July - August 2018
  • Day1

    Airport Hamburg

    July 21, 2018 in Germany ⋅ ⛅ 18 °C

    Schantalle, die alte Hicke, hat den Gin entdeckt, Duty Free und im Angebot 😨 Hoffentlich kotzt sie nachher nicht in den Flieger...

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  • Day1

    Eugen aus Kiew

    July 21, 2018, North Atlantic Ocean ⋅ ⛅ 20 °C

    Glück im ausgebuchten Flieger nach Lima, ich sitze am Fenster, der mittlere Platz ist leer. Herrlich 💓
    Am Gang sitzt Evgenij aus Kiew. Er ist 86 Jahre und fit wie ein Turnschuh.
    Prophezeit mir 3 Kinder. Spricht 5 Sprachen, die er sich selber beigebracht hat. Meist spricht er alle durcheinander ^^
    Was macht er in Lima?
    Seit seine Frau gestorben ist, wohnt er abwechselnd bei seiner Tochter in Lima und seinem Sohn in der Ukraine. Abhängig vom Wetter wechselt er immer hin und her.
    Diesmal kommt er aber zum Leid seiner Tochter schon nach einem Monat zurück, der Russland Konflikt ist ihm zu viel. “Alle haben Waffen, bezahlt mit Dollars“ sagt er. Auch wenn seine Tochter meckert, er kommt wieder nach Lima.
    Durch Tschernobyl sind all seine Freunde früh gegangen, normal wird man 50 bis 60 Jahre alt, erklärt er. Er will in seinem Leben nicht mehr in die Ukraine zurück.
    Er fragt mich, was Evgenij auf deutsch heißt. Ich vermute “Eugen“ und denke, wie doof das klingt.
    Am Ende des Fluges noch ein Selfi, da freue ich mich schon. Als er mir dann noch seine Email-Adresse gibt, damit ich ihm das Bild auch schicken kann, bin ich sprachlos 😂
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  • Day1

    Flughafen Lima

    July 21, 2018 in Peru ⋅ ☁️ 16 °C

    Taxi, Taxi, it's cheaper... so wird man begrüßt. Gut, dass ich mich dem Bisschen Spanisch zum Airport Express Bus für 8,- Euro durchfragen kann, denn der hat gerade Abfahrt. ✌
    SIM Karte soll am Flughafen über 100 USD kosten für zwei Wochen. Ich lehne dankend ab und bekomm dann doch den Tipp von der Verkäuferin, es lieber in einem Store in der Innenstadt zu versuchen, die hätten andere Tarife. Sieh an 😝Read more

  • Day2

    Puno - Coca-Tabletten & Coca-Tee

    July 22, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 5 °C

    Bis jetzt ne echt coole Gruppe, zwei Filipinos aus L.A. eine Walisin aus Kanada, eine US-Amerikanierin auch aus Kanada, mehr nicht. Super nett und entspannt. Perfekt.
    Kurzer Flug, dann eine Stunde Fahrt nach Puno, einer Stadt mit 200.000 Einwohnern, hoch über dem Titicacasee. Wir durchqueren die Stadt Juliaca. Überall Polizei, Menschen werden festgenommen und verhört, egal wohin man schaut. Auf Frage erklärt der Fahrer, dass die Stadt viele Einwanderer aus Bolivien hat und extrem viel Kriminalität in Verbindung mit Drogenhandel. Kaum vorstellbar, dass es ein paar Kilometer weiter ganz anders sein soll.
    In Puno angekommen, machen sich Schlafmangel gepaart mit einer Höhe von 3.800 Metern bemerkbar. Es fühlt sich an, als wäre man in einen Vakuumbeutel gepresst worden. Jeder Schritt ist anstrengend und alle müssen schon nach kurzer Zeit pausieren, Treppen steigen ist fast unmöglich.
    Essen im Restaurant mit interessanter Speisekarte 😁 Und Coca-Energy-Tee, super lecker 💓
    Und dann doch rauf auf den Berg, gaaaaanz langsam mit vielen Pausen, die Lunge explodiert. Aber die Mühe hat sich gelohnt!
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  • Day3

    Titikaka See

    July 23, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 1 °C

    Internationale Gruppe schön und gut, aber langsam fange ich an, englisch zu denken 😵
    Heute auf zum Titikaka-See. Titi heißt Puma, der See ist wie ein Puma geformt, der einen Hasen fängt.
    Rund 8.500 km² Wasser erinnern eher an ein Meer und sind Heimat für verschiedene Volksstämme mit verschiedenen Sprachen.
    Wir besuchen die Uros auf ihren über 100 Schilfinseln. Unheimlich beeindruckend, wie sie aus den Schilfwurzeln mit etwas Bindfaden und viel Geduld in einem Jahr ein Dorf aus Schilf für rund 6 Familien bauen, was dann 25 Jahre hält. Jede Insel hat ihr eigenes Oberhaupt.
    Die Uros können komplett autonom leben, vom Fischfang und Gemüse, auch das Schilf dient ihnen als Nahrung, wäre für uns aber giftig.
    Es gibt Schulen bis zum 12. Lebensjahr auf den Inseln, Kirchen, Viehzucht, alles was man zum Leben braucht.
    Doch natürlich hält auch hier die Moderne Einzug. Die berühmten Schilfboote nur noch Touristenattraktionen, die Menschen fahren lieber mit Motorbooten und streben danach, mit den Erlösen aus dem Tourismus ihren Lebensstandard zu verbessern.
    Wir dürfen die Wohnungen besuchen und ganz stolz zeigt mir das Mädchen den Stromgenerator für Licht.
    Ich schäme mich, denn zum Höhepunkt (müssen?) die Mädchen singen und tanzen und allen die Hand reichen, die Blicke auf den Boden gerichtet, kein Lächeln erkennbar, während unser Guide versucht, uns zu versichern, wie glücklich alle über unseren Besuch wären. Weiter fahren wir ein Stück mit dem Schilfboot, von vielen Inseln erklingt der selbe Gesang.

