Christiane Frank

Joined June 2017Living in: Rheinland-Pfalz, Deutschland
  • Day17

    Letzter Tag: Star-Ferry und Spicy Crabs

    February 20 in Hong Kong ⋅ ⛅ 21 °C

    Nach der Ruhe des Klosters und des Gartens fahren wir nach Hongkong Island, um wenigstens einmal mit der berühmten Star Ferry zu fahren, die Hongkong und Kowloon verbindet. Für stolze 27 Eurocent setzt man in zehn Minuten über und hat einem schönen Blick auf die grandiose Skyline. Danach lassen wir die Zeit auf der Promenade von Tsim Sha Tsui vorüberziehen und genießen den Sonnenuntergang.

    Zum Essen fahren wir zurück in die Marktzone Temple Street Night Market. Inzwischen geht es hier rund und überall stehen die Aquarien voller Meeresgetier. Bei Spicy Crabs schlagen wir zu. Eine einfache Bude. Frank wählt die Krabben aus den Aquarien, Christiane ganz klassisch Hühnchen süß-sauer. Noch bevor das Essen kommt, stehen auf dem Nachbartisch Schnecken in dunkler Sauce. Frank bestellt nach und - schwupps, steht auch ein Topf Schnecken auf dem Tisch. Höllisch scharf, aber gut! Auch der Rest ist sehr gut. Wir lernen: auch hier schmeckt Straßenküche. Weil die Krabben und Schnecken nicht sättigend waren, stoppen wir bei Hongkong Local Snacks: leckere Spieße. Auch die gut, ungewöhnlich für hier, mit Kreuzkümmel.

    Auf dem Weg zum Hotel kommen wir an Zelten vorbei, in denen Wahrsager ihre Dienste anbieten.

    Danach holen wir die Koffer, überschwänglich verabschiedet von netten Hotelpersonal und fahren zum Flughafen. Nur noch drei Stunden warten, und dann zwölf Stunden fliegen und dann sind wir, abgefüllt mit Eindrücken, aber todmüde, nach 17 Tagen wieder zuhause.

    Wenn die deutsche Bahn will. Denn wir haben sieben Flüge und zwei Fährpassagen hinter uns - alles pünktlich und absolut störungsfrei. Die wirklich einzige Katastrophe auf den 22.000 km waren die 80 km mit der Deutschen Bahn von Mannheim nach Frankfurt. Man muss sich wirklich Sorgen machen, warum es alle können, nur wir in Deutschland nicht.

    P.S.: Inzwischen sind wir zu Hause, aber es war nicht die Bahn, sondern der Flughafen, der das Chaos produzierte. Ein Koffer kam, der andere nicht. Nach langer Wartezeit eine Durchsage: ein Koffercontainer wurde falsch geschickt; sie arbeiten an einer Lösung. 80 Minuten nach der Landung geben wir eine Verlustanzeige auf. Gerade fertig, kommt der Koffer. Schnell geschnappt und auf zum Bahnhof. Dummerweise gibt uns die Frau von Cathay Pacific den Rat, mit dem Shuttlebus zu fahren. Keine gute Idee! Es zieht sich, bis er losfährt. Dann zockelt er über den Flughafen, hält nochmal und am Terminal 1 setzt er uns genau am Ende der Rolltreppe zum Bahnhof ab, die gerade repariert wird und gesperrt ist. Alle rennen zurück zum Lift. Bis wir oben sind, wird es dann sehr eng mit dem Zug, der leider auf die Minute pünktlich fährt. Nach anstrengendem Sprint springen wir keuchend auf den abfahrbereiten Zug. Deutschland und sein Chaos hat uns wieder. Eine kaputte Rolltreppe haben wir in Asien nirgendwo gesehen.

    Zuhause gibt es erstmal frische Brötchen und guten Tee, ein Genuss nach Tagen asiatischen Frühstücks.
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  • Day17

    Letzter Tag: Kowloon

    February 20 in Hong Kong ⋅ ⛅ 21 °C

    Unser letzter Tag beginnt mit einem Blick aus dem Fenster: auch heute keine Fahrt auf den Peak. Vor lauter Nebel sieht man nicht einmal die Spitzen der Hochhäuser. Aber Hongkong hat mehr als genug Alternativen zu bieten.

