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    Yesterday in Vietnam ⋅ ☀️ 28 °C

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    Es gilt früh aufzustehen. Nach dem Frühstück erwartet uns der Tourbus. Wir haben eine Stadtrundfahrt gebucht und sind sehr gespannt.die erste Station ist eine PagodeJürgen, als Übersetzer vom englischen ins Deutsche, hat sich gut vorbereitet. Die Tran Quoc pagode ist eine der ältesten in Hanoi. Der Touristenrummel hält sich in Grenzen. Natürlich ist das Betreten in kurzen Hosen verboten, was eigen Teilnehmern, die ansonsten sehr dominant sind, zum Verhängnis wird. Aber es gibt Lösungen. Der Reiseführer empfiehlt den Sonnenuntergang hier zu genießen, aber so lange können wir nicht warten. Hier im Westsee gingen die Trümmer des Jagdbombers nieder, den der spätere Senator McCain geflogen hat. Er ging von 1967-1973 in Gefangenschaft.
    Der Führer der weltrevoulution vietnamesischer Prägung hat es abgelehnt, im Palast des generalgouveneurs für ganz Indochina zu leben sondern hat sich daneben eine Holzhütte aufstellen lassen. Entgegen seinem ausdrücklichen Wunsch ist er jetzt einbalsamiert und wird ausgestellt. Die Anlage vor dem Regierungsapalast gleicht dem roten Platz, komisch!!! Auch hier werden Tausende, überwiegend Kinder, herangeschleppt, um dem Spektakel die nötige Form zu geben. Die Wartezeit in der Schlange beträgt deutlich über eine Stunde und ein Überschlag ergibt, dass bis zu 50 000 Personen täglich diese Ehre zuteil wird. Leider sehen wir alles nur aus der Ferne, denn dieses nationale Heiligtum ist sehr weiträumig abgesperrt.
    Wir werden zu dem Platz geführt, wo Überreste eines Flugzeuges im Teich liegen. Es sind Trümmerteile einer B 52. Zwischen 15 und 25 dieser immer noch modernen Maschinen verlor die USA über nordvietnam. Dabei gelangten auch Trümmerteile in das Stadtgebiet von Hanoi. Na gut, der Eierkaffe schmeckt jedenfalls nicht allen.
    Viele abgeschossene Piloten saßen im Gefängnis hinter dem Gericht ein. Dieses Gefängnis wurde von den bösen Franzosen gebaut um die freiheitsliebenden Vietnamesen zu quälen und unmenschlich zu behandeln. Nicht umsonst stammen noch heute die meisten Bauten in Hanoi und Indochina aus dieser Zeit und seriöse Stimmen von Einheimischen bezeichnen diese Zeit als das goldene Zeitalter. Die inhaftierten amerikanischen Piloten haben hier später jahrelang nur Federball gespielt und sich sportlich und kulturell betätigt bei bester Verpflegung. Ähnliches wurde seinerzeit auch über theresienstadt berichtet.
    Mittagspause in einem Nobel-Restaurant. Jede Döner Bude in Deutschland hat mindestens den gleichen Standard. Es gibt ein Gericht, das Barak Obama bei seinem Besuch gelobt hat: eine Suppe, deren Fleischeinlage bewusst aus kleinen minderwertigem Fleisch oder Durchgedrehtem besteht. Mit viel Knoblauch (sah jedenfalls so aus) war es durchaus gut.
    Der Höhepunkt der Stadtrundfahrt ist dir „Train Street“, also der Teil der Eisenbahnstrecke, die durch die Stadt führt. Wir warten noch so lange bis ein Zug kommt, um dieses Spektakel mit vielen anderen Touristen zu erleben. Die Häuser sind in diesem Teil, der nur wenige hundert Meter lang ist, außerordentlich dicht an die Bahn gebaut.
    Na gut. Wir besuchen noch eine reformierte Kirche. Man muss zwar erst nach dem Schlüssel fragen, aber ohne Probleme dürfen Volker und ich sie besichtigen. In einer Pagode dürfen wir ein Mantra miterleben. Die st. Joseph Kathedrale erreichen wir kurz vor Ende der Öffnungszeiten.
    Abendbrot beim Inder. Relativ chaotisch, aber freundlich. Dass die vielen Touristen sich in der Stadt gut verteilen, merkt man auch hier. Es ist gut besucht aber nur von Europäern und Indern.
    Welche Auswirkungen inzwischen Empfehlungen von Reiseführern haben, sehen wir unterwegs. Eine der „Restaurants“ hat es geschafft im Michelin erwähnt zu werden. Ca. 50 Personen warten geduldig in der Schlange, bis ein Platz frei wird.
    Der „Absacker“ in der Skybar wird nur von Ossies und jürgen wahrgenommen. Morgen ist wieder Abfahrt um 8!
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