• Marco Opitz
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Namibia - Botswana Rundreise

A 20-day adventure by Marco Read more
  • Trip start
    July 29, 2026

    Ankunft in Windhoek

    Jul 30–31 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Tag 1 – Ankommen in Windhoek

    Nach unserer Ankunft in Windhoek übernahmen wir am Flughafen unseren Toyota Double Cab mit Dachzelt und starteten in unser Namibia Abenteuer. Wir bezogen unser gemütliches Guesthouse und erkundeten am Nachmittag zu Fuß die Innenstadt. Am Abend kehrten wir im legendären Joe’s Beerhouse ein, wo wir bei typisch namibischen Spezialitäten und einem kühlen Getränk den ersten Urlaubstag entspannt ausklingen ließen. Die besondere Atmosphäre, die herzliche Gastfreundschaft und das erste typisch namibische Essen stimmten uns voller Vorfreude auf die kommenden Wochen ein.Read more

  • Aufbruch in den Etosha-Nationalpark

    Jul 31–Aug 1 in Namibia ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach einem entspannten Frühstück verabschiedeten wir uns von Windhoek und machten uns auf den Weg Richtung Etosha Nationalpark. Während der Fahrt veränderte sich die Landschaft stetig und wir bekamen einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Weite Namibias. Nachdem wir das Anderson Gate passiert hatten, dauerte es nicht lange bis zu unseren ersten Wildtiersichtungen: Springböcke, Oryx-Antilopen, Strauße und sogar eine Gruppe Erdmännchen kreuzten unseren Weg. Am Nachmittag erreichten wir das Okaukuejo Camp, richteten zum ersten Mal unser Dachzelt ein und verbrachten den Abend am berühmten, beleuchteten Wasserloch. Dort konnten wir Elefanten, Giraffen, Zebras und als besonderes Highlight ein Nashorn aus nächster Nähe beobachten – ein unvergesslicher Auftakt unserer Safari.

    Wissenswertes über den Etosha-Nationalpark

    * Der Etosha-Nationalpark gehört mit rund 22.000 km² zu den größten Wildschutzgebieten Afrikas.
    * Namensgeber ist die riesige Etosha-Pfanne, eine ausgetrocknete Salzpfanne, die etwa ein Viertel der gesamten Parkfläche einnimmt und sogar aus dem Weltall sichtbar ist.
    * Im Park leben über 100 Säugetierarten, darunter Elefanten, Löwen, Geparden, Leoparden sowie das seltene Spitzmaulnashorn.
    * Das Okaukuejo Camp ist besonders für sein beleuchtetes Wasserloch bekannt, das rund um die Uhr Wildtiere anzieht und zu den besten Orten für Tierbeobachtungen in Namibia zählt.
    * Die zahlreichen natürlichen und künstlichen Wasserlöcher machen Tierbeobachtungen vor allem während der Trockenzeit besonders einfach, da sich viele Tiere dort versammeln.
    * Die Etosha-Pfanne füllt sich nach außergewöhnlich starken Regenfällen teilweise mit Wasser und zieht dann Tausende Flamingos und andere Wasservögel an – ein seltenes Naturschauspiel.
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  • Safari durch den Etosha-Nationalpark

    Aug 1–2 in Namibia ⋅ ☀️ 29 °C

    Kurz nach Sonnenaufgang machten wir uns auf den Weg und starteten zu einer ausgedehnten Pirschfahrt quer durch den Etosha Nationalpark in Richtung Osten. An zahlreichen Wasserlöchern legten wir immer wieder Stopps ein und konnten eine beeindruckende Vielfalt an Wildtieren beobachten. Besonders in Erinnerung blieben uns das Nashorn welches vor uns den Weg kreuzte, Elefanten und Giraffen, Kudus und Oryx sowie große Herden von Zebras, Springböcken und Gnus. Auch Schakale und zahlreiche Vogelarten begleiteten uns während der Fahrt durch die weiten Ebenen des Parks.

    Am Nachmittag verließen wir den Nationalpark durch das Von Lindequist Gate und erreichten wenig später die Mushara Lodge. Nach der ersten Nacht im Dachzelt genossen wir den Komfort der stilvollen Lodge und ließen den ereignisreichen Safaritag bei einem hervorragenden Abendessen entspannt ausklingen.

