München
April 26, 2025 in Germany ⋅ ☁️ 15 °C
Pünktlich um 7 Uhr stehen wir im Flughafen, dort erwartet uns gähnende Leere zum Ende der Osterferien. Umso besser für uns. Unser Flug nach Doha soll leider verspätet starten.
--> Update 11 Stunden später. Aus Langeweile erfolgt ein Gedächtnisprotokoll:
10 Uhr eigentliche Abflugzeit: Die Frachttüren des Fliegers können nicht geöffnet werden. Das Gepäck der vorherigen Passagiere befindet sich seit Stunden im Flieger.
11 Uhr: Die Qatar Mitarbeiter lächeln tapfer und vertrösten uns um eine weitere Stunde. Die ersten Stimmen werden laut "Dann fliegen wir halt ohne Gepäck"
12 Uhr: Die Technik ist ratlos, der Flieger wird weg geschleppt. Neue Startzeit 13 Uhr. Immerhin nun Essen und Getränke auf Kosten der Airline bekommen.
13 Uhr: Nichts passiert, die Passagiere lassen sich nicht mehr einfach wegschicken. Tobi versucht charmant einen neuen Flug zu erhalten. Wurde weggeschickt.
14 Uhr: Flug ist offiziell annulliert. Wir dürfen unser Gepäck wieder abholen und sollen auf weitere Anweisungen per SMS warten.
15 Uhr: Keinerlei SMS erhalten. Der Qatar Schalter gleicht mittlerweile einem Campingplatz. Leidensgeschichten werden ausgetauscht. Tobi macht die 3. deutliche Ansage - ich plane innerlich den Urlaub bereits ohne Kuala Lumpur
15:30 Uhr: Eine Mitarbeiterin, die sich nun in den Feierabend verabschiedet, macht Scherze dass wir uns morgen zum Frühstück wieder sehen. Ein baden-württembergischer Passagier musste vor Wut zurück gehalten werden.
15:45 Uhr: Überraschenderweise wurden wir umgebucht. Abflug in 2 Stunden über Amsterdam. Ein letztes Mal durch den Flughafen laufen zum KLM Schalter.
16:15 Uhr: War wohl nichts.... War eine Fehlbuchung. Überlege kurz, den kompletten Urlaub abzusagen
16:30 Uhr: endgültige Resignation, wir holen uns einen Hotel Gutschein. Wurden nun auf den 10 Uhr Flug am nächsten Tag gebucht. Hoffentlich mit einem anderen Flugzeug....
17:00 Uhr: Ankunft im Hotel, stürmen jetzt die Mini-Bar. 13.000 Schritte am Flughafen zu schaffen, das sagt alles.Read more
München - Doha
April 27, 2025 in Qatar ⋅ 🌙 31 °C
Neuer Tag - neues Glück. Unser Airport Hotel lässt uns mit einem mega Frühstück in den Tag starten. Zurück am Flughafen begrüßen uns bereits alte Bekannte. So langsam fühlt es sich an wie eine Klassenfahrt. Während wir einchecken erfahren wir live, dass soeben die Tür des gestrigen Fliegers repariert wurde. Man versichert uns - heute läuft alles reibungslos. Wie wir Kuala Lumpur in 10 Stunden besichtigen sollen, wissen wir allerdings noch nicht...
In Doha vertreten wir uns die Beine im Indoor-Garten. Noch 7 Stunden Flug, dann landen wir hoffentlich in Kuala LumpurRead more
Kuala Lumpur
April 28, 2025 in Malaysia ⋅ ☁️ 25 °C
Während die Sonne langsam aufgeht, fliegen wir bereits über Sumatra. Wir sehen uns morgen. Ein kurzer Abstecher nach Malaysia muss noch sein.
15 Minuten frisch machen und dann ab in die City, soweit der Plan. Schließlich müssen nun 2 Sightseeing-Tage in einen untergebracht werden. Von unserem Zimmer haben wir einen Wahnsinns Ausblick und wir sind traurig, dass uns 1 Nacht in diesem Hotel genommen wurde.
Die Luftfeuchtigkeit gleicht einer Art Wand, uns läuft der Schweiß einfach nur herunter.
Unser erster Stopp sind die Batu- Caves, eine Tempelanlage in Höhlen gebaut. Um unsere Reisekasse zu entlasten, setzen wir natürlich auf die Metro. Doch an der Haltestelle erfahren wir, die nächste Metro fährt erst wieder in einer Stunde. So viel Zeit haben wir nicht... Zum Glück finden wir 2 andere -leicht verzweifelte- Touris aus Kasachstan an der Metro Haltestelle. Und schon einigen wir uns auf ein gemeinsames Taxi. Pro Person zahlen wir lediglich 1,50€. An den Höhlen angekommen erwarten uns schon die ersten Affen, die Ausschau auf unsere Taschen halten. Immer wieder schaffen es die Affen Wasserflaschen, Chips-Packungen oder ganze Rucksäcke zu klauen. Niedlich sind sie trotzdem. Wir erklimmen ein paar hundert Stufen und stehen in einer beeindruckenden Tempelanlage in einer Höhle. Sightseeing Punkt Nummer 1 hat sich definitiv gelohnt.
Direkt kommt die Frage auf, wie geht's weiter? Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln brauchen wir eine Ewigkeit zum nächsten Stopp. Anscheinend sah man uns die Ratlosigkeit an.
Gopi, ein Taxifahrer, bietet seine Hilfe an. Und schon sitzen wir bei Gopi im Taxi, der uns nun eine private Tour gibt. Für gerade einmal 17€ pro Person fährt er uns 3 Stunden lang zu allen Sehenswürdigkeiten und ist unser privater Guide. Im Nachhinein eine clevere Entscheidung, ohne Taxi hätten wir niemals alles geschafft.
Besonders beeindruckend war der chinesische Tempel. Vor dem Tempel wurden kleine Käfige mit je 5 kleinen Vögeln verkauft. Ich frage Gopi, ob dies ein Brauch ist? Ja ist es. Es sei eine gute Tat, einen gefangenen Vogel frei zu lassen. Um den Menschen die Gelegenheit zu geben, gut zu sein, werden also Vögel gefangen und zum Verkauf angeboten... Laut Gopi werden die Vögel nach Freilassung aber höchstens 30 Tage alt.
Nach einer kurzen Jetlag Pause im Hotel suchen wir uns abends noch etwas zum Essen. Schließlich müssen wir uns noch die berühmten Petronas Tower anschauen - zumindest von unten. Gestern hatten wir Eintrittskarten für die Aussichtsplattform... Diese sind natürlich durch den Flugausfall verfallen. Spontan neue Karten zu kaufen, funktioniert leider nicht. Bis in den Mai alles ausgebucht. Shit happens....Read more
KUL-Medan-Bukit Lawang
April 29, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C
Nach 1 Nacht verlassen wir Malaysia wieder und machen uns auf in Richtung Indonesien. Pünktlich um 6:30 Uhr werden wir vom Hotel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Für ca 30€ fliegen wir nach Medan (Sumatra). Jetzt müssen wir das ganze nur noch überleben.
Doch die Sorgen sind unbegründet, alles hat einwandfrei geklappt. Sogar Tobi war nach anfänglicher Skepsis überzeugt von der malayischen Billig-Airline.
