• Heimreise

    January 6 in Saudi Arabia ⋅ ☀️ 20 °C

    Leider ist unsere Zeit in Saudi-Arabien fast um. Wir fahren die letzten Kilometer zum Flughafen und tanken ein letztes Mal. Schließlich suchen wir uns in Riyadhs riesigem Flughafen zur Sixt Autovermietung durch und geben das Auto zurück. Ein treues Auto, das so einiges hat aushalten müssen oder anders gesagt, das (endlich) auch mal außerhalb der Straßen durch Sand und Geröll fahren und etwas erleben durfte. Bei der Rückgabe wird sehr genau geschaut. Bei einer Macke gab es fast Diskussionen. Doch dann ist klar, sie ist alt.
    Dass es eine große Reise mit vielen Kilometern werden würde war klar. Es werden dann aber immer noch ein paar mehr. Und so sind wir hier tatsächlich 5108km quer durch das wunderschöne Saudi-Arabien gefahren.

    Da wir das Auto in Terminal 5 abgeben und von Terminal 1 abfliegen, fahren wir heute doch tatsächlich noch einmal mit der Metro. Unser Gepäck ist ruckzuck aufgegeben und ich hoffe, dass es auch in Frankfurt ankommt. Aber vielleicht will es ja dieses Mal gerne in Saudi-Arabien bleiben. Ich könnte es so gut verstehen. Die Ausreise erfolgt so schnell, dass man sie beinahe nicht bemerken könnte und schon sitzen wir am Gate. Bei dieser Reise habe ich doch tatsächlich diese elenden Wartezeiten am Flughafen plus die Flugzeit vermisst. Konnte ich doch immer so schön meine Pinguine schreiben. So habe ich jetzt abends und manchmal auch nachts, wenn ich von einigen Tassen saudischem Kaffee nicht schlafen konnte, meine Footprints geschrieben. Dennoch hänge ich Tage hinterher. Wartezeiten an Flughäfen haben also durchaus auch ihre Vorteile. Und während ich warte, dass es endlich 1:50Uhr wird, schreibe ich meine Pinguine und die Zeit vergeht wie im Flug.

    Ich erlebe den Start noch mit einem halben Auge und wache mit der Ansage zum Landeanflug auf Istanbul wieder auf. Die Umstiegszeit ist kurz, aber gut machbar und so sitzen wir schnell im Anschlussflug nach Frankfurt.

    In Frankfurt trifft uns zuerst der Kälteschock. Es schneit. Dann nimmt das Kofferdrama seinen Lauf. Sie sind zwar dieses Mal beide angekommen. Doch nur einer hat den Flug halbwegs überlebt. Der andere - Totalschaden. Vielen Dank. Jeden Flug das gleiche. So renne ich von einem Schalter zum Nächsten. Nachdem ich alle Papiere habe, geht es zum Kofferlager. Dort steht mein Koffer. Es könnte so einfach sein. Tausche kaputt gegen neu. Aber nein, das geht so nicht. Der Koffer hat Wertverlust. Natürlich hat er das, so wie mit ihm umgegangen wurde. Freunde habe ich mir dort keine gemacht, aber nach einigem Hin und Her und weiteren Papieren, bekomme ich den Koffer ausgetauscht.

    Durch Kälte und Schnee geht es vollends in ein eisiges zu Hause. Die Heizung muss jetzt kräftig arbeiten, damit wir hier nicht erfrieren.
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