Twin storms hit Malta (by Rupert)
January 21 in Malta ⋅ ☁️ 14 °C
Deutscher Text unten;
We survived the two days of stormy weather, and what a wild time it was. Monday started off rough, but I was still feeling brave enough to head out and face the elements.
It was still possible to walk along the cliffs and take in the impressive sight of waves crashing high against the shoreline. As evening turned into night, the winds and sea surge grew steadily stronger—so much so that, for the first time, we saw the surf reaching further up the beach toward the road. About 30 meters in front of our camper stood the local Reverse Osmosis waterworks. The road between us and the plant had a slight dip, which led us to believe that even if the water breached the beach, it wouldn't easily reach us. Or so we thought.
We went to bed around 02:00 after keeping a watchful eye on the conditions. We were tucked into a secluded spot surrounded on three sides by walls. While we could hear the roar of the wind and the sea rushing against the promenade, our camper didn't quiver in the slightest.
The next morning, the view from the front window was a shock. The sea had spilled over onto the road. Trash bins and their contents were scattered everywhere, and rocks, sand, and large stones had washed up against the main gate of the waterworks. I walked down toward our previous parking spot, and the devastation was stunning. The area where our neighbor Mildred had been parked was inundated with massive rocks. Our old spot was equally unapproachable, buried under debris.
As I made my way back, a sea surge splashed many meters into the air off the promenade and caught me; it came in so fast there was simply no way to avoid it. We spent the rest of the day in our cozy camper as the storm peaked. By late evening, the sea reached our camper multiple times. It was too late to move; with rocks blocking our path and the gale-force winds howling, we were stuck.
Around 18:00, the floodlight covering the beach and public toilets went out with a loud bang and a flash. We were left to face the rest of the night in darkness and unease, made even more intense by the arrival of thunder, lightning, and light rainfall.
This Wednesday morning, I was woken by Peppi and Cleo barking at the sound of people talking outside. Soon after, we heard a bulldozer clearing the debris. On my morning walk, I saw that the destruction was horrendous. There was a gaping hole where steps once connected the promenade. Benches had been torn from their anchors, concrete flowerbeds were smashed and strewn about, and massive holes had been torn into the parking lot concrete. The volume of rocks washed up had doubled overnight.
On my way back, I met a gentleman assessing the damage. He introduced himself as the local mayor and told me this was the worst storm the area had seen in fifty years. Connie later found some facts: Malta and Gozo were hit by two systems—the fallout from Cyclone Harry’s winds, followed by a V-shaped storm from Tunisia bringing Force 8 gales.
As I said at the start, we made it through. And for that, we are truly thankful.
Deutsche Übersetzung (German)
Wir haben die zwei stürmischen Tage überstanden, und es war eine wirklich wilde Zeit. Der Montag fing heftig an, aber ich war mutig genug, mich hinauszuwagen und dem Sturm zu trotzen.
Man konnte noch an den Klippen entlangwandern und den beeindruckenden Anblick der Wellen genießen, die hoch gegen die Küste peitschten. Am Abend und bis in die Nacht hinein nahmen der Wind und die Brandung stetig zu – so sehr, dass wir zum ersten Mal sahen, wie die Gischt über den Strand bis zur Straße vordrang. Etwa 30 Meter vor unserem Wohnmobil stand die lokale Umkehrosmoseanlage. Die Straße dazwischen hatte eine leichte Senke, was uns glauben ließ, dass das Wasser uns nicht so leicht erreichen würde, sollte es den Strand überspülen. Das dachten wir zumindest.
Gegen 02:00 Uhr gingen wir schlafen, nachdem wir die Lage genau beobachtet hatten. Wir standen an einem sehr geschützten Ort, der an drei Seiten von Mauern umgeben war. Wir konnten zwar das Heulen des Windes und das Rauschen des Meeres gegen die Promenade hören, aber unser Wohnmobil bebte nicht ein bisschen.
Am nächsten Morgen war der Blick aus dem Frontfenster ein Schock. Das Meer war über die Ufer getreten und auf die Straße gespült. Mülltonnen und ihr Inhalt waren überall verstreut; Felsen, Sand und große Steine lagen vor dem Haupttor des Wasserwerks. Ich lief hinunter zu unserem früheren Parkplatz, und die Zerstörung machte uns fassungslos. Die Stelle, an der unsere Nachbarin Mildred gestanden hatte, war mit massiven Steinen übersät. Auch unser alter Platz war völlig unzugänglich und von Geröll bedeckt.
Auf dem Rückweg wurde ich von der Brandung erwischt, die meterhoch von der Promenade empor spritzte; das Wasser kam so schnell, dass es kein Entkommen gab. Den Rest des Tages verbrachten wir in unserem warmen, gemütlichen Wohnmobil, während der Sturm weiter an Kraft gewann. Am späten Abend erreichte das Meer mehrfach unser Fahrzeug. An ein Wegfahren war nicht mehr zu denken – eingekesselt von Steinen und bei diesem extremen Wind saßen wir fest.
Gegen 18:00 Uhr gab der Flutlichtstrahler am Strand mit einem lauten Knall und einem Blitz den Geist auf. Den Rest der Nacht verbrachten wir mit einem unguten Gefühl in der Dunkelheit, während nun auch noch Donner, Blitze und, leichter Regen einsetzten.
Diesen Mittwochmorgen wurde ich von Peppi und Cleo geweckt, die anschlugen, weil sich draußen Leute lautstark unterhielten. Dann hörten wir das Geräusch einer Radlader , der die Trümmer wegräumte. Bei meiner Gassirunde sah ich das ganze Ausmaß: Die Zerstörung war schrecklich. Wo einst Stufen die Promenade verbanden, klaffte ein riesiges Loch. Parkbänke waren aus ihren Verankerungen gerissen, Betonblumenkästen zertrümmert und über das ganze Areal verteilt. Im Asphalt des Parkplatzes klafften gewaltige Löcher. Die Menge an angespülten Steinen hatte sich über Nacht verdoppelt.
Auf dem Rückweg traf ich einen Herrn, der die Schäden begutachtete. Er stellte sich als der örtliche Bürgermeister vor und sagte mir, dies sei der schlimmste Sturm seit fünfzig Jahren gewesen. Connie fand später heraus, was passiert war: Malta und Gozo wurden von zwei Systemen getroffen – den Ausläufern von Zyklon Harry und einem V-förmigen Sturmtief aus Tunesien, das Sturmböen der Stärke 8 brachte.
Wie ich eingangs sagte: Wir haben es geschafft. Und dafür sind wir sehr dankbar.Read more

