    Wissenswertes über die Mushara Lodge

    * Die Muhshara Lodge liegt nur wenige Minuten vom Von Lindequist Gate, dem östlichen Eingang des Nationalparks, entfernt.
    * Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Pirschfahrten in den östlichen Teil des Parks.
    * Die Lodge verbindet den Charme einer Safari-Lodge mit modernem Komfort und einer ausgezeichneten Küche.
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  • Auf dem Weg in den Norden Namibias

    Aug 2–3 in Namibia ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach einem opulentem Frühstück verabschiedeten wir uns von der Mushara Lodge und machten uns auf den Weg nach Rundu. Vor uns lagen rund 450 Kilometer und etwa fünf Stunden Fahrzeit – größtenteils auf einer langen, schnurgeraden Straße durch den Norden Namibias. Die Landschaft zog ruhig an uns vorbei und unterwegs begegneten uns immer wieder kleine Dörfer, Rinderherden und Esel am Straßenrand.

    Am Nachmittag erreichten wir unseren Campingplatz direkt am Okavango. Nach der ereignisreichen Safari im Etosha Nationalpark genossen wir die entspannte Atmosphäre am Fluss und beobachteten den Sonnenuntergang, der den Okavango in ein warmes goldenes Licht tauchte.

    Wissenswertes über Rundu und den Okavango

    * Rundu liegt direkt am Okavango und bildet die Grenze zwischen Namibia und Angola.
    * Der Okavango fließt nicht ins Meer, sondern endet im berühmten Okavango-Delta in Botswana.
    * Die Region zählt zu den wasserreichsten und grünsten Gebieten Namibias und unterscheidet sich deutlich von den trockenen Landschaften im Süden.
    * Der Fluss ist Lebensraum für Flusspferde, Krokodile und eine große Vielfalt an Vogelarten.
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  • Abenteuer im Bwabwata-Nationalpark

    Aug 3–5 in Namibia ⋅ ☀️ 26 °C

    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Divundu, wo wir unser nächstes Quartier, die idyllisch am Okavango gelegene Nunda River Lodge, erreichten. Nachdem wir unser Camp eingerichtet hatten, brachen wir zu einem Ausflug in den Bwabwata-Nationalpark auf und fuhren über den Buffalo Entrance in das weitläufige Schutzgebiet.

    Schnell wurde klar, dass uns heute nicht nur die Tierwelt, sondern auch die Strecke fordern würde. Die tiefen Sandpisten verlangten unserem Toyota und unseren Fahrkünsten einiges ab, sodass die Fahrt selbst zu einem kleinen Abenteuer wurde. Auch wenn die Tierdichte nicht mit dem Etosha-Nationalpark vergleichbar war, konnten wir unterwegs Warzenschweine, Kudus, Impalas und mehrere Elefanten beobachten. Ein besonderes Highlight war ein majestätischer Seeadler, der hoch über der Landschaft kreiste und die beeindruckende Vogelwelt der Region unterstrich. Am Abend kehrten wir zur Nunda River Lodge zurück und ließen den Tag entspannt mit Blick auf den Okavango ausklingen.

    Wissenswertes über die Nunda River Lodge

    * Die Nunda River Lodge liegt direkt am Okavango und bietet einen herrlichen Blick auf den Fluss.
    * Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in den Bwabwata-Nationalpark und zu den Popa Falls.
    * Vom Ufer aus lassen sich häufig Flusspferde, Krokodile und zahlreiche Vogelarten beobachten.
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  • Pirschfahrt im Mahango-Nationalpark

    August 4 in Namibia ⋅ ☀️ 27 °C

    Heute stand eine ausgedehnte Pirschfahrt durch den Mahango Nationalpark auf dem Programm. Gute fünf Stunden waren wir auf den Pisten unterwegs. Im Gegensatz zum Vortag stellte diesmal nicht die Strecke, sondern das Beobachten der Tiere die größere Herausforderung dar, denn die Tierdichte war deutlich überschaubarer.

    Trotzdem gab es einige schöne Begegnungen: Wir entdeckten zwei majestätische Seeadler, Warzenschweine, Strauße, eine farbenprächtige Gabelracke sowie einen beeindruckenden Baobab Baum. Am Wasserloch beobachteten wir eine Herde Zebras, bevor uns später ein Elefant in Erinnerung bleiben sollte. Offenbar standen wir auf seinem Weg zum Wasser, sodass er uns doch recht nahe kam – ein aufregender Moment, den wir so schnell nicht vergessen werden.

