Durch die Wildnis von Savuti nach Moremi
August 10 in Botswana ⋅ ☀️ 27 °C
Die nächsten beiden Tage standen ganz im Zeichen der Weiterfahrt durch die abgelegene Wildnis Botswanas. Von Thobolo’s Bush Lodge ging es zunächst in Richtung Savuti und am folgenden Tag weiter durch den Chobe-Nationalpark zum Moremi South Gate Camp. Die Strecken waren anspruchsvoll und führten uns immer tiefer in eine Landschaft, in der es kaum noch Anzeichen von Zivilisation gab. Hier war unser Toyota nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern für einige Tage praktisch unsere Lebensversicherung – mit Wasser, Lebensmitteln, Feuerholz und allem, was wir zum Campen benötigten.
Die beiden Camps selbst waren allerdings eine Erfahrung für sich. Die Ausstattung war mehr als rudimentär und für uns persönlich kein Grund, diese Plätze noch einmal anzusteuern. Wer allerdings vor allem wegen der Tierbeobachtung unterwegs ist und bereit ist, bei Komfort und Infrastruktur deutliche Abstriche zu machen, findet hier genau die richtige Umgebung. Für uns überwog nach diesen Tagen jedoch der Wunsch nach etwas mehr Zivilisation.
Trotzdem boten die Fahrten durch die Nationalparks einige ganz besondere Erlebnisse. Auf dem Weg nach Savuti überquerte plötzlich ein großer Leopard direkt vor uns die Piste. Wir konnten ihm mit dem Wagen ein Stück folgen, bevor er im dichten Gebüsch verschwand. Gerade noch rechtzeitig gelang uns ein Foto – ein kurzer, aber umso beeindruckenderer Moment, denn einen Leoparden so völlig unerwartet direkt vor dem eigenen Fahrzeug zu erleben, gehört definitiv zu den besonderen Safari-Momenten.
Auch die Weiterfahrt Richtung Moremi hielt noch eine Überraschung bereit. Kurz nach der Einfahrt in den Moremi-Nationalpark entdeckten wir an einem Wasserloch eine Gruppe Flusspferde. Eines der Tiere schien dabei besonders viel Wert darauf zu legen, uns seine beeindruckende Bewaffnung zu präsentieren: Mit weit aufgerissenem Maul zeigte es uns seine gewaltigen Eckzähne – ein ziemlich eindrucksvoller Anblick aus sicherer Entfernung.
Eigentlich waren für den Moremi South Gate Camp zwei Nächte vorgesehen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage entschieden wir uns jedoch spontan um und fuhren direkt weiter nach Maun. Damit endete unser Abschnitt mit Camping mitten in der Wildnis zunächst – und wir waren wieder zurück in der Zivilisation. Nach mehreren Tagen Sandpisten, Buschcamps und Safari-Abenteuern freuen wir uns jetzt auf die kommenden vier Tage in Maun und etwas mehr Komfort.
Wissenswertes über Maun
* Maun gilt als das touristische Zentrum Botswanas und ist für viele Reisende das Tor zum Okavango-Delta.
* Die Stadt liegt am Thamalakane River und hat sich von einem kleinen Dorf zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Safaris und Delta-Ausflüge entwickelt.
* Von Maun aus starten zahlreiche Mokoro-, Boots- und Safari-Touren in das Okavango-Delta.
* Der Name Maun stammt aus der Sprache der Bayei und wird häufig mit „Ort der kurzen Schilfrohre“ in Verbindung gebracht.
* Trotz seiner touristischen Bedeutung hat Maun seinen eher ursprünglichen Charakter bewahrt und bildet einen interessanten Kontrast zu den abgelegenen Camps, die wir gerade hinter uns gelassen haben.Read more









Traveler
Hello 😀
Traveler
Wow, schönes Foto