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18 marzo, Vietnam ⋅ 🌙 23 °C
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So, jetzt sind wir in Hanoi, 2833 km nach unserer Abfahrt in Hoi An. Die Erleichterung ist allen anzumerken, egal ob man es zugibt oder nicht. Gerade die letzten Kilometer in dieser wuseligen Stadt mit doppelt so vielen Einwohnern wie Berlin hat uns zugesetzt. Im Kampf mit tausenden anderen Zweirädern im dichten Verkehr und dazwischen Pkw und Busse haben wir ohne größere Probleme die 40 km von der Stadtgrenze zur Garage gemeistert. Dabei haben die vielen Handzeichen besorgter Mitfahrer nicht wirklich geholfen sondern manchmal sogar verwirrt. Aber nach 90 Minuten war auch das überstanden. Wir liefern die Motorräder ab. Eine Kontrolle wurde ja schon gestern während unserer Abwesenheit gemacht. Jetzt gilt es anzukommen und mit dem Taxi ins Hotel gebracht zu werden. Der Abschied von den guides ist nur kurz.
Wir hatten heute mindestens zwei Stürze, einer mit Blessuren und verbogenen Lenker und beim anderen brach ein Hebel ab. Auch hatten wir den Fall, dass zwei Motorräder am rastpunkt einfach vorbeifuhren und später zurückgeholt wurden. Ansonsten verliefen diese 200 km ruhig. Wir merken schnell, dass BaBe am Rande des Speckgürtel von Hanoi liegt. Die Felder (wir sind jetzt langsam im Tiefland und haben kaum Terrassen) sind gut in Schuss. Einmal sehe ich, dass vorgezogener Reis gepflanzt wird, währen 50 km weiter Reis geerntet wird. Auf kleinen Feldern, oft nur auf Beeten, wird Gemüse angebaut. Handwerksbetriebe dominieren in den Ortschaften gegenüber den Händlern. Ein oder zweimal war ich in Versuchung, anzuhalten und ein Foto zu machen. Das ist aber in einer Gruppe schwer.
Die chaotisch pulsierende Stadt Hanoi macht am Abend ihren Namen Ehre. Trotz Reservierung bekommen wir keine Platz im Restaurant und erst nach vielen Diskussionen sitzen wir verstreut irgendwo. Ich bestelle ein vietnamesisches Curry und wieder ist es ein eingedickter Eintopf aus Kartoffeln, Karotten und etwas gekochtes Hühnerfleisch. Dazu Reis. Aber man legt großen Wert auf eine positive googlebewertung. Na ja! Vietnamesisch essen ist sowieso ein Kapitel für sich. Über die Suppen habe ich mich ja schon ausgelassen. Reisnudeln mir irgendwas, oft mit Meeresfrüchten. Denn gefischt wird alles und überall. Fleisch ist fast immer nur gekocht (spart Energie). Aber ein Menü besteht aus einer klaren undefinierbaren Krautsuppe, sieht aus wie ganze Rettichblätter. Manchmal kommt dann Pommes. Kleine Scheibchen mit gewürztem gekochtem, selten frittiertem, Fleisch (Huhn, Rind, Schwein, Meeresfrüchte) folgen, aber nicht alles auf einmal sondern nur 2-3 Sorten. Die Schale mit Gemüse enthält entweder Rohkost oder im wok leicht angedünstetes gemischtes Gemüse wie beispielsweise Chinakohl. Erst dann kommt der Reis. Kleine Schalen mit chilisosse und Sojasoße sind omnipräsent. Und los geht es, mit Stäbchen: Guten Appetit.
Ach so: einmal gab es Stücke mit gebratener Ente. Pferd und Wasserbüffel haben wir auch schon gehabt und es soll sogar Hund geben. Die Sparerips waren auch lecker. Tellergerichte gibt es auf dem Lande nicht.Leggi altro