    Am späteren Nachmittag unternahmen wir eine stimmungsvolle Sundowner-Bootsfahrt auf dem Okavango bis zu den Popa Falls. Während die Sonne langsam hinter dem Flussufer verschwand, konnten wir zahlreiche Krokodile, Flusspferde und eine beeindruckende Vielfalt an Wasservögeln beobachten. Bei den Popa Falls legten wir einen kurzen Stopp ein, genossen den Sonnenuntergang bei einem Sundowner und ließen die besondere Atmosphäre auf uns wirken.

    Wissenswertes über den Mahango-Nationalpark

    * Der Mahango-Nationalpark ist Teil des Bwabwata-Nationalparks und liegt direkt am Okavango.
    * Durch Flusslandschaften, offene Grasflächen und dichte Wälder bietet der Park eine außergewöhnlich abwechslungsreiche Natur.
    * Besonders Vogelliebhaber schätzen den Park – hier wurden über 400 Vogelarten nachgewiesen.
    * Der Mahango gilt als einer der besten Orte Namibias, um Elefanten in ihrer natürlichen Umgebung am Wasser zu beobachten.
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  • Weiterfahrt zum Kwando-Fluss

    Aug 5–6 in Namibia ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute führte uns die rund 200 Kilometer lange Strecke weiter in den Caprivi-Streifen bis zu unserem nächsten Ziel am Kwando-Fluss. Die Landschaft war zwar weiterhin beeindruckend, doch aufgrund der anhaltenden Trockenheit bekamen wir unterwegs nur wenige Wildtiere zu Gesicht. So verlief die Fahrt ruhig und wir konnten die Weite und Ursprünglichkeit dieser besonderen Region in aller Ruhe genießen. (ohne die aufgeblasene ChatGPT Rhetorik: wir sind 200km ohne Pause, schnurgerade über eine Asphaltpiste gebrettert)

    Am Nachmittag erreichten wir unser Buschcamp direkt am Kwando. Die naturnahe Lage und die entspannte Atmosphäre machten sofort Lust darauf, den Abend auf dem Sonnendeck zu verbringen. Direkt gegenüber lagen vier Flusspferde gemütlich im Wasser und beobachteten ebenso neugierig uns wie wir sie. Als wir zum Sundowner ans Ufer gingen, erschreckten wir ein Krokodil, das sich am Ufer aufgehalten hatte und mit einem kräftigen Platschen im Fluss verschwand. Während die Sonne langsam hinter dem Kwando unterging, ließen wir den Tag inmitten dieser beeindruckenden Natur ausklingen.

    Wissenswertes über den Kwando-Fluss

    * Der Kwando fließt durch Angola, Namibia und Botswana und trägt flussabwärts die Namen Linyanti und später Chobe.
    * Die Flusslandschaft ist Lebensraum für Flusspferde, Krokodile, Elefanten und zahlreiche Vogelarten.
    * Der Kwando gehört zum Kavango-Zambezi-Schutzgebiet (KAZA), dem größten grenzüberschreitenden Naturschutzgebiet der Welt.
    * Viele Camps am Kwando verzichten bewusst auf Zäune, sodass Wildtiere sich frei durch die Umgebung bewegen können.
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  • Endlich Löwen im Chobe-Nationalpark

    Aug 6–8 in Botswana ⋅ ☀️ 27 °C

    Noch vor Sonnenaufgang verabschiedeten wir uns von unserem Buschcamp und machten uns auf den Weg nach Botswana. Nach der Grenzüberquerung erreichten wir am Vormittag Kasane, wo wir uns direkt für die Sunset-Safari im Chobe-Nationalpark anmeldeten. Besonders Chrissi fieberte diesem Ausflug entgegen; schließlich fehlten auf unserer Reise noch die Könige der Savanne.

    Während der Pirschfahrt begegneten wir zunächst vielen alten Bekannten: Giraffen, Flusspferden, Elefanten, Impalas, Kudus und Affen. Die Zeit verging und bis zum obligatorischen Sundowner Stopp war von Löwen weit und breit nichts zu sehen. Chrissis Hoffnung schwand zusehends.

    Da alle Fahrzeuge den Nationalpark vor Einbruch der Dunkelheit verlassen müssen, machten wir uns auf den Rückweg zum Gate. Und dann, kurz vor Schluss, geschah es doch noch: Mehrere Löwinnen lagen gut getarnt im hohen Steppengras und waren zunächst kaum zu erkennen. Erst die vielen bereits versammelten Safarifahrzeuge verrieten ihren Standort. Auch wir konnten anhalten und die Löwinnen aus nächster Nähe beobachten und fotografieren. Spätestens in diesem Moment war Chrissis Tag – wenn nicht sogar der gesamte Urlaub – gerettet.

