• Serengeti 3/3

    11 de maio, Tanzânia ⋅ ⛅ 27 °C

    Unser letzter Tag in der Serengeti steht an. Als wir losfahren verwirrt Tobi erstmal den armen Musaki in dem er kurz das Hochdeutsch vergisst und ihm ein "Kömma gschwind o halda" raus rutscht.
    Musaki meint wir schauen heute nach Mto Mto (Moto Moto). Mit meinen hervorragenden Swahili Sprachkenntnissen übersetze ich das als Flusspferde.
    Wir fahren durch endlose Landschaften in eine andere Richtung als gestern. Es sind weniger Tiere unterwegs. Als nach 2 Stunden immer noch nichts wirklich spannendes passiert ist, werde ich schon langsam demotiviert und überlege, ob der Eiskaffee im Camp wohl trinkbar ist.
    Ich freue mich als wir an einer großen Elefantenherde vorbei kommen. Das nutzen wir gleich mal um ein Geburtstagsvideo für Oma zu drehen. Musaki ist ganz begeistert und meinte, ich könnte Reporterin werden. Ich behalte mir das mal im Hinterkopf für schlechte Zeiten 😂

    Nachdem wir nichts als Wiesen und noch mehr Wiesen sehen, zweifle ich so langsam an meiner Flusspferd Übersetzung.
    Auch die nervigen Tse Tse Fliegen werden wieder mehr, die leider gefährliche Krankheiten übertragen und man sich nicht wirklich davor schützen kann. Mit Fliegenklatschen aus Kuhhaaren vertreiben wir sie. Besonders Tobi hat sich ein fliegenfreies Auto zur Aufgabe gemacht und batscht was das Zeug hält.
    Zur Abwechslung sehen wir mal zwei Büffel die uns anstarren und sich keinen Zentimeter bewegen.

    Unser Mittagspicknick machen wir an einem schönen Plätzchen am See mutterseelenallein. Ich denke mir, wenn hier etwas passiert, ist das nächste Krankenhaus vermutlich 5 Stunden entfernt.
    Musaki frägt uns nach Omas Geburtstag und erzählt uns ein bisschen was über seine Familie. In Tansania sterben die Männer sehr früh und er meint das ist Karma, da viele Männer ihre Frauen nicht gut behandeln bzw. einfach mehrere Frauen haben.

    Und dann kommen wir tatsächlich an eine grüne Oase, die sich schon aus der Entfernung mit Palmen ankündigt. Es stinkt fürchterlich und wir wissen auch gleich warum. Einige Flusspferde (ich hab schon nicht mehr dran geglaubt) plantschen im Wasser und schauen nur mit den Augen aus dem Wasser. Wir hätten sie gerne länger beobachtet, aber den Gestank könnt ihr euch echt nicht vorstellen.

    Wir kommen zurück ins Camp und werden gleich von den Angestellten mit einem Saft erwartet. Mehrere Monate am Stück arbeiten die Mitarbeiter hier mit keinerlei Abwechslung und trotzdem sind alle super freundlich und gut drauf. Wir wagen uns an den Eiskaffee heran, der tatsächlich gut schmeckt. Ich nutze den freien späten Nachmittag um in die Heimat zu telefonieren. Bei unserer Ankunft in Deutschland wartet anscheinend eher schlechtes Wetter auf uns. Das sind ja tolle Aussichten.
    Tobi macht derweil ein paar Erdmännchen hinter unserem Zelt ausfindig.
    Wir merken, dass wir irgendwie "seekrank" von den vielen ruckeligen Autofahrten sind, denn alles schaukelt und dreht sich. Das tolle Abendessen lassen wir uns natürlich trotzdem nicht entgehen. Später bringt uns der Security Mann mit einem Speer bewaffnet wieder zu unserem Zelt und wir sagen Lala Salama.
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