• Beach House Cambodia 1/2

    Jan 2–3 in Cambodia ⋅ ☀️ 27 °C

    Wir hatten es tatsächlich geschafft, bis um 04:00 Uhr morgens nicht einzuschlafen. Als wir um 02:00 Uhr nachts aufgaben, überhaupt noch einschlafen zu wollen, packten wir uns das iPad und schauten einen Film.

    Dazu wurden alle bisher gekauften Snacks von Chips bis Gummibärchen vernichtet.

    Jasmin fand dann gegen 04:30 Uhr noch etwas Schlaf, während Tim noch lange wach lag und schlussendlich auf eine Stunde Schlaf kam.

    Neben dem Jetlag wollten uns auch die dutzenden Hähne nicht schlafen lassen. Jeder einzelne musste das letzte Wort haben, was dazu führte, dass permanent einer krächzte.

    Erschöpft packten wir morgens alles zusammen und gaben die Schlüssel für das Zimmer ab.

    Wir setzten uns in ein Restaurant, gleich neben dem "Koh Rong Community Pier", um für 5.54 Franken zu frühstücken. Beide bestellten Spiegeleier mit Brot und Butter. Dazu nahm Tim einen Tee und Jasmin einen Eiskaffee.

    Letzterer wurde am Ende jedoch nicht getrunken, da es eher eine Mischung aus Zucker und Kaffee war.

    In einem kleinen Kaffeeladen um die Ecke kauften wir für 1.19 Franken einen neuen Eiskaffee.

    Das Boottaxi eines lokalen Unternehmens brachte uns für insgesamt 15.85 Franken auf die Nachbarsinsel "Koh Rong Sanloem". Mit einem sogenannten "Slow Boat" fuhren wir gemeinsam mit zwei Deutschen und weiteren sechs Personen über die offene See, auf einem sehr instabil aussehenden Boot. Normalerweise machte uns das nichts aus, jedoch war die See heute etwas rauer als wir es gewohnt waren.

    Die Handys wurden sicherheitshalber in wasserfesten Behältern verstaut und eine Rettungsweste angelegt. Als der Kapitän langsam auch merkte, dass die Strömung stärker war als gewöhnlich, legte er sein Handy zur Seite und konzentrierte sich. Vermutlich bemerkte auch er, dass uns die letzten zwei Wellen beinahe umgekippt hätten, da wir seitwärts zu ihnen standen.

    Wir konnten alle einmal durchatmen, als wir im Windschutz der Insel "Koh Koun" langsam den Pier der Insel "Koh Rong Sanloem" erreichten.

    Was auch immer wir bisher unter einem Paradies empfunden hatten, diese Insel stellte alles auf unserer vierzehnmonatigen Reise in den Schatten.

    Zum ersten Mal hatten wir das Gefühl, in einem echten und realen Paradies angekommen zu sein. Die Insel war noch in einem so guten Zustand und nicht durch den Tourismus zerstört worden. Nicht umsonst wird sie als die "Malediven von Kambodscha" bezeichnet. Mit ihren endlos langen weißen Sandstränden, türkisfarbenem, durchsichtigem Wasser und unberührtem Dschungel als Hintergrundskulisse.

    Im Gegensatz zu ihrer Nachbarsinsel ist sie nicht nur um einiges kleiner, sondern auch ruhiger. Dabei ist es wichtig, genügend Bargeld mitzunehmen, da die Insel keinen Geldautomaten besitzt.

    Wir stiegen beim "M'Pai Bay Pier" aus.

    Unser "Beach House Cambodia" rundete das Gesamtbild der Insel noch mehr ab. Wir hatten ein Hotel gebucht, das direkt am Meer lag. Umzäunt von Palmen, mit aus Holz gebauten Möbeln wie Liegestühlen und anderen extrem bequem aussehenden Sitzgelegenheiten und nicht zu vergessen die überall angebrachten Lichterketten, die das Bild perfekt machten.

    Wir zahlten 63.32 Franken für zwei Nächte in einem Doppelbettzimmer mit eigenem Badezimmer.

    Auf dem Balkon standen zwei bequeme Stühle, von denen aus wir einen direkten Blick auf das Meer hatten. Dazu gab es kostenloses gefiltertes Wasser sowie ein kostengünstiges Restaurant mit allerlei Speisen und Getränken.

    Mit unseren Büchern und einer frischen Limonade machten wir es uns auf einem der Liegestühle bequem.