Kurz vor der Gepäckabholung wird verlangt uns hintereinander aufzustellen und die Hände auf die Brust zu legen. Ich stelle mich grob hinter Tobi. Sofort werde ich korrigiert, ich solle mich exakt hinter Tobi aufstellen. Sonst noch was?
Doch nun wissen wir auch warum, der Drogenspürhund kommt.
Obwohl ich den kleinen echt niedlich finde, halt ich mich mit meinen "Ohhhh" zurück. Ich sende die letzten Stoßgebete ab, Haft im indonesischen Gefängnis käme mir jetzt doch sehr ungelegen. Der Hund - Pino - hat zum Glück nicht gebellt.
Am Ausgang wartet bereits unser Fahrer auf uns. Wir haben 4 Stunden Fahrt vor uns. Allein die Fahrt aus der Stadt heraus dauert 2 Stunden, was auch kein Wunder ist.
Die Straße ist ein einziges Hup-Konzert. Es gilt: Wer hupt, hat Vorfahrt.
Wir machen noch kurz Halt und bekommen unser erstes indonesisches Mittagessen für 1,70€. Nach guten 2 Stunden wird die Landschaft endlich ländlicher. Kilometerlange Palmenplantagen ziehen an uns vorbei. Auch ein paar Reisfelder können wir entdecken.
Angekommen im Dschungel Vorort Bukit Lawang sind wir von der ersten Sekunde an begeistert. Das kleine Dorf liegt direkt am Fluss, wo fleißig Wäsche gewaschen wird und die Kinder im Wasser spielen. Von hier aus starten wir morgen unseren Dschungel Trip. Unsere Lodge ist ein kleiner Insider Tipp im Grünen. Nachdem uns unser wunderschöner kleiner Bungalow gezeigt wurde, machen wir noch eine kleine Erkundungstour. Die zwei Flussseiten kann man per Hängebrücke wechseln. Ziemlich wackelige Angelegenheit, allerdings fahren die Locals sogar mit ihren Rollern drüber.
Nach ein paar Minuten werde ich bereits angesprochen. Es wird um ein Bild mit mir gebeten. Europäer sind hier eben doch eine kleine Seltenheit. Egal an welcher Ecke, die Menschen und vorallem die Kinder schenken uns mit einem strahlenden Lächeln ein Hallo. Von den Kindern werden wir öfters nach unseren Namen gefragt. Sobald wir diese verraten, laufen die Kinder begeistert davon.
Kurz bevor es dunkel wird, erfrischen wir uns noch im Fluss. Sofort kommen ein paar Kinder dazu. Ein kleines Mädchen namens Shelly ist sehr verwundert, warum ich weiße Haut habe. Sie fährt immer wieder über meine Haut und über meine pink lackierten Zehnnägel.
Nun heißt es früh ins Bett gehen, damit wir morgen für die 7-stündige Wanderung zum Dschungelcamp fit sind.Read more
Dschungel Tag 1
April 30, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 27 °C
Wir starten unseren Tag mit Bananen- Pancakes und frisch püriertem Ananassaft. Um 9 Uhr startet unsere Dschungel Tour. Gemäß deutscher Pünktlichkeit stehen wir natürlich um 08:55 Uhr bereit. Unsere 2 Weggefährten aus Argentinien und einer Kolumbianerin sehen das anders. Wir hören ein "Despacito".
Despacito bedeutet "ganz gemütlich". Und so wird erstmal in Ruhe der Kaffee ausgetrunken. Unser Guide Eddie und sein Helfer Berti machen die Gruppe komplett. Eddie ist seit über 20 Jahren Guide, es sollte uns also nichts passieren.
Nach 5 Minuten sind wir aus Bukit Lawang heraus und stehen bereits im Grünen. Obwohl wir noch nicht viel gelaufen sind, sind wir aufgrund der Luftfeuchtigkeit nach wenigen Minuten durchgeschwitzt. Wir laufen kreuz und quer durch den Dschungel, auf und ab, durch Bäche, über Bäume und unter Bäumen. Wir gehen Wege, die ich nicht mal als Weg erkennen würde. Doch Eddi kennt hier jeden Baum.
Wir kommen an vielen Kautschuk Bäumen vorbei. Täglich um 6 Uhr werden die Bäume aufgeschnitten, damit das weiße Kautschuk heraus fließt. Dies wird mit einer Kokosnuss Schale aufgegangen. Das Kautschuk wird überwiegend zu Herstellung von Kondomen verwendet. Allerdings leider nicht für die Einheimischen. Sexualkunde ist in Indonesien verboten. Eddie erzählt, dass die Bevölkerung von Indonesien viel zu hoch sei und dass dies ein echtes Problem sei.
Nach der ersten Stunde sehen wir die erste Orang-Utan Familie. 2 Weibchen, 1 Baby und sogar der Papa ist mit von der Partie. Einen männlichen Orang Utan zu sehen, ist eher selten. Wir beobachten die Affen begeistert. Papa Orang-Utan unterschätzt des öfteren sein Gewicht und springt von Baum zu Baum als sei er ein kleiner Pavian. 2x hat er dadurch einen Ast zu Fall gebracht, wir konnten gerade noch weg springen.
Wir machen eine kleine Pause und unsere 2 Guides bauen uns ein tolles Obst Buffet mitten im Dschungel auf. Von Drachenfrucht, Schlangenfrucht, Maracuja und Ananas ist alles dabei. Auch der ein oder andere kleine Affe schaut vorbei, ob es etwas zum Klauen gibt.
Wir sehen noch eine andere Orang-Utan Mama mit Kind hoch oben in der Baumkrone. Plötzlich wird das Baby auf der Baumkrone abgesetzt und Mama klettert zu uns nach unten. Neugierig setzt sie sich auf einen unteren Ast und beobachtet uns.
Wie toll es ist, die Orang-Utans in freier Wildbahn zu entdecken. Außer auf Sumatra und der Nachbarinsel Borneo gibt es auf der ganzen Welt keine freilebenden Orang-Utans mehr.
Eddie erzählt uns, wie viel Regenwald für die vielen Palmenplantagen gerodet wurde. Die Palmenplantagen gehören nicht einmal zu Sumatra. Diese gehören einem Konzern aufgrund eines Vertrages zwischen Malaysia und England. Somit entscheiden Dritte über den Regenwald vor Ort. Tobi und ich nicken uns zu, in Zukunft achten wir noch mehr auf palmölfreie Lebensmittel.
Nach fast 7 Stunden und einem leckeren Nasi Goreng als Mittagessen wird es noch einmal anstrengend. Die ganzen Höhenmeter, die wir nun schon gemacht haben, müssen wir nun wieder runter. Unser Camp liegt am Fluss. Die letzte Stunde ist ziemlich anstrengend, da die Kräfte weniger werden, der Weg aber umso steiler. Zudem ist der Weg aufgrund des starken Gewitters letzte Nacht sehr matschig und rutschig. Irgendwann ist der Fluss in Sicht. Euphorisch, aufgrund der letzten Meter, schau ich nicht mehr auf den Weg und Zack - ich liege im Matsch. Das hat mir gerade noch gefehlt...
