Kampala - Ugandas Hauptstadt
Today in Uganda ⋅ ☁️ 27 °C
Wir machen uns auf zu unserer letzten Etappe nach Kampala, Ugandas Hauptstadt. Die Stadt will erobert werden. Für die letzten 10km benötigen wir unglaubliche 3,5 Stunden. Die Stadt zieht alle Register, um uns das unnachahmliche Chaos afrikanischer Straßen zu vermitteln. Die Luft ist staubig und stinkt nach Abgasen. Wir bewegen uns in Zentimeterschritten vorwärts. Rechts und links überholen Bodo Bodos und Mini-Van Taxis auf unsichtbaren Wegen. LKW reiht sich an LKW. Man klebt Stoßstange an Stoßstange. Läden und Stände reihen sich aneinander. Es gibt alles vom Sofa, über Solarpannels, Wassertanks und Wasserkanister, Hosen, Schuhe. Autoreifen, Fleisch und Obst. Zwischen die Autos quetschen sich Verkäufer wie eine Karawane, die den Staugeplagten Getränke, aber auch Gürtel und Schuhe verkaufen wollen. Auf wundersame Weise bahnen sich Krankenwagen ihren Weg durch das Chaos. Irgendwie gibt es Platz für sie. Motorräder beladen mit allem, was man sich vorstellen kann, von lebenden Hühnern bis zu ganzen Matratzen oder - leeren - Särgen, schlängeln sich durch den Verkehr. Manche sind durch die Beladung breiter als ein LKW. Ein Motorradlaster mit Getränken ist viel zu schwer beladen. Er kommt den berg nicht hinauf und rollt langsam rückwärts wieder hinunter in die kommenden Autos hinein. Autos und Lastwagen teilen sich die Straße mit Fußgängern, Fahrrädern und Kühen, während sich Marktstände bis an den Straßenrand drängen. Der Wahnsinn der afrikanischen Duseligkeit – ein charmantes Durcheinander, das uns die letzten Wochen zwar schon immer begleitet hat, hier in Kampala aber extreme Ausmaße annimmt.
Kampala ist die pulsierende Hauptstadt, die auf sieben Hügeln erbaut wurde und heute das kulturelle, wirtschaftliche und politische Herz Ugandas bildet.
Doch auch sie hat eine dunkle Seite in der Geschichte des Landes. Die Märtyrer von Uganda sind eine Gruppe von 22 katholischen und 23 anglikanischen Christen. Sie wurden zwischen 1885 und 1887 im Königreich Buganda (heutiges Uganda) auf Befehl von König Mwanga II. hingerichtet, weil sie sich weigerten, ihren christlichen Glauben aufzugeben. Papst Paul VI. sprach die katholischen Märtyrer 1964 heilig. Sie starben durch Enthauptung oder wurden auf grausame Weise lebendig verbrannt, vor allem in Namugongo und Munyonyo. Heute ist der Märyrerschrein in Namugongo ein bedeutender Pilgerort in Uganda.
Ich liebe diese Straßenszenen und könnte mich darin verlieren, immer weiter zu fotografieren. Ihr mögt es mir nachsehen.Read more










































TravelerEine sehr interessante Stadt, auf die man sich einlassen muss. Darf ich Dich fragen, wie Du das mit dem Fotografieren machst? Aus dem Auto heraus, hälst Du an oder steigst Du aus?🤔
Traveler
Sehr plastisch...
SYLWIA B.
😐