    Weiter zur etwas abgelegeneren Insel Taquile, deren Bewohner etwas für sich sind und Quechua sprechen.
    Ein idyllischer Ort der Ruhe auch wenn die Steigungen anstrengend sind bei der dünnen Luft. Die Bewohner versuchen, sich ihre Traditionen zu bewahren und verpflichten sich alle, ihre traditionellen Kleider zu tragen. Mit dem Tourismus hat das angeblich nichts zu tun.

    Abends Essen mit Guinea Pig 🐾
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  • Day4

    Panamericana

    July 24, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 11 °C

    Im Luxus-Doppeldecker-Linienbus mit Klimaanlage, 2 USB-Anschlüssen pro Sitz und Beinfreiheit für zwei geht es nach Cusco. 7 Stunden Fahrt, mit dem Komfort sehr angenehm.
    Entlang der Panamericana gibt es viele Eindrücke, nur die Kamera ist nicht schnell genug ^^
    Scheinbar willkürliche Paraden im Müll der Umgebung, eine Beerdigung, die wie eine Parade geführt wird, mit Wahlwerbung bemalte Ziegelwände, die zum Teil zerfallen, Schulkinder in ihren Uniformen und Alpakas im Pickup.
    Das alles vor einer unbeschreiblichen Kulisse.
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  • Day4

    Cusco

    July 24, 2018 in Peru ⋅ ⛅ 15 °C

    Abends noch in die Altstadt von Cusco, ein Meer von Eindrücken ^^
    Cusco leitet sich wohl vom Quechua für König ab, Königsstadt also.
    Interessante Zahlen:
    - ca. 70 %-Einkommen der Stadt aus Tourismus
    - 2012 ca. 200.000 Einwohner und 30.000 Autos
    - heute ca. 500.000 Einwohner und 200.000 Autos, daher ständig Stau. Der Verkehr wird noch überwiegend über Verkehrspolizisten geregelt, an Ampeln kann ich mich nicht erinnern?
    - Einwohnerzuwachs von überall, auch viele Einwanderer
    - Region Cusco:
    Nr. 2 der Welt für Kupfer und Silber Mining
    Nr. 6 für Gold Mining
    Nr. 1 für Kokain 😝
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  • Day5

    Alpaka-Farm & Sacred Valley, Pisaq

    July 25, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 17 °C

    Vormittags zu den Woll- und Fleischlieferanten, es wird auch gezeigt, wie die Farben für die Stoffe gewonnen werden. Rot aus Blattläusen der Kaktusfeige, gelb aus “human peepee“.
    Weiter geht es ins Sacred Valley, ein grober Oberbegriff für eine Ansammlung verschiedener Inka-Ruinen, die alle in einem äußerst fruchtbaren Tal anzufinden sind. Der Mais wächst hier 2x im Jahr.
    Zuerst sehen wir die Ruinen von Pisaq. Erstmals wird mir bewusst, dass die Inkas nur einen kleinen Teil der peruanischen Geschichte ausmachen, ca.1200 bis 1500 n. Chr.
    Pisaq zeichnet sich durch die unzähligen Agrarterrassen aus, die die steilen Hänge der Anden durch ein irres Bewässerungssystem fruchtbar machen. Außerdem bilden sie vom richtigen Winkel aus gesehen die Form eines Kondors mit ausgebreiteten Flügeln. Habe ich leider erst hinterher gelesen ^^
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  • Day5

    Ollantaytambo

    July 25, 2018 in Peru ⋅ ☀️ 16 °C

    Wie auch in Pisaq eine alte Inka-Stätte, einfach beeindruckend. Das Besondere an den Inka-Mauern ist, dass sie ohne Mörtel erbaut wurden und trotzdem erdbebensicher sind.
    Ein paar Fakten zu den Inkas:
    Jeder hatte das gleiche Land pro Person und von der Produktion behielt jeder, was er brauchte.
    Der Rest war Steuer und blieb für schlechte Zeiten, als Lohn für Arbeiter und auch als Unterstützung z.B. für Alte und Waisen.
    Bei Eroberung anderer Kulturen haben die Inkas. nie das alte Wissen oder alte Religionen zerstört, sondern vereint und sich weiterentwickelt, weshalb sie z.B. nur 100 Jahre zum Bau von Ollantaytambo brauchten, während die Römer ca. 1000 Jahre gebraucht hätten.
    Der Bau des Tals erfolgte auch nicht durch Sklaven, sondern durch Wehrpflichtige Frauen und Männer auch aus taktisch angeheirateten Nachbarregionen.
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