Wir ziehen unsere Schuhe aus und gehen die letzten Meter barfuß durch den Fluss. Als ich meinen Schuh ausziehe, sehe ich, dass mein Socken voller Blut ist. Ein Blutegel hat es sich in meinem Schuh bequem gemacht.
Die Camps liegen verteilt am Flussufer. Unser Camp ist das letzte. Wir können es kaum glauben, dass wir hier heute übernachten werden. Mitten im Nirgendwo.
Wir erfrischen uns kurz im Fluss, um zumindest den ganzen Matsch wegzubekommen. Derweil bereitet uns der Camp Koch Kaffee, Tee und Kekse zu.
Abends gibt es ein kleines Buffet - zu Sternenhimmel und Lagerfeuer. Eddie kann ein paar Wörter Deutsch und frägt uns immer wieder nach ein paar Wörtern. Wir erzählen, dass in Deutschland aus jedem Wasserhahn getrunken werden kann. Sowohl Eddie als auch das argentinische Pärchen und die Kolumbianerin, schauen uns ungläubig an..
Eddie frägt uns fast schon traurig, ob wir nach unserem Aufenthalt in Sumatra nach Bali weiter reisen werden. Er ist nicht der erste, der uns das fragt. Ich habe das Gefühl, die Einheimischen bemitleiden Bali für die Touristenströme. Wir erzählen stolz, dass wir nur auf Sumatra bleiben werden.
Auf einmal wird Eddie wehmütig und sagt, dass wir es gut haben. Wir können Geld verdienen und dann reisen. Er arbeitet jeden Tag und wird trotzdem nie genügend Geld haben, um zu verreisen.
Ja das stimmt, uns geht es gut.Read more
Dschungel Tag 2
May 1, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 27 °C
Obwohl wir gegen 21 Uhr ins Bett gegangen sind, liege ich bis Mitternacht wach. Mir ist es zu warm, zu klebrig, zu laut. Die Matratze ist vlt 1,65 lang, unsere Füße haben keinen Platz mehr. Ich könnte ja jetzt auch einfach in meinem Bett in der Lodge liegen. Obwohl der Tag unglaublich war, stelle ich wieder einmal fest, dass ich kein Camping Fan bin. Irgendwann schlafe ich dann wohl doch ein, denn um 08 Uhr morgens schrecke ich plötzlich hoch. Ich bin die letzte, die aufgewacht ist.
Unsere Klamotten stinken und sind nass. Meine Hose, die ich zum Trocknen an die Leine gehängt habe, ist noch feuchter als gestern Abend.
Tobi startet mit einem Kaffee in den Tag. Der Dschungel-Glow hat unsere Gesichter leider wieder verlassen. Unsere Augenringe lassen sich nicht verstecken.
Der Camp Koch bringt uns Bananenpancakes zum Frühstück, sogar mit Schokolade. Eddie sagt, wir brauchen Kraft. Schließlich müssen wir den steilen Abstieg von gestern wieder hoch. Mir wird ein bisschen mulmig. Meine Wadeln brennen.
Gestern sind wir 13 km gelaufen, heute werden es nochmal 8 km.
Aber es hilft ja nichts.
Abmarsch ist um 9:30. Eigentlich, denn unsere Begleiter leben wieder ihr Despacito. Selbst Eddie verdreht die Augen und bemerkt, dass er die Pünktlichkeit der Deutschen und der Holländer sehr schätzt.
15 Minuten später können wir dann endlich los. Wir laufen durch den Fluss zurück zum Einstieg in den Dschungel.
Als wir oben angekommen sind, pumpt mein Herz wie verrückt und meine Lunge brennt. Wieso genau hab ich mir das freiwillig angetan?
Aber die Anstrengung wird entschädigt, denn während unserer Obst-Pause besucht uns eine Affen- Mama mit Baby.
Wir bringen Eddie noch ein bisschen Bayerisch bei. Er ruft nun "Pack ma's, Geh ma und O zapft is" durch den Wald.
Tobi hofft immer noch einem Sumatra Tiger zu begegnen. Im ganzen Regenwald von Sumatra leben noch 300-400 Tiger. Aber selbst Eddie hat lediglich 1x die Abdrücke der Pfoten gefunden, mehr nicht. Ich glaub mit der Tiger Begegnung wird's eher nichts.
Ein letztes Mal müssen wir den Berg herunter. Immerhin sind nun Seile zum Absteigen befestigt. Endlich hört man leise den Fluss, das ist unser Ziel.
Kurz vor Ende des Dschungels ruft Eddie nochmal "Orang Utan Mama mit Baby".
Und tatsächlich sitzen die 2 relativ weit unten im Baum. Das Baby ist noch sehr sehr jung. Mama klettert langsam von Baum zu Baum, genau über uns. Das war nochmal ein toller Abschluss.
Am Fluss kühlen wir uns erstmal ab und bekommen dann noch ein letztes Mittagessen.
Den Weg zurück ins Dorf müssen wir zum Glück nicht laufen. Wir machen das wie die Einheimischen. Wir fahren auf großen Gummireifen auf dem Fluss zurück ins Dorf. Unsere Rucksäcke werden fachmännisch wasserfest verpackt. In gerade einmal 5 Minuten kommen wir im Dorf an, wo es wie auf dem Volksfest zu geht. Viele Einheimische baden im Wasser und hören laut Musik. Als wir an ihnen vorbei fahren, winken sie uns begeistert zu und machen Foto s von uns.
Wir halten gegen 15 Uhr direkt an unserer Lodge und steigen aus. Wie sehr freu ich mich jetzt auf eine Dusche.
Tobi 's Flip-Flops sind im Dschungel kaputt gegangen. Er möchte kurz ins Dorf und sich neue kaufen. Ich nutze die halbe Stunde Ruhe und lege mich ein bisschen hin.
Es klopft an der Tür und Tobi steht grinsend vor der Tür, aber ohne Flip-Flops?
Er erzählt mir, dass er jetzt ein TikTok Star ist und zig Bilder und Videos mit Einheimischen machen musste. Sogar ein Werbe-Slogan musste er einsprechen. Zum Schluss ist er noch auf einer kleinen Party gelandet.
Damit ich mir den restlichen Urlaub nicht anhören muss, dass er keine Flip Flops mehr hat, begleite ich ihn nochmals ins Dorf. Es ist nun schon ruhiger geworden, es dämmert schon. Wir kaufen Flip Flops für ca 1,50€.
Abends stoßen wir erst mal mit 2 Bier auf unseren gelungene Dschungel Tour an. Wir spielen noch ein paar Runden Uno und Eddie und ein anderer Mitarbeiter der Lodge schleichen um uns herum. Sie wollen mitspielen. Wir erinnern noch einmal kurz an die Regeln und spielen dann gemeinsam. Die 2 hatten solch eine Gaudi, wir konnten es kaum glauben. Großes Gelächter sobald eine +2 Karte gelegt wurde.
Nach 3 Runden sagen wir Gute Nacht und freuen uns auf ein richtiges Bett.Read more
Bukit Lawang - Berastagi
May 2, 2025 in Indonesia ⋅ 🌧 24 °C
Leider müssen wir uns heute von Bukit Lawang verabschieden. Ich bin ein bisschen traurig, der Ort ist einfach nur toll. Nach unserem Frühstück verabschieden wir uns von den Inhabern der Lodge und werden ein letztes Mal über die Brücke gebracht. Einige Kinder winken uns nochmal zu.
