• Delphine

    Sep 28–29 in Spain ☁️ 28 °C

    Nachdem wir heute unsere kleine Gruppe komplettiert und abends Klaus Geburtstag gebührend gefeiert haben, starten wir morgen in Richtung Santa Ponsa westlich von Palma. Eine Bettenburg, die wir normalerweise großräumig meiden würden, wären da nicht die Boote, die uns aufs Meer bringen. Auf‘s Meer um a) vom Boot in dieses zu springen und b) in diesem Delphine zu beobachten. Nun hoffe ich natürlich, dass die braven Tierchen auch auftauchen, was noch zu klären wäre. Erst einmal hinfahren, und dann sehen wir weiter.

    Wir sind in der Urlaubshölle. Ein riesiger Strand umzingelt von legehennenkäfigartigen Häusern, ein Gemisch aus Wohnungen, Appartements und Hotels. Davor die Uferprommenade mit einer beeindruckenden Anzahl an Läden mit Handtüchern, Badelatschen, Sonnenbrillen und Luftmatratzen. Unterbrochen von Imbissbuden und Cafés, an denen sich rote, meistens tätowierte und grundsätzliche übergewichtige Leiber in knapper bis keiner Bekleidung ein Full englisch Breakfast samt Bier reinzimmern.

    Aber egal. Erika und Volker können ihre Bankgeschäfte erledigen und wir suchen uns einen schönen Baum am Strand.

    Unter einer Pinie schlagen wir unser Lager auf, ein Windhauch umweht unsere Nasen, es duftet sanft nach Erkältungsbad und schon nach 10 Minuten klebt alles. Es ist wunderbar. Ehrlich! Und wenn man stramm aufs Meer schaut, dann kann man fast die Betonhölle im Rücken vergessen.

    Also Buch raus und Augen zu.

    2 Stunden später. Wir besteigen einen Katamaran und sausen auf ruckelnder See in Richtung offenes Meer. Das Boot ist recht voll, die üblichen tätowierten Menschen sind auch da, aber das stört uns nicht. Denn der bestens gelaunte Kapitän unterhält uns vorzüglich, bis der Ruf ertönt: „da sind sie“. Und ja, da waren sie. Und zwar so schön, daß ich fast das Fotografieren vergessen hätte. Ganze Familienverbände von Delphinen schwammen vorbei. Wunderschön und viel blauer, als die auf Sansibar. Die waren irgendwie grauer bilde ich mir ein. Aber egal, sie waren toll.

    Und als wäre der Tag nicht schon perfekt gewesen, hielt das Boot in einer zauberhaften Bucht an zwecks Schwimmpause. Und was gibt es Schöneres, als vom Boot ins Wasser zu springen? Richtig! Nix!!

    Und schon war sie Tourihölle am Strand vergessen.
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