    Sensation: wir erleben die erste Dusche, die nicht das Bad überschwemmt. All die schickimicki Edelduschen in den Hotels vorher ließen immer Überflutung zurück. Und sie hat ein so helles Fenster, dass man glaubt, im Sonnenschein zu duschen. Wie das bei dem Dunst draußen geht, bleibt ein Rätsel.

    Das Hotel bietet kein Frühstück an. Die Gegend ist voll von Restaurants. Allerdings chinesischen Restaurants. Nudelsuppe wäre kein Problem. Bäckerei gibt es auch, aber Kaffee? Wir holen uns beim Bäcker zwei Fluffy-Pizzas und finden im Kühlschrank Nescafe in der Dose. Mal was anderes.

    Im Aufzug auf dem Weg nach unten gibt es ein Problem: der Aufzug reagiert nicht mehr auf unsere Keycard. Nur eine Ansage auf Chinesisch. Die Türen sind zu. Was tun?
    Plötzlich fährt er los. Jemand hat woanders gedrückt. Als wir uns umdrehen, erkennen wir des Rätsels Lösung: der Aufzug hat tatsächlich drei verschiedene Knopf-Panels, jedes mit Kartenleser. Wir waren einfach am falschen Panel.

    Alternativ zum Peak treiben wir uns heute in Kowloon rum. Als erstes schauen wir uns wieder mal einen Tempel an. Diesmal den taoistischen Tin Hau Tempel, quasi um die Ecke. Die Grundzüge sind die gleichen wie im Man Mo Tempel: Vor großen Statuen stehen Opferaltäre, und vor diesen werden Räucherstäbchen, -kerzen und ähnliches abgebrannt. Überall qualmt es, auch die Decke hängt voller Räucherspiralen. Wir bekommen vermutlich die Feinstaubdosis für das nächste halbe Jahr auf einmal ab.
    Danach schlendern wir über den Jademarkt. In einer flachen Halle wird alles feilgeboten, was man aus Jade fertigen kann. Ein paar kleine Souvenirs müssen mit.

    Inzwischen sind wir mitten im Marktviertel. Kowloon wirkt viel bunter, dichter und lebhafter als das eher geschäftsmäßige Hong Kong Island. Das kann aber auch der Ruhe an chinesisch Neujahr gelegen haben.

    Die Markstraßen bieten alles, was man sich unter einem asiatischen Markt vorstellen kann. Und was man sich nicht vorstellen kann, bieten sie auch. Zum Beispiel Särge, direkt an der Straße verkauft. Nach Probeliegen haben wir nicht gefragt.

    Frank kauft getrockneten Tintenfisch - er hat gestern im Restaurant gut geschmeckt. Fische werden vorwiegend lebend angeboten, Hühner auch. Manchmal duftet es verführerisch, manchmal stinkt es bestialisch. Vieles, was vorgeht, verstehen wir nicht. Ein Marktschreier (?) bietet eine Show, die Leute antworten im Chor - was da wohl vorgeht?

    Wieder zurück zum Hotel, Füße hochlegen. Sie haben uns angesichts unserer Flugzeit Late Checkout angeboten und wir dürfen uns bis 14:00 ausruhen.

    Danach geht es zu einem Nonnenkloster im Norden von Kowloon. Zum großen Entzücken von Christiane ist dort auch eine Ausstellung alter Bonsais - wirklich wunderbare Exemplare, nur klein sind sie nicht.

    Das Kloster stammt aus den 1930er-Jahren und wurde 1998 im Stil eines Klosters aus der Tang-Dynastie wieder neu aufgebaut. Die großartige Architektur, Seerosenteiche und die Bonsais prägen das Bild dieses friedlichen Ortes.
    Das Kloster ist der weltweit größte Komplex aus handgezimmerten Holzgebäuden, ohne einen Nagel gebaut, ein Meisterwerk. Leider darf man im eindrucksvollen inneren Teil nicht fotografieren, aber auch außen wirkt es.