    Als hätten wir an diesem Tag nicht schon genug erlebt, wartete auf der Rückfahrt zur Lodge noch eine letzte Überraschung auf uns. Mitten auf der Straße galoppierte plötzlich eine Tüpfelhyäne vor unserem Fahrzeug her. Weder die Autos, die sie überholten, noch der Gegenverkehr schienen sie aus der Ruhe zu bringen. Fast wirkte es, als hätte sie sich vorgenommen, die Hauptrolle in einem Actionfilm zu spielen, während sie mal vor, mal neben und schließlich wieder hinter unserem Fahrzeug die Straße entlangtrottete. Ein unvergesslicher Abschluss eines ohnehin außergewöhnlichen Tages.

    Wissenswertes über den Chobe-Nationalpark

    * Der Chobe-Nationalpark wurde 1967 gegründet und ist Botswanas ältester Nationalpark.
    * Er ist berühmt für eine der größten Elefantenpopulationen Afrikas – schätzungsweise leben hier über 100.000 Elefanten.
    * Der Chobe-Fluss zieht besonders in der Trockenzeit unzählige Wildtiere an und sorgt für außergewöhnlich gute Tierbeobachtungen.
    * Neben Löwen und Leoparden sind im Park auch Afrikanische Wildhunde anzutreffen – eine der seltensten Raubtierarten Afrikas.
    * Durch die Kombination aus Pirschfahrten und Bootssafaris bietet der Chobe-Nationalpark zwei völlig unterschiedliche Perspektiven auf die Tierwelt.
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  • Ausflug zu den Victoriafällen

    August 7 in Zimbabwe ⋅ ☀️ 27 °C

    Am Morgen wurden wir bereits um acht Uhr von einem kleinen abgeholt. Nachdem noch weitere Teilnehmer eingesammelt waren, ging es zur botsuanisch-simbabwischen Grenze. Was folgte, war ein ausgedehntes Programm aus Ein- und Ausreiseformalitäten – Bürokratie in Reinform. Nach erfolgreicher Grenzüberquerung wechselten wir Fahrer und Fahrzeug und setzten unsere Fahrt Richtung Victoria Falls fort.

    In Victoria Falls angekommen, nahmen wir uns rund drei Stunden Zeit, die gewaltigen Wasserfälle zu erkunden. Über insgesamt 16 verschiedene Aussichtspunkte konnten wir die Victoriafälle aus immer wieder neuen Perspektiven bestaunen. Die gewaltigen Wassermassen, die donnernd über die Felskante stürzen, machten schnell deutlich, warum dieser Ort zu den beeindruckendsten Naturwundern Afrikas zählt.

    Anschließend verbrachten wir die verbleibende Zeit im Lookout Café mit spektakulärem Blick auf die Schlucht und den Sambesi, nachdem dieser die Wasserfälle passiert hat. Bei einem kühlen Getränk konnten wir die Eindrücke des Tages noch einmal auf uns wirken lassen, bevor es wieder zurück über die Grenze nach Botswana ging.

    Zurück auf dem Zeltplatz der „Chobe Safari Lodge“ wartete bereits der nächste Höhepunkt auf uns. Bei einem hervorragenden Dinner mit frisch gegrillten Spezialitäten ließen wir den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen. Zuvor hatten wir noch den Sonnenuntergang über dem Chobe River genießen können. Auf dem Fluss waren zahlreiche Boote unterwegs, die im warmen Abendlicht langsam an uns vorbeizogen – ein stimmungsvoller Abschluss dieses besonderen Tages.

    Wissenswertes über die Victoriafälle

    * Die Victoriafälle werden von den Einheimischen Mosi-oa-Tunya genannt – „Donnernder Rauch“.
    * Sie liegen am Sambesi an der Grenze zwischen Sambia und Simbabwe.
    * Die Wasserfälle sind rund 1,7 Kilometer breit und stürzen an ihrer höchsten Stelle über 100 Meter in die Tiefe.
    * Der Sambesi führt während der Hochwasserzeit gewaltige Wassermengen über die Fälle, wodurch sich eine riesige Gischtwolke bildet.
    * Die Victoriafälle gehören zum UNESCO-Weltnaturerbe und zählen zu den größten Wasserfällen der Welt.
    * Der erste Europäer, der die Fälle dokumentierte, war der schottische Entdecker David Livingstone, der sie 1855 nach der damaligen britischen Königin Victoria benannte.
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  • Durch den Chobe zum nächsten Camp

