• Ishasha Nationalpark

    August 5 in Uganda ⋅ 🌧 27 °C

    Gegen Mittag erreichen wir die weitläufigen Ishasha-Ebenen, die bekannt sind für ihre baumkletternden Löwen. Baumkletternde Löwen sind ein seltenes Naturphänomen, das nur an wenigen Orten Afrikas zu beobachten ist. Wir hatten schon einmal das große Glück, in Tansania baumkletternde Löwen zu sehen. Moritz hat sie damals entdeckt, als wir schon vorbei gefahren waren. Er hat heute somit wieder den Auftrag, die Löwen zu spotten.
    Dieses unberührte Gebiet mit Savannen und Flüssen, geschmückt mit Feigen-, Akazien- und Kaktusbäumen, ist ein wunderbarer Ort für Pirschfahrten. Wir erreichen die Grenze zur Demokratischen Republik Kongo und blicken über den Ishasha Fluss hinüber.

    Wir beginnen unsere erste Safari in Uganda. Und ja - es gibt so einige Dinge, auf meiner Wunschliste. Wir sind noch keine 10 Minuten unterwegs, als wir einen Leopard auf dem Baum entdecken. Was für ein Safaribeginn. Der absolute Traum. Zunächst liegt er da, majestätisch auf den Ästen eines alten Feigenbaums. Dann wendet er den Kopf und wird aktiv. Er steigt den Baum hinunter, streckt sich, gähnt, klettert weiter, wartet ein weiteres Mal und guckt sich um, bevor er im hohen Gras verschwindet. Doch kurz darauf tau hat er wieder auf. Wir folgen ihm, verlieren ihm kurz aus den Augen und entdecken ihn wieder, als er auf einen Baumstamm klettert. Dort sitzt er einige Zeit. Vielleicht um richtig wach zu werden. Schließlich verschwindet er endgültig ihm tiefen Gras. Was für ein Safaribeginn. Ein Leopard auf dem Baum ist ein absolutes Highlight und ein Traum eines jeden Afrikareisenden.
    Wir durchqueren Ishasha kreuz und quer und begegnen Seeadlern, Elefanten, Geiern, Büffeln, Gazellen, Waterbaks, Uganda Kobs und Topis. Natürlich darf auch Pumba, das Warzenschwein, nicht fehlen. Es ist in Wirklichkeit so dumm, wie auch im König der Löwen. Anstatt gleich wegzulaufen, bleibt es erst stehen, schaut, bekommt dann Angst vor nichts und rennt mit hocherhobenem Schwanz davon. Von einer Abbruchkante blicken wir weit über die Savanne. Akazienbäume erheben sich gegen den schwarzen Gewitterhimmel in der Ferne. Das viele frische Gras leuchtet hingegen dunkelgrün.
    Am späten Nachmittag, wenn die goldenen Strahlen der tiefstehenden Sonne die Savanne in warmes Licht tauchen, zeigt sich die Wildnis von ihrer schönsten Seite. Wir genießen den Blick über die endlosen Ebenen und lauschen den Geräuschen der Natur. Doch leider verschwindet die Sonne rasch, der Himmel wird tiefschwarz und ein weiteres Gewitter bricht über uns herein. Genau zu diesem Zeitpunkt wollen wir unseren Sundowner genießen. Aus ihm wird nun ein Regendowner. Tapfer sitzen wir ihn aus und trinken unseren ugandischen Gin Tonic. Vor uns grast eine Büffelherde, hinter uns Zucken Blitze über den Himmel. Der perfekte Abschluss eines erlebnisreichen Tages. Der Regen hätte noch ein klein wenig warten können.
    Read more