    Bevor wir es uns jedoch zu gemütlich machten, brachen wir zum drei Minuten entfernten "Scuba Nation Diving Centre Cambodia" auf. Dort hatten wir bereits über das Internet einen zweitägigen Taucherausflug mit Übernachtung auf dem Boot gebucht. Dadurch bestand die Möglichkeit zur Insel "Kaoh Pring" hinauszufahren und dort größere Meeresbewohner anzutreffen.

    Da das Schicksal jedoch anderer Meinung war, sollte es in dieser Nacht stark zu winden beginnen, weshalb der Ausflug gestrichen wurde.

    Nun nahmen wir den Versuch in Kauf, auf der anderen Inselseite zwei Tauchgänge zu machen. Die Wahrscheinlichkeit, etwas Grösseres zu sehen, war gleich null, aber es gäbe allerlei bunte Fische zu bewundern.

    Wir probierten das Material aus und legten es für den morgigen Tag bereit.

    Nach einem Spaziergang durch das kleine Dorf "M'Pai Bay" ging es weiter zum "Plankton Beach M'Pai Bay". Ein endlos langer Strand ohne irgendetwas vom Menschen Erschaffenes. Nur pure Natur mit ein paar anderen verlorenen Seelen. Wir liefen ein wenig durch das angenehm warme Wasser und kehrten dann zurück in den Schatten unseres Hotels.

    Dort ass Tim Sommerrollen gefüllt mit Gemüse sowie Hähnchen und Jasmin Sommerrollen mit Gemüse. Dazu tranken wir eine Limonade und einen Krug Tee.

    Unsere Bücher wurden aus dem Zimmer geholt und wir genossen die ruhige Atmosphäre des Hotels, die perfekt mit der Natur synchronisierte.

    Gegen den späteren Nachmittag wagten wir uns noch einmal in die Sonne.

    Am "Plankton Beach M'Pai Bay" gingen wir mit unseren Schnorcheln bewaffnet eine Runde schwimmen. Das Meer war bereits relativ trüb, was uns aber nicht davon abhielt, nach den verschiedenen Fischen Ausschau zu halten. Zum ersten Mal sahen wir sogar noch lebendige Korallen und jede Menge Farben, die diese zusammen mit den anderen Pflanzen im Meer zur Schau stellten.

    Neben den bunten Pflanzen sahen wir riesige Seeigel, Seegurken und Fische jeglicher Art.

    Als es langsam dunkelte und die Temperaturen etwas niedriger wurden, stiegen wir aus dem Wasser. Zuhause genehmigten wir uns eine angenehm heisse Dusche, um anschließend in weiche Kleider zu schlüpfen.

    Ja, wir waren eindeutig im Paradies gelandet.

    Nach einem nicht einmal einminütigen Spaziergang waren wir vom Hotel wieder im Dorf angekommen. Hier reihte sich ein hübsches, schlichtes Restaurant an das andere. Alle hatten einen bezaubernden Meerblick und liessen die Möglichkeit offen die Füsse im weichen Sand versinken zu lassen.

    Wir entschieden uns für das lokalste.

    Tim bestellte sich bei der minderjährigen Angestellten, der Tochter der Besitzerin, eine Portion gebratene Ananas mit Rind und Reis. Für Jasmin gab es Reis mit Gemüse sowie einem Spiegelei. Dazu trank Tim eine Coca-Cola und Jasmin bestellte sich einen Tee.

    Am Ende zahlten wir 5.54 Franken und verabschiedeten uns von dem kleinen Mädchen. Während unseres Aufenthalts stellte sie uns auch "Paprika" vor. Einen kleinen, nicht einmal ein paar Monate alten Welpen. Jasmin bekam den kleinen, schlafgetrunkenen Welpen sogar auf den Schoß gesetzt.

    Am liebsten hätten wir ihn mit nach Hause genommen.

    Im Dorf holten wir uns in einem kleinen Laden noch ein Eis für 1.78 Franken für Tim.

    Abends lagen wir nicht mehr allzu lange wach im Bett, da wir dank der letzten kurzen Nacht wieder müde waren. Wir schalteten noch einen Film ein, bevor wir langsam wegdösten.

    Ausgaben:
    - Lebensmittel: 25.93 Fr.
    - Unterkunft: 63.32 Fr.
    - Verkehrsmittel: 15.85 Fr.
    Insgesamt: 105.10 Fr.
    Gesamtkosten: 407.61 Fr.
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