nicht. Nicht einmal die Snacks hatten wir grossartig angefasst.

    Den letzten Film unterbrachen wir bei der Halbzeit und versuchten in den Schlaf zu finden.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 17.70 Fr.
    - Unterkunft: 10.10 Fr.
    - Verkehrsmittel: 105.12 Fr.
    - Allerlei: 1.63 Fr.
    Insgesamt: 134.55 Fr.
    Gesamtkosten: 1’787.36 Fr.
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  • Lala Mukha Tented Khao Yai 1/3

    Jan 20–21 in Thailand ⋅ ☀️ 29 °C

    Als Frühstück wurden uns Toastbrot, Früchte und Eier mit allerlei Getränken serviert. Wir assen lieber zu viel als zu wenig, für den Fall, dass unsere heutige Reise länger als drei Stunden andauern würde.

    Das letzte grosse Abenteuer stand für uns an.

    Wir hatten über das Reisebüro “Siamways” einen viertägigen Ausflug respektive zweitägige Safari mit Übernachtung und einem privaten Guide im “Khao Yai Nationalpark” gebucht.

    Dafür zahlten wir den stolzen Preis von 1’034.91 Franken.

    Es gäbe auch allerlei günstigere Möglichkeiten, als über ein deutsch/thailändisches Reisebüro zu buchen, jedoch war der Nationalpark doch etwas beliebter, als wir erwartet hatten.

    Als wir im Oktober letzten Jahres diverse Touranbieter von lokalen Unternehmen anfragten, hatten die meisten genau in diesem Zeitraum keine Verfügbarkeiten mehr. Gross ändern konnten wir die Daten auch nicht, da wir unsere Reise bereits in einem zügigen Tempo geplant hatten.

    Punkt 09:00 Uhr stand unser Fahrer vor der Tür. Mit unseren Rucksäcken liefen wir ihm hinterher, bis wir auf eine breitere Strasse abbogen. Dort wartete bereits ein Mini-Van nur auf uns.

    Zum ersten Mal hatten wir einen gesamten Mini-Van, der nur für uns organisiert wurde. Natürlich hätte auch ein normales Auto gereicht.

    Die nächsten zwei Stunden düsten wir mehrheitlich aus der Stadt hinaus. Dabei war es höchst interessant zu beobachten, wie der Verkehr nie ins Stocken kam. Er wurde vielleicht mehrmals langsamer, blieb aber stets in einer flüssigen Bewegung.

    Als unser Fahrer eine Toilettenpause einlegte, besorgten wir uns derweil einen leckeren Eiskaffee vom “Café Amazon” für 1.79 Franken.

    Nach einer weiteren Stunde erreichten wir das “Lala Mukha Tented Khao Yai”. Das Resort-Hotel, in dem wir die nächsten drei Tage übernachten würden. Laut der Vermittlerin war es die günstigste Unterkunft, die sie uns offerieren konnte.

    Wir wurden mit einem Willkommensgetränk sowie von zwei freundlichen Angestellten empfangen. Nach ein paar Formalitäten wurden wir mit einem Golfwagen zu unserem Zelt gefahren.

    Freundlicherweise durften wir noch auf ein Zelt direkt beim Pool und den Toiletten wechseln.

    Das Zelt war so ausgerichtet, dass wir einen perfekten Blick auf den angelegten See hatten. Dieser würde gerne gelegentlich von Elefanten, aber auch von anderen Tieren genutzt werden.

    Über dem gesamten Zelt war ein grösseres Dach gespannt, vermutlich um herabfallende Äste, Regen oder Ähnliches abzufangen. Beim Eingang des Zeltes gab es zusätzlich eine überdachte Veranda mit zwei Stühlen und einem Tisch. Danach folgte das benetzte Wohnzimmer mit einem kleinen Sofa, einem Fernseher und einem Minibar-Kühlschrank. Die dort enthaltenen Getränke sowie die bereitgelegten Snacks waren dabei inklusive.