    Direkt anschließend finden wir einen großen chinesischen Park. Harmonisch angelegt, mit Pagode, Goldfischbecken und Wasserfall. Nur die riesigen Wohnwände im Hintergrund wirken manchmal etwas befremdlich. Hongkong eben. In diesem Garten ist nichts zufällig. Alles ist geplant, wird permanent gestutzt, beschnitten, getrimmt. Kein Blatt liegt rum. Eine künstliche Harmonie. Trotzdem eine eindrucksvolle Erfahrung und letztendlich sind alle Gärten künstlich, von Menschen für Menschen gemacht.
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  • Day16

    Zurück nach Hongkong

    February 19 in Hong Kong ⋅ 🌧 19 °C

    Wir können entspannt starten, da unser Flug erst 11:20 geht. Beim Frühstück erreicht uns eine SMS: Flug 30 Minuten verspätet; in Hongkong toben Gewitter. Zum Abschied schenkt das Hotel jedem einen karierten Khmer-Schal.

    Mr. Ponleu tuckert uns gemütlich zum Flughafen und wir verlassen das trubelig-chaotische Siem Reap und tauchen ein in die glatt-klimatisierte Flughafen-Atmosphäre. Alles reibungslos, wie bisher immer in Asien.

    Kambodscha hat uns gut gefallen. Es gibt hier noch viel mehr zu sehen als nur Angkor Wat und zumindest in Siem Reap ist die touristische Infrastruktur so gut, dass kein Wunsch offenbleibt. Buntes asiatisches Treiben gibt's oben drauf, urwüchsiger, hungriger als in Thailand und genauso freundlich. Dass an den Top-Sehenswürdigkeiten aggressive Kinder uns Souvenirs aufdrängen wollen, wird verständlich, wenn man weiß, dass der Durchschnittsverdienst in Kambodscha ca. 1.300,- $ beträgt - pro Jahr!

    Über Kambodscha, Laos, Da Nang in Vietnam, das südchinesische Meer, vorbei an der Insel Hainan geht es in zwei Stunden nach Hongkong. Bei der Landung hat er die halbe Stunde Verspätung fast aufgeholt.

    Beim Aussteigen überwacht uns der Drogen-Spürhund - obwohl das goldene Dreieck gar nicht in Kambodscha liegt. An der nächsten Rolltreppe kommt Fern-Temperaturüberwachung. Leute mit Fieber bitte rechts raus.

    Dann geht es reibungslos per Bahn in die Stadt. Diesmal liegt unser Hotel auf dem Festland mitten in Kowloon - im brodelnden Leben. Es ist Rush hour. Nachdem wir einmal unsere Koffer um den Block geschoben haben - vorbei an Garküchen, Garküchen und Garküchen, stehen wir endlich vor dem Hotel Tung Nam Lou. Rezeption ist hier mal im fünften Stock zu finden, aber ein freundlicher Concierge macht uns den Empfang leicht. An der Rezeption sind sie noch freundlicher - offenbar geht China auch in freundlich. Ein sehr schönes Zimmer im 19. Stock mit Blick auf das Chaos von Kowloon und in der Ferne sogar etwas Meer empfängt uns.

    Dann ist es schon Zeit zum Abendessen. Diesmal im Restaurant Kin's Kitchen in Wan Chai auf Hongkong Island. Als wir in der U-Bahn auf dem Handy suchen, wo wir aussteigen müssen, spricht uns der junge Mann neben uns an: Einmal umsteigen und dann bis Station Wan Chai. Er kennt das Restaurant und lobt unsere Wahl. Nicht schlecht bei 12.500 gelisteten Restaurants in Hongkong! Das Restaurant liegt in einem Hochhaus. Unten ein digitaler Touch-Wegweiser, der auf Wunsch anzeigt, was die Restaurants anbieten.

