• Oeschinensee

    5 hours ago in Switzerland ⋅ ☀️ 27 °C

    Als der Wecker um 7:00 Uhr klingelt ist uns eigentlich noch gar nicht nach Aufstehen, aber da heute Ortswechsel auf dem Programm steht muss es wohl so sein.
    Nach dem Frühstück wird kurz zusammengepackt und kurz vor 9:00 verlassen wir ein wenig wehmütig den Stellplatz, haben wir uns hier die letzten 4 Nächte doch sehr wohl gefühlt; aber schauen wir mal was das Nachbartal so zu bieten hat…
    Wir kurven uns den Berg runter und fahren Richtung Frutigen, wo wir Richtung Kandersteg abbiegen. Oberhalb des Ortes liegt ein Highlight des Berner Oberlandes - der Oeschienensee - und den wollen wir heute in Angriff nehmen. Aber zuerst heißt es noch die Vorräte aufzustocken und einen Stellplatz für heute Nacht zu sichern.
    Der erste Stellplatz, in relativer Nähe zur Seilbahn entpuppt sich als Asphaltplatz ohne Schatten, folglich fällt unsere Wahl auf den Stellplatz am „Nordic Center“, gleich neben der Sprungschanze. Dieser liegt zwar 20 min. Fußweg von der Seilbahn entfernt, aber die Landschaft ist schöner und da wir ein Plätzchen im Schatten ergattern können, fällt die Wahl nicht schwer.
    Mittlerweile müssen wir uns auch ein bisschen sputen, wollen wir doch die Runde, die wir uns heute ausgesucht haben, bei bestem Sonnenstand begehen….
    Kleine Anmerkung: Bester Sonnenstand heißt in diesem Fall zur Mittagszeit ! Und da für heute 30°C+ vorher gesagt sind, steht von vornherein fest: Es wird Schweißtreibend 🥵!
    Glücklicherweise ist die Schlange am Ticketautomat übersichtlich und so sitzen wir kurze Zeit später bereits in der Bahn, die uns nach oben bringt. Wie zu erwarten sind wir nicht die Einzigen hier oben, aber am WE waren die Slots für die Seilbahn zum Teil ausverkauft; wir möchten gar nicht wissen was dann hier los war.
    Anstatt direkt an den See zu laufen wählen wir die Panoramarunde, welche sich kurz hinter der Bergstation auch gleich steil den Berg rauf schlängelt. Das erste Drittel des Weges ist schon anstrengend und für Leute mit Höhenangst definitiv die falsche Wahl! Aber dafür werden wir mit super Ausblicken auf die umliegenden Berge, Reste ehemaliger Gletscher und vor allem dem See belohnt. Der Hinweis in der Tourbeschreibung hier am Mittag hochzugehen war schon richtig, erstrahlt doch der See in fast unnatürlichen Blau-grün Tönen; ganz im Gegensatz zu unseren Gesichtern - die erstrahlen in Schweißtreibend-Rot, kein Wunder - gibt es hier oben doch fast keinen Schatten.
    Interessant sind auch die Mitwanderer aus allen Winkeln der Erde - entweder verhüllt, um bloß die blasse Haut nicht zu tönen, Instagram-like zurechtgemachte "Schönheiten" (m/w/d)..., etc. etc... Jedenfalls ist "unsere" Altersgruppe definitiv unterrepräsentiert.
    Aber sei's drum - Sinn der Sache ist es ja die Landschaft zu genießen und die Eindrücke aufzusaugen... und dazu haben wir alle Gelegenheit.
    Der Abstieg zum See ist dann nochmal ein bißchen anstrengend, hauptsächlich dem losen Schotter geschuldet... aber nach knapp 4,5 h erreichen wir das Seeniveau und hier geht es weniger fordernd voran. Was uns schon bestürzt zu sehen ist, wie wenig Wasser im Oeschlienensee ist und das um diese Jahreszeit - eigentlich müsste der jetzt voll sein nach der Schneeschmelze, aber wir schätzen dass er eher gerade mal 50% Füllstand hat. Gar nicht gut....
    Der Anstieg zu Bahnstation ist dann nochmal anstrengend - kommt doch gerade jetzt die Sonne wieder zum Vorschein und brennt sich uns in die Nacken.
    Als wir um 17:30 wieder bei Dusty ankommen sind wir "done for today"; jetzt heißt's nur noch Duschen (hier gibt's sogar welche mit heißem Wasser), Abendessen machen und FindPinguines füttern... ein rundum gelungener Tag würden wir mal sagen.
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