    Durch eine weitere benetzte und zusätzlich abdunkelbare Tür gelangten wir ins Schlafzimmer. Dieses war mit einem richtigen Bett, einer Klimaanlage und zwei Nachttischen ausgestattet.

    Eines mussten wir dem Resort lassen, wunderschön war es auf jeden Fall.

    Es war kein Betonblock mitten im Dschungel, sondern blieb dem Ambiente treu. Um den gesamten künstlichen, aber natürlich aussehenden Teich waren Zelte verteilt. Auf unserer Seite befanden sich die Zelte ohne eigenes Badezimmer. Dafür gab es holzige und rustikale, zum Dschungel passende, hervorragend gepflegte Gemeinschaftsbadezimmer mit allem, was das Herz begehrte. Von Duschen im Mondlicht bis hin zu kleinsten unterstützenden Hygieneartikeln.

    Gleich am Ende des Sees, am schmaleren Teil, befand sich der Gemeinschaftspool mit allerlei Liegen, einem Infinitypool und Sitzsäcken.

    Auf der anderen, breiten Seite des Teiches befanden sich die luxuriöseren Zelte. Diese verfügten über ein eigenes kleines Badezimmer mit Dusche und Toilette. Dem See weiter folgend gab es zudem doppelstöckige kleine Luxusvillen aus Holz.

    Nach der Umrundung des schmaleren Teils des Sees gelangte man zur Lobby, dem hoteleigenen Café sowie dem Restaurant.

    Natürlich waren letztere nicht in unserer Preiskategorie.

    Zum Mittagessen liefen wir ins zwei Minuten entfernte Dorf “Mu Si”. Dort gab es für uns an einem der lokalen Essensstände je eine Portion gebratener Reis mit Gemüse und Ei.

    Am Ende zahlten wir dem Inhaber die verlangten 2.55 Franken.

    Im “7-Eleven” gab es noch eine Eiscreme für 0.33 Franken, welche auf dem Heimweg aufgegessen wurde.

    Zurück im Resort zogen wir unsere Badesachen an und verbrachten den gesamten Nachmittag am Pool. Einmal schwammen wir eine kleine Runde im einigermassen von der Sonne aufgeheizten Pool. Auch hier war es, wie bereits in “Bangkok, deutlich feuchter und wärmer.

    Es war noch einmal genau das perfekte Klima für einen hervorragenden Abschluss der Reise.

    Gleich beim Pool befand sich zudem ein sehr beliebter Baum mit hinreisenden Blüten. Dazu mehrere "Finlayson-Hörnchen", die uns besonders durch ihr weisses Fell auffielen und allerlei Vögel die sich am Blütenstaub bedienten.

    Nach einer wohligen Dusche unter dem noch nicht erschienenen Mond besuchten wir das Restaurant gleich auf der gegenüberliegenden Strassenseite unseres Hotels.

    Dort gab es für Tim dieses Mal eine Nudelsuppe ohne Fleisch und für Jasmin ein Omelette mit Reis für 3.58 Franken.

    Am Ende erhielt Tim seine Suppe jedoch nicht ohne Fleisch, sondern mit jeder einzelnen Delikatesse, die auf der Liste aufgeführt war. Somit gab es Tintenfisch, Huhn, Rind und Garnelen.

    Bereits beim Mittagessen war uns aufgefallen, dass Englisch hier weniger im Gebrauch war.

    Vermutlich gehen die meisten im Resort übernachtenden Touristen nicht bei einem lokalen Essensstand ein und aus.

    Zurück im Zelt bereiteten wir alles für den nächsten Tag vor. Schnell versuchten wir in den Schlaf zu finden, um morgen so gut wie möglich ausgeschlafen zu sein.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 8.25 Fr.
    - Allerlei: 1’034.91 Fr.
    Insgesamt: 1’043.16 Fr.
    Gesamtkosten: 2’830.52 Fr.
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    Trip end
    January 24, 2026