• Nemunas-Schleifen-Nationalpark

    June 17 in Lithuania ⋅ ☁️ 18 °C

    Heute sollte es trocken bleiben, so hat es jedenfalls der Norweger prophezeit. Deshalb hat Herbert gestern schon eine Tour bei Komoot herausgesucht, die wir heute fahren wollten. Also alles gepackt, Regenjacke dazu. Herbert wollte sich kaputt lachen, als ich auch die Regenhose eingepackt habe. Soll ja trocken bleiben…
    Auf geht’s, es wird eine anstrengende Tour, wie Komoot schreibt. An einem Feld sind wir kurz mal runter Richtung Fluss. Herbert hat noch Fotos gemacht - und dann kam der erste Schauer. Zum Glück standen wir unter Bäumen und sind so trocken geblieben.
    Weiter geht’s die Straße entlang. Das war schon ein bisschen doof nur Straße zu fahren, aber egal. Dann ab in den Wald und die nächste Stelle am Fluss gefunden. Hier war Weinbergschnecken-Thing.
    Dann der nächste Regen. Und kein Baum zum Schutz, aber etwas weiter hinter kam ein Wald in Sicht. Es schüttet! Geschafft! Ein Reh aufgescheucht, das sich ebenfalls dort unterstellen wollte - mein Platz, sorry!
    Weiter geht’s, die Straße entlang. Dann wieder in den Wald. Der Weg wurde enger. „Das ist gleich vorbei!“ Wiese mit hohem Gras. Vertiefungen - nicht zu sehen. Steine im Weg - nicht zu sehen. Mitten auf dem Weg ein Stumpf von einem Busch, der da herausragt - nicht gesehen, fast auf die Sch… gelegt.
    Rein in den Wald. Plötzlich ein Bächlein, drumherum alles nass und schlammig. Dahinter geht es steil bergauf, ebenfalls schlammig. Aber wir haben es geschafft!
    Irgendwann hatten wir dann wieder die Zivilisation erreicht. Eine schöne Kirche in Nemajunai gefunden - und zack der nächste Wolkenbruch! Unter den Bäumen auf dem Kirchhof blieben wir einigermaßen trocken. Weiter geht’s, jetzt ist es nicht mehr weit - der nächste Wolkenbruch. Jetzt aber Regenjacken an und weiter.
    Schließlich waren wir zurück auf dem Campingplatz, nach 45 km, 400 Höhenmetern und reichlich Regen.
    Herbert hat die Fahrräder abgespült und anschließend die Radlerhosen grob gewaschen. Jetzt trocknet alles hoffentlich und wir genießen unser verdientes Feierabendbier.
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