🌅 Unser erster Morgen in Miami
October 30 in the United States
🌙 23 °C
Ankommen mit Baustellenlärm und Rooftop-Kaffee
Gestern sind wir tatsächlich schon gegen halb elf ins Bett gegangen. Das Einschlafen hat einigermaßen geklappt, allerdings war es in unserem Zimmer gefühlt auf Kühlschranktemperatur runtergekühlt. 🥶 Tobi hat mir dann noch eine wärmere Decke organisiert, und damit haben wir letztendlich doch ganz gut geschlafen. Die Autos draußen hat man zwar immer mal wieder gehört, aber um fünf Uhr morgens war dann endgültig Schluss mit der Nachtruhe. Der Baustellenlärm ließ grüßen. 😅
Also habe ich zu Tobi gesagt: Komm, los, dann wiederholen wir eben noch ein paar Nachtaufnahmen. Das geht morgens ja eigentlich ganz schnell. Vorher haben wir uns allerdings erst mal einen Kaffee gekocht. Was ich übrigens überhaupt nicht verstehe: Diese Unterkunft hat wirklich alles, was man sich vorstellen kann, aber keinen Wasserkocher. Selbst in irgendwelchen günstigen Hotels steht normalerweise einer herum. Hier offenbar nicht. Also Wasser auf andere Weise heiß gemacht und Kaffee zubereitet. Dazu gab es unsere zwei illegalen Äpfel, die wir tatsächlich noch im Rucksack hatten. Obst darf man ja eigentlich nicht einfach in die USA einführen. Na ja, die beiden hatten es irgendwie bis hierher geschafft. 🍎
Ein bisschen Kunstmuseum, ein bisschen Rooftop-Luxus
Anschließend sind wir noch einmal nach oben in die gemeinschaftlichen Bereiche unseres Gebäudes gegangen. Gestern hatten wir uns das alles gar nicht mehr so genau anschauen können. Und was soll ich sagen? Das ist wirklich unglaublich!
Die ganze Etage ist so toll eingerichtet, dass man sich eher in einem kleinen Kunstmuseum als in einem Wohngebäude fühlt. Überall gibt es etwas zu entdecken. Da liegen richtige Kunstbücher herum, unter anderem eines von Shepard Fairey, besser bekannt als OBEY. Seine Street Art haben wir schon an ganz verschiedenen Orten auf der Welt fotografiert, und hier liegt einfach so ein Buch von ihm herum. Ich finde das schon ziemlich cool.
Dazu gibt es einen Speakeasy-Raum, der ebenfalls richtig stylisch eingerichtet ist. Überhaupt merkt man überall, dass hier viel Wert auf Kunst und Design gelegt wurde.
Dann sind wir noch durch das Fitnessstudio gelaufen. Auch das ist absolut top ausgestattet. Wer hier wohnt, könnte sich wirklich nicht über fehlende Trainingsmöglichkeiten beschweren. Wir haben es uns erst einmal nur angeschaut. Sport am frühen Morgen muss schließlich nicht sein. 😂
Unser eigentliches Highlight war aber der Blick von oben. Es war noch früh, die Morgendämmerung setzte langsam ein und die Hochhäuser hingen teilweise in den Wolken. Alles wirkte ein bisschen neblig und verschlafen. Dann wurde es langsam heller, und am Himmel tauchten tatsächlich diese typischen Miami-Farben auf. Genau dieses Klischee, das man von Bildern kennt. Nur eben live vor uns.
Rooftop-Bar für uns allein
Der Pool sah ebenfalls traumhaft aus. Leider hatte es in der Nacht geregnet, deshalb waren die Kissen dort oben erst einmal nass. Aber ganz ehrlich: Wir hätten den Pool sowieso nicht genutzt. Wir sind einfach nicht die Typen, die morgens gleich ins Wasser springen müssen.
Stattdessen haben wir unseren Kaffee getrunken, den Ausblick genossen und einfach beobachtet, wie die Wolken an den Hochhäusern vorbeizogen. Es war herrlich ruhig dort oben. Den Baustellenlärm kann man natürlich nicht schönreden, aber auf der Dachterrasse war er einigermaßen erträglich.
Als es heller wurde, haben wir uns noch einmal genauer angeschaut, was man von hier oben eigentlich alles sieht. Und da wurde uns wieder bewusst, wie mittendrin in Wynwood wir eigentlich sind. Überall entdeckt man bunte Murals, Street Art und Kunst. Man muss gar nicht weit schauen, um schon die nächsten interessanten Fassaden zu sehen.
Allerdings gehören inzwischen auch jede Menge Baustellen zum Stadtbild. Und irgendwie macht mich das schon ein bisschen nachdenklich. Wynwood lebt ja gerade von dieser bunten, kreativen, manchmal etwas chaotischen Atmosphäre. Überall Murals, Street Art, kleine Ecken, die man zufällig entdeckt, und dieses Gefühl, dass Kunst hier einfach zum Alltag gehört.
