Der Bus kommt … irgendwann
October 30 in the United States
☁️ 30 °C
Danach wollten wir mit dem Bus weiter. Die Haltestelle hatten wir schnell gefunden, also stellten wir uns hin und warteten.
Eigentlich sollte der Bus in ungefähr zehn Minuten kommen.
Eigentlich.
Wir standen schließlich eine halbe Stunde in dieser Hitze. Und ich sage euch: Das war wirklich kein Vergnügen. Wir waren durch den Jetlag ohnehin schon müde, hatten noch jede Menge Programm vor uns und fühlten uns gefühlt bereits nach den ersten Metern wie nach einem kompletten Wandertag.
Ich hatte aus Frust und vermutlich auch aus Verzweiflung schon zwei meiner Energieriegel gegessen. 😂
Das Schlimme war, dass wir uns gerade mal ein bisschen durch Wynwood bewegt hatten und trotzdem schon unglaublich viel gesehen hatten. Man muss dort eigentlich nur stehen bleiben und sich umschauen. Überall sind Menschen, kleine Läden, Kunst und irgendwelche Dinge, die einem ins Auge springen.
Das Viertel lebt einfach.
Nur das mit dem öffentlichen Nahverkehr müssen wir noch mal üben.
Irgendwann kam der Bus dann tatsächlich, und wir fuhren weiter in Richtung Government Center. Dort stiegen wir aus und entdeckten unsere ersten weißen Vögel. Ibisse, vermuten wir. Sie sahen jedenfalls ein bisschen aus wie kleine Störche und waren ziemlich niedlich.
Anschließend ging es mit der Metro weiter Richtung Süden. Dabei bekamen wir schon die ersten Eindrücke von der Stadt und den Entfernungen. Man schaut bei Google Maps auf die Karte und denkt sich: Ach, das ist doch gar nicht so weit.
Tja. Ist es aber manchmal doch.
Ich war jedenfalls ziemlich überrascht, wie weit die einzelnen Viertel tatsächlich auseinanderliegen. Das unterschätzt man bei der Planung schnell.
Coral Gables: Bunte Schirme und ziemlich stolze Preise
An der Station Vizcaya stiegen wir aus und fuhren anschließend mit einem kostenlosen Trolley weiter nach Coral Gables.
Unser Ziel war unter anderem die Giralda Plaza, eine kleine Fußgängerzone mit Restaurants und Geschäften, über der bunte Regenschirme hängen. Ein schöner Ort zum Bummeln, und für uns eine willkommene Abwechslung nach der Warterei.
Wir schauten uns die Restaurants an und bekamen ziemlich schnell eine Vorstellung davon, was Essen in Miami kosten kann.
Bei einem Griechen stand ein ganz normales Gyros für ungefähr 35 Dollar auf der Karte.
35 Dollar!
Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber für unsere Verhältnisse ist das schon eine Ansage. Da schaut man doch erst mal etwas genauer auf die Speisekarte, bevor man sich irgendwo hinsetzt. 😅
Wir waren ja gerade erst angekommen und mussten uns an das amerikanische Preisniveau noch gewöhnen.
Rocket Fizz: Bacon-Limonade? Ernsthaft?
Dann entdeckten wir Rocket Fizz, einen Süßigkeitenladen, der sich als deutlich interessanter herausstellte als ein gewöhnlicher Candy Shop.
Hier gibt es nicht einfach nur Schokolade und Bonbons, sondern auch jede Menge Retro-Süßigkeiten, ausgefallene Naschereien und eine riesige Auswahl an Limonaden. Darunter Sorten, bei denen man sich fragt, wer eigentlich auf diese Idee gekommen ist.
Mein persönlicher Favorit in Sachen Kuriosität: Bacon-Limonade.
Ja, richtig gelesen. Limonade mit Speckgeschmack. Dazu gab es noch andere völlig abgefahrene Sorten, die man nicht unbedingt im normalen Supermarkt erwartet.
Der Laden ist Teil einer Kette, die für genau solche ungewöhnlichen Süßigkeiten und Getränke bekannt ist. Neben klassischen amerikanischen Süßigkeiten findet man dort auch nostalgische Verpackungen und jede Menge ausgefallenen Kram.
Allein dafür hat sich der Stopp schon gelohnt. Man muss ja nicht alles probieren. Manchmal reicht es, sich vorzustellen, wie jemand freiwillig Bacon-Limonade trinkt. 😂
Books & Books und unser erster Space Invader! 👾
Danach ging es zu Books & Books, einer unabhängigen Buchhandlung in Coral Gables. Das Unternehmen wurde 1982 von Mitchell Kaplan gegründet und ist in Miami weit mehr als nur ein Laden für Bücher. Es ist auch ein Treffpunkt für die lokale Kulturszene, mit Lesungen, Veranstaltungen und einem Café.