Unser Fahrer wird uns nun nach Berastagi bringen - es geht in das Hochland. Die Fahrt dauert ca 3 1/2 Stunden. Nicht weil es so viele Kilometer wären, sondern aufgrund der Schlaglöcher und der vielen Rollerfahrern.
Die Kinder fahren bereits in jungen Jahren selbst Roller. Ich vermute ab ca 12 Jahren.
Auch das Rauchen wird schon früh begonnen - natürlich nur die Jungs und Männer. Ich habe einige Kinder gesehen, die schon rauchend an der Straße standen.
Die Landschaft wird so langsam hügeliger, wir fahren an Kaffee- und Chiliplantagen vorbei und nach 2 Stunden können wir den ersten Blick auf den Vulkan Sinabung erhaschen. Es ist ein aktiver Vulkan und das letzte Mal 2020 ausgebrochen. Wir werden morgen auf einen kleineren Vulkan gehen, der nicht mehr aktiv ist. Gott sei Dank, mein Muskelkater lässt mehr auch nicht zu.
Zur Mittagszeit haben viele Kinder Schule aus. Wir sehen sie an der Straße stehend mit einem Eistee in einer Plastiktüte, aus der getrunken wird. Die einen steigen auf ihre Roller und fahren heim, andere werden abgeholt. Zu viert auf einem Roller ist keine Seltenheit.
Wir erreichen Berastagi leider im strömenden Regen. Hier sind nur einige wenige Touristen auf der Durchreise anzutreffen. In unserem Hostel klärt uns der Besitzer über alles wichtige auf, wie z.b. die richtigen Preise auf dem Obst Markt und welche Restaurants der europäische Magen eher meiden sollte. Auch Englisch sprechen hier viele Einheimische nicht mehr. Wir lernen das Wort "Mahal". Dies bedeutet " zu teuer" und soll uns vor Touri-Preisen schützen.
Der Muezin ruft bereits lauthals im Hintergrund. Jetzt haben wir das Gefühl mitten in Indonesien zu sein - weit weg von europäischen Touristen.
Kurz bevor es dunkel wird, trauen wir uns noch auf die Straße. Ohne Tobi würde ich mich nicht trauen hier herum zu laufen. Auf dem Obstmarkt erwarten uns strahlende Farben. Hier liegen Obstsorten bereit, die ich noch nie zuvor gesehen habe. Wir kaufen 4 Mangosteen und 3 Salaks für umgerechnet knapp 2€. Ich finde, wir haben einen guten Preis gemacht, aber die Verkäuferin lacht vermutlich immer noch.
Zum Abendessen folgen wir der Empfehlung vom Hostel. Hier sollen Europäer seit 3 Jahren keine Lebensmittelvergiftung mehr bekommen haben - Das reicht mir definitiv als Empfehlung 😂
Wir bekommen eine Original Cola, ein Wasser, ein Teller voller Chicken und 2 Teller Nudeln mit Ei für umgerechnet 5€. Ich kann diese Preise nicht glauben??
Zurück im Hotelzimmer legt der Muezin wieder los. Hoffentlich macht er bald Feierabend, das können nicht einmal meine Ohrstöpsel abschirmen. Schließlich werden wir heute Nacht um 4:15 abgeholt zur Vulkan Tour.
In diesem Sinne: Gute NachtRead more
Vulkantour Sibyak
May 3, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 15 °C
Als um 03:50 Uhr der Wecker klingelt, würde ich die Tour am liebsten absagen. Halb in Trance packen wir unsere restlichen Sachen. Um 4:15 Uhr werden wir vor dem Hostel abgeholt, zusammen mit zwei Pärchen aus Holland und einem Mädchen aus Singapur. Es warten 2 verbeulte Mini-Vans auf uns, aber wir denken uns nichts weiter dabei. Als wir nach 10 Minuten aus Berastagi heraus gefahren sind, kommt uns so langsam ein Verdacht, warum die Autos so verbeult sind. Der Weg gleicht einer Schotterpiste. Und das auch noch bergauf. Das Auto vor uns ist bereits aufgesessen, hat sich die Stoßstange noch mehr verbogen und versucht verzweifelt über die Steine zu kratzen. Bei den Geräuschen bekommen wir Gänsehaut. Nachdem 3 Leute angeschoben haben, fährt das Auto wieder. Unser Fahrer ruft uns zu: Festhalten! Wir bleiben zwar ein paar Mal mit den Unterboden an den Steinen hängen, bleiben aber zumindest nicht stecken. Der Corny-Riegel, den ich kurz zuvor noch gegessen habe, kommt mir trotzdem fast wieder hoch.
Auf dem Parkplatz angekommen, verteilt der Guide noch kurz Taschenlampen an alle und schon geht es los. Ich bin froh, dass es heute eine leichtere Tour wird - mir tut alles weh.
Doch es geht gleich mal steil bergauf und der Guide hat ein stolzes Tempo drauf. Ich seh andere Gruppen, die schon eine kurze Trinkpause machen. Wir "rennen" weiter.
Ist das hier heute wirklich eine leichte Tour? Hab ich das falsche gebucht?
So langsam wird mir der Guide unsympathisch. Wenn wir in dem Tempo weitermachen, kann ich bald wieder umdrehen. Doch der Guide dreht sich nicht mal um. Als das Mädchen aus Singapur hinfällt, bemerkt er es nicht einmal. Als wir doch mal eine kurze Pause machen, erklärt der Guide, dass wir heute die steilste Tour gehen werden.
Auf das war ich nicht vorbereitet.
Tobi sieht mir an, dass ich am liebsten keinen Schritt mehr weitergehen möchte.
Ich schimpfe vor mich hin und prophezeihe, dass dieser Guide bestimmt kein Trinkgeld von uns bekommt. Immerhin ist es noch dunkel und relativ kühl. Das macht den Aufstieg ein bisschen erträglicher. Während ich vor mich hin maule und schmolle, merke ich nicht, wie wir schon eine Stunde gelaufen sind. Wut ist anscheinend ein guter Antrieb.
Plötzlich teilt sich der Weg auf. Alle anderen Gruppen gehen rechts, wir gehen links.
Wir besteigen einen anderen Gipfel des Vulkans, damit der "Haupt-Gipfel" nicht so überrannt wird. Trotzdem bleibt es ein Glücksspiel, ob es neblig sein wird oder nicht.
Wir erkennen im Dunkeln zwar nicht viel, aber es wird felsiger. Irgendwo höre ich einen lauten Fluss vorbei fließen. Und ein unangenehmer Geruch kommt dazu. Zum ersten Mal in meinem Leben weiß ich nun, wie verfaulte Eier riechen.
Wir erkennen so langsam den Gipfel. Die letzte halbe Stunde wird nochmal steil. Der Guide ist schon gefühlt einen halben Kilometer voraus und Tobi hilft dem Mädchen aus Singapur. Mit Händen und Füßen klettern wir den Vulkan hoch.
Aber als wir oben ankommen.... Nebel. Überall Nebel. Na das hat sich ja gelohnt.