    Aug 8–9 in Botswana ⋅ ☀️ 28 °C

    Nach den ereignisreichen vergangenen Tagen ließen wir es heute etwas ruhiger angehen. Bevor wir Kasane verließen, stand allerdings noch ein wichtiger Programmpunkt an: Wir mussten unseren Vorrat für die kommenden Tage auffüllen. Der Toyota wurde vollgetankt und wir besorgten ausreichend Wasser, Lebensmittel und Feuerholz – alles, was man für mehrere Tage Camping weit abseits der Zivilisation benötigt. Denn ab jetzt würden wir uns für einige Zeit mitten in der Natur bewegen, ohne Supermarkt oder Tankstelle in der Nähe.

    Im Laufe des Vormittags machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserem nächsten Campingplatz, der Thobolo’s Bush Lodge. Die letzten rund 20 Kilometer führten dabei erstmals direkt durch den Chobe-Nationalpark – und damit über eine sandige Piste, die uns und unseren Toyota Double Cab wieder etwas mehr Fahrkönnen abverlangte.

    Für die Fahrt durch den tiefen Sand mussten wir den Reifendruck reduzieren, um unserem Fahrzeug mehr Grip auf der Piste zu geben. Die Landschaft wirkte dabei deutlich ursprünglicher als auf den befestigten Straßen und vermittelte uns einmal mehr das Gefühl, wirklich mitten durch die Wildnis unterwegs zu sein.

    An der Thobolo’s Bush Lodge angekommen, stand heute bewusst keine weitere Safari auf dem Programm. Nach den intensiven Erlebnissen der vergangenen Tage nutzten wir den Nachmittag zum Entspannen am Pool, ließen die Seele baumeln und genossen einfach die Ruhe. Ein eher unspektakulärer, aber gerade deshalb wohltuender Tag auf unserer Reise.

    Wissenswertes über die Thobolo’s Bush Lodge

    * Die Lodge liegt in der Region des Chobe-Nationalparks und ist von ursprünglicher Buschlandschaft umgeben.
    * Die letzten Kilometer der Anfahrt führen über eine unbefestigte Sandpiste – bereits die Anreise vermittelt damit einen kleinen Hauch Safari.
    * Die Lage abseits der Hauptstraßen sorgt für eine besonders naturnahe Atmosphäre.
    * Der Aufenthalt bietet einen schönen Kontrast zu den intensiven Pirschfahrten und Ausflügen der vergangenen Tage.
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  • Durch die Wildnis von Savuti nach Moremi

    August 10 in Botswana ⋅ ☀️ 27 °C

    Die nächsten beiden Tage standen ganz im Zeichen der Weiterfahrt durch die abgelegene Wildnis Botswanas. Von Thobolo’s Bush Lodge ging es zunächst in Richtung Savuti und am folgenden Tag weiter durch den Chobe-Nationalpark zum Moremi South Gate Camp. Die Strecken waren anspruchsvoll und führten uns immer tiefer in eine Landschaft, in der es kaum noch Anzeichen von Zivilisation gab. Hier war unser Toyota nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern für einige Tage praktisch unsere Lebensversicherung – mit Wasser, Lebensmitteln, Feuerholz und allem, was wir zum Campen benötigten.

    Die beiden Camps selbst waren allerdings eine Erfahrung für sich. Die Ausstattung war mehr als rudimentär und für uns persönlich kein Grund, diese Plätze noch einmal anzusteuern. Wer allerdings vor allem wegen der Tierbeobachtung unterwegs ist und bereit ist, bei Komfort und Infrastruktur deutliche Abstriche zu machen, findet hier genau die richtige Umgebung. Für uns überwog nach diesen Tagen jedoch der Wunsch nach etwas mehr Zivilisation.

    Trotzdem boten die Fahrten durch die Nationalparks einige ganz besondere Erlebnisse. Auf dem Weg nach Savuti überquerte plötzlich ein großer Leopard direkt vor uns die Piste. Wir konnten ihm mit dem Wagen ein Stück folgen, bevor er im dichten Gebüsch verschwand. Gerade noch rechtzeitig gelang uns ein Foto – ein kurzer, aber umso beeindruckenderer Moment, denn einen Leoparden so völlig unerwartet direkt vor dem eigenen Fahrzeug zu erleben, gehört definitiv zu den besonderen Safari-Momenten.

