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Yesterday in Vietnam ⋅ 🌧 20 °C
22 moc chau entlässt uns freundlich. In einem schönen Homestay bestehend aus 10 Hütten a zwei Betten inklusive Bad/WC werden wir von Rauschen des Springbrunnens und dem Vogelgezwitscher geweckt. Frühstück ist rustikal (es gibt weder Messer oder Löffel aber Spiegelei und Brötchen) und für den Kaffee müssen die Becher aus den Zimmern mitgebracht werden. Ok, ansonsten wäre es ja ein Hotel!
Es geht früh los, denn V. muss in ein Krankenhaus. Nach einer halben Stunde ist er durch: Diagnose bestätigt, Therapie ebenso. In Deutschland hätte er nach 4 Stunden in der Notaufnahme wahrscheinlich zum ersten Mal einen Arzt gesehen. Und das Beste: obwohl es im sozialistischen Vietnam keine kostenlose Heilfürsorge für Reisende gibt, wurde keine Rechnung erstellt.
Der angesagte Regen bleibt auch aus, als wir mit einer Fähre den schwarzen Fluss überqueren. Es ist einfach nur ein Ponton, der von einem Schub Schiff bugsiert wird. Ich habe selten so viel Angst um mein Motorrad gehabt, obwohl es vorschriftsmäßig aufgebockt war.
Es ist erstaunlich, wie hier in den Bergen nahezu jeder Quadratzentimeter für die Landwirtschaft genutzt wird. Kleine Reisfelder ziehen sich Terrassenförmig die Berge empor bis in schwindelerregende Höhen. Wir sind im Bereich der Bergvölker, Minderheiten in diesem Bergland nördlich, westlich und östlich der Hauptstadt Hanoi. Ich persönlich vermag sie nur schwer zu unterscheiden, wobei es sicher Merkmale geben mag. Das oder Hmong, ich kann sie nicht unterscheiden, bemerke aber, dass sie offensichtlich keinen Hunger leiden.
Entweder ich habe mich an die Flaggen und Parolen gewöhnt, oder es sind schon seit Tagen weniger geworden. Am 14. sind Wahlen. Nach der Verfassung ist jeder Bürger zur Wahl verpflichtet, weshalb der Wahlkampf für die Kandidaten der nationalen Front der kommunistischen Partei auf Hochtouren läuft.
In einer Ortschaft biegen wir auf einem Nebenweg ab. 15 km geht es nur bergauf, gefühlt 30 %.
und mehr. Wir durchstoßen nicht nur die Wolkengrenze, sondern kommen in einen unangenehmen Regen. Auf der Passhöhe in 1570 m Höhe ist die Stimmung auf dem Nullpunkt. Diese einspurige Piste mit viel Gegenverkehr und einer Sichtweite von teilweise unter 10 m ist sehr anstrengend. Auch die 45 km Abfahrt mit teilweisen Anstiegen bis auf 1900 m im Regen trägt nicht zu einer guten Laune bei. Dabei entschädigen bei den wenigen Punkten, an denen man freie Sicht hat, auch die terassenförmigen Reisfelder oder die Teeplantagen an den steilen Berghängen oder die Wasserfälle auch nicht wirklich. Tja, der Ha Giang Loop, von dem man in Europa schwärmt, ist harte Arbeit. Dabei sind wir hier zur besten Reisezeit. Wie soll das erst aussehen, wenn man diese Strecke zur Regenzeit machen möchte?
Im Hotel möchte ich nur duschen und meine Ruhe haben!Read more








