KAFD - Finacial District
January 3 in Saudi Arabia ⋅ ☀️ 15 °C
Nachdem wir von Zaha Hadids Metrostationen schon restlose begeistert sind, betreten wir den Financial District. Hier reiht sich ein architektonisches Hochhauswunder an das nächste. Höher, schöner eleganter, graziler, ausgefallener, grandioser…. Welche Adjektive soll ich verwenden. Man findet geometrische Formen in unterschiedlichster Art und Farbe. Das Material der Fassaden ist teils schlicht naturfarben, dann spiegelnd, asymmetrisch angeordnet. So entdeckt man in der Fassade des einen Hauses schon das nächste unterbrochen von einem Park mit Palmen und Oliven. Grandios geschwungene Brücken verbinden Gebäude und Wege. Um diese zu verkürzen wird noch eine Monorail gebaut, die sich in luftiger Höhe gleich einer Achterbahn ohne Loopings um die Gebäude windet. Schade, dass sie sich noch im Bau befindet. Einige Bereiche sind daher noch abgesperrt. Auch einige Moscheen und jede Menge Restaurants und Geschäfte finden sich hier. Da Saudis gerne Essen und Shoppen wird auf die Work Life Balance geachtet.
Die Moscheen entdeckt man kaum. Es sind moderne, schlichte Gebäude. Man könnte fast sagen quadratisch, praktisch, gut in Quaderform. Mal wieder schlicht und elegant. Die Minarette gleichen Aussichtstürmen. Kein Schnickschnack, keine Schnörkel. Ein grandioses Gesamtensemble. So eine hochmoderne Stadt habe ich hier nicht erwartet. Hier katapultiert sich Saudi-Arabien an die Weltspitze.
Aber es gibt dafür mal wieder Regeln. Und zu meiner Überraschung stören sie mich nicht mehr. Genau darüber habe ich mich zu Beginn des Urlaubs so aufgeregt und geärgert. Man darf mal wieder nicht fotografieren. Handy ja. Kamera - man schaut genau auf das Objektiv. Bis 70mm sind erlaubt. Ich habe 55mm. Alles gut. Ich darf. So erklärt es mir der erste „Aufpasser“. Doch es gibt ja so viele. Und so muss ich unzählige Male die Kamera zeigen. Einige können kein Englisch, verstehen nicht und die Regeln sind auch nicht für alle transparent. Für jeden Aufpasser gilt etwas anderes. Nunja. Ich packe die Kamera dann irgendwann weg. Eigentlich braucht man das Weitwinkelobjektiv, das im Hotel liegt und definitiv kein Tele. Hier hat man offenbar Bedenken, dass ich die Finanzgeschäfte eines Bankarbeiters im 95. Stockwerk mit der Kamera direkt vom Computerbildschirm abfotografieren könnte.
Wir genießen diesen außergewöhnlichen Ort. Wechseln von Licht zu Schatten, Wärme zu Kälte. Die Hochhausriesen spenden verdammt viel Schatten und dort ist es kalt. Wir beenden unsere Runde an der Metrostation und fahren nun in den älteren Teil der Stadt. So denken wir zumindest.Read more

