    Wieder sind wir die einzigen Europäer. Diesmal ist das Essen gut, aber die Servierreihenfolge verwirrt etwas. In der Karte standen Vorspeisen, Suppen, etc. und so haben wir bestellt. Zuerst kommt aber das Hauptgericht, geräuchertes Hähnchen, dann eine Vorspeise, dann ein winziges Schälchen Reis, nochmal Vorspeise und zuletzt auch Gemüse. Ganz zum Schluss noch einmal Reis. Das verstehe, wer will, aber es hat geschmeckt. Übrigens: Gänsefüße hätte es auch hier gegeben, also kein einmaliger Ausrutscher.

    Auf dem Rückweg stoppen wir an der Promenade Tsim Sha Tsui an der Südspitze von Kowloon. Ein grandioser Blick auf die nächtliche Skyline von Hongkong Island! Heute ist Laternenfest, der letzte Tag des chinesischen Neujahrsfests, und prachtvolle Riesenlaternen schmücken die Promenade. Dazu Musiker, Kunstaustellung - Großstadt eben. Plötzlich spricht uns ein Australier chinesischer Abstammung auf Deutsch an. Er hat ein halbes Jahr in Zürich studiert und macht jetzt Praktikum in Hongkong. Es wird ein langes, interessantes Gespräch, allerdings bald auf Englisch. Ein weiterer, intensiver Tag geht zu Ende.
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  • Day15

    Tevy's Place

    February 18 in Cambodia ⋅ ☀️ 30 °C

    Nach der Tour bedanken wir uns bei Mr. Ponleu, entspannen uns im Pool und genießen das traumhafte Ambiente der Malu Khmer Villen. Am Haus begrüßt uns ein Frosch, der auf dem Bilderrahmen sitzt und sich durch nichts aus der Ruhe bringen lässt.

    Zum Abendessen wollen wir erstmals laufen. Man bekommt noch mehr mit als vom Tuktuk.
    Genauso ist es: In einem großen Tempel läuft zufällig eine buddhistische Zeremonie. Wir werden freundlich hereingewinkt und tasten uns vorsichtig in die Anlage. Keiner nimmt Notiz von uns. Eigentlich wie ein Gottesdienst bei uns: es wird gepredigt, gesungen, gemeinsam gebetet. Nur alles unter freiem Himmel und alle tragen weiße Kleidung.

    Um die Ecke liegt das einfache Restaurant Tevy's Place. Tevy kocht direkt hinter dem Tresen und strahlt 100% Koch-Kompetenz aus. Bedient werden wir von einem weißhaarigen Amerikaner, sehr freundlich, aber mit fürchterlichem Akzent. Man versteht sich trotzdem.

    Das Essen ist eine Offenbarung! Wir haben wieder die Klassiker Fisch-Amok im Bananenblatt, Lok Lak mit Rindfleisch und Cha Kroeung mit Huhn und jedes Gericht hat seinen eigenen Zauber. Insbesondere das Amok, ein kambodschanisches Curry, ist ein Traum und wenn die Warteschlange vor dem winzigen Restaurant nicht so lang gewesen wäre, hätten wir nachgeordert. Christiane trinkt übrigens Avocado-Smoothy, beliebige andere Gemüsemischungen hätte es auch gegeben.

    So bezahlen wir für alles 12,- $, runden auf 15,- $ auf und loben das Team überschwänglich. Tevy kocht definitiv mindestens so gut wie die Mädels vom Eagle View. Und angesichts der Preise merkt man, welchen Gewinn die anderen Restaurants wohl machen.

    Zurück wieder mit dem Tuktuk und obwohl der Fahrer lange mit der Visitenkarte des Hotels grübelt, kommen wir heil an.