Der Guide kocht uns Kaffee und Tee und wir hoffen, dass sich der Nebel und die Wolken vielleicht doch noch verziehen.
Und ja wir haben Glück. Nach 15 Minuten öffnet sich langsam die Wolkendecke und wir bekommen einen fantastischen Ausblick über den Kratersee und den anderen, aktiven Vulkan in der Ferne.
Nachdem uns allen so langsam kalt wurde, machen wir uns auf den Weg nach unten. Wieder ist es anstrengend, sich auf den Weg zu konzentrieren. Es ist alles sehr rutschig und matschig. Aber es ist nun hell und wir sehen endlich die Umgebung. Ich realisiere, dass es keinen Fluss gibt. Das laute Zischen sind Schwefel-Geysire, die aus dem Gestein herausschießen und den schlimmen Gestank verursachen. Die Steine sind teilweise gelb vom Schwefel. Also ich weiß ja nicht, aber so unaktiv sieht der Vulkan jetzt nicht aus.
So langsam wird mir schlecht und ich schwöre mir, dass ich nie wieder ein Ei essen werde.
Als wir endlich aus der Schwefel Wolke heraus sind, wird es grün um uns herum. Wunderschöne grüne Pflanzen umgeben uns und es macht Spaß zu laufen. Kaum zu glauben, dass wir im Dunkeln diese schönen Wege nach oben gepilgert sind.
Als es wieder wärmer wird, wird auch der Weg wieder matschiger. Noch eine matschige Hose kann ich mir leider nicht leisten und ich versuche nicht auszurutschen. Als wir wieder auf dem Parkplatz sind, bin ich stolz, dass ich diesen steilen Weg geschafft habe. Wir machen noch einen kurzen Abstecher zu heißen Quellen. Das Wasser kommt mit ca 60 Grad aus der Quelle und wird dann aufbereitet. Wir entspannen im 35 Grad warmen Wasser unsere Muskeln und fahren gegen 10:30 Uhr zurück zum Hostel.
Nach einem Powernap wollen wir nochmal die Stadt unsicher machen. Und zwar mit dem öffentlichen Nahverkehr, auch bekannt als Mini-Van. Unser Hostel-Vater Kaesa erklärt uns, wie es funktioniert. Natürlich gibt es keinen Fahrplan und auch keine Haltestellen. Man hält die Fahrzeuge einfach an und zahlt für egal welche Strecke pauschal umgerechnet 0,27€.
Und keine 10 Minuten später sitzen wir tatsächlich im "Bus". Es war einfacher als gedacht.
Wir schauen uns einen goldenen Tempel an bzw. versuchen es. Wir kommen nicht weit, denn einige Kinder und Teenager kommen auf uns zugerannt und wollen Bilder mit uns machen.
Es hört garnicht mehr auf und so langsam fühle ich mich wie ein Promi.
Nicht mal in Bayern wird man so oft gegrüßt, wie hier.
Nach dem Tempel machen wir nochmal einen Abstecher auf dem Obstmarkt und versorgen uns mit der besten Mango, die ich je gegessen habe.
Zum Abendessen gehen wir nochmal ins magenschonende Restaurant von gestern und ich bestelle mir Nudeln. Und was ist in den Nudeln? Ein Ei 🥲Read more
Zurück nach Medan
May 4, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C
Um 5 Uhr reißt mich der Muezin aus dem Schlaf. Ich beschwere mich daheim nie wieder über Kirchenglocken um 10 Uhr.
Wir sagen Tschüss zu Kaesa und verlassen das Hochland. Wir fahren zurück nach Medan. Das übliche Verkehrschaos zieht an uns vorbei. Uns erwartet ein tolles Hotel mit Pool am Rande von Medan. Zahlreiche Reiseblogs haben dieses Hotel empfohlen. Leider ist die Adresse in Google Maps falsch hinterlegt und unser Fahrer spricht nur wenige Wörter Englisch. Als ich am Straßenrand das Schild des Hotels entdeckt habe, versuchen wir dem Fahrer mit Füßen und Händen zu erklären, dass er nun abbiegen muss und sich nicht auf Google Maps verlassen soll. Er schaut uns lächelnd an, nickt und fährt natürlich weiter. Nach 3 Versuchen vertraut der Fahrer uns Touristen schließlich und biegt tatsächlich richtig ab. Wir fahren eine Hofeinfahrt hinunter und der Straßenlärm wird weniger. Wir kommen in eine kleine Oase mit Palmen, vielen Blumen und einem Teich. Genau so hab ich mir es anhand der Bilder vorgestellt. Unser Fahrer ist sichtlich erleichtert, dass er uns bald los hat. Wir werden sehr freundlich empfangen und ich erkläre Tobi, dass ich mich heute keinen Meter mehr von diesem Hotel wegbewegen werde. Nach einer kurzen Zimmer Einweisung beschlagnahmen wir den Pool. Wir sind alleine. Da Nebensaison ist, sind nur 6 Zimmer belegt. Die Anlage ist wunderschön und ich freue mich auf Urlaub im Urlaub ;)
Tobi möchte der Sightseeing Pflicht weiter nachkommen und hadert mit sich, ob ein Ausflug in die Stadt noch eine gute Idee wäre. Die ein oder andere Sehenswürdigkeit würde es rein theoretisch zu besichtigen geben. Ich sitze bereits im Pool, für mich stellt sich diese Frage definitiv nicht.
Aber nachdem eine Fahrt in die Innenstadt einfach mindestens 45 Minuten dauert, entscheidet sich auch Tobi für einen Relax-Tag. Wohl oder übel.
Es stoßen noch ein paar Holländerinnen dazu. Dass Sumatra früher eine holländische Kolonie war, fällt tatsächlich an den vielen holländischen Touristen auf. Auch die Speisekarte im Hotel enthält die ein oder andere niederländische Spezialität.
Nach ein paar Stunden am Pool haben wir endlich ein bisschen Farbe abbekommen und sitzen beim Abendessen.
Vielleicht ist es unser letztes Abendessen aufgrund des morgigen Fluges mit Lion Air. Die Airline ist stolzer Teilnehmer der Top 5 der schlechtesten Airlines 😂 Auch ein Blick ins Internet verrät, dass unser morgiger Flug des öfteren in der Vergangenheit gecancelt wurde. Das kann ja nur gut werden.
Zur Nachspeise gibt es noch ein paar Poffertjes - ganz im holländischem Stil.
Wir gehen früh ins Bett, denn um 5:45 Uhr holt uns unser Fahrer ab.
Eigentlich.
Aber das ist eine andere Geschichte 😊Read more
Medan - Banda Aceh
May 5, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 31 °C
Um 05:15 klingelt der Wecker. Auf 05:45 habe ich unseren Grab- Fahrer (asiatisches Uber) bestellt. Als ich beim Aufwachen kurz auf die App schaue, sehe ich, dass der Fahrer noch über 45 Minuten entfernt ist. Gut, dass wir ein bisschen Puffer eingeplant haben. Hoffentlich wird uns nicht wieder die Google Maps Adresse zum Verhängnis.
Aber es kommt natürlich wie es kommen muss. Ich sehe in der App, wie der Fahrer an unserem Hotel vorbei fährt. Er findet uns nicht. Ich rufe ihn an, aber er spricht kein Englisch.
