• Zwischen Louis Vuitton und der NYFD

    June 20, 2025 in the United States ⋅ ☁️ 28 °C

    Ich bekomme Frank Sinatra's "Da da dadada, da da dadada" nicht mehr aus dem Kopf und bin um 4:19 Uhr wach. Ich döse zwar nochmal kurz ein, um 6:00 Uhr bin ich dann aber endgültig fit. 2 Stunden später überrascht uns Papa mit leckeren Käse - Schinken - Croissants. So kann unser Power Sightseeing Tag starten.

    Heute gibts einiges zum Anschauen. Wir starten mit dem berühmten Flat Iron Building, ein sehr schmales Gebäude welches an ein Bügeleisen erinnert. Wir steigen aus der U-Bahn aus und tadaaa... Es ist rundum eingerüstet. Das war ein Griff ins Klo. Wir verweilen kurz am Square und sind positiv überrascht, wie viele verschiedene Sitzgelegenheiten es doch in NY gibt.

    Auf geht's zum nächsten Highlight, hoffentlich ohne Gerüst.
    Wir fahren zur Grand Central Station, der Bahnhof mit den meisten Gleisen weltweit und berühmt durch diverse Filme. Unsere Augen werden größer und größer als wir in der riesigen Marmor Halle stehen - in der Mitte die goldene Uhr. Wir schauen eine Weile dem Trubel zu und ich muss an den Augsburger Hauptbahnhof denken.....
    Wir laufen weiter zur 5th Avenue, die weltbekannte Shopping-Straße mit allen namenhaften Luxus Marken. Laden an Laden reiht sich aneinander, im Hintergrund die Wolkenkratzer. Andi zeigt uns stolz, an welchen Fassaden Seele beteiligt war, unter anderem beim Puma Store und bei Tiffany's.
    Ich komme mir vor, als wäre ich mitten in einem amerikanischen Film. Gemessen an den Mietpreisen ist die Straße auch die teuerste Straße der Welt.

    Wir machen einen kurzen Abstecher zur NYFD, der New Yorker Feuerwehr. Papa möchte unbedingt das Abzeichen der Nordendorfer Feuerwehr abgegeben. Wir betreten die Station und sehen hunderte Abzeichen aus der ganzen Welt an der Wand hängen - von Pfullendorf bis Rio de Janeiro. Der Feuerwehrmann erklärt, dass es eine ganze Wand nur mit deutschen Abzeichen gibt. Insbesondere bayerische Feuerwehren seien verrückt nach der NYFD.... Upsi 😂 Papa übergibt das Nordendorfer Abzeichen, welches natürlich noch nicht in der Sammlung vorhanden ist.

    Wir schlendern weiter und kommen zwischen Hochhäusern und Luxus Boutiquen an der St. Patricks Church vorbei. Wir schauen hinein und sind mitten in einem Gottesdienst. So viele Eindrücke können garnicht verarbeitet werden - vom Grand Central Terminal zu Luis Vuitton, zum Feuerwehrmann der NYFD und nun beten wir das amerikanische Vater Unser. Wahnsinn!
    Wir müssen Papa davon abhalten, dass er nicht gleich noch zum Ministrieren anfängt.
    Wir entdecken das Empire State Building und das Rockefeller Center, welches wir heute Abend noch besuchen werden.
    Wir sind am Ende der Shopping Meile angekommen und lassen Prada und Louis Vuitton hinter uns.

    Wir stehen vor dem großen Plaza Hotel, wie auch Kevin in "Kevin allein in New York". Damit stehen wir nun auch am Anfang des Central Parkes. Die Aussicht ist verrückt, zwischen den Bäumen spitzeln die Wolkenkratzer heraus. Wir laufen durch den Park - korrigiere, durch einen kleinen Abschnitt des Parks. Wir kommen zum Gedenkort für John Lennon, der direkt neben dem Central Park vor seiner Wohnung erschossen wurde.
    Wir verweilen ein paar Minuten und ruhen uns aus, meine Oberschenkel merk ich schon deutlich. Mein Handy zeigt bereits 16.000 Schritte an und dabei haben wir erst frühen Nachmittag.
    Wir fahren mit der U-Bahn weiter zur Mitte des Parkes zu einem See und kriegen dabei eine Vorstellung der Größe des Parkes.
    Ich verkünde 1 oder 2x, dass meine Oberschenkel brennen, was aber gekonnt ignoriert wird. Andi und Papa beschließen die grandiose Idee, man könne den See ja umrunden. Ich versuche tapfer zu lächeln und stolpere langsam hinterher.
    Sogar ein New Yorker Jogger frägt mich, ob er mir helfen kann. Seh ich wirklich so k.o. aus? Das Klischee der gestressten und unfreundlichen New Yorker kann ich bisher nicht bestätigen. Wir haben bisher nur positive Erfahrungen gemacht.
    Nach der Hälfte haben die Jungs vermutlich Mitleid mit mir und wir sitzen an der Bushaltestelle. Wir haben noch ca 4 Stunden bis unser Zeitslot für die Aussicht vom Rockefeller Center beginnt. Ich schlage vorsichtig vor, man könnte ja nochmal kurz zum Hotel fahren und sich ausruhen. Halleluja - gesagt getan.

    Andi, Papa und Tobi genießen mit einem Bier die Aussicht von unserem Zimmer auf Ground Zero. Ich döse eine halbe Stunde.
    Nach einer leckeren Pizza vom Pizzamann nebenan, geht es mit neuer Lebensenergie zurück in die City. In 45 Sekunden bringt uns der Aufzug im Rockefeller Center in den 67. Stock. Wir wollen die Skyline bei Tag, bei Dämmerung und bei Nacht sehen. Wir verbringen gut 2 Stunden auf der Dachterrasse und hunderte Fotos später, geht es wieder nach unten. Mit 25.000 Schritten auf dem Tacho geht es zurück.
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