Sommerpalast - Pinyin Yíhéyuán
March 29 in China ⋅ ⛅ 22 °C
Wir lassen uns leider von unserem Fahrer zum Mittagessen überreden. Die Konsequenzen erfahren wir leider später. Ein großer Fehler in mehrfacher Hinsicht. Ich gehe davon aus, dass wir in ein gutes Restaurant geschickt werden. Die. Inder in der Karte sehen nicht schlecht aus, die Preise sind ordentlich. Doch dann habe ich einen Haufen Knoche. In Sau.e in meinem Pfännchen und Fleisch kann ich kaum finden. Der Kampf mit den Stäbchen wird noch erbitterter geführt. Doch was soll ich in den Mind stecken? Knochen? So esse ich in meiner Not den Reis mit dem Suppenlöffel. Das klappt wenigstens. Zeit und Geld für nichts rausgeschmissen.
Als wir uns Beijing nähern, landen wir natürlich wieder im Stau. Zu spät erkennt unser Fahrer, dass das Areal wegen Überfüllung abgesperrt ist und wir laufen müssen. Das hat viel Zeit gekostet. Als wir schließlich am Gate des Sommerpalastes stehen, beginnt es zu regnen. Wir sind ja nicht aus Zucker. Die Chinesen haben offensichtlich Angst aus Zucker zu sein und verlassen den Park. Gut für uns, es wird deutlich leerer. Ich laufe eine geriffelte Rampe hoch, doch sie ist durch den Regen so glitschig, dass ich trotz guter Schuhe rückwärts hinunterrutsche. Zum Glück fahre ich ohnehin auch gerne rückwärts Ski. Somit lande ich sicher am unteren Ende der Rampe. Die Sonne drückt trotz Regen und die Stimmung am Palast ist wunderschön.
Kaiser Qianlong ließ den Sommerpalast, also den „Garten der Reinen Wellen“ um 1750 für eine Gesamtsumme von 4,8 Millionen Silber-Tael als Geschenk zum 60. Geburtstag seiner Mutter errichten. Die 297ha große Anlage entstand auf dem Gelände des seit 1153 bestehenden Gartens des Goldenen Wassers und war der bevorzugte Aufenthaltsort des Kaiserhofes in den feucht-heißen Sommermonaten.
Er ist ein weitläufiges Ensemble bestehend aus Seen, Gärten und Palästen und gilt als der am besten erhaltene kaiserliche Garten der Welt und eine der größten noch existierenden Palastanlagen Chinas. Die über 3000 Gebäude zählen zu den Meisterwerken chinesischer Architektur, der Park zu den beeindruckendsten chinesischen Landschaftsgärten. In den Gebäuden befindet sich eine Sammlung von über 40.000 wertvollen historischen Relikten aus verschiedenen Dynastien. Er zählt zu den frequentiertesten Sehenswürdigkeiten der chinesischen Hauptstadt und gehört seit 1998 zum UNESCO-Welterbe.
Wir wissen, dass wir nicht viel Zeit haben. Den zentralen Teil derAnlage können wir aber ohne Probleme besichtigen. Dennoch beeilen wir uns. Was wir nicht wissen: der wichtigste Teil mit der Halle für den Kaiser schließt in der Winterzeit. Dreiste um 16:30. wir erreichen das Tor um 16:36Uhr. Jetzt rächt es sich, dass wir durch unser ungenießbares Mittagessen so viel Zeit verloren haben. Das war‘s. Die Wachleute sind gnadenlos und obwohl erst um18:00 geschlossen wird, darf niemand mehr hinein. Wir sind nicht die einzigen die sauer und enttäuscht sind. Es gibt richtig großen Ärger am Tor. Doch leider hilft der Protest nicht. Wie schade. Wir durchqueren aber weiterhin diesen wunderschönen Park. Die Weiden spiegeln sich zartgrün in den Seen. Die Kirschen blühen und ziehen die Chinesen an. Es scheint ansteckend zu sein, denn plötzlich fotografieren wir auch nur noch Kirschblüten. Die Abrücken spannen sich in herrlichen Bögen über das Wasser. Überall entdecken wir wunderschöne Pavillons und Paläste. Wir laufen entlang des Wandelgangs mit seinen mystischen Motiven, immer parallel zum See. Er ist fast 800m lang. Der gesamte Palastpark ist ein Traum.
Als eine der letzten verlassen wir ihn deutlich nach 18:00. Man sollte hier einen ganzen Tag Zeit einplanen. Es gibt so viel zu entdecken. An den wunderschönen Inseln waren wir überhaupt nicht und in den kleinen Cafés und Restaurants lässt sich der Tag gut aushalten. Es ist ein Jammer aber leider nicht mehr zu ändern.
Nach einem langen Tag steuern wir ein letztes Mal mit der Metro die Hutongs an. Ich brauche etwas ordentliches zu essen und zwar mit Messer und Gabel. Begeistert entdecke ich einen Mc Donalds. Moritz stoppt mich doch tatsächlich. Zum Glück. Denn kurz darauf laufen wir an einem sehr gemütlichen Italiener vorbei. Es gibt Pasta Gambaretti mit Messer und Gabel. Ein Hochgenuss.Read more

























TravelerDas sieht wirklich sehr schön aus. Schade, dass ihr no ja mehr Zeit hattet.
TravelerJa das war echt schade.
SYLWIA B.Jetzt muss ich mal den Schlaumeiermodus einschalten: In den meisten Teilen Asiens wird das Fleisch nicht vom Knochen gelöst. Sondern es wird zusammen mit den Knochen zerhackt. Es macht tatsächlich Null Spaß ständig die Knochen aus dem Mund zu puhlen. Wir hier in Yunnan kämpfen zusätzlich mit dem scharfen Speisen. Wenn wir schon extra „bu la“ sagen (also nicht scharf) dann bekommen wir etwas was wir immer noch als scharf empfinden. 🥵 Das mit den Öffnungszeiten ist ja ärgerlich. Habt Ihr das mit Eva gemacht? Wieso kannte niemand die Schliesszeiten. Übrigens haben wir hier nur hartgesottene Chinesen😉 Die haben alle Regenmantel oder Schirm bei. Das sind da vielleicht die verwöhnten Hauptstädter 🤣
TravelerNein, wir waren allein im Sommerpalast. Kann gut sein, dass die Hauptstädter verwöhnt sind, wir fanden es gut so. Ja, das Fleisch…. Es besteht ja immer wieder die Hoffnung, dass…. Zum Glück haben wir den Italiener gefunden.