Berge, Seen - Wanderzeit
May 29 in France ⋅ ☀️ 19 °C
Nach einem Frühstück bestehend aus Müsli und Milch in einem winzigen Glas, gegessen mit einer Gabel (die Ausstattung war dann doch eher mau) dafür mit traumhaftem Ausblick verlasse ich mein Domizil und fahre in die Vogesen.
Es ist früher Morgen und ich umrunde den Lac Noir. Noch ist es ganz still und ich höre und sehe viele Vögel. Eine herrliche Morgenstimmung umgibt mich. Wasser, Erde und Waldgeruch. Wunderschön. Die Bäume spiegeln sich im fast glatten Wasser.
Der See ist nicht riesig und um die Ecke wartet schon Lac Blanc. Hier ist schon etwas mehr los. Leider kann man ihn nicht umrunden und so genieße ich ein wenig die Aussicht bevor ich den Col de Schlucht entlangfahre. Die Vogesen sind so ziemlich komplett bewaldet und somit sind die Aussichten begrenzt. Irgendwann beschließe ich, dass es genug der Bäume ist und will gerade wenden, als mir das Schild Lac Vert ins Auge sticht. Na also. Geht doch. Schnell geparkt und losmarschiert. Unterwegs kam mir dann der Gedanke einmal nachzusehen, wie weit das eigentlich ist. Mit 2km one way eine nette Tour. Ich trage die perfekten Wanderschuhe. Da kann nichts schief gehen. Das zeigt mir dann auch gleich der kritische Blick der entgegenkommenden Wanderer. Ausgerüstet mit Trekkinghosen, hohen Wanderstiefeln und Wanderstöcken klettern sie mir entgegen. Ich habe auch eine kurze Hose an und meine leichten Stoffschuhe. Perfekt ausgestattet. Das muss doch gehen.
Es geht ständig bergab, steinig, felsig, entlang kleiner Wasserfälle, durch weiche Nadelhäufen und sattgrünes Moos zu wunderschönen Aussichtspunkten über das ganze Tal. Das Gelände wird immer rauer. Mit meinen Schuhen „kein Problem“. Wenn das mal gut geht. Aber schließlich blinkt das Wasser durch die Bäume und wenig später stehe ich am Lac Vert. Schön ist er. Viele Angler sind am Morgen unterwegs und einige Camper packen zusammen. Verschwinden sie wegen der vielen Mücken oder weil es Zeit zur Abfahrt ist? Wer weiß. Ich bin leider ein sehr gutes Frühstück für die Vieher. Nach einer Weile mache ich mich auf den Rückweg und kraxle alles wieder hoch. Passt. Schön war’s. Die Schuhe sind auch noch an den Füßen und haben sich nicht im rauen Gelände aufgelöst.
Entlang der Route des Cretes durchquere ich die Vogesen. Es gib einige schöne Aussichtspunkte über die weiten Täler und sie wären noch viel schöner gewesen, wenn nicht ständig Horden von Motorradfahrern mit Höllenlärm durchgeschrauscht wären. Ein bisschen kann ich es ja verstehen. Es macht Spaß durch die Kurven zu cruisen. Aber bitte etwas leiser.
Genug der Natur. Ich habe noch Zeit, bis ich meine Wanderfreunde an ihrem Ziel treffe. Aus dem Wald der Vogesen erreiche ich ziemlich übergangslos die Weinreben in der Ebene. Wie unterschiedlich diese beiden Landschaften doch sind und so nah beieinander. Warm ist es hier unten…Read more














Traveler
Die sind ja wirklich perfekt 😂
Traveler
Ohh mit den Schuhen wäre ich keine 200m weit gekommen 😂
TravelerAlles war so überstürzt. Ich habe überhaupt nicht daran gedacht, dass ich vielleicht auch wandern gehe. Aber geklappt hat es ja. Nächstes Mal gibt es ordentliche Schuhe.