    Morgen ist die Zeit in Kambodscha vorbei; es geht zurück nach Hongkong.
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  • Day15

    Banteay Srei

    February 18 in Cambodia ⋅ ☀️ 32 °C

    Jetzt brechen wir zu einer ca. 45 minütigen Fahrt über Land auf, um nach Banteay Srei zu kommen. Abgesehen davon, dass eine Ruhepause im Fahrtwind des Tuktuks gut tut, sehen wir eine Seite des Landes, die uns bisher noch fehlte.
    Auf der Landstraße herrscht geschäftiges Treiben: Minibusse, die unglaublich viel Abgase absondern, Roller, Tuktuks, Traktoren ohne jegliche Verkleidung, und schließlich LKWs wuseln wild durcheinander. Am Straßenrand wechseln kleine Verkaufsstände mit kleinbäuerlichen Grundstücken ab, zwischendurch sieht man auch Wasserbüffel und Rinder, Hühner und Enten sowieso. Wir kommen an etlichen Schulen vorbei, die Schüler tragen unverkennbar Schuluniform.
    Irgendwann wird die Bebauung dichter, und wir erreichen den Ort mit dem gleichnamigen Tempel.

    Diese Anlage ist längst nicht so groß wie die anderen, aber hat wunderbar gut erhaltene, sehr fein gearbeitete Skulpturen aus rotem Sandstein. Unglaublich, wie filigran man Stein bearbeiten kann. Aber besonders die Statuen vor kunstvollen Toren zaubern eine ganz eigene Stimmung. Es hat sich gelohnt, hierher zu kommen!

    Nach der Besichtigung gönnen wir uns eine Pause mit Mango und einer Trink-Kokosnuss, die hier deutlich besser schmeckt, als wir das aus Bali in Erinnerung hatten. Alles kostet immer einen Dollar, egal, nach was man fragt.

    Zum Abschluss stoppen wir am Wassertempel Neak Pean. Über einen langen Holzsteg wandern wir durch sumpfiges Gelände, in dem viele abgestorbene Bäume stehen. Der Sumpf ist der Rest eines der vielen großen Wasserspeicher, die die Khmer früher reich machten. Der Tempel ist eigentlich nur ein kleiner Turm, mitten in einem Teich gelegen. Vielleicht haben wir nun genug Tempel gesehen.
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  • Day15

    Preah Khan Tempel

    February 18 in Cambodia ⋅ ⛅ 30 °C

    Mit Mr. Ponleu, dem Fahrer von gestern, aber ohne Guide, starten wir heute zur langen Tempelrunde. Diese umfasst normalerweise 5 kleinere Tempel jenseits von Angkor Thom. Der Fahrer schlägt jedoch vor, auch einen relativ weit abseits liegenden Tempel zu besuchen, der für seine besonders feinen Steinmetzarbeiten bekannt ist. Wer nehmen den Vorschlag gerne an.
    Zunächst fahren wir den uns nun schon bekannten Weg an Angkor Wat vorbei, quer durch Angkor Thom, zum Tempel Preah Khan. Unterwegs begegnen uns Reitelefanten.

    Am Tempel wird zunächst im Visitor Center erklärt, wie das mit der Restaurierung so gemacht wurde. Dieser Tempel besteht gefühlt aus einer Unmenge Durchgängen, die alle in einer Achse liegen und nach hinten immer kleiner werden.
    Sie führen aus allen 4 Himmelsrichtungen bis zum "Allerheiligsten", einer senkrechten Säule.
    An etlichen Stellen kann man gut studieren, dass die hiesige Technik des Gewölbebaus ihre Schwachstellen hat. Frank steht sowieso ständig zweifelnd davor und versteht kaum, dass es überhaupt je gehalten hat. Muss es aber wohl, denn es gibt auch noch Stellen, die intakt und nicht nachträglich gestützt wurden.
    In diesem Tempel gab es ursprünglich viele Garruda-Statuen, und so heißt ein Sponsorenprogramm "adopt a garruda". Uns reicht es, einen aufs Foto zu bekommen.
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  • Day14

