Ishasha Plains
August 6 in Uganda ⋅ ☁️ 19 °C
Heute stehen wir früh auf. Noch vor Sonnenaufgang starten wir zu einer frühmorgendlichen Pirschfahrt durch die Ishasha Plains. Da es gestern viel geregnet hat, liegt alles in tiefem Nebel. Die Akazienbäume zeichnen sich als schwarze Schatten im Nebel ab. Eine mystische Stimmung. Langsam wird es heller. Hinter den Nebelschwaden verfärbt sich der Himmel langsam rötlich. Herden von Wasserbaks und Gazellen durchstreifen die Savanne aufgereiht wie an einer Perlenschnur. Dann taucht die Sonnenscheibe über den Horizont. Kurz darauf steht sie als glühend rote Kugel über der Nebelwelt. Es ist unfassbar schön. Wenn das erste Licht des Tages über der Savanne aufleuchtet, erwacht die Tierwelt zum Leben. Pumbas rennen über den Weg und eine Herde Topis springt übermütig in den neuen Tag. Die Akazien erleuchten im warmen Morgenlicht und plötzlich kreuzt eine Hyäne unseren Weg. Leider hat sie es sehr eilig und wir können sie nur kurz beobachten. Kurze Zeit später steht völlig unerwartet ein stattlicher Elefant mit wunderschönen Stoßzähnen hinter einem Busch. Er frühstückt genüsslich und lässt sich von uns nicht aus der Ruhe bringen. Etwas weiter entfernt grast eine riesige Herde Büffel. Auf unserem weiteren Weg begegnen uns immer wieder Gazellen, Pumbas, Baboons und einzelne Elefanten. Die Piste sieht eigentlich ordentlich aus. Doch der Schein trügt. Plötzlich ist der Boden vollgesogen wie ein Schwamm und wir schlingern und tanzen kreuz und quer durch den Matsch, zum Glück Sicht sich das Auto seinen Weg, wenn man es lässt. Die Freude ist groß, als wir auf eine Elefantenfamilie mit zwei Kindern treffen. Die Vater ist äußerst wachsam als sie die Piste kreuzen. Keine 50m später treffen wir auf eine riesige Elefantenherde. Es gibt viele erwachsene Tier, mindestens vier Babys und viele größere Kinderelefanten. Insgesamt sind es bestimmt 40 Tiere. Sie fressen, streifen durch das hohe Gras und kreuzen schließlich die Piste. Am Pistenrand steht Wasser vom gestrigen Regen. Sie beginnen zu trinken und sich zu duschen. Es ist wunderschön ihnen zuzusehen. Doch dann verschwinden sie in den Büschen und sind sofort unsichtbar. Die Familie ist aber so groß, dass wir weiteren Tieren kurze Zeit später begegnen. Auch hier gibt es Babys, die streng beschützt werden. Nach diesem wunderschönen Erlebnis, treffen wir noch auf einen übergelaunten Einzelgänger. Hat er so schlechte Laube, weil er seinen Stoßzahn verloren hat. Er gibt uns unmissverständlich zu verstehen, dass wir unerwünscht sind. R einen kurzen Moment denke ich ,dass er angreift. Das Herz rutscht mir in die Hose. Doch dann läuft er Parallele zur Piste und wir können ihn während dieser Vertreibungsjagd wunderbar beobachten.
Immer wieder begegnen uns einzelne Elefanten, bis ich in einem Baum viel Bewegung wahrnehme. Zu meiner großen Freude entdecke ich die schwarz-weißen Kolobos Affen. Die habe ich noch nie gesehen und bin begeistert, wie sie durch die Äste klettern. Doch auch im Nachbarsbaum ist Aktion angesagt. Die kleinen Red-tailed Monkeys frühstücken und pflücken die Blüten von den Bäumen. Wie wunderschön. Ich komme. Mir vor wie in einer Dokumentation, in der alles perfekt aufbereitet ist. Die Tiere scheinen gerade so auf uns zu warten. Ich nehme eine Bewegung war und entdecke wieder einige Elefanten und Büffel. Einer läuft plötzlich vor uns auf der Piste und neben ihm turnt eine Affe herum. Zuerst denke ich ein Baboon. Doch es ist ein Ververt Monkey. Er hat ein hübsches Gesicht und knallblaue Hoden. Na, wer das nicht attraktiv findet….
Schließlich erreichen wir das Ende der Ishasha Section und erreichen unsere Lodge. Doch so einfach wird uns das nicht gemacht. Mitten auf Pad steht ein riesiger Elefant und frisst die Büsche kahl. Und das direkt an der Hauptverkehrsstraße. Wir müssen warten. Er erscheint friedlich und stört sich nicht an uns. Doch irgendwann ist es genug. Gas geben und hinten durchfahren. So erreichen wir am späten Mittag in Gedanken bei unseren Tiererlebnissen unsere neuen Bleibe.Read more










































TravelerWas für ein Start in den Tag! 🤩
TravelerJa er war grandios.
TravelerWas für ein erlebnisreicher Tag mit tollen Sichtungen. Und Kompliment für Deinen Schreibstil! 🤩👍🏻 Beim Lesen kommt sofort Afrika-Fernweh auf!
TravelerDanke. Dann muss wohl mal wieder eine Afrikareise aufs Programm. Es ist so schön.
TravelerWir waren jetzt schon sieben Mal im südlichen Afrika…es lässt einen einfach nicht mehr los!😊