Himmelstempel - Tiāngōng
March 28 in China ⋅ ☁️ 19 °C
Der Himmelstempel ist eine Tempelanlage in Peking, in der die Kaiser jedes Jahr für eine gute Ernte beteten. Er wurde 1406–20 in der Ming-Dynastie erbaut und 1998 von der UNESCO in die Liste des Welterbes aufgenommen.
Die gesamte Anlage ist von einer kilometerlangen, doppelten Mauer umgeben. Im nördlichen Teil haben die Mauern einen runden Grundriss, während der Südliche viereckig ist. Von oben betrachtet sieht der Mauergrundriss also wie eine langgezogene Kuppel aus. Diese Form rührt aus der Vorstellung, dass der Himmel rund und die Erde eckig sei.
Im nördlichen Teil ist die Halle des Erntegebets mit 36m Breite und 38m Höhe das wichtigste Gebäude des Tempelbezirks. Der kreisförmige Grundriss steht auf einer dreistufigen, 20m hohen Marmorterrasse, ähnlich einem mittelamerikanischen Stufentempel.
Im südlichen Teil steht das zweite große Gebäude, die Halle des Himmelsgewölbes. Die kreisrunde Tempelhalle ist von einer Echomauer, einer absolut glatten und exakt kreisförmigen Mauer umgeben. Durch ihre runde Form werden Schallwellen an der Mauer entlanggeführt und können überall an der Mauer wahrgenommen werden. Spricht man also gegen die Echomauer, kann man selbst an der gegenüberliegenden Stelle hören, was gesagt wurde. Leider wurden zu viele Graffitis in die Mauer geritzt, was die Echofähigkeit zerstört hat. Ein Plattenweg läuft auf den Himmelstempel zu und eigentlich würde sich mit dem jedem Schritt, den man darauf zugeht das Eche erhöhen. Klatsche ich auf Platte eins einmal, erhalte ich zwei Klatschechos. Auf Platte zwei klatsche ich zweimal und erhalte drei Klatschechos. Durch die Menschenmassen und die zerstörten Mauern, kann man dies leider nicht mehr erleben. Auch diese Halle steht auf einer dreistufigen Marmorterrasse.
Die beiden Hallen sind durch die 360m lange Danbi-Brücke verbunden. Die gesamte Tempel-Achse ist 1200m lang und wird von alten Bäumen flankiert. Damit ist der Himmelstempel nach eigenen Angaben die längste Anlage zur Himmelsanbetung der Welt.
Leider ist der Himmel mittlerweile komplett grau und es regnet immer wieder. Die Menschenmassen sind unerträglich. Teilweise sehr rücksichtslos quetscht man sich vor den Thronaal und wir müssen viele Ellbogen in den Rippen ertragen. Irgendwann stehen auch wir in der ersten Reihe. Der Blick ist toll, aber ansonsten ist es alles andere als schön.Read more







Traveler
😮🫣 - der Großteil sind einheimische Touristen?
TravelerJa
TravelerWenn ich das mit den Graffitis lese … ohne Worte