• Mit Mama Gepard auf Jagd

    May 9 in Tanzania ⋅ ⛅ 29 °C

    Heute steht uns ein langer Tag im Jeep bevor. 3 Tage Serengeti liegen vor uns. Um diese zu erreichen müssen wir noch durch das Ngorongoro Schutzgebiet, welches unser letzter Stopp auf unserer Rückreise sein wird. Wir genehmigen uns trotzdem einen kurzen Halt am Aussichtspunkt für einen Blick auf den Krater. Wir fahren weiter durch endlose Berglandschaften, die unglaublich schön sind. Immer wieder kommen Massai Dörfer zum Vorschein. Kritisch schaut uns so mancher Massai hinter her, andere wollen dass wir anhalten. Von weitem sehen wir auch eine Elefantenherde in den gelb/grünen Wiesen.
    Nach 4 Stunden Fahrt kommen wir zur Grenze der Serengeti (übrigens so groß wie Thüringen) . Wir fahren kurz offroad hinein und vor uns liegen endlose grüne Steppen. Die kleinen schwarzen Punkte die in allen Himmelsrichtungen zu sehen sind, sind tausende von Zebras und Gnu`s. Viele Zebras stehen in Grüppchen herum, die Köpfe gegenseitig auf den Rücken abgelegt. Auch viele Zebrababys sehen wir 😍
    Als wir nochmal zur "Hauptstraße" zurückkehren, staunen wir nicht schlecht. Zwei männliche Löwen liegen neben dem Straßenrand!! Das hätte ich jetzt wirklich beim besten Willen nicht geglaubt, fahren doch einige Autos auf dieser Straße. Leider verstecken sie sich relativ schnell hinter dem nächsten Busch zum Mittagsschlaf.
    Nach unserem Mittags Picnic geht es richtig rein in die Serengeti. Bis zu unserem Camp in 5 Stunden sehen wir keine Zivilisation mehr. Wie Musaki die Orientierung nicht verliert, ist mir ein Rätsel. Wir kommen an Felsformationen vorbei, die mich schon wieder an König der Löwen erinnern. Mindestens 5 Löwinen oder Junge sonnen sich auf den Felsen.
    Und auf einmal sehen wir einen Gepard sitzend im Gras. Die Kulisse sieht dermaßen unecht aus, dass wir nochmal drauf hinweisen möchten, dass wir wirklich in keinem Zoo sind 🥹 Als wir uns nähern legt er sich hin und döst. Nach ein paar Minuten steht er wieder auf und zieht langsam an uns vorbei. WOW 😍
    Auch Hyänen und Geier sehen wir, die um einen Kadaver kreisen. Wir können damit die Ugly Five abschließen, leider noch nicht die Big Five.

    Als wir uns auf den Weg zur Lodge machen wollen, werden wir Zeuge eines Naturschauspiels. 5 kleine Gepardenbabys sitzen im Gras, ein paar Meter weiter weg lauert Mama Gepard. Sie hat ein kleineres Gnu im Visier, das keine Ahnung hat, was ihm droht.
    Wir beobachten die Jagd. Die Gepardin schleicht sich immer weiter an das Gnu heran. Die Kleinen warten geduldig im Gras. Relativ schnell geht sie zum Angriff über. Kurz schreit das Gnu und dann ist auch schon nichts mehr zu hören. (Wer das Jagd Video anschaut, sorry für das Kamera Klicken von Tobi. Die Bilder sind leider auch noch unscharf geworden 😂)
    Nach ein paar Minuten hören wir eine Art Miauen und schon stürmen die Gepardenbabys zu ihrer Mama los wie Hundewelpen. Nun liegen alle um das Gnu herum und fressen immer wieder abwechselnd.
    Wahnsinn wie viel Glück wir haben, um so etwas zu sehen 🥹

    Wir fahren zwei weitere Stunden bis wir in unserem Camp ankommen. Wir haben unser eigenes Glamping Zelt mitten in der Serengeti. Von unserem Bett aus sehen wir grasende Zebras und können den Sonnenuntergang beobachten. In der Dunkelheit dürfen wir das Zelt nur mit Security Mann verlassen, weil wir halt doch mitten in der Natur sind. Mal schauen welche Tiere bei uns vielleicht noch Vorgarten stehen werden. Als wir vom Abendessen wieder zurückgebracht werden, hören wir schon das Kichern der Hyänen. Gruselig!
    Jetzt gerade schreibe ich den Reisebericht und auf einmal hören wir das laute Knurren von einem Löwen, als würde er unter meinem Bett liegen. Und jetzt hab ich ja mal sowas von Angst Leute 🆘
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