    Auch die Weiterfahrt Richtung Moremi hielt noch eine Überraschung bereit. Kurz nach der Einfahrt in den Moremi-Nationalpark entdeckten wir an einem Wasserloch eine Gruppe Flusspferde. Eines der Tiere schien dabei besonders viel Wert darauf zu legen, uns seine beeindruckende Bewaffnung zu präsentieren: Mit weit aufgerissenem Maul zeigte es uns seine gewaltigen Eckzähne – ein ziemlich eindrucksvoller Anblick aus sicherer Entfernung.

    Eigentlich waren für den Moremi South Gate Camp zwei Nächte vorgesehen. Nach den Erfahrungen der vergangenen Tage entschieden wir uns jedoch spontan um und fuhren direkt weiter nach Maun. Damit endete unser Abschnitt mit Camping mitten in der Wildnis zunächst – und wir waren wieder zurück in der Zivilisation. Nach mehreren Tagen Sandpisten, Buschcamps und Safari-Abenteuern freuen wir uns jetzt auf die kommenden vier Tage in Maun und etwas mehr Komfort.

    Wissenswertes über Maun

    * Maun gilt als das touristische Zentrum Botswanas und ist für viele Reisende das Tor zum Okavango-Delta.
    * Die Stadt liegt am Thamalakane River und hat sich von einem kleinen Dorf zu einem wichtigen Ausgangspunkt für Safaris und Delta-Ausflüge entwickelt.
    * Von Maun aus starten zahlreiche Mokoro-, Boots- und Safari-Touren in das Okavango-Delta.
    * Der Name Maun stammt aus der Sprache der Bayei und wird häufig mit „Ort der kurzen Schilfrohre“ in Verbindung gebracht.
    * Trotz seiner touristischen Bedeutung hat Maun seinen eher ursprünglichen Charakter bewahrt und bildet einen interessanten Kontrast zu den abgelegenen Camps, die wir gerade hinter uns gelassen haben.
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  • Okavango-Delta von oben

    Aug 11–13 in Botswana ⋅ ☀️ 22 °C

    Wir bezogen unser neues Quartier in der Discovery Bed and Breakfast Lodge, ein putziges kleines Rondavel-Häuschen in einer malerischen Anlage etwas außerhalb von Maun. Direkt am Fluss gelegen, bot die Lodge einen wunderbar ruhigen und idyllischen Rückzugsort nach den vergangenen Tagen.

    Heute Morgen stand dann ein ganz besonderes Erlebnis auf dem Programm: Ein einstündiger Hubschrauber-Rundflug über das Okavango-Delta. Aus knapp 100 Metern Höhe eröffnete sich uns eine völlig neue Perspektive auf die einzigartige Landschaft. Unter uns konnten wir große Gruppen von Elefanten, Zebras und Giraffen beobachten, die sich aus der Luft erstaunlich gut erkennen ließen. Auch ein großes Krokodil war selbst aus dieser Höhe noch deutlich auszumachen.

    Für den Flug mussten wir uns allerdings überraschend warm anziehen – der Fahrtwind in knapp 100 Metern Höhe machte sich deutlich bemerkbar. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Der Flug hat uns eine Menge Spaß gemacht und war eine völlig neue Möglichkeit, die faszinierende Landschaft und Tierwelt des Okavango-Deltas zu erleben.

    Nach den vielen Pirschfahrten der vergangenen Tage war dieser Perspektivwechsel etwas ganz Besonderes – diesmal suchten wir die Tiere nicht zwischen Büschen und Bäumen, sondern entdeckten sie aus der Luft.

    Wissenswertes über das Okavango-Delta

    * Das Okavango-Delta ist eines der größten Binnendeltas der Welt und endet nicht im Meer, sondern versickert in der Kalahari.
    * Jährlich erreichen gewaltige Wassermengen aus dem angolanischen Hochland das Delta – paradoxerweise während der botswanischen Trockenzeit.
    * Das Delta erstreckt sich über tausende Quadratkilometer und verändert seine Größe je nach Wasserstand erheblich.
    * Die einzigartige Kombination aus Wasserflächen, Inseln und Savannen macht das Delta zu einem der bedeutendsten Lebensräume Afrikas.
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  • Eine Nacht in den Salt Pans

    Aug 14–15 in Botswana ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach unseren erlebnisreichen Tagen in und um Maun hieß es heute wieder Abschied nehmen von der Zivilisation. Unser Ziel waren die gewaltigen Makgadikgadi Salt Pans, genauer gesagt die Ntwetwe Pan. Schon die Anfahrt vermittelte einen Eindruck davon, was uns erwartete: Mit einem 4x4 ging es über die weiten Grasflächen vorbei an den einsam stehenden Baobabs bis zu den Quad Bikes.

