• Von den Salt Pans nach Ghanzi

    August 15 in Botswana ⋅ ☀️ 22 °C

    Der Morgen in den Makgadikgadi Salt Pans begann noch einmal mitten in dieser außergewöhnlichen Landschaft. Nach der Nacht unter dem offenen Himmel machten wir uns mit den Quads auf den Rückweg zum Rand der Ntwetwe Pan. Dabei erkundeten wir noch einmal die Umgebung und hielten Ausschau nach den besonderen Bewohnern dieser trockenen Landschaft.

    Die Erdmännchen konnten wir nun am Morgen beobachten. Die kleinen Tiere waren durch das laufende Gewöhnungsprogramm an die Anwesenheit von Menschen gewöhnt, ohne dabei zahm zu sein. Besonders faszinierend war zu beobachten, wie aufmerksam sie ihre Umgebung kontrollierten und immer wieder als kleine Wachtposten Ausschau hielten.

    Am Rand der Salt Pan verabschiedeten wir uns schließlich von unseren Quads und fuhren mit dem 4x4 zurück zum Planet Baobab. Dort wartete nach der Nacht in der Wildnis ein reichhaltiges Frühstück auf uns – und vor allem die Möglichkeit für eine dringend benötigte Dusche. Nach dieser kleinen Rückkehr in die Zivilisation hieß es wieder: Sachen packen, Toyota beladen und weiter.

    Vor uns lagen rund 500 Kilometer bis Ghanzi, unserem letzten Übernachtungsort in Botswana. Die Strecke führte uns über Maun und anschließend auf die Trans-Kalahari-Route weiter nach Westen. Damit verabschiedeten wir uns langsam von den Salzpfannen und vom Okavango-Gebiet.

    Unterwegs prägten wieder die für Botswana so typischen Landschaftsbilder die Fahrt: weite, trockene Grasflächen, einzelne mächtige Baobabs und immer wieder die charakteristischen Termitenhügel. Gerade diese scheinbar unscheinbaren Bauwerke sind erstaunlich wichtige Bestandteile des Ökosystems. Termitenhügel können über viele Jahre wachsen und werden nach dem Ende einer Kolonie von zahlreichen anderen Tieren als Unterschlupf genutzt.

    * Erdmännchen leben in komplexen Familiengruppen. Während der Rest der Gruppe nach Nahrung sucht, übernimmt häufig ein Tier die Wache und warnt mit unterschiedlichen Lauten vor Gefahren.
    * Baobabs können enorme Ausmaße erreichen und sehr alt werden. Ihr charakteristischer, dicker Stamm dient als Wasserspeicher und hilft ihnen, lange Trockenperioden zu überstehen.
    * Die mächtigen Termitenhügel bestehen nicht einfach nur aus aufgeschütteter Erde: Durch ein ausgeklügeltes System aus Kammern und Belüftungsgängen können Termiten Temperatur und Feuchtigkeit innerhalb ihres Baus regulieren.

    Am Abend erreichten wir schließlich Ghanzi, die letzte Station unserer Botswana-Etappe. Nach den vergangenen Tagen in den Salt Pans und der abgelegenen Wildnis war damit ein weiterer Abschnitt unserer Reise abgeschlossen – und gleichzeitig rückten Namibia und damit die letzte Etappe unserer Reise wieder ein gutes Stück näher.
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