Gleichzeitig sieht man an jeder Ecke, wie sich das Viertel verändert. Es wird gebaut, modernisiert und gefühlt wächst ständig irgendwo das nächste Gebäude in die Höhe. Natürlich gehört Veränderung zu einer Stadt dazu. Trotzdem frage ich mich schon, wie viel von diesem ursprünglichen Wynwood irgendwann noch übrig sein wird. Ob diese besondere Mischung aus Kunst, Kreativität und ein bisschen Unperfektheit bestehen bleibt oder ob das Viertel nach und nach genau das verliert, was es einmal so besonders gemacht hat.
Noch bekommen wir diese Vibes mit, und überall gibt es etwas Buntes zu entdecken. Aber man merkt eben auch, dass sich hier gerade einiges verschiebt. Vielleicht sind wir genau zum richtigen Zeitpunkt hier, vielleicht aber auch schon ein bisschen spät. Das werden wir in den nächsten Tagen sehen.
Irgendwie ist es schade, wenn ein Viertel gerade wegen seiner Individualität interessant wird und sich dann ausgerechnet durch diesen Erfolg so stark verändert. Aber erst einmal wollen wir Wynwood selbst entdecken, durch die Straßen laufen, Murals suchen und schauen, was uns begegnet. Denn das Schöne ist ja, dass man nie genau weiß, was hinter der nächsten Ecke wartet.
Und weil es ja nicht zu gemütlich werden darf, habe ich mir auf der Rooftop-Terrasse natürlich auch gleich den ersten Mückenstich abgeholt. 🦟 Es wäre ja auch zu schön gewesen. Irgendwie finden die Viecher mich immer, egal wo ich bin.
Erst mal runterkommen, wir haben schließlich Urlaub
Irgendwann sind wir wieder in unser Zimmer gegangen. Ich habe zu Tobi gesagt, dass wir uns jetzt noch einmal mit Ohrstöpseln hinlegen und eine Stunde entspannen. Kein richtiges Nickerchen, eher ein bisschen runterkommen und die Gedanken sortieren.
Wir sind schließlich gerade erst angekommen. Die Anreise steckt uns noch in den Knochen, der Jetlag macht sich bemerkbar, und nur weil wir jetzt in Miami sind, müssen wir nicht sofort losrennen.
Das haben wir uns für diese Reise ganz fest vorgenommen: Wir verpassen hier nichts, nur weil wir uns unter Druck setzen.
Wir haben uns bewusst entschieden, diesmal ausschließlich Miami zu machen. Keine weiteren Orte, keine zusätzliche Rundreise und kein Gefühl, ständig eine Liste abarbeiten zu müssen. Wir haben Zeit. Und was wir am Ende nicht gesehen haben, haben wir eben nicht gesehen. Das ist dann einfach so.
Ich finde es gerade unglaublich angenehm, das so sagen zu können. Nicht schon morgens mit dem Gedanken aufzuwachen, was wir heute alles schaffen müssen, sondern erst einmal zu schauen, wie es uns geht und worauf wir Lust haben.
Also haben wir mit Ohrstöpseln und ein bisschen Musik auf den Ohren noch eine Weile gedöst und entspannt. Und irgendwann meldete sich dann doch ziemlich deutlich der Hunger. Kein Wunder, denn nach deutscher Zeit war schließlich längst Mittagessen angesagt.
Erst mal Instant-Nudeln und dann schauen wir weiter
Unsere erste richtige Mahlzeit in Miami bestand deshalb aus einer Instant-Nudelsuppe. Nicht besonders glamourös, aber manchmal muss es eben einfach sein. Fancy darf sein, aber eine Nudelsuppe tut es auch. 😄
Anschließend haben wir angefangen, unseren Tag ein bisschen zu planen. Für Wynwood haben wir ein paar Punkte im Kopf, die wir uns anschauen möchten. Außerdem steht Coral Gables auf dem Plan, vor allem wegen unserer geplanten Halloween-Route mit den geschmückten Häusern. Das ist allerdings eher etwas für den Abend.
Nach der Anreise, der ersten Nacht und dem frühen Start war dieser Morgen für uns deshalb genau richtig. Ein bisschen Kunst, ein bisschen Rooftop-Luxus, Kaffee mit Aussicht und vor allem die Erkenntnis, dass wir diesmal wirklich versuchen wollen, eine Reise entspannter anzugehen.
Mal sehen, wie gut uns das gelingt, wenn wir erst einmal mitten im bunten Miami-Trubel unterwegs sind. 😇Read more



































Traveler
Sunrise- Rooftop🤩
TravelerJaaaa 🤗
Traveler
Die Wolken sind ja klasse!