Pelkhor Chode Kloster 4000m
6 April, China ⋅ ⛅ 3 °C
Gyantse war früher ein wichtiger Handelsposten auf der Route zwischen Indien, Bhutan, Tibet und China. Als wir in den Ort fahren, erhebt sich die mächtige Festung über uns auf einem hohen Berg. Sie überblickt die Stadt und ihre Umgebung wie ein Wächter. Durch schmale Gassen, vorbei an Kühen, die vor den Häusern angebunden sind, laufen wir in den alten Teil der Stadt zum Kloster Pelkhor Chode. Es ist bereits früher Abend.
Das Pelkhor Kloster (1425), auch Kloster des Glücksrades genannt, befindet sich am Fuß des Berges Zong und ist auf drei Seiten von Bergen umschlossen. Architektonisch stellt es eine Kombination von Stupa und Kloster dar. Mitten auf dem Gelände steht der 35 Meter hohe, begehbare Kumbum. Er ist das Highlight des Klosters. Als dreidimensionales, begehbares Mandala gebaut, beherbergt er Wandmalereien mit 100.000 Buddha Figuren. Steil führen Treppen im Innern nach oben bis zum 6. Stock. Als Belohnung für die Mühe gibt es einen fantastischen Blick auf die Berge und das Nyang Chu Tal. Aber schon auf dem Weg nach oben werden wir mit herrlichen Wandmalereien und vielen Figuren verwöhnt. Der Blick auf die gesamte Klosteranlage, das Tal und die Berge ist umwerfend. Wie jeden Tag ist das Wetter am Vormittag klar. Dann bewölkt es sich mehr oder weniger stark, um gegen Abend wieder aufzuklaren. So auch heute. Der Himmel reißt auf, während wir den Kumbum besteigen und wir können die Ausblicke bei herrlichem Sonnenschein und blauem Himmel genießen.
Neben vielen Kunstgegenständen werden hier noch 1049 Bände in Tibetisch abgefasster klassischer Schriften aufbewahrt. Sie sind für die Erforschung der Religion und Kultur Tibets von großer Bedeutung. Pelkhor beherbergte Mönche der drei Hauptrichtungen des tibetischen Buddhismus: Sakya, Bodong und Gelug. Dass sich drei Sekten zugleich in einem Kloster niederlassen konnten, war eine Besonderheit des Pelkhor Klosters, die im tibetischen Buddhismus sehr selten ist.
Im Klosterbau finden sich stilistische Elemente buddhistischer Kunst aus Indien und Nepal sowie der Baukunst aus dem Landesinneren. Die Bauten in diesem einzigartigen Stil sind noch heute vollständig erhalten. Es ist einmalig in China.
Wir nützen diesen wunderbaren Ort, um noch etwas durch die Altstadtgassen zu bummeln, die hier wirklich noch Altstadt sind. Hier spürt man den Flair, den es einst überall gab. Alte Türen, verwinkelte, holprige Gassen und bunte Fahnen empfangen uns.
Nach diesem wundervollen Tag erreichen wir nach einer weiteren Stunde Fahrt unser Tagesziel Shigatse. Die Sonne taucht die Berge in wunderschönes, weiches Licht. Der Der sandige Boden ist von den monsunsartigen Regenfällen im Sommer stark ausgewaschen. Es ergeben sich tolle Farbspiele aus Licht und Schatten. Die Riesen wirken weichen und sanft. Das erinnert mich an die Anden und dennoch ist die Landschaft völlig anders. Dort gibt es keinerlei Vegetation, während hier auf 4000m Kirschbäume blühen, Gemüse angebaut wird und überall Bäume wachsen. Einige Berg wirken, als ob man Gegenstände mit einem Leintuch zugedeckt hätte und dieses nun alles in fließenden, wallenden Formen umschließt.
Es wird dunkel als wir Shigatse nach einem langen, eindrucksvollen Tag erreichen. Ich bin immer noch durchgefroren, weil ich vor lauter Begeisterung am Karo-La Gletscher überhaupt nicht gemerkt habe, wie kalt es eigentlich ist. So gibt es jetzt noch eine warme Nudelsuppe gegessen mit Stäbchen und dann geht es ab ins Bett.Baca lagi












PengembaraKönnt Ihr Euch in den Orten auch einmal alleine bewegen oder geht das auch nur gemeinsam mit dem Guide?
PengembaraNein immer nur mit Guide. Nie alleine.
SYLWIA B.Das ist aber schade. Wir durften am Nachmittag bzw wenn Zeit war allein die Orte erkunden
PengembaraNein. Unser Guide ist auch immer zufällig in unserem Restaurant gelandet.
SYLWIA B.🙄
PengembaraZufälle gibt’s 😉
PengembaraJa, die gibt’s.