Wir laufen die Hofeinfahrt zur Hauptstraße hoch und hoffen ihn zu erkennen. So viele Autos sind um die Uhrzeit noch nicht unterwegs. Auf einmal hupt es und das Auto steht hinter uns. Da so wenige Touristen unterwegs sind, fallen wir auf der Straße immerhin auf. Mit fast 40 Minuten Verspätung geht es in Richtung Flughafen. Der Fahrer spricht zwar kein Englisch, dass er sich nun besser beeilen sollte, hat er aber wohl trotzdem gemerkt. Wir fahren teilweise mit 100kmh innerorts durch Medan und fahren Slalom um die Rollerfahrer. Wir dachten eigentlich, dass der Flug kritisch wird und nicht bereits der Transfer.
Immerhin haben wir mit der Fahrweise tatsächlich 10 Minuten gut gemacht und können pünktlich einchecken.
Wir essen unser Frühstück, welches wir vom Hotel in einer Lunch Box mitbekommen haben. Bei der Sicherheitskontrolle stehen wir neben 5 Mönchen. Jetzt kann uns nichts mehr passieren, wir haben nun bestimmt den notwendigen Reisesegen bekommen.
Unser nächstes Ziel ist Banda Aceh, eine Hafenstadt im Norden Sumatras. Von dort aus bringt uns eine Fähre zu unserem Ziel Pulau Weh. Eine Insel 25km entfernt von der Küste. Hier wollen wir die restlichen 3 Nächte verbringen.
So der Plan, sollten wir den 26€ Flug überleben.
Beim Boarding werden wir mit Kugelschreiber auf ein Blatt Papier geschrieben. Hier wird keine Boardkarte gescannt. Im Flieger wird nochmal durchgesagt, man solle sich nochmal vergewissern, dass man auch wirklich im richtigen Flugzeug sitzt. In Deutschland wäre im falschen Flieger sitzen rein technisch garnicht möglich.
Zusammen mit einer Familie aus der Schweiz sind wir die einzigen Touristen an Bord und die einzigen Frauen ohne Kopftuch. Auch die Stewardessen sind verschleiert. Wir fliegen in eine noch konservativere Provinz.
Ich spüre die Blicke auf mir, noch mehr als bisher.
Der Flug wird lediglich 45 Minuten dauern, per Auto würden wir mindestens 12 Stunden brauchen.
Wir heben überpünktlich ab, haben sogar mehr Beinfreiheit als erwartet, kommen heil wieder runter und auch unser Gepäck ist 10 Minuten nach Landung auf dem Band. Diese 26€ waren ein Volltreffer, die Lufthansa sollte sich ein Beispiel nehmen.
Tobi der bis zuletzt gebetet hat, ist erleichtert. Vielleicht sollte ich ihm als neuen Fan der Airline eine Member-Gold-Card schenken.
Wir werden von Mr Bob am Flughafen mit einem "Tobias+Verena"-Schild empfangen, er wird uns zur Fähre bringen. Im Auto erzählt er uns ein wenig von Banda Aceh. Die kleine Stadt wurde schwer vom Tsunami 2004 getroffen, der komplette Ort wurde ausgelöscht. Eine einzige Moschee hat der Welle standgehalten. Bob war zu diesem Zeitpunkt gerade in Jakarta und nicht vor Ort. Aber seine ganze Familie starb. Er erzählt, dass nach dem Erdbeben gerade einmal 20 Minuten Zeit blieb, bis die Welle kam. Nun hat die Stadt ein Frühwarnsystem aus Deutschland. Als wir am Hafen ankommen, zeigt uns Bob, von welcher Richtung die 25 Meter hohe Welle kam. Wir bekommen Gänsehaut.
Auch meine Beobachtungen werden von Bob bestätigt. Etwa 80% der Männer rauchen. Die Zigaretten werden wie in Deutschland immer teurer, daher werden illegale günstigere Zigaretten verkauft.
Ab 10 Jahren fahren die Kinder Roller. Bob erzählt, dass die Kinder selbständig mit dem Roller in die Junior High School (nach der Grundschule) fahren.
Wir verabschieden uns von Bob, wir sehen ihn am Donnerstag wieder.
Um 12 Uhr fährt unsere Fähre los, leider eine langsame Auto-Fähre. Die nächste schnelle Fähre wäre allerdings erst in ein paar Stunden gegangen.
Die Luft steht auf dem alten Schiff.
Als wir uns auf dem obersten Deck einen Platz suchen, kommen einige Einheimische kreischend auf uns zu. Es werden noch Fotos fürs Familienalbum gebraucht - mit Tobi und mir.
Nach 2 Stunden kommen wir an. Wir sehen keine Häuser, nur grün grün grün.
Die Insel ist ein kleines Paradies. Es sind überwiegend nur Roller unterwegs, die Straßen sind daher auch nur recht schmal. Es erinnert mich fast an eine Jogging-Strecke.
Unser nächster Fahrer bringt uns zum Taucherhotel direkt am Meer. Eine schöne grüne Anlage mit großen Bungalows inkl Terrasse mit Hängematte. Sogar Tobi als Nicht-Taucher darf bleiben;)Read more
Pulau Weh
May 6, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C
Wir haben die erste Nacht hinter uns, in der wir keinen Muezin um 5 Uhr morgens hören. Nur ein paar Geckos haben heute Nacht gerufen - auch wenn Tobi und ich uns uneinig sind, ob sich so ein Gecko anhört.
Mein Tauchgang startet um 9 Uhr, um 08:30 treffe ich mich mit dem Guide, um meine Ausrüstung zu kontrollieren. Die anderen Taucher stoßen kurz darauf dazu - 4 Japaner (vermute ich zumindest), 2 Spanier, 1 Norweger und ein crazy Typ aus Israel. Der Israeli hatte gestern für Unmut in der Gruppe gesorgt, da ihm nach 20 Minuten Tauchgang die Luft ausging und somit der Tauchgang für die ganze Gruppe beendet war. Normalerweise schafft man mit einer Sauerstoffflasche 45- 60 Minuten unter Wasser. Es wird erklärt, dass daher ein extra Guide für den Israeli abgestellt wird. Sollte er wieder abbrechen, kann zumindest die restliche Gruppe weitertauchen. Wir bekommen noch ein kurzes Briefing zum Tauchplatz, es wird mit Strömung gerechnet. Ich bin noch nie mit Strömung getaucht.
Da ich alleine bin und man nur zu zweit tauchen darf, bekomme ich einen Guide als Buddy. Er ist so schmal und klein, dass ich mich frage, wie er die Sauerstoffflasche tragen kann.
Wir fahren mit dem Boot heraus. Da der Himmel die meiste Zeit bewölkt ist, kommt auf den Bildern nicht rüber, wie klar und hellblau das Wasser ist. Vom Boot aus, kann ich immer noch den Grund sehen.
Nach 10 Minuten sind wir auch schon am Riff und wir sollen die berühmte Rolle rückwärts vom Boot machen. Auch das hab ich noch nie gemacht. Augen zu und durch, ich bin zum Glück nirgends hängen geblieben.
Die Sicht ist nicht ganz so klar, wie auf den Malediven. Ich schätze 15 Meter.