Wir fanden es dort richtig schön. Solche Buchhandlungen haben einfach eine andere Atmosphäre als große Ketten. Man kann stöbern, entdeckt vielleicht etwas, wonach man gar nicht gesucht hat, und hat das Gefühl, dass hier Menschen wirklich etwas mit Büchern anfangen können.
Aber das eigentliche Highlight für uns war natürlich ein anderes:
Unser erster Space Invader! 👾
Die Jagd ist eröffnet!
Wer unsere Reise kennt, weiß, dass Street Art und die kleinen Invader-Mosaike für uns dazugehören.
Vier Bier zum Probieren und Raul, der gute Laune macht
Bei Books & Books gab es außerdem eine Auswahl lokaler Biere. Wir kamen mit Raul, dem Chef-Barkeeper, ins Gespräch. Ein richtig netter Typ!
Eigentlich hatten wir gar nicht vor, Bier zu trinken. Aber wenn man schon mal dort ist, ins Gespräch kommt und einem verschiedene lokale Sorten angeboten werden, kann man ja auch nicht einfach Nein sagen. Also durften wir vier kleine Kostproben probieren.
Die Sorten waren:
* Strawberry Daydream
* Zero Gravity Pizza Party
* Good as Good
* Gumbay Honey Love Imperial Cream Ale
Danach bestellten wir noch ein La Rubia, ein Bier aus Wynwood.
Tobi war glücklich. Fünf neue Biere für seine Untappd-App! 🍺 Und ich fand es ebenfalls gut, weil wir endlich einmal eine richtige Pause hatten.
Natürlich kostet so etwas in Miami auch Geld. Das Bier lag bei 9,58 Euro, inklusive zwei Dollar Trinkgeld. Aber dafür hatten wir eine nette Begegnung, neue Eindrücke und eine kleine Auszeit von der Hitze.
Die Too Good To Go-Tüte und unser Zuckerschock
Nach dem Bier meldete sich allerdings unser Hunger. Und zwar ordentlich.
Wir hatten eine Too Good To Go-Tüte ergattert, auf die wir uns eigentlich gefreut hatten. Wir hatten ungefähr zehn Dollar bezahlt, obwohl der Warenwert bei rund 30 Dollar liegen sollte.
Klingt erst mal gut.
Nur war der Inhalt für uns nicht unbedingt die perfekte Mahlzeit. Es gab Baklava, süßes Gebäck, eine Schokoladenschnecke und etwas Herzhaftes für Tobi. Das war mit Hackfleisch belegt und deshalb für mich als Vegetarierin natürlich keine Option.
Tobi fand gerade das herzhafte Teil am besten. Ich dagegen hatte irgendwann das Gefühl, dass mein Körper dringend etwas anderes als Zucker benötigt.
Wenn man großen Hunger hat, isst man erst mal alles, was greifbar ist. Aber mir war danach wirklich schlecht. So richtig.
Wir haben deshalb beschlossen, dass wir künftig etwas genauer überlegen, ob uns solche Tüten tatsächlich helfen. Die Idee ist toll, aber wenn man am Ende nur Süßigkeiten bekommt und eigentlich etwas Vernünftiges essen möchte, ist das nicht unbedingt die beste Lösung.
Vielleicht kaufen wir uns künftig einfach etwas im Supermarkt, das besser zu uns passt.
Falscher Trolley, falsche Richtung. Läuft bei uns!
Es war ungefähr 17 Uhr. Wir hatten schon einiges gesehen, aber unser eigentliches Abendprogramm lag noch komplett vor uns.
Wir stiegen in einen kostenlosen Trolley, um weiterzufahren. Der Plan war klar. Dachten wir jedenfalls.
Denn wir saßen im falschen Trolley.
Also fuhren wir erst einmal in die falsche Richtung, bis zur Endstation. Dort mussten wir wieder umplanen und mit der Metro zurück Richtung Norden fahren. Schließlich stiegen wir in Coconut Grove aus.
Manchmal frage ich mich wirklich, warum wir uns solche Dinge so zuverlässig selbst einbauen. Andere Menschen fahren einfach von A nach B. Wir machen daraus eine kleine Rundreise. 😂
Immerhin konnten wir dabei schon einen Teil der Underline sehen, einer Park- und Freizeitfläche, die unter der Hochbahntrasse verläuft.
Danach ging es weiter in Richtung Shenandoah und Silver Bluff. Dort wartete nämlich unser eigentliches Highlight des Abends: die Halloween-Häuser.Read more












































TravelerIch in Side: vorm Hotel kommt de Shuttle- Service 1,50€ nach Manavgat- dank Google Maps Stoffladen gefunden- keine 100 m- Stoff gekauft: 1,50 pro m- durch den Bazar gebummelt- zurück wieder mit Shuttle Nr 1 und im Hotel GANZ LECKER GESPEIST😋🍀🤣
TravelerWas sind die Schwaben wieder sparsam🤣🤣🤣👍