    Dort wechselten wir vom Allradfahrzeug auf die Quads und machten uns auf den Weg hinaus auf die Ntwetwe Pan. Je weiter wir hinausfuhren, desto unwirklicher wurde die Landschaft. Vor uns lag eine scheinbar endlose, flache und fast menschenleere Weite. Die weißliche Salzkruste reichte bis zum Horizont und vermittelte tatsächlich das Gefühl, mitten im Nirgendwo unterwegs zu sein. Mit den Quads konnten wir diese gewaltige Landschaft auf eine ganz besondere Art erkunden – und natürlich durfte dabei auch ein bisschen mehr Gas nicht fehlen.

    Anschließend ging es weiter zu unserem Camp mitten in der Weite der Salt Pans. Viel Infrastruktur gab es hier nicht – dafür umso mehr Nichts. Nach einem Sundowner erwartete uns ein frisch zubereitetes Barbecue, bevor wir uns schließlich für die Nacht in unsere Schlafsäcke zurückzogen. Über uns gab es keine Lichter von Städten oder Lodges, sondern nur den unglaublichen Sternenhimmel der Kalahari. Eine Nacht mitten in dieser scheinbar endlosen Landschaft – ein Erlebnis, das deutlich anders war als alle Unterkünfte der vergangenen Wochen.

    Wissenswertes über die Makgadikgadi Salt Pans

    * Die Makgadikgadi Salt Pans gehören zu den größten Salzpfannen der Welt und sind Überreste eines gewaltigen prähistorischen Sees. Die heutige Landschaft ist Teil eines weitläufigen Systems verschiedener Salzpfannen.
    * Die Ntwetwe Pan ist die größere der beiden Hauptpfannen und erstreckt sich über eine nahezu unvorstellbare Weite. Genau diese endlose Landschaft macht die Quad-Tour zu einem besonderen Erlebnis.
    * Während der Trockenzeit wirkt die Region nahezu lebensfeindlich. Nach guten Regenfällen kann sich das Bild jedoch komplett verändern: Wasser sammelt sich in den Senken und lockt Zebras, Gnus und zahlreiche Wasservögel an.
    * Die Makgadikgadi Pans Game Reserve umfasst rund 3.900 km² und grenzt an den Nxai Pan National Park. In der Regenzeit ziehen große Zebra- und Gnuherden durch die Region.
    * Die scheinbare Leere täuscht: An den Rändern der Pfannen befinden sich Graslandschaften und Akazienwälder, die zahlreiche Tierarten beherbergen. Die Pfannen selbst können nach Regenfällen zu wichtigen Lebensräumen für Vögel und andere Tiere werden.
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  • Von den Salt Pans nach Ghanzi

    August 15 in Botswana ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Morgen in den Makgadikgadi Salt Pans begann noch einmal mitten in dieser außergewöhnlichen Landschaft. Nach der Nacht unter dem offenen Himmel machten wir uns mit den Quads auf den Rückweg zum Rand der Ntwetwe Pan. Dabei erkundeten wir noch einmal die Umgebung und hielten Ausschau nach den besonderen Bewohnern dieser trockenen Landschaft.

    Die Erdmännchen konnten wir nun am Morgen beobachten. Die kleinen Tiere waren durch das laufende Gewöhnungsprogramm an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, ohne dabei zahm zu sein. Besonders faszinierend war zu beobachten, wie aufmerksam sie ihre Umgebung kontrollierten und immer wieder als kleine Wachtposten Ausschau hielten.

    Am Rand der Salt Pan verabschiedeten wir uns schließlich von unseren Quads und fuhren mit dem 4x4 zurück zum Planet Baobab. Dort wartete nach der Nacht in der Wildnis ein reichhaltiges Frühstück auf uns – und vor allem die Möglichkeit für eine dringend benötigte Dusche. Nach dieser kleinen Rückkehr in die Zivilisation hieß es wieder: Sachen packen, Toyota beladen und weiter.

    Vor uns lagen rund 500 Kilometer bis Ghanzi, unserem letzten Übernachtungsort in Botswana. Die Strecke führte uns über Maun und anschließend auf die Trans-Kalahari-Route weiter nach Westen. Damit verabschiedeten wir uns langsam von den Salzpfannen und vom Okavango-Gebiet.