    Ta Prohm

    February 17 in Cambodia ⋅ ⛅ 32 °C

    Schließlich fahren wir zum Dschungeltempel Ta Prohm, dem wahrscheinlich prominentesten Teil der Anlagen, seit der Film Tomb Raider mit Angelina Jolie in der Hauptrolle unter anderem auch hier gedreht wurde. Laut unserem Führer hat dieser Film zu deutlich mehr Touristen geführt.
    Ta Prohm ist, wie andere Tempel auch, vom Dschungel übernommen worden, und die Restauratoren haben beschlossen, das so zu lassen und den Tempel nur soweit zu sichern, dass man gefahrlos hindurchlaufen kann. Und so kann man staunend die Verschlingung dicker Baumwurzeln mit dem Mauerwerk besichtigen. An manchen Stellen wurde die Mauer durch die Wurzeln extrem deformiert, so dass Stützgerüste notwendig sind. An anderen Stellen scheint der Baum das Bauwerk zu stützen, so gründlich hat er es umfangen.
    Dieser Kontrast von Bauwerken und Natur ist sehr beeindruckend - die Bilder können das sicher besser erzählen. Auch hier sind große Gruppen von Chinesen unterwegs, so dass man Geduld braucht, um auch an die begehrtesten Fotospots zu kommen.
    Kurz vor Sonnenuntergang fahren wir weiter zu einem See, in dem sich die Sonne spiegelt - ein schöner Abschluss.
    Wieder im Hotel angekommen, merken wir erst, wie erschöpft wir sind. Wir schwimmen noch kurz im Pool, und setzen uns dann im Hotelrestaurant zum Abendessen. Wir sind die einzigen Gäste, aber bekommen mit etwas Wartezeit ein gutes Essen mit typischen Khmer-Gerichten.
    Gar nicht so einfach, danach noch die intensiven Eindrücke eines solchen Tages zusammenzufassen.
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  • Day14

    Angkor Thom / Bayon

    February 17 in Cambodia ⋅ ⛅ 32 °C

    Als nächstes fahren wir ein paar Kilometer weiter in die "große Stadt" (Angkor Thom). Den Zentraltempel der Stadt, den Bayon, hat der Sohn des Erbauers von Angkor Wat beauftragt, und er wollte seinen Vater wohl übertrumpfen. Statt der 5 Türme sind es hier 49, plus 5 weitere an den Toren. Er steht genau in der Mitte der quadratischen Stadtanlage, zu den vier Toren ausgerichtet.

    Jeder Turm ist durch 4 Gesichter in die 4 Himmelsrichtungen geschmückt, die die 4 Ausprägungen Buddhas verkörpern. Diese großen Gesichter sind es, die den Tempel prägen. Überall schaut einen ein Gesicht an. Bemerkenswert sind auch die langen Relief-Wände, die ganz plastisch Szenen aus dem Alltag der Khmer zeigen. In Angkor Wat ging es mehr um Kriegsszenen, weniger plastisch, eher wie Gemälde auf Stein. Diese Reliefs hier im Bayon sind eine wesentliche Quelle des Wissens über die alten Khmer.

    Während Angkor Wat ursprünglich hinduistisch war, und dann buddhistisch wurde, ist es hier umgekehrt.
    Die Anlage wurde relativ schnell erbaut, und ist laut unserem Führer daher auch nicht so haltbar geworden wie Angkor Wat. Der Verfall ist deutlicher zu sehen.
    Der Bayon ist kleiner und es sind deutlich mehr Leute unterwegs. So kämpfen wir mit vielen Chinesen um die besten Fotoplätze, im inzwischen reizvollen Nachmittagslicht.
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  • Day14

    Angkor Wat

    February 17 in Cambodia ⋅ ☀️ 28 °C

    Heute gibt es Frühstück auf einer schönen Terrasse mit mit Blick auf Pool und tropischen Garten. Christiane hat wie immer Toast, Ei und Früchte, Frank wählt das Khmer-Frühstück. Eine würzige Brühe, in die weiße Nudeln und geraspeltes Gemüse mit Kräutern versenkt werden. Um 10 Uhr soll uns der Tuktukfahrer von gestern abholen für die "kleine" Tempelrunde, mit Angkor Wat, Angkor Thom, und dem Ta Prohm Tempel.
    Als wir um 9:45h vom Frühstücksraum zurück ins Zimmer wollen, um uns fertig zu machen, nimmt uns schon unser Führer für den Tag in Empfang und fragt, ob wir denn auch Sonnen- und Mückenschutz aufgetragen haben. Das holen wir dann noch nach, und gehen um 10h auf Tour. Zunächst tuckern wir in dichtem Verkehr durch die halbe Stadt, um zur Verkaufsstelle für die Eintrittskarten zu kommen. Neu gebaut, sieht sie selbst schon wie ein Palast aus. Genial: eine der Haupt-Sehenswürdigkeiten der Welt und keine Warteschlange. Auch früh morgens soll man maximal 10 Minuten anstehen. Die Eintrittskarten werden ganz modern mit Foto versehen, nebenbei am Schalter aufgenommen.

