Die Wache begann um zwei Uhr nachts. Draußen ist es fast wie in der Dämmerung – man kann unglaublich weit und erstaunlich klar sehen. Gegen drei Uhr ist es bereits taghell. Wir nähern uns langsam den Breiten des Polartages.
In unserer Gruppe liegen wir auf dem zweiten Platz und nach Yardstick-Berechnung sogar auf dem ersten. Mal laufen wir im Galopp über die Wellen, mal pusten wir mit allem, was wir haben, in die Segel, nur um überhaupt in Bewegung zu bleiben.
Nach berechneter Zeit sind wir wieder auf Platz eins. Gar nicht schlecht für eine hölzerne, 23 Tonnen schwere Dame mit über 40 Jahren auf dem Buckel.
Wir passieren einen maritimen Verkehrsknotenpunkt: Nach links geht es Richtung Stockholm, nach rechts nach Tallinn und St. Petersburg. Für uns heißt es: geradeaus nach Norden, ohne abzubiegen.
Auf dem Foto ist bereits das fünfte Segel dieser Regatta zu sehen. Den Vorräten nach zu urteilen, warten unten noch einige weitere auf ihren Einsatz.Læs mere