• KUL-Medan-Bukit Lawang

    April 29, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C

    Nach 1 Nacht verlassen wir Malaysia wieder und machen uns auf in Richtung Indonesien. Pünktlich um 6:30 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Für ca 30€ fliegen wir nach Medan (Sumatra). Jetzt müssen wir das ganze nur noch überleben.
    Doch die Sorgen sind unbegründet, alles hat einwandfrei geklappt. Sogar Tobi war nach anfänglicher Skepsis überzeugt von der malayischen Billig-Airline.
    Kurz vor der Gepäckabholung wird verlangt uns hintereinander aufzustellen und die Hände auf die Brust zu legen. Ich stelle mich grob hinter Tobi. Sofort werde ich korrigiert, ich solle mich exakt hinter Tobi aufstellen. Sonst noch was?
    Doch nun wissen wir auch warum, der Drogenspürhund kommt.
    Obwohl ich den kleinen echt niedlich finde, halt ich mich mit meinen "Ohhhh" zurück. Ich sende die letzten Stoßgebete ab, Haft im indonesischen Gefängnis käme mir jetzt doch sehr ungelegen. Der Hund - Pino - hat zum Glück nicht gebellt.
    Am Ausgang wartet bereits unser Fahrer auf uns. Wir haben 4 Stunden Fahrt vor uns. Allein die Fahrt aus der Stadt heraus dauert 2 Stunden, was auch kein Wunder ist.
    Die Straße ist ein einziges Hup-Konzert. Es gilt: Wer hupt, hat Vorfahrt.
    Wir machen noch kurz Halt und bekommen unser erstes indonesisches Mittagessen für 1,70€. Nach guten 2 Stunden wird die Landschaft endlich ländlicher. Kilometerlange Palmenplantagen ziehen an uns vorbei. Auch ein paar Reisfelder können wir entdecken.
    Angekommen im Dschungel Vorort Bukit Lawang sind wir von der ersten Sekunde an begeistert. Das kleine Dorf liegt direkt am Fluss, wo fleißig Wäsche gewaschen wird und die Kinder im Wasser spielen. Von hier aus starten wir morgen unseren Dschungel Trip. Unsere Lodge ist ein kleiner Insider Tipp im Grünen. Nachdem uns unser wunderschöner kleiner Bungalow gezeigt wurde, machen wir noch eine kleine Erkundungstour. Die zwei Flussseiten kann man per Hängebrücke wechseln. Ziemlich wackelige Angelegenheit, allerdings fahren die Locals sogar mit ihren Rollern drüber.
    Nach ein paar Minuten werde ich bereits angesprochen. Es wird um ein Bild mit mir gebeten. Europäer sind hier eben doch eine kleine Seltenheit. Egal an welcher Ecke, die Menschen und vorallem die Kinder schenken uns mit einem strahlenden Lächeln ein Hallo. Von den Kindern werden wir öfters nach unseren Namen gefragt. Sobald wir diese verraten, laufen die Kinder begeistert davon.
    Kurz bevor es dunkel wird, erfrischen wir uns noch im Fluss. Sofort kommen ein paar Kinder dazu. Ein kleines Mädchen namens Shelly ist sehr verwundert, warum ich weiße Haut habe. Sie fährt immer wieder über meine Haut und über meine pink lackierten Zehnnägel.
    Nun heißt es früh ins Bett gehen, damit wir morgen für die 7-stündige Wanderung zum Dschungelcamp fit sind.
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