Trotzdem sind einige Rifffische und Korallen zu sehen. Eine Schildkröte konnten wir beim Fressen beobachten und auch ein Thunfisch-Schwarm und ein paar Baracudas haben vorbei geschaut.
Die Strömung wird tatsächlich stärker. Sobald ich aufhöre mit den Flossen zu schlagen, treibt es mich weg. Huui ganz schön anstrengend.
Nach 59 Minuten tauchen mein Buddy und ich wieder auf. Wir sind die letzten. Alle anderen Taucher sind bereits wieder auf dem Boot. Mein Guide gibt mir einen High-Five. Vermutlich dachte er, dass er mit einer Anfängerin wie mir, auch nach 20 Minuten auftauchen muss.
Tobi hat derweil gefrühstückt und sich 2 Kaffees im Chill-Out-Cafe bestellt. Um 11:00 Uhr stoße ich dazu, ein bisschen außer Atem aufgrund der langen Zeit unter Wasser.
Ich bestelle mir gleich Frühstück und Mittagessen zusammen, die Portionen sind in Indonesien eher überschaubar.
Nachmittags geht es nochmals ins Meer zum Schnorcheln und ich bin überrascht, dass tatsächlich so viel zu sehen ist. Damit hätte ich nicht gerechnet. Ein Picasso-Drückerfisch ist besonders mutig und möchte sich mit uns anlegen. Mit diesen Fischen ist leider nicht zu spaßen und ich warne auch Tobi. Aber ich höre nur noch "So ein Sack". Tobi meint, ihn hätte etwas in den Zeh gezwickt. Upsi.
Ich sammle noch ein paar Muscheln vom Strand und hoffe, dass ich am Flughafen nicht verhaftet werde.
Abends lassen wir den Tag bei 2 Bintang-Bier und ein paar Runden Uno ausklingen.
Morgen ist unser letzter richtiger Urlaubstag.Read more
Pulau Weh II
May 7, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 30 °C
Der 2. und letzte Tauchtag auf Pulau Weh steht an. Heute bin ich deutlich entspannter, da ich nun die Orga der Tauchschule kenne. Wir machen uns entspannt fertig und Tobi sieht sich das ganze mit einer Tasse Kaffee von der Lounge aus an. Wir sind ein paar Taucher weniger als gestern. Allerdings heute mit Therese und Troy aus Australien, Troy ist 10 Jahre alt. Respekt in diesem Alter schon zu tauchen.
Heute bin ich die erste, die vom Boot muss. Die Rolle vom Boot macht mir immer mehr Spaß. Als wir abtauchen wollen, merke ich, dass ich keine Luft bekomme. Schnell gebe ich das Notsignal. Meine Sauerstoffflasche wurde anscheinend nicht aufgedreht.
Als wir abtauchen merke ich bereits die starke Strömung. Die Strömung drückt uns nach unten und so schnell kann ich garnicht schauen, da bin ich schon an einer Koralle hängengeblieben. Die Kratzer brennen im Salzwasser. Ich tue mich schwer, mich zu orientieren und auszutarieren. Das ist definitiv der schwerste Tauchgang, den ich bisher hatte. Ich kann mich garnicht richtig umschauen, weil ich verzweifelt versuche, nirgends dagegen zu knallen. Mein Buddy lässt sich vom Strom einfach schieben. Ich komme mir ein bisschen vor wie bei "Findet Nemo" im OAS.
Endlich verlassen wir die Strömung und es wird ruhiger. Ich wusste bereits, dass manche Taucher ganz verrückt nach Strömungen sind. Ich werde ganz sicher nicht dazu gehören.
Doch nun gefällt mir der Tauchgang sogar besser als gestern. Es sind mehr Fische da und auch die Farben strahlen im Licht schöner. Eine große Schildkröte frisst vor uns und lässt sich von uns überhaupt nicht stören. Wir beobachten sie ein paar Minuten lang. Auch an einem gefährlichen Steinfisch kommen wir vorbei, perfekt getarnt als Fels. Nach 1 Stunde tauchen wir wieder auf und fahren zurück zu unserem Strand.
Tobi wollte es sich währenddessen erneut im Chill-Out-Cafe gemütlich machen. Er war sogar vor dem Besitzer da. Der Besitzer kam gegen 10 Uhr verschlafen aus der Tür. Die Öffnungszeit ab 8 Uhr wurde heute nicht geschafft. Indonesien eben.
Für den restlichen Tag haben wir eine Insel Tour per Roller geplant. Das Ausleihen kostet 4,80€.
Tobi hätte am liebsten eine Führerscheinprüfung abgelegt, nur um ganz sicher zu gehen nichts falsch zu machen. Aber die 2-3 Einweisungen der Rollerfrau müssen reichen. Wir müssen keinen Namen angeben und auch keinen Führerschein zeigen. Auch bezahlen müssen wir noch nicht. Sie sagt zu Tobi: "Du vertraust mir, ich vertraue dir".
Auf Pulau Weh sind fast keine Autos unterwegs, wir können gemütlich um die Insel düsen. Nach 35 Minuten sind wir auf der anderen Küstenseite angekommen. Wir genießen den Ausblick aufs türkise Meer und trinken eine Kokosnuss.
Auch einen Wasserfall im Inselinneren wollen wir uns noch anschauen.
Als wir laut Google Maps abbiegen müssten, liegt ein kleiner, steiniger Waldweg vor uns. Ob das der richtige Weg ist? Gerade als wir einbiegen wollen, hupt es hinter uns. Ein Mann ruft uns zu, dass Google Maps falsch ist und wir noch ein paar Kurven weiterfahren müssen. Gott sei Dank hat der Mann uns gesehen.
Wir finden den richtigen Weg und fahren an vielen Palmen vorbei ins Grüne. Als wir den Roller abstellen, sehen wir einen kleinen Pfad. Hier geht es vermutlich zum Wasserfall. Wir laufen über Steine und durch einen kleinen Bach. Die Luft steht. Sogar eine kleine Wasserschlange kreuzt unseren Weg. Angekommen am Wasserfall sind wir alleine. Die Luftfeuchtigkeit und die Schwüle machen meinem Kreislauf ein bisschen zu schaffen.
Den Rückweg überleben meine Sandalen nicht mehr. Das zweite Paar Schuhe, das ich nicht mehr mit heim nehmen werde. Leider heißt das auch, dass ich jetzt barfuß auf dem Roller fahren muss. Wenn da mal nichts passiert.
Wieder an unserem Strand angekommen, würde Tobi den Roller am liebsten nicht mehr hergeben.
Als wir abends gerade fertig sind mit unserem letzten Curry, gesellt sich ein älterer, westlicher Mann zu uns. Ein Rentner aus Berlin. Er erzählt uns ein paar Lebensweisheiten. Seit dem 15.09. ist er unterwegs -angefangen in Australien, ohne Rückflugticket. Er weiß noch nicht, wo es ihn als nächstes hin verschlägt. Seine Tattoos erinnern mich ein bisschen an Captain Jack Sparrow. Lustigerweise hat er früher sowohl in Augsburg, als auch in Stuttgart gewohnt.