    Unterwegs prägten wieder die für Botswana so typischen Landschaftsbilder die Fahrt: weite, trockene Grasflächen, einzelne mächtige Baobabs und immer wieder die charakteristischen Termitenhügel. Gerade diese scheinbar unscheinbaren Bauwerke sind erstaunlich wichtige Bestandteile des Ökosystems. Termitenhügel können über viele Jahre wachsen und werden nach dem Ende einer Kolonie von zahlreichen anderen Tieren als Unterschlupf genutzt.

    * Erdmännchen leben in komplexen Familiengruppen. Während der Rest der Gruppe nach Nahrung sucht, übernimmt häufig ein Tier die Wache und warnt mit unterschiedlichen Lauten vor Gefahren.
    * Baobabs können enorme Ausmaße erreichen und sehr alt werden. Ihr charakteristischer, dicker Stamm dient als Wasserspeicher und hilft ihnen, lange Trockenperioden zu überstehen.
    * Die mächtigen Termitenhügel bestehen nicht einfach nur aus aufgeschütteter Erde: Durch ein ausgeklügeltes System aus Kammern und Belüftungsgängen können Termiten Temperatur und Feuchtigkeit innerhalb ihres Baus regulieren.

    Am Abend erreichten wir schließlich Ghanzi, die letzte Station unserer Botswana-Etappe. Nach den vergangenen Tagen in den Salt Pans und der abgelegenen Wildnis war damit ein weiterer Abschnitt unserer Reise abgeschlossen – und gleichzeitig rückten Namibia und damit die letzte Etappe unserer Reise wieder ein gutes Stück näher.
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  • Schluss, aus, Ende. Das war’s.

    Aug 16–17 in Namibia ⋅ ☀️ 25 °C

    Heute ist tatsächlich der letzte Tag unserer Reise. Nach knapp drei Wochen durch Namibia, Botswana und unserem kurzen Abstecher nach Simbabwe sind wir wieder dort angekommen, wo alles begonnen hat: in Windhoek.

    Wir werden heute noch einmal im gleichen Guesthouse übernachten, in dem wir bereits am ersten Tag unserer Reise untergekommen sind. Ein schöner Kreis, der sich damit schließt. Morgen steht dann noch die Rückgabe unseres Toyota Double Cab an, bevor wir uns zum Flughafen aufmachen und den Rückflug nach Deutschland antreten.

    Wenn wir auf die vergangenen Wochen zurückblicken, kommen dabei einige beeindruckende Zahlen zusammen: mehr als 4.000 Kilometer haben wir mit unserem Wagen zurückgelegt. Davon waren etwa 300 bis 400 Kilometer Sandpisten und Gravel Roads – für eine Reise durch diese Region eigentlich erstaunlich wenig. Unser Toyota hat dabei zuverlässig durchgehalten, und auch alle vier Reifen sind heil geblieben. Angesichts der teilweise wirklich anspruchsvollen Pisten und der vielen Kilometer ist das durchaus eine Erwähnung wert.

    Was uns definitiv in Erinnerung bleiben wird, sind allerdings nicht nur die Kilometer, sondern auch die Grenzübertritte. Die Grenzformalitäten zwischen Namibia, Botswana und Simbabwe waren teilweise ein wahrer Graus – insbesondere wenn man mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist. Eine Mischung aus Formularen, Kontrollen, Stempeln und Geduldsspielen, die wir auf unserer Reise nicht unbedingt vermisst hätten.

    Dafür bleiben unzählige andere Erinnerungen: die ersten Tiere in Etosha, Elefanten am Okavango, die Löwen im Chobe, der Leopard auf der Piste, die Tüpfelhyäne auf der Landstraße, die Victoriafälle, das Okavango-Delta aus dem Hubschrauber, die endlosen Salt Pans und natürlich viele Kilometer Sand und Staub.

    Morgen heißt es dann endgültig Abschied nehmen. Auto zurückgeben, Koffer packen und ab zum Flughafen. Nach fast drei Wochen afrikanischer Wärme, Staub, Wildnis und Sternenhimmel freuen wir uns jetzt tatsächlich auch ein bisschen auf Deutschland – vorausgesetzt, es hat sich dort inzwischen etwas abgekühlt.

    Schluss, aus, Ende. Das war’s.
    Eine großartige Reise geht zu Ende. 🇳🇦 🇧🇼 🇿🇼
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    Trip end
    August 17, 2026