Auf geht's, Richtung Süden
September 12 in Norway ⋅ ⛅ 15 °C
Wir haben unglaublich gut geschlafen. Die Strasse direkt neben uns, hat uns kein bißchen gestört. Vielleicht lag es daran, dass gar kein Auto nachts vorbei kam. Wer kann das schon wissen, wir haben tief und fest geschlafen.
Mit wunderbarster Aussicht haben wir gefrühstückt und nebenbei ein kleines Mauswiesel über die großen Steinbrocken flitzen sehen.
Heute müssen wir ein gutes Stück voran kommen. Die Lofoten verlassen und ab Richtung Polarkreis.
Wie es hier aber so ist, muss man mit längeren Zwangspausen an Baustellen rechnen. So lag auf unserem Weg eine gigantische Baustelle. Hier werden wohl mehrere Tunnel neu gebaut. Und der manuelle Traffik bedeutet, dass man auf ein Begleitfahrzeug warten muss, dem man dann hinterher fahren darf.
Wir kamen an die Stelle und sahen noch in der Ferne die letzten Fahrzeuge von unserer Seite davon fahren. Das heißt, jetzt ist erstmal warten angesagt. Tim nahm sich sein E-Book und las sein Buch weiter und ich zeichnete meinen "daily sketch". Irgendwann sahen wir die Autos aus der anderen Richtung zu uns kommen. Aber sie kamen nicht an. Bestimmt eine halbe Stunde steckten sie in der Baustelle fest und kamen nicht weiter. Vermutlich hatte der Bagger gerade etwas direkt auf der Straße gearbeitet, weshalb es in keine Richtung weiter ging.
Irgendwann sahen wir endlich die Fahrzeuge ankommen. Gleich sind wir dran! Aber Pustekuchen! Auf einmal kam ganz hinten an der Landspitze die nächste Fuhre Gegenverkehr. Keine Ahnung, warum man unsere Seite ausgelassen hat. Irgendwann war es dann endlich soweit und nach etwas über einer Stunde konnten wir weiterfahren. Dabei fuhren wir um den Fjord herum und konnten nach zig Minuten Weiterfahrt immer noch Autos beobachten, die von unserer Seite her die Baustellenausfahrt noch nicht erreicht hatten. Irre.
Wir fuhren weiter zu einer kleinen abgelegenen Waldstelle an einem Fjord, den Ofotfjord, wo wir uns Mittagesssen kochten und eine kleine Pause einlegten.
Danach ging die Fahrt weiter. Aber hupps - was ist denn das? Da steht: noch 35 km bis zur Fähre. Wir hatten doch eine Route ohne Fähre gewählt. Aber vermutlich geht das hier oben gar nicht. Also warteten wir nochmal mehr als eine halbe Stunde, bis die Fähre ablegt. Nach 25 Minuten Überfahrt steuerten wir schon unseren ausgewählten Schlafplatz an.
Aber vorher machten wir noch einen kleinen Abstecher auf die Straße Fv81. Dort soll es eine hohe Elchpopulation geben. Also fuhren wir langsam auf der Straße und hielten Ausschau. Cindy nach Elchen. Tim nach möglichen Alternativ-Schlafplätzen.
Ohne Elchsichtungen fuhren wir dann doch zum vorher ausgewählten Schlafplatz und hatten Glück, dass hier noch keiner stand. Hier haben wir eine wunderbare Aussicht. Gute Nacht.Read more