Wir verabschieden uns mit einem Servus und packen ein letztes Mal unsere Rucksäcke.Read more
Pulau Weh - Banda Aceh - Kuala Lumpur
May 8, 2025 in Indonesia ⋅ ☁️ 29 °C
Der Tag beginnt mit einer schlechten Nachricht. Unser British Airways Rückflug von Kuala Lumpur wurde annulliert, wieder hat das Flugzeug technische Probleme. Gibt es eine Treuekarte für annulierte Flüge? Wir hätten jetzt 4 Punkte.
Da wir den Flug aber ohnehin vermutlich nicht geschafft hätten, aufgrund der knappen Umstiegszeit in Kuala Lumpur, haben wir vor ein paar Wochen bereits im Voraus sicherheitshalber einen zweiten Heimflug gebucht. Dieser rentiert sich nun voll und ganz. British Airways hätte uns erst auf Samstag umgebucht.
Nun können wir ein zweites Mal die Entschädigung für annulierte Flüge beantragen. 1200€ pro Person stehen uns nun zu.
Das Airport Hotel in Kuala Lumpur für unsere ungeplante Zwischenübernachtung ist schnell gebucht. Und schon werden wir um 06:30 an unserem Strand abgeholt, dieser verabschiedet sich mit einem Sonnenaufgang.
Um 8 Uhr nehmen wir dieses Mal die schnelle Fähre - in 50 Minuten bringt sie uns zurück aufs Festland nach Banda Aceh. Hier holt uns erneut Mr Bob ab und hat den Vormittag für uns Zeit. Wir treffen außerdem auf ein holländisches Pärchen, welches wir die ganze Reise immer wieder an unseren Stopps gesehen haben. Wir haben wirklich 1:1 die gleiche Reise geplant. Nun schauen wir uns noch gemeinsam Banda Aceh an.
Wir trinken noch schnell einen Kaffee und tauschen Reise-Geschichten aus. Bob frägt mich beiläufig ob ich Vegetarierin bin. Äh nein?
Zuerst geht es zu einem Schiff mitten in der Stadt, welches durch dem Tsunami dorthin geschwemmt wurde. Das Schiff wurde seitdem nicht mehr bewegt und es wurde ein Museum. Mir war nie bewusst, dass das Erdbeben und der Tsunami sein Epizentrum direkt vor Sumatra hatte. Eine Frau, die uns durch das Schiff führt, erklärt, dass Banda Aceh schon 5x von einem Tsunami getroffen wurde. 2004 war der stärkste. Von den 130.000 Toten in ganz Indonesien, sind allein 25.000 von Banda Aceh. Sie meinte, dass die Bevölkerung seit Jahrhunderten eigentlich die Anzeichen eines Tsunamis deuten kann. 2004 waren die Menschen aber laut ihren Worten "zu faul oder zu wenig gebildet". Sie frägt, wie schlimm die Welle Deutschland getroffen hat. Wir zeigen ihr auf der Weltkarte wo Deutschland/Holland liegt und dass uns die Welle nicht getroffen hat. Obwohl die Locals immer "Ooohh Germany" rufen, weiß wohl keiner genau, wo Deutschland liegt.
Weiter geht es zum offiziellen Tsunami Museum. Nach dem Eingang gehen wir durch einen Gang, der genau so hoch ist, wie die Welle. Ein sehr beklemmendes Gefühl. Im Museum sind viele Bilder ausgestellt und zerstörte Autos, Hubschrauber usw.
Es ist ein komisches Gefühl in Banda Aceh herumzulaufen, wo so viele Menschen gestorben sind. Viele Jahre hat der Wiederaufbau gedauert. Das Deutsche Rote Kreuz war 3 Jahre auf unser Insel Pulau Weh zum Wiederaufbau von Schulen und Kliniken eingesetzt.
Wir machen noch einen kurzen Abstecher zu einer Moschee, bevor es zum Mittagessen geht. Wir wundern uns, dass der Tisch bereits gedeckt ist. Alle möglichen Fleischgerichte stehen auf dem Tisch - inklusive Knochen und Knorpel. Hat mich Bob deswegen gefragt, ob ich Vegetarierin bin?
Bob schaut uns begeistert an, er hat für uns vorbestellt. Wir versuchen freundlich zu lächeln. Wir sehen den Magen-Darm Infekt schon im Anflug. Tapfer essen wir den Reis und die Hühnchen Schenkel. Das undefinierbare Fleisch mit Knorpeln aller Art lassen wir stehen. Wir erklären Bob, dass wir so etwas nicht vertragen.
Wir kommen uns ziemlich deutsch vor. Von Bob war dies sicherlich gut gemeint.
Wir werden zum Flughafen gebracht, wo wir erst einmal nach Kuala Lumpur fliegen werden. Unsere Maschine landet erst 10 Minuten vor unserem Abflug. Wir rechnen bereits mit einer 1-stündigen Verspätung. Doch die Indonesier sind anscheinend Organisationstalente. Während die vorherigen Passagiere aussteigen, steigen wir bereits ein. Das Gepäck wird gleichzeitig aus- und eingeladen. Wie ist das möglich?
Im Flugzeug läuft laut Britney Spears und Black Eyed Peys, neben verschleierten Stewardessen. Surreal.
Innerhalb von 10 Minuten (!) ist das Boarding beendet und wir können los. Mit 3 Minuten Verspätung verlassen wir das Gate. Der Flieger stand nicht mal 20 Minuten auf dem Boden. Wir sind begeistert und landen eine Stunde später in Kuala Lumpur.Read more
Zurück nach Kuala Lumpur
May 9, 2025 in Malaysia ⋅ ☁️ 28 °C
Um 5:40 Uhr geht der Feueralarm im Airport Hotel los. Wir stehen senkrecht im Bett. Sollte aber nur ein Fehlalarm gewesen sein, denn der Alarm wurde nach wenigen Sekunden wieder abgeschaltet und wir wurden auch nicht evakuiert. Weiterschlafen rentierte sich aber nicht mehr, in 20 Minuten klingelt ohnehin der Wecker. Wir hoffen, dass keine weiteren bösen Flug Überraschungen auf uns warten. Wir starten zwar mit 45 Minuten Verspätung von Kuala Lumpur, sind aber froh dass wir überhaupt fliegen. Wir fliegen über Sumatra, Indien und die Wüste der Emiraten nach Abu Dhabi. Der gleiche Flieger fliegt anschließend sogar weiter nach München, eigentlich könnten wir gleich sitzen bleiben. Das ist natürlich nicht erlaubt. Wir steigen kurz aus, drehen eine Runde in der Sicherheitskontrolle und steigen in den gleichen Flieger wieder ein. Eine Reihe weiter vorne 😂
Der zweite Flug kommt mir vor wie eine Ewigkeit. Ich esse das definitiv letzte Chicken mit Reis für mindestens 2 Wochen. Ich freue mich auf Spätzle, Salat und Semmeln 😍Read more




























































































































































