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  • Day13

    zurück nach Lima

    August 2, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 16 °C

    Was für ein Gegensatz. Allen aus der Gruppe ging es ziemlich gleich. Nach all den Tagen der Aufregung und des Stresses diese Entspannung im Amazonas erleben zu dürfen, war nicht nur ein Privileg, sondern auch ein klein wenig Fluch. Absolute Ruhe und Abgeschiedenheit inmitten der Natur, dazu ständig Schläfchen in der Hängematte.
    Lima ist der denkbar krasseste Kontrast dagegen. Viel bleibt vom Tag nicht übrig, da die meiste Zeit für die Reise und den Flug draufgeht.
    Also erlebe ich die Stadt das erste Mal richtig bei Nacht oder zumindest im Dunkeln.
    Durch den Kulturschock fühle ich mich hier heute nicht wirklich wohl. Eine Freundin empfiehlt mir den Katzenpark, ein Park inmitten in der Stadt, in welchem sehr viele Katzen sein sollen. Also gehe ich hin, zumindest riecht es extrem nach Katzen. Die Tiere selber sind allerdings ziemlich gestresst vom Tag und ziehen sich lieber auf die Wiesen zurück. Der Park selbst ist recht klein, was in einer Großstadt wahrscheinlich auch normal ist.

    Also gehe ich weiter. Meine Eindrücke:

    - an den befahrenen Hauptstraßen ist es am wärmsten, denn die Abgase geben ganz schön viel Wärme ab.
    - die Gehwege sind extrem eng, weswegen man auch keine Fahrradfahrer sieht. Skateboards sind hier anscheinend die Fahrräder, für die, die es können ^^
    - an jeder Ecke sind Copyshops / Druckereien, ein noch sehr großes Business. Anscheinend ist ein eigener Drucker wirklich ein Luxusgut hier.
    - Schach ist ein Gesellschaftsspiel, was gern in der Öffentlichkeit gespielt wird. Es gibt viele Schachtische und Schachspieler. Anscheinend setzt man sich einfach an einen Schachtisch und wartet, bis sich ein passender Mitspieler hinzu gesellt, ob man ihn vorher kennt oder nicht.
    - Der Stadtteil, in dem ich mich befinde gilt als sicher. Was sich dadurch ausdrückt, dass überall Gitter vor den Fenstern sind und überall Sicherheitskräfte und Wachpersonal und Polizei. Allerdings scheinen die nicht wirklich viel zu tun zu haben, sie stehen einfach nur herum und sehen gut aus. So richtig verstehen tue ich das ganze nicht, denn ich kenne Wachpersonal in Zusammenhang mit Kriminalität oder Kriminalitätsgefahr. Möchte nicht wissen, wie es in den anderen Vierteln aussieht, oder was wäre, wenn diese ganzen Sicherheitsvorrichtung hier nicht wären.
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