• Eine Nacht in den Salt Pans

    Aug 14–15 in Botswana ⋅ ⛅ 24 °C

    Nach unseren erlebnisreichen Tagen in und um Maun hieß es heute wieder Abschied nehmen von der Zivilisation. Unser Ziel waren die gewaltigen Makgadikgadi Salt Pans, genauer gesagt die Ntwetwe Pan. Schon die Anfahrt vermittelte einen Eindruck davon, was uns erwartete: Mit einem 4x4 ging es über die weiten Grasflächen vorbei an den einsam stehenden Baobabs bis zu den Quad Bikes.

    Dort wechselten wir vom Allradfahrzeug auf die Quads und machten uns auf den Weg hinaus auf die Ntwetwe Pan. Je weiter wir hinausfuhren, desto unwirklicher wurde die Landschaft. Vor uns lag eine scheinbar endlose, flache und fast menschenleere Weite. Die weißliche Salzkruste reichte bis zum Horizont und vermittelte tatsächlich das Gefühl, mitten im Nirgendwo unterwegs zu sein. Mit den Quads konnten wir diese gewaltige Landschaft auf eine ganz besondere Art erkunden – und natürlich durfte dabei auch ein bisschen mehr Gas nicht fehlen.

    Anschließend ging es weiter zu unserem Camp mitten in der Weite der Salt Pans. Viel Infrastruktur gab es hier nicht – dafür umso mehr Nichts. Nach einem Sundowner erwartete uns ein frisch zubereitetes Barbecue, bevor wir uns schließlich für die Nacht in unsere Schlafsäcke zurückzogen. Über uns gab es keine Lichter von Städten oder Lodges, sondern nur den unglaublichen Sternenhimmel der Kalahari. Eine Nacht mitten in dieser scheinbar endlosen Landschaft – ein Erlebnis, das deutlich anders war als alle Unterkünfte der vergangenen Wochen.

    Wissenswertes über die Makgadikgadi Salt Pans

    * Die Makgadikgadi Salt Pans gehören zu den größten Salzpfannen der Welt und sind Überreste eines gewaltigen prähistorischen Sees. Die heutige Landschaft ist Teil eines weitläufigen Systems verschiedener Salzpfannen.
    * Die Ntwetwe Pan ist die größere der beiden Hauptpfannen und erstreckt sich über eine nahezu unvorstellbare Weite. Genau diese endlose Landschaft macht die Quad-Tour zu einem besonderen Erlebnis.
    * Während der Trockenzeit wirkt die Region nahezu lebensfeindlich. Nach guten Regenfällen kann sich das Bild jedoch komplett verändern: Wasser sammelt sich in den Senken und lockt Zebras, Gnus und zahlreiche Wasservögel an.
    * Die Makgadikgadi Pans Game Reserve umfasst rund 3.900 km² und grenzt an den Nxai Pan National Park. In der Regenzeit ziehen große Zebra- und Gnuherden durch die Region.
    * Die scheinbare Leere täuscht: An den Rändern der Pfannen befinden sich Graslandschaften und Akazienwälder, die zahlreiche Tierarten beherbergen. Die Pfannen selbst können nach Regenfällen zu wichtigen Lebensräumen für Vögel und andere Tiere werden.
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