    Wir überlegen, uns noch Hüte zuzulegen, die angeblich ganz wichtig sind, aber verzichten schließlich, weil das Angebot zu albern und für Frank auch zu klein ist.

    Dann geht es endlich richtig los. Mit dem Tuktuk fahren wir zum größten Tempel der Welt - Angkor Wat.

    Er ist der größte von einer Vielzahl von Tempeln, die die Khmer hier zu der Zeit bauten, die wir Mittelalter nennen. In der damaligen Hauptstadt Angkor Thom lebte damals angeblich eine Million Menschen. Ausgeklügelte Wasserspeicher ermöglichten drei Ernten und ließen die Khmer reich werden. Deren Holzhäuser und Paläste sind alle verschwunden, nur die Tempel aus Stein stehen noch und lassen uns über diese versunkene Kultur staunen.

    Angkor Wat wurde vor ca 900 Jahren auf Geheiß eines Khmer- Königs erbaut. Umgeben von einem riesigen Wassergraben von 1,3 mal 1,8 km, sitzt der Tempel mit seinen 5 Haupttürmen wie ein großer Berg in der Mitte. Gegründet auf ein Sandfundament, wurde er aus Lateritsteinen errichtet, die mit Sandstein verkleidet wurden. Eigentlich waren die Khmer Holzbaumeister, und so haben sie die Steine wie Holz behandelt - bis hin zu einer Art Zapfentechnik für die Verbindungen. Auch die Sandsteine sind fast wie geschnitzt.

    Bautechnisch ist es ein Wunder, wie diese Holzbaumeister in reiner Trockenbauweise ohne Mörtel solch gigantische Gebäude errichten konnten und dass sie heute noch stehen. Mauersteine nicht im Verbund, sondern gerade gestapelt, Bögen nicht in Bogentechnik gemauert, sondern Steine überhängen lassen, bis sie sich in der Mitte treffen. Als Konsequenz muss an vielen Stellen gestützt, verstärkt und repariert werden und vieles ist schlichtweg eingestürzt. Angkor Wat ist recht gut erhalten, aber man sieht viele Reparaturen.

    Neben eindrucksvollen Götterstatuen sind es hauptsächlich endlose Reliefs, die in allen Einzelheiten die Geschichte der Khmer wiedergeben. Sie sind auch die einzigen erhaltenen Unterlagen, da die Schriftstücke seinerzeit auf Blättern verfasst wurden, die nicht mehr erhalten sind. Nur die 6 leeren Bibliotheken gibt es noch.

    Wir sind angenehm überrascht, dass es in diesem Tempel kaum Gedränge gibt - selbst nach ganz oben, wo es eine Begrenzung auf 200 Leute gibt, müssen wir uns nicht anstellen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sehr viele Besucher schon um 4:30h kommen, um den Sonnenaufgang zu sehen. Verglichen damit sind wir sehr spät - aber das ist gut so.

    Angkor ist aber auch mit Abstand der größte Tempel im archäologischen Park. Die Besucher verteilen sich. Insgesamt hat man ca. 1.000 Tempel und Heiligtümer gefunden; weltweit bekannt ist nur der größte, Angkor Wat.

    Angkor Wat ist immer noch ein wichtiges buddhistisches Heiligtum. Auf der oberen Etage sitzen Mönche vor Altären und bieten Segnungen an. Wir spenden wieder je drei Räucherstäbchen und sehen von Fotos der Mönche ab.

    Nach zwei Stunden ruhen wir uns im Schatten aus und genießen kleine Bananen und frische, ganz reife Mangos, immer wieder ein Genuss!
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